{"id":12807,"date":"2008-09-10T00:00:00","date_gmt":"2008-09-09T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=12807"},"modified":"2012-05-15T15:26:12","modified_gmt":"2012-05-15T13:26:12","slug":"12807","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2008\/09\/12807\/","title":{"rendered":"Rassisten-Kongress verhindern!"},"content":{"rendered":"<h4>  Aufgestanden! Hingesetzt! Blockiert!<\/h4>\n<p>  Vom 19. bis zum 21. September will die faschistische Gruppe Pro K&#246;ln   zusammen mit Rechten aus anderen L&#228;ndern &#8211; unter anderem dem Vlaams   Belang (VB) aus Belgien, der &#246;sterreichischen FP&#214; und dem Front National   (FN) aus Frankreich &#8211; eine sogenannte &#8222;Anti-Islam-Konferenz&#8220; in der   K&#246;lner Innenstadt durchf&#252;hren.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>von Claus Ludwig, K&#246;ln <\/i><\/p>\n<h4>  <i>K&#246;ln, 20.9.: Die Kundgebung von Pro K&#246;ln und anderen Rassisten   beginnt um 12 Uhr auf dem Heumarkt in der K&#246;lner Innenstadt. Ab 9 Uhr   treffen sich die AntifaschistInnen an verschiedenen Pl&#228;tzen rund um den   Heumarkt. <\/i><\/h4>\n<h4>  <i>Aktuelle Infos unter <a href=\"http:\/\/www.hingesetzt.mobi\">www.hingesetzt.mobi<\/a>   und <a href=\"http:\/\/www.linksjugend-koeln.de\">www.linksjugend-koeln.de<\/a><\/i><\/h4>\n<p>  Pro K&#246;ln tarnt sich als &#8222;B&#252;rgerbewegung&#8220; und behauptet, nichts mit   rechter Gewalt zu tun zu haben. Doch die f&#252;hrenden K&#246;pfe der Gruppe wie   Manfred &#8222;Biedermanni&#8220; Rouhs und Markus Beisicht waren schon in   verschiedenen rechtsextremen Gruppen aktiv, bei der NPD, den REP und der   Deutschen Liga. In diesem Jahr trafen sie beim &#8222;Tag der rechten   europ&#228;ischen Jugend&#8220; im belgischen Antwerpen am 3. Mai mit Mitgliedern   rechter Schl&#228;gertruppen wie der ungarischen HVIM und mit den Antisemiten   der US National Alliance zusammen und luden die Anwesenden nach eigenen   Angaben zum &#8222;Anti-Islam-Kongress&#8220; nach K&#246;ln ein.<\/p>\n<p>  Die anderen G&#228;ste sind keineswegs besser. Der Vorsitzende der   franz&#246;sischen FN, Jean-Marie Le Pen, ist mehrfach wegen Aufstachelung   zum Rassenhass verurteilt worden. Mario Borghezio von der Lega Nord aus   Italien wurde im Oktober 2005 zu f&#252;nf Monaten Gef&#228;ngnis verurteilt, weil   er in Turin die Zelte von Fl&#252;chtlingen in Brand gesteckt hatte, die   unter einer Br&#252;cke schliefen.<\/p>\n<h4>  Anti-Islamismus als Aufh&#228;nger<\/h4>\n<p>  Pro K&#246;ln und ihre Verb&#252;ndeten nutzen aus, dass in den b&#252;rgerlichen   Medien viel &#252;ber die reaktion&#228;ren Aspekte des islamischen   Fundamentalismus geredet wird. Doch es geht ihnen nicht um   Religionskritik oder den Fundamentalismus. F&#252;r sie ist die Ablehnung des   Islams Einfallstor f&#252;r die Verbreitung grundlegender rassistischer   Ideen. Sie wollen eine Gleichung aufstellen: &#8222;Menschen aus islamischen   L&#228;ndern = Muslime = Fundamentalisten = Terroristen&#8220;.<\/p>\n<h4>  Breit wie Quark?<\/h4>\n<p>  Neben dem Blockade-B&#252;ndnis aus linken Gruppen, Sch&#252;lerinitiativen und   der Gewerkschaftsjugend hat sich auch ein B&#252;ndnis der b&#252;rgerlichen   Parteien, der Kirchen und Religiongsgemeinschaften unter Federf&#252;hrung   des DGB gebildet. Die Partei DIE LINKE nimmt daran ebenso teil wie am   Blockade-B&#252;ndnis.<\/p>\n<p>  Auf der Kundgebung des breiten B&#252;ndnisses spricht auch der K&#246;lner   CDU-Oberb&#252;rgermeister Fritz Schramma. Die b&#252;rgerlichen Parteien greifen   aber selbst zu ausl&#228;nderfeindlicher Propaganda, wenn es ihnen n&#252;tzt. Sie   haben zur Rechtfertigung der aggressiven Au&#223;enpolitik von USA und BRD   zum Beispiel in Afghanistan Stimmungsmache gegen Menschen aus   muslimischen L&#228;ndern betrieben.<\/p>\n<p>  Dazu kommt, dass mit OB Schramma ein ausgesprochener G&#246;nner der Banken   und Konzerne redet, der f&#252;r mehrere nach Korruption riechende Gesch&#228;fte   zum Vorteil privater Investoren verantwortlich ist. Der OB und die   etablierten Parteien stehen somit f&#252;r eine Politik des sozialen   Kahlschlags, f&#252;r Hartz IV. Sie haben den N&#228;hrboden geschaffen, auf denen   Rassisten und Nazis wachsen und gedeihen k&#246;nnen.<\/p>\n<p>  Die Gewerkschaften sollten aufzeigen, dass wir die Menschen aus der   T&#252;rkei und dem Nahen Osten nicht nur verteidigen, weil wir tolerant   sind, sondern weil es uns allen, ArbeitnehmerInnen, Arbeitslosen und   Jugendlichen schadet, wenn wir gespalten werden. Wir m&#252;ssen gemeinsam   f&#252;r unsere Interessen aufstehen, unabh&#228;ngig von Herkunft und Religion.<\/p>\n<p>  Verhindern wir gemeinsam den europ&#228;ischen Rassisten-Kongress und k&#228;mpfen   wir gemeinsam gegen den sozialen Kahlschlag und die Umverteilung zu   Gunsten der Reichen, f&#252;r Arbeit, von der man leben kann, f&#252;r Bildung f&#252;r   alle.<\/p>\n<h4>  Claus Ludwig ist Ratsmitglied der Stadt K&#246;ln f&#252;r die Fraktion DIE LINKE<\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<h4>\n      Aufgestanden! Hingesetzt! Blockiert!<br \/>\n    <\/h4>\n<p>\n      Vom 19. bis zum 21. 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