{"id":36756,"date":"2018-10-03T07:00:58","date_gmt":"2018-10-03T05:00:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sozialismus.info\/?p=36756"},"modified":"2018-10-16T13:07:50","modified_gmt":"2018-10-16T11:07:50","slug":"braunkohle-stoppen-rwe-enteignen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2018\/10\/braunkohle-stoppen-rwe-enteignen\/","title":{"rendered":"Braunkohle stoppen, RWE enteignen"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_28272\" aria-describedby=\"caption-attachment-28272\" style=\"width: 276px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-28272\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/4467876376_f2aa5dab59_b-276x173.jpg\" alt=\"\" width=\"276\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/4467876376_f2aa5dab59_b-276x173.jpg 276w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/4467876376_f2aa5dab59_b-555x347.jpg 555w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/4467876376_f2aa5dab59_b.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 276px) 100vw, 276px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-28272\" class=\"wp-caption-text\">Foto: https:\/\/www.flickr.com\/photos\/calvinshmelvin\/ CC BY 2.0<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Alternativen zum kapitalistischen Wahnsinn<\/strong><\/p>\n<p>Was vor unseren Augen geschieht ist eigentlich unfassbar. Wir erleben den Klimawandel hautnah, 2018 ist das Jahr der Rekord-Hitze und Rekord-Trockenheit. Deutschland ist dabei die Klimaziele zu verfehlen, die kurzfristigen wie die langfristigen, erst recht, wenn weiter Braunkohle verbrannt wird. Und da geht ein Konzern hin und behauptet, er habe das \u201eRecht\u201c, unersetzlichen Wald zu roden, um weitere 1,3 Milliarden Tonnen Braunkohle zu f\u00f6rdern und zu verbrennen.<\/p>\n<p><em>von Georg K\u00fcmmel, K\u00f6ln<\/em><\/p>\n<p>R\u00fccksichtslos durchgesetzt wird dieses \u201eRecht\u201c von einer Landesregierung, die daf\u00fcr eine ganze Polizei-Armee aufmarschieren l\u00e4sst. Kann das \u201eRecht\u201c eines Konzerns \u00fcber den Interessen von Mensch und Natur stehen und das sogar global? Au\u00dferdem: es gibt doch angeblich so etwas wie ein unternehmerisches Risiko. Wenn sich ein Produkt als gef\u00e4hrlich erweist, muss es vom Markt genommen werden. Was k\u00f6nnte gef\u00e4hrlicher sein, als das Klima weiter anzuheizen? Aber diese Regierung handelt, wie alle anderen vor ihr, im Interesse der Konzerne.<\/p>\n<p>Es gibt genug Strom, um auf Braunkohle zu verzichten. Deutschland exportiert Strom. Und es gibt genug Alternativen, um Strom rein aus erneuerbaren Energien zu erzeugen und Strom einzusparen. Das Argument, Strom aus Wind und Sonne sei zu unzuverl\u00e4ssig, zieht nicht. Die Technologien, um Strom zu speichern, sind vorhanden, zum Beispiel, indem bei viel Wind mit Strom Wasserstoff erzeugt und bei Flaute, aus Wasserstoff Strom gewonnen wird. Es gibt riesige Potenziale Strom zu sparen, indem unn\u00f6tige Produktion gestoppt wird, zum Beispiel die Herstellung von absichtlich kurzlebigen Produkten.<\/p>\n<h4>Alternativen f\u00fcr Besch\u00e4ftigte<\/h4>\n<p>Leider tun die F\u00fchrung der Gewerkschaft und ein Teil der Betriebsr\u00e4te in den Braunkohle-Revieren so, als ob es f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten nur die Wahl geben w\u00fcrde: entweder als Totengr\u00e4ber des Weltklimas arbeiten oder arbeitslos werden. Es gibt eine dritte M\u00f6glichkeit: Ersatzarbeitspl\u00e4tze in sinnvollen Besch\u00e4ftigungsfeldern. Der R\u00fcckbau der durch den Tagebau verw\u00fcsteten Landschaft k\u00f6nnte sofort angegangen werden. Weitere Kolleg*innen k\u00f6nnten umgeschult werden und im Bereich der erneuerbaren Energien arbeiten. F\u00fcr eine eventuelle \u00dcbergangszeit m\u00fcsste der volle Lohn bezahlt werden. Die Milliardenprofite sind doch da und gesellschaftlich w\u00e4re alles billiger, als weiter das Klima anzuheizen.<\/p>\n<h4>Profitlogik brechen<\/h4>\n<p>Es geht nicht nur um RWE. Auch die Auto-, \u00d6l-, Chemie- und anderen Konzerne, produzieren ohne R\u00fccksicht auf die Folgen f\u00fcr Mensch und Umwelt. Das kapitalistische System funktioniert nach den ihm eigenen Gesetzen: die Wirtschaft ist im Besitz einer kleinen Minderheit, alleiniges Ziel ist das Kapital zu vermehren. Wer politisch im Rahmen dieses Systems bleibt, wird unweigerlich scheitern. Vergessen wir nicht: die GR\u00dcNEN haben 2016 mit der SPD dem Wegbaggern des Hambacher Forst zugestimmt, die LINKE in Brandenburg hat 2017 in der Regierungskoalition mit der SPD l\u00e4ngere Laufzeiten f\u00fcr die Braunkohle-Kraftwerke bewilligt.<\/p>\n<p>Wir brauchen ein Programm, dass das Klima sch\u00fctzt, eine Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen sicherstellt und dabei die Interessen der Besch\u00e4ftigten ber\u00fccksichtigt. Nur auf eines darf keine R\u00fccksicht genommen werden: das Interesse der Konzerne, aus Braunkohle Profit zu erzeugen.<\/p>\n<ul>\n<li>Wir fordern:<\/li>\n<li>Keine Rodung \u2013 Polizei raus aus dem Hambacher Forst<\/li>\n<li>Braunkohlef\u00f6rderung stoppen \u2013 sofort<\/li>\n<li>Ersatzarbeitspl\u00e4tze f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten \u2013 bis dahin voller Lohn<\/li>\n<li>Vollst\u00e4ndige Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien<\/li>\n<li>RWE enteignen, \u00dcberf\u00fchrung der gro\u00dfen Energie- und Industriekonzerne in \u00f6ffentliches Eigentum, demokratische Kontrolle und Verwaltung durch gew\u00e4hlte Vertreter*innen aus den Reihen der Besch\u00e4ftigten, von Verbraucher- und Umweltschutz-Organisationen<\/li>\n<li>Entsch\u00e4digung unter Verrechnung erhaltener Subventionen und Kosten der verursachten Umweltsch\u00e4den<\/li>\n<li>Durchschnittlicher Tariflohn und jederzeitige W\u00e4hl- und Abw\u00e4hlbarkeit f\u00fcr alle Personen in Leitungsfunktionen<\/li>\n<li>Statt Konkurrenz und Produktion f\u00fcr den Profit: demokratische Kooperation und nachhaltige Planung entsprechend den Bed\u00fcrfnissen von Mensch und Umwelt.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alternativen zum kapitalistischen Wahnsinn<\/p>\n","protected":false},"author":243,"featured_media":28272,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[117],"tags":[950,1376,638,952,297,949],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36756"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/243"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=36756"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36756\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":36910,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36756\/revisions\/36910"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/28272"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=36756"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=36756"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=36756"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}