Home / Themen / Antifaschismus / Antirassismus / Nazis & Rassisten stoppen / Schwere Schlappe für HoGeSa-Nazis

Schwere Schlappe für HoGeSa-Nazis

Print Friendly, PDF & Email

NoHoGeSa KölnTausende bei Gegenprotesten und Blockaden

Das Comeback für HoGeSa ist verhindert worden, die Nazis konnten ihren Überraschungserfolg von 2014 nicht wiederholen, als sie mit 4.000 Leuten randalierend durch die Kölner Innenstadt zogen.

von Claus Ludwig, Köln

Dieses Mal kamen am 25. Oktober 2015 nur 700-900 Nazis und rechte Hooligans zu der Kundgebung auf Kölns einsamstem Platz, dem Barmer Platz hinter dem Bahnhof Deutz.

Ihre Anreise war durch Blockaden im und um den Bahnhof behindert und verzögert worden. Nur mit massivem Polizeischutz konnten sie überhaupt zu ihrem Kundgebungsplatz gelangen. Eine ganze Reihe der rechten Schläger kam nicht ganz unbeschädigt am Barmer Platz an, sie hatten seitens der AntifaschistInnen körperliche Verweise bekommen.

Insgesamt beteiligten sich bis zu 20.000 Menschen an den Protesten gegen die Faschisten. Über 10.000 waren bei diversen Kundgebungen am Heumarkt und am Bahnhofsvorplatz in Deutz dabei, lauschten den Reden und den reichlich aufgefahrenen Kölschen Bands.

NoHoGeSaBesonders erfreulich ist, dass über 5.000 Leute an Aktionen zur Verhinderung des Nazi-Aufmarsches beteiligt waren, zum Beispiel an Blockaden im Deutzer Bahnhof und vor dem Technischen Rathaus. Die BlockiererInnen hielten stand, obwohl die Polizei teilweise sehr gewalttätig vorging, mehrfach Pfefferspray und einmal einen Wasserwerfer einsetzte.

Das antifaschistische Aktionsbündnis „Köln gegen Rechts“, an dem die SAV beteiligt ist, hatte zur gemeinsamen morgendlichen Anreise aufgerufen. Allein am Treffpunkt Köln Kalk waren über 400 Menschen gekommen, die mit der S-Bahn nach Deutz fuhren und dort entschlossen den Bahnsteig besetzten, so dass der S-Bahn-Verkehr eingestellt werden musste.

Die frustrierten Nazis hatten ihre Kundgebung vorzeitig beendet, die nach Augenzeugenberichten unterirdisch dämlich war und reisten schneller ab als geplant. Sie konnte zuvor nicht rechtzeitig beginnen, weil sie nicht ausreichend Ordner aufbringen konnten, die nicht alkoholisiert und vorbestraft waren.

Am Ende des Tages organisierte „Köln gegen Rechts“ eine Demonstration zum Hauptbahnhof, an der 3.000 DemonstrantInnen teilnahmen.

Der Tag war ein Erfolg für die antifaschistische Bewegung in Köln und NRW. Die Nazis konnten zwar eine Kundgebung abhalten. Das war angesichts eines Polizeiaufgebots von 3.500 BeamtInnen zur Absicherung der rechten Kundgebung unvermeidlich. Die Gegenmobilisierung war groß, gut geplant und setzte Nazis unter Druck.

Dies ist vor allem das Verdienst von „Köln gegen Rechts“. Das Bündnis hatte den HoGeSa-Aufmarsch seit Monaten zum Thema gemacht und unermüdlich mobilisiert und aufgeklärt. Eine ganze Reihe von Menschen ist dabei neu aktiv geworden und hat sich antifaschistisch organisiert.