{"id":12765,"date":"2008-08-18T00:00:00","date_gmt":"2008-08-18T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=12765"},"modified":"2008-08-18T00:00:00","modified_gmt":"2008-08-18T00:00:00","slug":"12765","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2008\/08\/12765\/","title":{"rendered":"Niederlande: Streiks nehmen zu"},"content":{"rendered":"<p>  ArbeiterInnen fordern L&#246;hne, von denen man leben kann &#8211; &#220;bersetzung   eines Artikels von <a href=\"http:\/\/www.socicalistworld.net\">www.socicalistworld.net<\/a>   vom 25. Juli 08<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<h4>  <i>von Bas De Ruiter, Offensief (Schwesterorganisation der SAV und   Sektion des CWI in den Niederlanden)<\/i><\/h4>\n<p>  Seit September 2007 ist eine zahlenm&#228;&#223;ige Zunahme an Streiks in den   Niederlanden festzustellen. Arbeitskr&#228;fte verschiedener Branchen haben   Aktionen initiiert, um Lohnerh&#246;hungen wie auch andere spezifische   Anspr&#252;che zu fordern mit denen man die steigenden Lebenshaltungskosten   bew&#228;ltigen kann. Dies geschieht vor dem Hintergrund mehrerer Jahre ohne   nominelle Lohnerh&#246;hungen f&#252;r Erwerbst&#228;tige w&#228;hrend Lebenshaltungskosten   weiterhin steigen. Zur gleichen Zeit profitieren die Unternehmen von   Wachstumsraten und die Bez&#252;ge der Manager der Gro&#223;konzerne und der   Aktieneigner wachsen ungeheuerlich.<\/p>\n<p>  In den letzten zehn Monaten etwa haben LehrerInnen, Besch&#228;ftigte aus dem   Gesundheitswesen, MetallarbeiterInnen, HafenarbeiterInnen,   Flughafen-Besch&#228;ftigte, Geb&#228;udereinigerInnen und LKW-FahrerInnen Streiks   und\/oder andere Formen von Arbeitsk&#228;mpfen aufgenommen. Die   BusfahrerInnen befanden sich &#252;ber mehrere Wochen im Ausstand. Der Streik   hatte landesweiten Charakter, allerdings erst nachdem es zu   Streikhandlungen in verschiedenen Regionen des Landes an   unterschiedlichen Tagen kam. Die Wut &#252;ber und die Unzufriedenheit mit   der Regierungspolitik, die nur die Reichen beg&#252;nstigt, ist so gro&#223;, dass   sogar PolizeibeamtInnen und Gef&#228;ngnisw&#228;rterInnen Formen von Streiks   aufgenommen haben.<\/p>\n<p>  Es ist klar, dass die niederl&#228;ndische Regierungskoalition (aus   Christdemokraten, sozialdemokratischer Arbeitspartei [PvdA; Anm. d.   &#220;bers.] und der kleinen Christlichen Union) im Wesentlichen eine sehr   schwache ist. Als sie zum Beispiel versuchte, gesetzliche Regelungen f&#252;r   Arbeitslose neu zu regeln und es Unternehmen zu erm&#246;glichen,   Besch&#228;ftigte leichter zu entlassen, musste dies aus Sorge vor sozialer   Unruhe wieder auf Eis gelegt werden.<\/p>\n<p>  Minister des Regierungskabinets realisierten, dass weitere Angriffe auf   die Lebensbedingungen der ArbeiterInnen &#8211; wie von den christdemokratisch   gef&#252;hrten Vorg&#228;ngerregierungen (es gab drei Regierungen in vier Jahren)   durchgef&#252;hrt &#8211; unm&#246;glich zusammen umzusetzen waren oder nur nach   einschneidenden Zugest&#228;ndnissen in anderen Bereichen der   Regierungspolitik m&#246;glich schienen.<\/p>\n<h4>  Geschw&#228;chte Regierung &#8211; Doch wo ist die Alternative?<\/h4>\n<p>  Die Unterst&#252;tzung f&#252;r die Regierung ist ernstlich geschw&#228;cht, aber   seither wird den ArbeiterInnen kein Ausweg oder eine Alternative   geliefert. Ein entscheidendes Ende der Regierung hat sich nicht   abgezeichnet. Weder die Sozialistische Partei, die sich selbst links von   der Arbeitspartei verortet, noch die Gewerkschaften haben den Willen   gezeigt, auf der w&#252;tenden Stimmung der ArbeiterInnen aufzubauen, um   Arbeitsk&#228;mpfe zu verallgemeinern und eine klare,   k&#228;mpferisch-sozialistische Alternative anzubieten. Die f&#252;hrenden K&#246;pfe   der Gewerkschaft und der Sozialistischen Partei haben die enormen   M&#246;glichkeiten einer Verbindung der Arbeitsk&#228;mpfe verschiedener Branchen   miteinander in einer landesweiten Kampagne noch nicht begriffen, um die   Regierung lsozuwerden und sie mit einer linken, sozialistischen   Regierung auszutauschen, die mit der &#8222;Logik&#8220; des Neoliberalismus und   Kapitalismus bricht.<\/p>\n<p>  Unterst&#252;tzerInnen von Offensief (dem CWI in den Niederlanden) rufen auf   f&#252;r einen 24-st&#252;ndigen Generalstreik, um die Forderungen der   ArbeiterInnen der verschiedenen Branchen miteinander und mit der   generellen Forderung nach der Wiederherstellung der &#8222;Kaufkraft&#8220; zu   verbinden. Wir rufen zu einer klaren Opposition gegen die   Regierungspl&#228;ne zur Neuregelung der die Arbeitslosen betreffenden   Gesetze und der Renten-Pl&#228;ne auf. Wir rufen auf f&#252;r eine Massenkampagne   gegen Rassismus und die EU der Gro&#223;unternehmen und des Neoliberalismus.   Genauso rufen wir auch zum sofortigen Ende der Teilnahme   niederl&#228;ndischer Streitkr&#228;fte an der imperialistischen Besetzung   Afghanistans auf.<\/p>\n<p>  Die wachsende &#246;konomische Krise und massiver Druck auf Lebensbedingungen   und Arbeitspl&#228;tze bedeuten, dass es noch wesentlich gr&#246;&#223;ere soziale und   Arbeitsk&#228;mpfe geben wird. Es ist unerl&#228;sslich, dass die Arbeiterbewegung   in den Niederlanden dringend damit beginnt eine brauchbare Alternative   aufzubauen &#8211; sowohl auf dem Feld der Politik wie auch die Arbeitswelt   betreffend -, gegen&#252;ber allen Parteien der marktfreundlichen Wirtschaft.<\/p>\n<h4>  <i>Homepage von Offensief: <a href=\"http:\/\/www.offensief.nl\">www.offensief.nl<\/a><\/i><\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      ArbeiterInnen fordern L&#246;hne, von denen man leben kann &#8211; &#220;bersetzung<br \/>\n      eines Artikels von <a href=\"http:\/\/www.socicalistworld.net\">www.socicalistworld.net<\/a><br \/>\n      vom 25. 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