{"id":35628,"date":"2017-11-30T15:59:51","date_gmt":"2017-11-30T14:59:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sozialismus.info\/?p=35628"},"modified":"2017-11-29T16:12:25","modified_gmt":"2017-11-29T15:12:25","slug":"serbien-streik-der-postbeschaeftigten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2017\/11\/serbien-streik-der-postbeschaeftigten\/","title":{"rendered":"Serbien: Streik der Postbesch\u00e4ftigten"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Serb_post.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-35629\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Serb_post-274x173.jpg\" alt=\"\" width=\"274\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Serb_post-274x173.jpg 274w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Serb_post-549x347.jpg 549w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Serb_post-600x379.jpg 600w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Serb_post.jpg 633w\" sizes=\"(max-width: 274px) 100vw, 274px\" \/><\/a>Interview mit\u00a0Zoran Pavlovic, Mitglied der Streikleitung<\/strong><\/p>\n<p>Wir ver\u00f6ffentlichen hier ein Interview (vom 23.11.)\u00a0mit Zoran Pavlovic, Pr\u00e4sident der Unabh\u00e4ngigen PostarbeiterInnengewerkschaft. Serbische PostarbeiterInnen befinden sich seit letzter Woche im Streik, wegen einer Reihe von Misst\u00e4nden. Die Firma, die im Staatsbesitz ist, weigert sich, grundlegende ArbeiterInnenrechte anzuerkennen und geht sogar gegen GewerkschaftsaktivistInnen vor. Serbien steht vor Regionalwahlen in Belgrad und wahrscheinlich auch vor gleichzeitig stattfindenden bundesweiten Wahlen. Ein Sieg im Streik k\u00f6nnte ein wichtiger R\u00fcckschlag f\u00fcr das Vucic-Regime und seine arbeiterfeindliche Agenda bedeuten.<\/p>\n<p><strong>Postangestellte in Serbien befinden sich seit dieser Woche im Streik. Worum geht es in der Auseinandersetzung?<\/strong><\/p>\n<p>Seit Jahren werden die ArbeiterInnen immer \u00e4rmer. Aber in den letzten drei Jahren werden unsere Arbeitsrechte, die durch die Gesetze und die Verfassung der Republik Serbien garantiert werden, genauso wie unsere Kollektivvertr\u00e4ge noch st\u00e4rker bedroht. Das ist einer der Hauptgr\u00fcnde wegen denen wir den Protest gestartet haben. Der andere Grund ist, dass wir (als GewerkschafterInnen und ArbeiterInnen) von der stellvertretenden Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin, Mira Petrovic, ignoriert werden.<\/p>\n<p>Der zentrale Grund, wegen dem unsere Gewerkschaft, seit ihrer Gr\u00fcndung 2006, so schlecht behandelt wird, ist, dass wir immer kritisch gegen\u00fcber dem Management waren, egal welche politischen Parteien gerade an der Macht waren. Leider ist es ein ungeschriebenes Gesetz, dass die regierenden Parteien die \u00f6ffentlichen Firmen und \u00f6ffentliches Eigentum behandeln, als w\u00e4re es ihr Privateigentum. Oft nominieren sie inkompetente Parteimitglieder f\u00fcr Positionen reserviert f\u00fcr Experten und Menschen mit Erfahrung.<\/p>\n<p>Diese Gr\u00fcnde, genauso wie unsere Rolle als GewerkschafterInnen, haben uns motiviert, Widerstand gegen dieses Verhalten zu leisten, mit allen legalen Mittel die uns zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p>Unsere Forderungen betreffen die zentralsten Probleme der ArbeiterInnen:<\/p>\n<ul>\n<li>Die illegale drei monatige Suspendierung von 47 ArbeiterInnen muss beendet werden. Sie wurden suspendiert, weil sie in ihrer Freizeit auf einem \u00f6ffentlichen Platz protestiert haben. Sie haben sich vor dem Hauptquartier der Post versammelt, um zu protestieren und wurden von CCTV gefilmt, und danach vom Management suspendiert. Sie sind alle ehrliche, hart arbeitende Menschen, mit Familien, die sie versorgen m\u00fcssen und die Mehrheit arbeitet schon seit Jahrzehnten f\u00fcr die serbische Post. Einige von ihnen haben gro\u00dfe Familien die sie unterst\u00fctzen m\u00fcssen, mit kranken Kindern oder Verwandten.<\/li>\n<li>Die sofortige Entlassung von Mira Petrovic von der Position der gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Generalmanagerin der serbischen Post, weil ihre Amtszeit schon vor Monaten abgelaufen ist. Die stellvertretende Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Mira Petrovic wurde von der PUPS eingesetzt (der Partei der PensionistInnen und Pensionierten). Ihre Amtszeit ist am 12. September dieses Jahr abgelaufen. Sie ist der Kern vieler Probleme. Sie ist inkompetent, ihre Managementaufgaben zu erf\u00fcllen und der einzige Grund, aus dem sie eingesetzt wurde, ist ihre Mitgliedschaft und Loyalit\u00e4t zur PUPS-Partei. Sie agiert, als w\u00e4re die serbische Post ihr Privatbesitz und nutzt die Werbung zum politischen Eigennutz. Parteimitglieder werden angestellt, die PUPS-Partei und ihre Verb\u00fcndeten und Koalitionspartner werden finanziert. Wir bereiten auch Strafanzeige gegen Mira Petrovic vor.<\/li>\n<li>Eine Gehaltserh\u00f6hung, die der echten Anzahl an geleisteten Arbeitsstunden in den letzten drei Jahren entspricht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die serbische Post ist eine \u00f6ffentliche Firma, die nicht vom Budget der serbischen Republik abh\u00e4ngt, sondern sich durch ihre eigenen Einnahmen am Markt finanziert. Wir sind eine der erfolgreichsten Firmen in Serbien, was die Profite angeht, aber die L\u00f6hne der ArbeiterInnen werden nicht entsprechend dem Gesch\u00e4ftserfolg erh\u00f6ht. Im Gegenteil; die Einkommen der ArbeiterInnen werden gesenkt und ArbeiterInnen werden \u00e4rmer, Jahr um Jahr. Wir sch\u00e4tzen, dass es in den letzten drei Jahren einen Einkommensverlust von ca. 14 Prozent gegeben hat. Zus\u00e4tzlich dazu hat die Regierung die L\u00f6hne um 10 Prozent gek\u00fcrzt als Teil eines Austerit\u00e4tsprogrammes, das mit dem IMF und der EZB abgeschlossen wurde. Vor den K\u00fcrzungen war das Einkommen der PostarbeiterInnen im staatlichen Durchschnitt, jetzt liegt es deutlich unter dem Durchschnittseinkommen. Vor ein paar Monaten hat die Regierung das Einkommen f\u00fcr alle Besch\u00e4ftigten im \u00f6ffentlichen Dienst um 10 Prozent erh\u00f6ht, aber die Geh\u00e4lter von PostarbeiterInnen wurden nicht erh\u00f6ht. Das hat die ArbeiterInnen zus\u00e4tzlich w\u00fctend gemacht.<\/p>\n<ul>\n<li>Das mittlere und obere Management soll Verantwortung f\u00fcr den Druck, die Suspendierungen und den Drohungen gegen\u00fcber den Besch\u00e4ftigten und GewerkschaftsaktivistInnen \u00fcbernehmen. Das Management hat ein Verbot von gewerkschaftlicher Organisierung in der serbischen Post eingef\u00fchrt. F\u00fcnf von acht Mitgliedern unseres Streikkomitees wurden suspendiert und d\u00fcrfen kein Geb\u00e4ude oder B\u00fcro der serbischen Post mehr betreten. Das Management hat einen Streik gestoppt, der gesetzlich komplett legitimiert war.<\/li>\n<li>Die Entlassung des Pr\u00e4sidenten und der Mitglieder des Aufsichtsgremiums weil sie ihrer Pflicht nicht nachgekommen sind. Das Aufsichtsgremium ist ein Gremium mit 5 Mitglieder, einer davon sollte eigentlich ein Repr\u00e4sentant der ArbeiterInnen sein. Es ist unakzeptabel, dass der ArbeiterInnenrepr\u00e4sentant, Goran Djeric, gleichzeitig ein Mitglied des oberen Managaments der Firma ist.<\/li>\n<li>Alle LeiharbeiterInnen und ArbeiterInnen mit befristeten Arbeitsvertr\u00e4gen m\u00fcssen in der Firma voll besch\u00e4ftigt werden. Diese ArbeiterInnen arbeiten f\u00fcr ein viel niedrigeres Einkommen als der Durchschnitt f\u00fcr die Positionen die sie besetzen. Sie haben keine Kranken- und Rentenversicherung oder bezahlten Jahresurlaub.<\/li>\n<li>Alle ArbeiterInnen, die voll besch\u00e4ftigt sind, aber einen befristeten Vertrag unterschrieben haben, m\u00fcssen einen Vertrag zur Vollbesch\u00e4ftigung erhalten, auf dem kein K\u00fcndigungsdatum angeben ist.<br \/>\nEigentlich sollte sich der Status von ArbeiterInnen mit der Zeit verbessern, bzgl. ihrer Arbeitsplatzsicherheit. Trotzdem wurden von 900 ArbeiterInnen mit befristeten Arbeitsvertr\u00e4gen, sogar nach einem Eingreifen der Regierung, bis jetzt nur 586 fest angestellt. Das Gesetzt besagt, dass ArbeiterInnen nur 2 Jahre lang mit befristeten Vertr\u00e4gen arbeiten d\u00fcrfen und danach voll besch\u00e4ftigt oder entlassen werden m\u00fcssen, wir sch\u00e4tzen, dass 174 ArbeiterInnen mit befristeten Vertr\u00e4gen schon mehr als zwei Jahre in der Firma arbeiten.<\/li>\n<li>Wir verlangen, dass das Unternehmen mehr ArbeiterInnen in technischen Positionen anstellt. Viele Positionen sind unterbesetzt. Aus diesem Grund konnten und k\u00f6nnen viele ArbeiterInnen den bezahlten (auch nicht bezahlten) Jahresurlaub, der gesetzlich garantiert ist, nicht nutzen. Tage, die zum Jahresurlaub geh\u00f6ren, werden in &#8222;freie Tage&#8220; umgewandelt, was illegal ist. Die ArbeiterInnen sammeln eine gro\u00dfe Anzahl an &#8222;freien Tagen&#8220; auf, aber nach drei Jahren verfallen alle &#8222;freien Tage&#8220;. ArbeiterInnen haben Angst, eine Klage gegen das Unternehmen einzureichen, sogar wenn sie wissen, dass sie die Klage eindeutig gewinnen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Aufnahme von Verhandlungen zwischen den ArbeiterInnen und ihren VertreterInnen auf der einen Seite und dem Management auf der anderen Seite im Hinblick auf den Grundsatz der Gleichheit. Wir werden daran gehindert, Verhandlungen mit dem Arbeitgeber zu f\u00fchren. Unsere Gewerkschaft wird ungleich behandelt, und der Zugang zu wichtigen Informationen \u00fcber Unternehmensf\u00fchrung und -erfolg wird uns verweigert. Wir waren gezwungen, Informationen \u00fcber das B\u00fcro des Kommissars f\u00fcr Informationen mit \u00f6ffentlicher Relevanz einzuholen. Bei vielen Gelegenheiten baten wir um ein Treffen mit der Gesch\u00e4ftsleitung und der stellvertretenden Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Mira Petrovic. Sie arrangierte ein Treffen mit unserer Gewerkschaft am 19. Oktober, aber erst nachdem wir zwei Tage lang protestiert hatten.<\/li>\n<li>Alle Personen, die zwar schon formal pensioniert sind, aber trotzdem in Managementpositionen angestellt werden, m\u00fcssen entlassen werden.\u00a0In der serbischen Postgesellschaft werden Personen, die bereits in Rente sind, als Manager, Direktoren und Sonderr\u00e4te eingestellt. Dies geschieht \u00fcber spezielle Vertr\u00e4ge. Wir wehren uns dagegen, weil es viele junge, derzeit arbeitslose ExpertInnen gibt, die viel besser eingesetzt werden k\u00f6nnten.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Wie viele ArbeiterInnen streiken derzeit und welche Entwicklungen haben vor dem Streik stattgefunden?<\/strong><\/p>\n<p>Die Entscheidung zu streiken sowie unsere Forderungen bleiben. Wir riefen die Mutigsten unter unseren Mitgliedern und unter den ArbeiterInnenn zum Streik auf. Einige von ihnen beschlossen, selbst trotz enormem Druck und Drohungen zu streiken. Au\u00dferdem haben wir uns entschlossen, alle, die Angst vor einem Streik haben, zu Demonstrationen und Protestprozessionen im Stadtzentrum von Belgrad aufzurufen. Mehr als 2.000 Menschen haben protestiert. Leider fehlen uns die finanziellen Mittel, um den Transport von vielen serbischen Standorten nach Belgrad zu organisieren.<\/p>\n<p>Bevor wir uns entschlossen haben zu protestieren, haben wir monatelang an die Gesch\u00e4ftsleitung und den gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer appelliert, aber ohne Ergebnis. Wir haben ihre Entlassung erst zu unseren Forderungen hinzugef\u00fcgt, nachdem 47 ArbeiterInnen widerrechtlich suspendiert worden waren.<\/p>\n<p><strong>Wer organisiert den Protest und den Streik und welche Gewerkschaften sind beteiligt? Bekommt ihr Unterst\u00fctzung von anderen Organisationen?<\/strong><\/p>\n<p>Der Hauptorganisator des Protestes ist die Unabh\u00e4ngige Gewerkschaft der Postangestellten (Samostalni Sindikat Po\u0161tanski Radnika), und wir arbeiten eng mit der &#8222;Gewerkschaft Solidarit\u00e4t bei der serbischen Post&#8220; zusammen. Auch der Verband der unabh\u00e4ngigen Gewerkschaften Serbiens unterst\u00fctzt unseren Protest. Unterst\u00fctzung kam auch von der Polizeigewerkschaft Serbiens, der Milit\u00e4runion Serbiens, der unabh\u00e4ngigen Gewerkschaft f\u00fcr Bildung in Vojvodina, der ArbeiterInnenbewegung und &#8222;BORBA&#8220;, der Studierendenorganisation &#8222;7 Forderungen&#8220;, marxistischen und linksorientierten Aktivisten und anderen Organisationen, die ArbeiterInnenk\u00e4mpfe unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong>Welche Rolle spielen die Regierung und die politischen Parteien?<\/strong><\/p>\n<p>Die Tatsache, dass eine politische Partei in der Regierung das Postsystem als privates Eigentum nutzt, spricht B\u00e4nde.<\/p>\n<p><strong>Wie k\u00f6nnt ihr diesen Kampf gegen das Unternehmen und die Regierung gewinnen?<\/strong><\/p>\n<p>Wir d\u00fcrfen nicht aufgeben. Wir rufen alle Menschen auf, sich unserem Kampf anzuschlie\u00dfen. Wir verwenden alle rechtlichen Mittel, die uns zur Verf\u00fcgung stehen. Dieser Kampf st\u00f6\u00dft an Systemgrenzen, aber wir geben unser Bestes und geben nicht auf.<\/p>\n<p><strong>Was k\u00f6nnen GewerkschafterInnen und linke AktivistInnen auf der ganzen Welt tun, um Ihren Kampf zu unterst\u00fctzen?<\/strong><\/p>\n<p>Es ist unerl\u00e4sslich, dass ihr euren Einfluss, wo auch immer, nutzt: um zu ver\u00f6ffentlichen, zu zeigen und zu erkl\u00e4ren, wie die ArbeiterInnenrechte in der serbischen Post unter Beschuss stehen. Genauso wie alle ArbeiterInnenrechte in Serbien.<\/p>\n<p><strong>Danke f\u00fcr das Gespr\u00e4ch<\/strong><\/p>\n<p><em>Das Gespr\u00e4ch f\u00fchrte Christoph Glanninger gemeinsam mit einem serbischen Gewerkschaftsaktivisten.<\/em><\/p>\n<h2>Aufruf zu Solidarit\u00e4t<\/h2>\n<p>Wir rufen alle ArbeiterInnen, GewerkschafterInnen und linke AktivistInnen dazu auf Solidarit\u00e4t mit dem Kampf der ArbeiterInnen bei der serbischen Post zu zeigen und Protestresolutionen an folgende Adressen zu senden:<\/p>\n<p>Mira Petrovic, stellvertretende Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin\u00a0kabinet@posta.rs<br \/>\nPremierministerin, Ana Brnabic:\u00a0predsednikvlade@gov.rs<br \/>\nMinisterium f\u00fcr Tourismus, Telekommunikation und andere Dienstleistungen Rasim Ljajic:\u00a0potpredsednik@mtt.gov.rs\u00a0;\u00a0kabinet@mtt.gov.rs<br \/>\nMinisterium f\u00fcr regionale Entwicklung und Koordinierung \u00f6ffentlicher Unternehmen Milan Krkobabic (PUPS)\u00a0www.mbprr.gov.rs;\u00a0kabinet@mbprr.gov.rs<br \/>\nMinisterium f\u00fcr Arbeit, Besch\u00e4ftigung, Kriegsveteranen und Soziale Fragen:<br \/>\nwww.minrzs.gov.rs;\u00a0press@minrzs.gov.rs<\/p>\n<p>Und Kopien an:<\/p>\n<p>ivan.djikovic@kompas.org.rs<br \/>\nsindikat.poste@ptt.rs<br \/>\nchristoph.glanninger@slp.at<br \/>\nUnterst\u00fctzung kann auch an den Pr\u00e4sidenten der unabh\u00e4ngige Gewerkschaft der Postarbeiterinnen, Zoran Pavlovic gesendet werden. Telefonnummer: +381646651087<\/p>\n<p><strong>Vorlage f\u00fcr eine\u00a0Protestresolution<\/strong><\/p>\n<p>To Prime minister, Ana Brnabic; Minister for tourism, telecomunication and services; Minister for regional development and coordination of Public Companies; Ministry for work, employment, war veterans and social issues;.<\/p>\n<p>I have been informed by the CWI and the Serbian activist group, Borba, about the mistreatment of workers at the Public Enterprise Post of Serbia. The sacking and suspension of trade unionists for organizing within the company and protesting for better working conditions represents a fundamental attack on basic workers\u2018 rights. We strongly condemn the suspension of 47 workers for protesting in public places, as well as the suspension of five members of the strike committee.<\/p>\n<p>We stand in solidarity with the independent union of postal workers. It is outrageous that workers are facing suspension for protesting and asking for essential improvements, like higher wages, fair working contracts and more employees to manage the workload. The demands of the independent postal workers union are completely justified and we demand their immediate implementation. We will inform the public and media and keep them updated about developments.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interview mit\u00a0Zoran Pavlovic, Mitglied der Streikleitung<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":35629,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[43,17],"tags":[1108,1107,695],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35628"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=35628"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35628\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":35630,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35628\/revisions\/35630"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/35629"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=35628"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=35628"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=35628"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}