{"id":34430,"date":"2017-04-15T14:00:24","date_gmt":"2017-04-15T12:00:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sozialismus.info\/?p=34430"},"modified":"2017-05-03T10:53:10","modified_gmt":"2017-05-03T08:53:10","slug":"gute-bildung-fuer-alle-statt-lernfabriken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2017\/04\/gute-bildung-fuer-alle-statt-lernfabriken\/","title":{"rendered":"Gute Bildung f\u00fcr alle statt Lernfabriken"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_23384\" aria-describedby=\"caption-attachment-23384\" style=\"width: 258px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/3636897516_13eb0d1a32_b.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-23384\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/3636897516_13eb0d1a32_b-258x173.jpg\" alt=\"\" width=\"258\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/3636897516_13eb0d1a32_b-258x173.jpg 258w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/3636897516_13eb0d1a32_b-518x347.jpg 518w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/3636897516_13eb0d1a32_b.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 258px) 100vw, 258px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-23384\" class=\"wp-caption-text\">Foto: flickr.com\/photos\/FerN@ndo CC<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Argumente f\u00fcr ein anderes Bildungssystem<\/strong><\/p>\n<p>Uns wird immer wieder erz\u00e4hlt, dass Bildung unser h\u00f6chstes Gut sei. Doch wenn Lernende an ihren Alltag denken, gehen ihnen andere Dinge durch den Kopf: Lernstress, verstopfte Klos, Zukunftsangst. Doch die Probleme m\u00fcssen wir nicht ewig hinnehmen. Ver\u00e4nderungen k\u00f6nnen wir uns erk\u00e4mpfen.<\/p>\n<p><em>von Tom Hoffmann und Michael Koschitzki, Berlin<\/em><\/p>\n<h4>Marode Schulen und fehlende Investitionen<\/h4>\n<p>Die schwarz-rote Bundesregierung und die Bundesl\u00e4nder \u2013 in denen mehrheitlich die SPD mitregiert \u2013, br\u00fcsten sich damit, viel Geld f\u00fcr das Bildungssystem auszugeben. 2016 waren das 129 Milliarden Euro und damit f\u00fcnf Prozent mehr verglichen zum Vorjahr. Durchaus wurde also etwas mehr Geld investiert. Dennoch: Gemessen am Bruttoinlandsprodukt verharren die Ausgaben f\u00fcr Bildung bei mickrigen 4,3 Prozent. Das liegt unter dem Durchschnitt der OECD- und EU-L\u00e4nder.<\/p>\n<p>Baustellen bleiben die maroden Schulgeb\u00e4ude. Bundesweit betr\u00e4gt der Investitionsstau 34 Milliarden Euro. Trotz des Haushalts\u00fcberschusses weigert sich die Bundesregierung dieses Problem anzugehen. Mickrige 3,5 Milliarden werden den Kommunen f\u00fcr die Schulinfrastruktur zus\u00e4tzlich zu Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Bundesl\u00e4nder, die den gr\u00f6\u00dften Teil des Lehrpersonals bezahlen, sind keine weiteren Zusch\u00fcsse vorgesehen. Statt sicherzustellen, dass fl\u00e4chendeckend in Bildung investiert wird, steckt die Bundesregierung Milliarden in die Spitzenbildung. Um \u201einternational wettbewerbsf\u00e4hig\u201c zu sein, werden einzelne Elite-Universit\u00e4ten durch F\u00f6rderprogramme heran gez\u00fcchtet, w\u00e4hrend bei der Masse an Hochschulen prek\u00e4re Bedingungen f\u00fcr Studium, Lehre und Forschung herrschen. Statt elit\u00e4rer F\u00f6rderungsauswahl brauchen wir massive, fl\u00e4chendeckende Investitionen! Dabei gibt es genug Geld: 34 Milliarden Euro Investitionsstau sind nicht mal ein F\u00fcnftel des Verm\u00f6gens allein der zehn reichsten Deutschen, sind ungef\u00e4hr ein Sechstel des Jahresumsatz der Volkswagen AG von 2015.<\/p>\n<p>Die n\u00f6tigen Mittel f\u00fcr gute und kostenlose Bildung f\u00fcr alle sind da \u2013 sie liegen in den H\u00e4nden der Reichen, Banken und Konzerne.<\/p>\n<p>Forderungen der SAV:<\/p>\n<ul>\n<li>Soforteinstellung von 100.000 LehrerInnen und 8.000 ProfessorInnen<\/li>\n<li>F\u00fcr mindestens 110 Prozent Personalausstattung als ersten Schritt zu einer bedarfsgerechten Personalausstattung<\/li>\n<li>Verkleinerung der Klassen auf maximal 15 Sch\u00fclerInnen<\/li>\n<li>F\u00fcr qualifizierte, tariflich bezahlte Lehrerjobs statt billigen L\u00fcckenf\u00fcllern<\/li>\n<li>Massives Investitionsprogramm von 58 Milliarden Euro<\/li>\n<li>Die Reichen sollen zahlen \u2013 Sofortige 25-prozentige Zwangsabgabe f\u00fcr alle Milliard\u00e4re (br\u00e4chte ca. 170 Milliarden Euro), f\u00fcr eine zehnprozentige Million\u00e4rssteuer und eine drastische Besteuerung von Unternehmensgewinnen.<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Privatisierungen<\/h4>\n<p>Unternehmen versuchen gezielt Einfluss auf Bildungsinhalte zu nehmen bzw. in Form von privaten Zusatzleistungen wie Nachhilfe, Profite zu machen. Die leeren Kassen der Kommunen kommen ihnen dabei zu Gute. Sie versuchen mit eigenem, kostenlos angebotenem Lehrmaterial Sch\u00fclerInnen wie LehrerInnen zu beeinflussen und neoliberale Ideen unter ihnen zu verbreiten. In Baden-W\u00fcrttemberg wurde zum neuen Schuljahr zum Beispiel ein neues Fach eingef\u00fchrt, welches den Namen \u201eWirtschaft, Berufs- und Studienorientierung\u201c tr\u00e4gt und dessen Lerninhalte in Zusammenarbeit mit arbeitgebernahen Lobbygruppen ausgearbeitet wurde. Wirtschaftliche Probleme sollen ohne Bezug zu sozialen, \u00f6kologischen oder politischen Aspekten behandelt werden \u2013 Gewerkschaften und andere Arbeiterorganisationen werden vermutlich keine Rolle spielen. Ein Millionengesch\u00e4ft sind die Dienstleistungen von Nachhilfe-Unternehmen wie dem \u201eStudienkreis\u201c, welcher vor wenigen Jahren von der Private-Equity-Gesellschaft Aurelius aufgekauft wurde und j\u00e4hrlich circa f\u00fcnfzig Millionen Euro Umsatz macht. Doch wenn Profit- und Unternehmerinteressen in der Bildung weiter Fu\u00df fassen, wird das auf Dauer zu noch schlechteren Lernbedingungen und noch unkritischeren Lerninhalten f\u00fchren.<\/p>\n<p>Forderungen der SAV:<\/p>\n<ul>\n<li>Unternehmen raus aus den Schulen und Hochschulen \u2013 Schluss mit Privatisierung<\/li>\n<li>Nein zu Sponsoring und kommerzieller Werbung an \u00f6ffentlichen Bildungseinrichtungen!<\/li>\n<li>Fl\u00e4chendeckende Lehr- und Lernmittelfreiheit \u2013 Kostenlose Bildung ist unser Recht!<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Stress, Druck und Pr\u00fcfungen&#8230;<\/h4>\n<p>Die zeitliche Belastung f\u00fcr Sch\u00fclerInnen, Studierende und Auszubildende hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. Das liegt vor allem an der Verk\u00fcrzung der Abiturlaufzeit, vermehrten Pr\u00fcfungsdruck durch zus\u00e4tzliche Zentralpr\u00fcfungen, dem Studiensystem und \u00dcberstunden f\u00fcr Auszubildende. Dahinter steht eine Bildungspolitik, die auf schnellere und fr\u00fchere Abschl\u00fcsse und verst\u00e4rkte Messbarkeit abzielt. Egal ob CDU\/CSU, SPD, FDP oder Gr\u00fcne, sie wollen ein Bildungssystem, das schnell Arbeitskr\u00e4fte hervorbringen soll und nicht vielseitig gebildete Menschen.<\/p>\n<p>Zwei von f\u00fcnf Sch\u00fclerInnen haben w\u00f6chentlich Kopfschmerzen vom Stress \u2013 fast vier von f\u00fcnf mindestens alle drei Monate. Das sogenannte Turbo-Abitur nach zw\u00f6lf Jahren Schule wurde bundesweit einheitlich eingef\u00fchrt, um \u201einternational wettbewerbsf\u00e4hig\u201c zu sein. Schlie\u00dflich kommen Sch\u00fclerInnen in Frankreich schon nach zw\u00f6lf Jahren aus der Schule. Der Stoff wurde einfach auf weniger Jahre umgelegt.<\/p>\n<h4>Hausaufgaben f\u00f6rdern Ungleichheit<\/h4>\n<p>Zus\u00e4tzlich zur hohen Anzahl von Stunden steigt nicht selten die Zahl der Hausaufgaben. Diese f\u00f6rdern den Stress und sind zudem oft wirkungslos, wie Studien gezeigt haben. Sie belegen auch, dass Hausaufgaben gleichzeitig Ungleichheit zementieren. Bereits gute Sch\u00fclerInnen kommen besser damit zurecht, \u201eleistungsschwache\u201c frustrieren daran. Stattdessen w\u00fcrden Ganztagsschulen mit Freiarbeitszeit und professioneller Betreuung sowie wirklicher Freizeit im Anschluss viel besser funktionieren, wie zum Beispiel eine Modellschule in Wuppertal zeigt. In Spanien, wo Sch\u00fcler im Schnitt drei Stunden mehr Hausaufgaben machen m\u00fcssen als in Deutschland, rief der Elternverband im November zum Streik gegen Hausaufgaben auf.<\/p>\n<h4>Weg mit Zentralpr\u00fcfungen<\/h4>\n<p>Ein weiteres Problem ist die Einf\u00fchrung von Zentralpr\u00fcfungen, wie sie dieses Jahr im Fach Mathematik von 14 Bundesl\u00e4ndern im Abitur erprobt werden. Zentralpr\u00fcfungen sollen gerechtere Vergabe von beispielsweise Studienpl\u00e4tze ergeben. Doch stattdessen f\u00fchren sie zu standardisierter einheitlicher Wissensabgabe und zu Pr\u00fcfungsangst, weil der Stoff nicht bekannt ist und Lehrer eine noch gr\u00f6\u00dfere Bandbreite abarbeiten m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Zentralpr\u00fcfungen f\u00fchren auch zu Wettbewerb zwischen Schulen und Bundesl\u00e4ndern statt zu an den Bed\u00fcrfnissen der Lernenden orientierter Bildung. Es wird auf Notenschnitte geachtet und nicht auf eine gute Lernatmosph\u00e4re. Anstatt mehr und mehr Zentralpr\u00fcfungen einzuf\u00fchren, sollte die Anzahl von Pr\u00fcfungen gesenkt werden und ausreichend Studienpl\u00e4tze nach Bedarf eingerichtet werden.<\/p>\n<p>Ein freies Lernen, dass den Wissenszuwachs in den Mittelpunkt stellt und nicht in m\u00f6glichst kurzer Zeit Ergebnisse aus Lernenden rauspressen will, f\u00fchrt zu einer vielseitigeren und besseren Bildung.<\/p>\n<p>Forderungen der SAV:<\/p>\n<ul>\n<li>Statt BA\/MA, Stress und Turbo-Abi: Demokratische Neugestaltung der Lehrpl\u00e4ne, Bildungsdauer, Pr\u00fcfungs- und Studienordnungen durch Lernende, Lehrende und VertreterInnen der Gewerkschaften<\/li>\n<li>Master f\u00fcr Alle: Weg mit Zulassungsbeschr\u00e4nkungen!<\/li>\n<li>Schluss mit Zentralpr\u00fcfungen<\/li>\n<li>Ganztagsschule statt Hausaufgaben<\/li>\n<li>Nein zu Zwangsexmatrikulation und Anwesenheitspflicht an den Hochschulen!<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Kostenlose und gute Bildung f\u00fcr Alle<\/h4>\n<p>Bildung h\u00e4ngt in Deutschland in erster Linie am Geldbeutel der Eltern. Die PISA-Studie (zuletzt erhoben 2013) zeigt: Kinder aus wohlhabenderen Familien haben gegen\u00fcber Kinder aus \u00e4rmeren Familien beispielsweise im Fach Mathematik 1 \u00bd Jahre Wissensvorsprung. Das wurde zuletzt wieder best\u00e4tigt durch die Kermit-Studie in Hamburg. Sie teilte Schulen nach sozialer Situation des Umfeldes ein. W\u00e4hrend an Schulen in einem g\u00fcnstigen sozialen Umfeld nur 9,1 Prozent die Mindeststandards im Fach Mathematik nicht erf\u00fcllen, sind es 44 Prozent in einem \u00e4rmeren Umfeld.<\/p>\n<p>Zementiert werden solche Unterschiede durch das mehrgliedrige Schulsystem. In der Stadtteilschule Hamburg Altona erf\u00fcllen 75 Prozent nicht die Mindeststandards, bei gleichaltrigen Gymniasasten sind es 6,9 Prozent. Das mehrgliedrige Schulsystem selektiert damit Sch\u00fclerInnen entlang der sozialen Herkunft. Ein Zugang zu h\u00f6herer Bildung ist f\u00fcr \u00e4rmere Sch\u00fclerInnen schwerer. Eine Studie des Deutschen Studierendenwerks hat gezeigt \u2013 von hundert Akademikerkindern studieren 77 von Nicht-AkademikerInnen nur 23.3 Die soziale Abh\u00e4ngigkeit h\u00e4ngt mit einem Bildungssystem zusammen, dass einen gro\u00dfen Anteil der Bildungsf\u00f6rderung ins Private verlegt (Hausaufgaben, Nachhilfe, Sprachreisen, Freizeitangebote) und an \u00f6ffentlichen Angeboten spart (Bibliotheken, Stadtteilarbeit, Jugendclubs usw.).<\/p>\n<p>Da die Auswirkungen zu weit gingen und die Unternehmen tendenziell besser gebildete Arbeitskr\u00e4fte brauchen als in der Vergangenheit, wurde versucht etwas gegenzusteuern. Es wurden F\u00f6rderprogramme und Kampagnen wie Arbeiterkind.de aufgelegt, die Sch\u00fclerInnen aus \u00e4rmeren Familien motivieren sollen, zu studieren. Tats\u00e4chlich wurden auch die Abiturquoten erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Doch grundlegend ge\u00e4ndert wurde nichts. Weiterhin wird in jedem Bundesland selektiert nach Gymnasium und restlichen Sch\u00fclerInnen. Jugendliche, die Deutsch als Zweitsprache erlernten, sind besonders betroffen. Es gibt zu wenig Ausbildungs- und Studienpl\u00e4tze, um allen eine Perspektive zu bieten. In \u00e4rmeren Familien gibt es finanziellen Druck dahingehend, dass auch j\u00fcngere Familienmitglieder ab 16 Jahren zum Einkommen beisteuern m\u00fcssen, statt in die Schule zu gehen.<\/p>\n<p>Stattdessen brauchen wir Bildungsgerechtigkeit, die allen unabh\u00e4ngig von Geschlecht, Herkunft und sozialer Lage die gleichen Chancen erm\u00f6glicht. Dazu bedarf es eine Schule, die nicht selektiert, die gut ausgestattet ist und ausreichend Personal hat, auch zur individuellen F\u00f6rderung \u2013 in einer integrierten Gemeinschaftsschule.<\/p>\n<p>Forderungen der SAV:<\/p>\n<ul>\n<li>Einen Ausbildungs- oder Studienplatz im gew\u00fcnschten Beruf \/ Fach f\u00fcr jede und jeden!<\/li>\n<li>Nein zum mehrgliedrigen Schulsystem: F\u00fcr eine integrierte Gemeinschaftsschule f\u00fcr Alle!<\/li>\n<li>F\u00fcr eine soziale Mindestsicherung von 750 Euro plus Warmmiete ab 16 Jahren<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Bildung im Kapitalismus<\/h4>\n<p>In einem Wirtschaftssystem, das nach Profitstreben und nicht nach den Bed\u00fcrfnissen der Menschen organisiert ist, wird auch Bildung zur Ware. Weitergehende Studieng\u00e4nge, Privatschulen, -hochschulen und KITAs preisen Bildung f\u00fcr gutes Geld an. Zur weiteren Verwertung werden mehr Bereiche einbezogen.<\/p>\n<p>Andererseits dient die \u00f6ffentliche Bildung dem Ausbilden und der Auswahl von Arbeitskr\u00e4ften. K\u00fcnstlerische und politische Bildung wird zur\u00fcckgefahren, alles was der Wirtschaft nutzt, gef\u00f6rdert. Einzelne P\u00e4dagogInnen k\u00f6nnen sich dem nur kaum widersetzen. Bildungspolitische Entscheidungen der Parteien, f\u00fcr die Konzerne spenden und der Druck f\u00fcr Sch\u00fclerInnen gute Noten zu bekommen oder einfach die sozialen Probleme, die Sch\u00fclerInnen in die Schule mitbringen, machen es schwierig dagegen zu halten.<\/p>\n<p>Das Bildungssystem kann nicht von innen heraus ver\u00e4ndert werden. Jede gro\u00dfe Reform im Bildungswesen war das Resultat gro\u00dfer gesellschaftlicher Ver\u00e4nderungen, wie der Aufst\u00e4nde und internationalen Revolutionen Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Um ein gerechtes und gutes Bildungssystem zu erreichen, bedarf es der Abschaffung des Kapitalismus. Ein demokratisches und sozialistisches System, in dem es um die Bed\u00fcrfnisse der Menschen geht, w\u00fcrde eine umfassende und gerechte Bildung f\u00fcr alle sicherstellen. n<\/p>\n<h2>Sindicato de Estudiantes \u2013 Sch\u00fclerInnen wehren sich mit Erfolg<\/h2>\n<p>Im spanischen Staat versuchen die etablierten Politiker, die Wirtschaftskrise auf dem R\u00fccken der Arbeiterklasse und auch der Sch\u00fclerInnen auszusitzen. Doch besonders die Jugendlichen nehmen das nicht hin. Am 26. Oktober streikten knapp zwei Millionen Sch\u00fclerInnen gegen eine von der Regierung geplante Bildungsreform. Nach einem zweiten Streik im November knickte die Regierung ein und zog die krassesten Angriffe zur\u00fcck. Organisiert wurden die Streikaktionen vom Sindicato de Estudiantes, der gr\u00f6\u00dften Sch\u00fclergewerkschaft Spaniens. Zum internationalen Frauentag mobilisierte sie ebenfalls Hunderttausende gegen Gewalt an Frauen. Der SE verbindet seine k\u00e4mpferischen Mobilisierungen mit einem revolution\u00e4ren, antikapitalistischen Programm. Ana Garc\u00eda, Sprecherin des SE, ist einer der internationalen G\u00e4ste auf den Sozialismustagen der SAV.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Argumente f\u00fcr ein anderes Bildungssystem<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":23384,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[49],"tags":[297,844],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34430"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=34430"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34430\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34431,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34430\/revisions\/34431"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/23384"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=34430"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=34430"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=34430"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}