{"id":38113,"date":"2019-06-24T12:11:31","date_gmt":"2019-06-24T10:11:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sozialismus.info\/?p=38113"},"modified":"2019-06-25T13:55:31","modified_gmt":"2019-06-25T11:55:31","slug":"20-9-streik-in-schule-uni-betrieb-noetig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2019\/06\/20-9-streik-in-schule-uni-betrieb-noetig\/","title":{"rendered":"20.9.: Streik in Schule, Uni &#038; Betrieb n\u00f6tig"},"content":{"rendered":"<p><strong><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-38114 alignleft\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/FfF-AC-280x158.jpg\" alt=\"\" width=\"280\" height=\"158\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/FfF-AC-280x158.jpg 280w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/FfF-AC-768x432.jpg 768w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/FfF-AC-560x315.jpg 560w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/FfF-AC-600x338.jpg 600w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/FfF-AC.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/>Wie wir den Aufruf zum generationen\u00fcbergreifenden Klimastreik zum Erfolg machen k\u00f6nnen<\/strong><\/p>\n<p><em>Dieser Text wurde auf einem Flyer auch w\u00e4hrend den Fridays for Future Protesten in Aachen am 21.6. verbreitet<\/em><\/p>\n<p>F\u00fcr den 20. September rufen Greta Thunberg und andere Organisator*innen der Fridays For Future-Bewegung (FFF) dazu auf mit \u201eNachbarn, Kollegen, Freunden und Familien auf die Stra\u00dfe zu gehen, [\u2026] damit dies ein Wendepunkt in der Geschichte wird.\u201c Denn: \u201eUm alles zu ver\u00e4ndern, brauchen wir alle. Es ist Zeit f\u00fcr uns alle, massenhaften Widerstand zu leisten.\u201c Das ist richtig und notwendig. Denn die etablierten Parteien handeln selbst nach Monaten von w\u00f6chentlichen Protesten nicht ausreichend gegen den Klimawandel. Warum? Sie vertreten die Interessen der gro\u00dfen Konzerne, von Klimakillern wie RWE und Co., deren Profite auf der Ausbeutung von Umwelt und Mensch basieren. Im Kampf gegen die Zerst\u00f6rung unseres Planeten m\u00fcssen wir uns mit diesen Konzernen und ihren politischen Handlangern anlegen und das System, das sie repr\u00e4sentieren \u00fcberwinden.<\/p>\n<h4>Macht der Besch\u00e4ftigten<\/h4>\n<p>Der Druck der w\u00f6chentlichen FFF-Streiks konnte bisher aber noch keine reale Verbesserung erk\u00e4mpfen. Ein Aufruf zum Widerstand \u00fcber die Jugend hinaus geht in die richtige Richtung, die Bewegung zu verbreitern und den Druck zu erh\u00f6hen. Eine zentrale Rolle in diesem Kampf k\u00f6nnen dabei Arbeiterinnen und Arbeiter spielen. Sie sind es, die die Gesellschaft am Laufen halten und die den Reichtum produzieren. Und sie sind es auch, die die Gesellschaft wirklich lahm legen k\u00f6nnen und die Konzerne an ihrer empfindlichsten Stelle treffen k\u00f6nnen: ihren Profiten.<\/p>\n<h4>Umweltbewegung und Gewerkschaften<\/h4>\n<p>Deshalb sollte die Umweltbewegung explizit die Gewerkschaften dazu auffordern, am 20.9. ebenfalls Streiks in den Betrieben zu organisieren. Gemeinsame Forderungen sollten deutlich machen, dass zwischen Klimarettung und guten Arbeitspl\u00e4tzen kein Widerspruch besteht. Die einzige konkrete Forderung im Aufruf von Greta &amp; Co., den Anstieg der Erderw\u00e4rmung auf maximal 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, gibt noch keine Vorstellung, wie das genau von wem erreicht werden k\u00f6nnte. Jedoch muss man konkret ein Programm aufstellen, welches keine Zweifel daran l\u00e4sst wie und auf wessen Kosten der Klimawandel gestoppt werden soll. Die vorhandenen und notwendigen Vorschl\u00e4ge der Umweltbewegung, wie zum Beispiel den schnellen Ausstieg aus der Braunkohle sollte man zum Beispiel mit Forderungen nach Arbeitsplatzgarantie bzw. Ersatzarbeitspl\u00e4tzen f\u00fcr alle betroffenen Besch\u00e4ftigten bei vollem Lohnausgleich und drastischer Arbeitszeitverk\u00fcrzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich verbinden. So kann die von den Herrschenden gesch\u00fcrte Spaltung zwischen Arbeiter*innen und Umweltbewegung \u00fcberwunden werden. Dass Teile der Gewerkschaftsf\u00fchrungen diese Arbeit-vs.-Klima Logik teilweise sogar mitmachen, bedeutet, dass man sich nicht nur an die Spitzen der Gewerkschaften richten sollte, sondern auch direkt Verbindungen zu denjenigen Kolleginnen und Kollegen an der Basis aufnehmen sollte, die mit den Aktionen und Forderungen von Fridays For Future sympathisieren und sich daf\u00fcr in den Gewerkschaften stark machen wollen. So gibt es mittlerweile einen Aufruf von Basisgewerkschafter*innen zur Unterst\u00fctzung des globalen Streiktags am 20.9.<\/p>\n<h4>Gemeinsame Mobilisierung<\/h4>\n<p>Die lokalen Fridays for Future-Gruppen k\u00f6nnten offene Briefe an \u00f6rtliche Gewerkschaftsstrukturen richten und Treffen von gewerkschaftlichen Gremien besuchen, um die Unterst\u00fctzung der Proteste einzufordern. Man k\u00f6nnte zu Veranstaltungen einladen, auf denen man gemeinsame Forderungen diskutiert und die Mobilisierung zu den Protesten plant. In diesem Sinne sollten im Gegenzug Aktive aus Gewerkschaften und Gewerkschaftsjugenden auf die lokalen FFF-Gruppen zugehen und in den Gewerkschaften f\u00fcr eine Unterst\u00fctzung und Beteiligung am 20.9. werben. Ein gutes Beispiel ist das der GEW K\u00f6ln, welche zu den Protesten am 21. Juli in Aachen mit aufgerufen hat und den Lehrer*innen nahegelegt hat, Exkursionen zu organisieren. Auch auf dem geplanten Fridays-For-Future Sommerkongress vom 31. Juli bis 4. August in Dortmund sollte ein zentraler Bestandteil der Diskussionen sein, wie man den Schulterschluss mit den Besch\u00e4ftigten vor Ort organisieren kann.<\/p>\n<h4>Socialist Change not Climate Change<\/h4>\n<p>Wenn wir den Klimawandel nachhaltig aufhalten und umkehren wollen, brauchen wir ein anderes Wirtschaftssystem. Der Kapitalismus basiert auf privater Konkurrenz und Profitmaximierung. Mensch und Umwelt werden dem Profit geopfert. Einen gr\u00fcnen Kapitalismus kann es nicht geben. Deshalb bieten auch die Gr\u00fcnen in Wirklichkeit keine L\u00f6sung f\u00fcr den Klimawandel. Dieses System bedroht nicht nur Existenz des Planeten so wie wir ihn kennen, sondern auch die soziale Existenz der \u00fcbergro\u00dfen Mehrheit der Bev\u00f6lkerung, durch Kriege und imperialistische Ausbeutung, durch steigende Mieten und unzureichende L\u00f6hne, durch Privatisierungen und Sozialk\u00fcrzungen. Der enorme Reichtum, den die arbeitende Mehrheit schafft, liegt in den H\u00e4nden einer kleinen Minderheit. Dabei k\u00f6nnte dieser Reichtum in Kombination mit den vorhandenen technischen M\u00f6glichkeiten die Grundlage f\u00fcr ein Wirtschaftssystem sein, welches die Bed\u00fcrfnisse von Mensch und Umwelt in den Mittelpunkt r\u00fcckt. Dazu m\u00fcssten die gro\u00dfen Banken und Konzerne in Gemeineigentum \u00fcberf\u00fchrt werden. Unter demokratischer Kontrolle und Verwaltung der Besch\u00e4ftigten und in Kooperation mit Umwelt- und Verbraucherverb\u00e4nden k\u00f6nnte die Produktion nachhaltig umgestellt und langfristig geplant werden, ohne dass das zu Lasten der Arbeiter*innen geht.<\/p>\n<p>Das w\u00e4re eine sozialistische Demokratie. Um Unterst\u00fctzung f\u00fcr diese Idee zu gewinnen und K\u00e4mpfe gegen Klimawandel, gegen Diskriminierung, f\u00fcr h\u00f6here L\u00f6hne und bessere Arbeitsbedingungen, f\u00fcr ein Bildungssystem ohne Sozialauslese und Leistungsdruck etc. mit dem Kampf f\u00fcr eine sozialistische Ver\u00e4nderung der Welt zu verbinden, muss eine starke sozialistische Kraft aufgebaut werden. Diese Idee tr\u00e4gt die SAV in Gewerkschaften, soziale Bewegungen und die Partei DIE LINKE. Mach mit!<\/p>\n<p>[wpfilebase tag=file id=2159 \/]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie wir den Aufruf zum generationen\u00fcbergreifenden Klimastreik zum Erfolg machen k\u00f6nnen<\/p>\n","protected":false},"author":243,"featured_media":38114,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[117],"tags":[1256,951,1711,1710,638,1132,297,948],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38113"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/243"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=38113"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38113\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38145,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38113\/revisions\/38145"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/38114"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=38113"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=38113"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=38113"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}