{"id":35319,"date":"2017-09-21T08:24:01","date_gmt":"2017-09-21T06:24:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sozialismus.info\/?p=35319"},"modified":"2017-09-21T13:32:59","modified_gmt":"2017-09-21T11:32:59","slug":"fusion-von-thyssenkrupp-und-tata-steel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2017\/09\/fusion-von-thyssenkrupp-und-tata-steel\/","title":{"rendered":"Fusion von ThyssenKrupp und Tata Steel"},"content":{"rendered":"<p><figure id=\"attachment_35320\" aria-describedby=\"caption-attachment-35320\" style=\"width: 231px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/ThyssenKrupp_Duisburg_016.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-35320\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/ThyssenKrupp_Duisburg_016-231x173.jpg\" alt=\"\" width=\"231\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/ThyssenKrupp_Duisburg_016-231x173.jpg 231w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/ThyssenKrupp_Duisburg_016-768x576.jpg 768w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/ThyssenKrupp_Duisburg_016-463x347.jpg 463w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/ThyssenKrupp_Duisburg_016-600x450.jpg 600w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/ThyssenKrupp_Duisburg_016.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 231px) 100vw, 231px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-35320\" class=\"wp-caption-text\">Katpatuka at the German language Wikipedia [GFDL (http:\/\/www.gnu.org\/copyleft\/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/)], via Wikimedia Commons<\/figcaption><\/figure><strong>F\u00fcr den Erhalt aller Arbeitspl\u00e4tze und Verstaatlichung unter Arbeiterkontrolle!<\/strong><\/p>\n<p>Nach eineinhalb Jahren der Verhandlungen haben sich die beiden Stahlkonzerne ThyssenKrupp und Tata Steel am 20. September auf eine Zusammenlegung ihrer europ\u00e4ischen Stahlsparten geeinigt. Im Zuge dieser Fusion sollen europaweit insgesamt 4000 Arbeitspl\u00e4tze abgebaut werden, davon 2000 in der Produktion. Betroffen k\u00f6nnten auch Standorte im Ruhrgebiet sein: Noch am Mittwoch kam es zu einer spontanen Arbeitsniederlegung der Duisburger Stahlkocher; f\u00fcr den 22. September ruft die IG Metall zu einer gemeinsamen Kundgebung in Bochum auf.<\/p>\n<p><em>von Daniel Kehl, SAV Dortmund<\/em><\/p>\n<p>Die durch \u00dcberkapazit\u00e4ten und starke Weltmarktkonkurrenz gebeutelten und hoch verschuldeten Stahlkonzerne erhoffen sich von der Fusion einen Befreiungsschlag. ThyssenKrupp-Boss Heinrich Hiesinger sprach von einer besseren Aufstellung, \u201eum den strukturellen Herausforderungen von Europas Stahlindustrie zu begegnen\u201c. Erkauft werden sollen die besseren Bilanzen mit dem Schicksal von insgesamt 4000 Besch\u00e4ftigten, deren Stellen die Chefs in beiden Unternehmen zu gleichen Anteilen streichen wollen.<\/p>\n<p>ThyssenKrupp besch\u00e4ftigt alleine in Duisburg, wo Rohstahlproduktion, Walzwerke und Weiterverarbeitung angesiedelt sind, \u00fcber 14.000 Menschen. In den Bochumer Warmbandwerken sind es weitere 2600. Zurecht bef\u00fcrchten die Besch\u00e4ftigten, dass Teile dieser Stellen in Gefahr sind.<\/p>\n<h4>Widerstand<\/h4>\n<p>Kurz nach Bekanntgabe der Fusionsabsichten legten am Mittwoch Morgen 50 Stahlkocher des Duisburger Warmbandwerks ihre Arbeit nieder und hinterlie\u00dfen nur eine Notbesetzung von 20 Personen im Werk. F\u00fcr Freitag, zwei Tage vor der Bundestagswahl, ruft die IG Metall zu einer Gro\u00dfkundgebung in Bochum auf, bei der \u00fcber 5000 ThyssenKrupp-ArbeiterInnen erwartet werden.<\/p>\n<p>Der Unmut der Besch\u00e4ftigten ist berechtigt und auch politischer Druck auf die Unternehmensf\u00fchrung ist notwendig. DIE LINKE hat bereits angek\u00fcndigt auf der Demonstration in Bochum mit einem eigenen Block Pr\u00e4senz zu zeigen. Wir rufen dazu auf, sich zu beteiligen: Um 9:00 Uhr geht es von ThyssenKrupp Steel in der Essener Stra\u00dfe aus los!<\/p>\n<h4>Arbeitspl\u00e4tze retten \u2013 von Stellenabbau bedrohte Standorte verstaatlichen!<\/h4>\n<p>Gleichzeitig geht die von der LINKEN NRW vorgeschlagene L\u00f6sung f\u00fcr die Strukturprobleme der Stahlbranche \u2013 die Gr\u00fcndung einer aus Landes- und Bundesmitteln finanzierten Industriestiftung \u2013 nicht weit genug. ThyssenKrupp hat enorme Gewinnen in der Vergangenheit erwirtschaftet, diese m\u00fcssen nun zur Sicherung der Arbeitspl\u00e4tze herangezogen werden. Die \u00dcberf\u00fchrung in \u00f6ffentliches Eigentum ist notwendig, muss aber aber unter demokratischer Kontrolle und Verwaltung der Besch\u00e4ftigten geschehen. Die \u00f6ffentliche Hand hat die Folgekosten von massenhafter Arbeitsplatzvernichtung durch die Privatwirtschaft lange genug getragen. Von Arbeitsplatzvernichtung betroffene Standorte m\u00fcssen unter demokratischer Kontrolle der Belegschaften entsch\u00e4digungslos enteignet werden. Gewerkschaften und KollegInnen m\u00fcssen Einblick in die Gesch\u00e4ftsb\u00fccher bekommen, sie k\u00f6nnen am besten entscheiden, wie die Produktion weiterlaufen kann. Eine Reduzierung der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich, \u00dcberf\u00fchrung der betroffenen Betriebe in \u00f6ffentliches Eigentum und Planung der Produktion nach gesellschaftlichem Bedarf k\u00f6nnen die Arbeitspl\u00e4tze retten!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr den Erhalt aller Arbeitspl\u00e4tze und Verstaatlichung unter Arbeiterkontrolle!<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":35320,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[122,17],"tags":[1014,695,1013],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35319"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=35319"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35319\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":35323,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35319\/revisions\/35323"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/35320"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=35319"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=35319"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=35319"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}