{"id":36213,"date":"2018-05-18T11:41:31","date_gmt":"2018-05-18T09:41:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sozialismus.info\/?p=36213"},"modified":"2018-05-18T11:51:23","modified_gmt":"2018-05-18T09:51:23","slug":"solidaritaet-mit-dem-streik-bei-der-vsg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2018\/05\/solidaritaet-mit-dem-streik-bei-der-vsg\/","title":{"rendered":"Solidarit\u00e4t mit dem Streik bei der VSG"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_36214\" aria-describedby=\"caption-attachment-36214\" style=\"width: 280px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/32756155_359058254582641_6306604955243380736_n-e1526635777435.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-36214\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/32756155_359058254582641_6306604955243380736_n-e1526635777435-280x173.jpg\" alt=\"\" width=\"280\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/32756155_359058254582641_6306604955243380736_n-e1526635777435-280x173.jpg 280w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/32756155_359058254582641_6306604955243380736_n-e1526635777435-162x100.jpg 162w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/32756155_359058254582641_6306604955243380736_n-e1526635777435.jpg 451w\" sizes=\"(max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-36214\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Ingo M\u00fcller<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Berlin: Besch\u00e4ftigte der Vivantes Service Gesellschaft streiken seit sieben Wochen<\/strong><\/p>\n<p><em>Der Streik bei der Vivantes Service Gesellschaft (VSG) in Berlin versch\u00e4rft sich. Wir rufen unsere LeserInnen zur Solidarit\u00e4t mit den Streikenden auf und ver\u00f6ffentlichen hier eine Pressemitteilung der Streikenden und zwei Solidarit\u00e4tserkl\u00e4rungen.<\/em><\/p>\n<h3>Pressemitteilung von ver.di vom 16.05.2018<\/h3>\n<h4>Streik bei Vivantes Service Gesellschaft eskaliert<\/h4>\n<p>Der Streik bei der Vivantes Service GmbH geht nun in die 6. Woche und es gibt noch immer keine Reaktion und auch kein verbessertes Angebot des Arbeitgebers.<\/p>\n<p>Im Gegenteil, es scheint die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung versucht mit allen Mitteln und M\u00f6glichkeiten die Auswirkungen des Streiks herunterzuspielen. Dabei wird regelm\u00e4\u00dfig gegen die mit ver.di vereinbarte Notdienstvereinbarung versto\u00dfen, um einen \u201eNormalbetrieb\u201c aufrechtzuhalten. So arbeiten Besch\u00e4ftigte der Mutterfirma Vivantes ohne entsprechende Qualifizierung in der Sterilgutaufbereitung, es werden Leiharbeiter als Streikbrecher angefordert und Sterilgut u.a. in Neuruppin, Sommerfeld und Hamburg aufbereitet. Mehrkosten, die wie die streikenden Besch\u00e4ftigten zu recht anmahnen, die besser zur Umsetzung ihrer Forderungen verwendet werden k\u00f6nnten. Seit dem gestrigen 35. Streiktag hat ver.di zudem die Pflege, insbesondere aus den OP`s und der An\u00e4sthesie an den Streiklokalstandorten in einen Solidarit\u00e4tsstreik gerufen. Die Konzernleitung ist dar\u00fcber erbost und hat trotz vorheriger Ank\u00fcndigung dieser Streikma\u00dfnahme, den Besch\u00e4ftigten des Klinikums Spandau f\u00fcr den heutigen Streiktag ihr Streikrecht, mit der Begr\u00fcndung, einer nicht vereinbarten Notdienstvereinbarung f\u00fcr diese Besch\u00e4ftigtengruppe untersagt. Eine mehrmalige schriftliche Zusage seitens ver.di, dass f\u00fcr Notf\u00e4lle jederzeit Personal zur Verf\u00fcgung steht und somit keine PatientInnen zu Schaden kommen, war nicht ausreichend. Au\u00dferdem wurden die ca. 70 Streikenden heute von ihrem Streikstandort auf dem Klinikgel\u00e4nde verwiesen. Innerhalb des Streiks standen die Streikenden bereits das dritte Mal an diesem Ort, was bisher nie angemahnt wurde. Nun wurde mit Hausverbot, Hausfriedensbruch und der Polizei gedroht. \u201eGro\u00dfe Drohgeb\u00e4rden, von den sich die Streikenden jedoch nicht einsch\u00fcchtern lie\u00dfen, denn sie k\u00e4mpfen nicht, um sich mit Klinikleitungen oder Polizei zu streiten, sie k\u00e4mpfen f\u00fcr Gerechtigkeit: f\u00fcr gleiches Geld f\u00fcr gleiche Arbeit!\u201c sagt Janine Balder, zust\u00e4ndige Gewerkschaftssekret\u00e4rin.<\/p>\n<p>Der Ton und der Umgang mit ver.di und den Streikenden wird h\u00e4rter. \u201eEin Zeichen daf\u00fcr, dass der l\u00e4ngste Streik in der Geschichte von Vivantes doch Auswirkungen hat. Ein Zustand, der beendet werden k\u00f6nnte, wenn die Arbeitgeberseite endlich einlenkt und bereit ist, den Forderungen der KollegInnen nach einer Bezahlung in Angleichung an die L\u00f6hne ihrer Vivantes \u2013Mutter Besch\u00e4ftigten zu entsprechen. Als landeseigenes Unternehmen ist es jedoch auch Aufgabe der Politik, den Koalitionsvertrag einzuhalten und entsprechende Gelder zur Verf\u00fcgung zu stellen oder Anweisungen zu erteilen. Lippenbekenntnisse vom Senat hatten die Streikenden in den letzten Monaten genug. Jetzt m\u00fcssen Taten folgen! \u201c so Balder<\/p>\n<p>Am Donnerstag werden die Streikenden gemeinsam mit den TV Stud Streikenden an einer Demonstration am Leopoldplatz teilnehmen.<\/p>\n<p>Am Freitag, den 18.05.2018 findet vor dem Klinikum am Friedrichshain um 09:00 Uhr die bisher gr\u00f6\u00dfte Streikkundgebung statt, an der sich auch Pflegekr\u00e4fte aus OP und An\u00e4sthesie beteiligen werden. Eine Notdienstvereinbarung f\u00fcr diesen Tag wurde mit ver.di vereinbart, so dass es zwar zu Ausf\u00e4llen von geplanten OP`s kommen wird, aber NotfallpatientInnen trotz des Streiks versorgt werden.<\/p>\n<p>Gestreikt wird f\u00fcr:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u00dcbernahme des Manteltarifvertrages zu 100 Prozent<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">Anpassung Entgelttabellen an Niveau TV\u00f6D im Rahmen eines Stufenplans<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">Regelung zur Altersversorgung<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Solidarit\u00e4tserkl\u00e4rungen<\/h3>\n<h4>Solidarit\u00e4t mit eurem Streik bei Vivantes Service GmbH!<\/h4>\n<p>Nun steht ihr bereits seit \u00fcber 37 Tagen im Streik und demonstriert eure Entschlossenheit, f\u00fcr die Entgelt-Angleichung an den Tv\u00f6D, die 100-prozentige \u00dcbernahme des Manteltarifvertrags und eine Regelung zur Altersversorgung zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Genauso wie die Besch\u00e4ftigten der Berliner Feuerwehr und die studentischen Kolleg*innen in der Auseinandersetzung um einen neuen studentischen Tarifvertrag habt ihr Respekt, Anerkennung und die volle Durchsetzung eurer Forderungen verdient.<\/p>\n<p>Ihr streikt nicht aufgrund \u00fcberzogener Forderungen oder egoistischer Motive, sondern f\u00fcr die Durchsetzung der selbstverst\u00e4ndlichen Forderung nach gleichem Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit. Als politisch Verantwortlicher eines landeseigenen Unternehmens muss der Senat endlich Farbe bekennen: Steht er zur Umsetzung der Versprechen im Koalitionsvertrag oder soll es mit Ausgr\u00fcndung und Lohndumping so weitergehen? Noch unverst\u00e4ndlicher ist das Vorgehen des Senats vor dem Hintergrund, dass die Kassen nicht klamm sind, sondern \u00dcbersch\u00fcsse erwirtschaftet werden.<\/p>\n<p>Doch anstatt euren Forderungen nachzugeben, eskaliert der Arbeitgeber eines landeseigenen Krankenhauses weiter und fordert Leiharbeiter*innen als Streikbrecher an, h\u00e4lt sich nicht an die mit eurer Gewerkschaft vereinbarte Notdienstvereinbarung und erteilt euch in Spandau sogar Hausverbot und droht mit der Polizei. In welchem Jahrhundert leben wir eigentlich, liebe Kolleginnen und Kollegen?<\/p>\n<p>Das Streikrecht wurde den Arbeiterinnen und Arbeitern in der Geschichte nicht geschenkt, sondern sie haben es bitter erk\u00e4mpft und auch heute m\u00fcssen wir es weiter verteidigen und immer wieder neu erk\u00e4mpfen. Euer Kampf f\u00fcr gleichen Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit und die Verteidigung eures Streikrechts ist deshalb nicht nur in eurem Interesse, sondern im Interesse aller Kolleginnen und Kollegen, die von Lohndumping, Privatisierung und Repression betroffen sind.<\/p>\n<p>Nur zusammen sind wir stark: Einen Finger kann man brechen, f\u00fcnf Finger sind eine Faust! Deshalb freue ich mich so dar\u00fcber, dass ihr am heutigen Donnerstag mit den Studierenden gemeinsam protestiert, Kolleg*innen der Pflege euch unterst\u00fctzen und ihr euch mit \u201eBerlin brennt\u201c solidarisch erkl\u00e4rt habt.<\/p>\n<p>Gern w\u00e4re ich bei eurer Kundgebung am Freitag, den 18. Mai vorm Vivantes Klinikum am Friedrichshain um 09:00 Uhr dabei und w\u00fcrde euch direkt meine Solidarit\u00e4t bekunden. Da ich kurz vor dem Geburtstermin meines Babys stehe, gr\u00fc\u00dfe ich Euch jedoch aus der Ferne und werde mein M\u00f6glichstes tun, um euren Kampf weiter bekannt zu machen. Ich m\u00f6chte mein Baby in einem der Vivantes-H\u00e4user entbinden und auch in Zukunft als Patientin sicher versorgt werden von zufriedenen Besch\u00e4ftigten. Und hierbei gilt das Motto: Ein Betrieb \u2013 ein Tarifvertrag TV\u00f6D.<\/p>\n<p>Die R\u00fcckf\u00fchrung aller T\u00f6chter in den Mutterkonzern ist \u00fcberf\u00e4llig, liebe Kolleginnen und Kollegen. Der Senat steht hier in der Pflicht zu handeln!<\/p>\n<p>Mit solidarischen Gr\u00fc\u00dfen,<\/p>\n<p><strong>Lucy Redler<\/strong><\/p>\n<p><strong>Mitglied des Parteivorstands DIE LINKE und aktiv im Berliner B\u00fcndnis f\u00fcr mehr Personal im Krankenhaus<\/strong><\/p>\n<h4>Solidarit\u00e4tserkl\u00e4rung der AKL Berlin<\/h4>\n<p>Liebe Kolleginnen und Kollegen der Vivantes Service Gesellschaft,<\/p>\n<p>wir wollen Euch hiermit unsere volle Solidarit\u00e4t f\u00fcr Euren Streik und unsere Unterst\u00fctzung f\u00fcr Eure Forderungen ausdr\u00fccken.<\/p>\n<p>Die hundertprozentige \u00dcbernahme des Manteltarifvertrags, die Anpassung Eurer L\u00f6hne an den TV\u00f6D und eine Regelung zur Altersversorgung sollten Selbstverst\u00e4ndlichkeiten sein. Das gilt umso mehr in einem \u00f6ffentlichen Unternehmen einer Stadt, die von einem so genannten rot-rot-gr\u00fcnen Senat regiert wird. Als Mitglieder der LINKEN fordern wir, dass hier sofort gehandelt wird, denn Euer Streik ist mehr als gerechtfertigt.<\/p>\n<p>Wir verurteilen auch die gewerkschaftsfeindlichen Ma\u00dfnahmen des Arbeitgebers. Diese zeigen nur, dass Euer Streik eine Wirkung erzielt. Ihr verdient die volle Solidarit\u00e4t aller Gewerkschaften und der LINKEN. Das gilt umso mehr, wenn das Streikrecht bedroht wird.<\/p>\n<p>Solidarische Gr\u00fc\u00dfe<\/p>\n<p><strong>Landesarbeitsgemeinschaft Antikapitalistische Linke in der Partei DIE LINKE Berlin<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Besch\u00e4ftigte der Vivantes Service Gesellschaft streiken seit sieben Wochen<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":36214,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[17],"tags":[724,891,695,799,1260,1261],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36213"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=36213"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36213\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":36216,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36213\/revisions\/36216"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/36214"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=36213"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=36213"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=36213"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}