{"id":13852,"date":"2010-10-16T00:00:00","date_gmt":"2010-10-15T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=13852"},"modified":"2012-12-30T12:02:38","modified_gmt":"2012-12-30T11:02:38","slug":"13852","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2010\/10\/13852\/","title":{"rendered":"Nicht nur Nazibands sind gef&#228;hrlich"},"content":{"rendered":"<p>  Was sind Grauzonenbands?<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  In der letzten .megafon gab es einen Artikel zum Thema Rechtsrock, neben   den altbekannten Faschobands gibt es aber einen nicht zu   untersch&#228;tzenden Grauzonenbereich. Etliche Bands geben sich als   unpolitisch, haben aber beste Kontakte zu einschl&#228;gigen Gruppen wie   Kategorie C, Spreewacht oder Sleipnir. <\/p>\n<h4>  <b>Die M&#228;r von der unpolitischen Band<\/b><\/h4>\n<p>  Neben hartem Rechtsrock a la Landser hat sich in den letzten Jahren ein   neues Problem in Sachen Musik von rechts aufgetan. Lange Zeit blieb der   Grauzonenbereich unbeobachtet, zu unrecht. Gerade sich selbst als   unpolitisch geb&#228;rende Bands aus dem Punkrock, Hardcore und Metal stellen   oft ein Problem dar. Solche Bands treten, teils auch unbewusst, als   Scharnier zur rechten Musikszene auf, um junge Leute an diese zu binden. <\/p>\n<p>  Besondere prominente, und leider beliebte Beispiele sind die Bands   Krawallbr&#252;der aus dem Saarland und Frei.Wild aus S&#252;dtirol. <\/p>\n<p>  Krawallbr&#252;der betonen in Interviews und auf ihrer Internetpr&#228;senz, dass   sie unpolitisch sind, mit rechten Bands nichts zu tun haben und nur   Musik machen wollen. Betrachtet mensch aber mal die Bands, mit denen   Krawallbr&#252;der schon aufgetreten sind, ist klar, wohin die Reise geht. So   spielten sie schon mit rechten Bands wie Berserker und Iron Fist, zudem   ver&#246;ffentlichen sie auf ihrem eigenen Label mehrere rechtsoffene Bands. <\/p>\n<p>  Die Band Frei.Wild gibt sich ebenfalls als unpolitisch, auch hier ist   das reine Fassade. Neben einigen Songtexten, in denen der s&#252;dtiroler   Patriotismus abgefeiert und Gewalt verherrlicht wird, steht auch diese   Band mit Rechtsrockbands auf der B&#252;hne, unter anderem mit Satans   Offiziere oder auch Berserker. Den Vogel abgeschossen hat Frei.Wild aber   2008 als sie ein Konzert f&#252;r die rechte S&#252;dtiroler Partei &#8222;Die   Freiheitlichen&#8220; geben wollten. Das Konzert wurde zwar abgesagt, daf&#252;r   trat der S&#228;nger der Band in diese Partei ein. Von solchen   fragw&#252;rdigen Bands tummeln sich leider einige in der Musikszene rum, die   beiden genannten sind einzelne Beispiele.<\/p>\n<h4>  Warum und Was tun?<\/h4>\n<p>  Hinter der Grauzone steht kein geschlossenes Konzept, um Jugendliche in   die rechte Szene zu ziehen. Vielmehr ist diese Szene subkulturell aus   dem Punk- und Skinspektrum, der Hardcoreszene und einigen wenigen   Bereichen des Metal gepr&#228;gt. Einige der Grauzonenbands halten sich   ernsthaft f&#252;r unpolitisch, sind aber so strohdumm, dass sie kein Problem   damit haben, mit Faschos auf Konzerte zu gehen und mit ihnen zu Saufen.   Das trifft gerade auf den Bereich des Punkrock zu. Andere Bands   betreiben das Konzept Grauzone explizit, wie zum Beispiel Krawallbr&#252;der.   Hier ist es Ziel, junge Leute mit anscheinend unpolitischer Musik zu   k&#246;dern und rechte Inhalte durch gemeinsame Auftritte mit Rechtsrockbands   zu normalisieren. Festhalten muss mensch, dass nicht jede\/r, der \/die   Grauzone h&#246;rt oder ein entsprechendes T-Shirt tr&#228;gt, gleich eine rechte   Gesinnung in sich tr&#228;gt. Notwendig ist es, klar zu machen, dass es   &#8222;unpolitisch&#8220; nicht gibt und Leute mit solchem &#8222;Musikgeschmack&#8220; darauf   hinzuweisen, dass die entsprechende Band Kontakte in die rechte Szene   hat. Auch Locations, in denen Grauzonenbands auftreten, muss klar   gemacht werden, dass das nicht geduldet werden darf. Krischan<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Was sind Grauzonenbands?\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[71,5],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13852"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13852"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13852\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13852"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13852"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13852"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}