{"id":34282,"date":"2017-03-06T10:52:49","date_gmt":"2017-03-06T09:52:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sozialismus.info\/?p=34282"},"modified":"2017-03-06T10:52:49","modified_gmt":"2017-03-06T09:52:49","slug":"ab-ins-kino-der-junge-karl-marx","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2017\/03\/ab-ins-kino-der-junge-karl-marx\/","title":{"rendered":"Ab ins Kino: \u201eDer junge Karl Marx\u201c"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_34283\" aria-describedby=\"caption-attachment-34283\" style=\"width: 280px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DJKM_Presse_01-e1488793926752.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-34283\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DJKM_Presse_01-e1488793926752-280x173.jpg\" alt=\"\" width=\"280\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DJKM_Presse_01-e1488793926752-280x173.jpg 280w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DJKM_Presse_01-e1488793926752-162x100.jpg 162w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DJKM_Presse_01-e1488793926752-768x474.jpg 768w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DJKM_Presse_01-e1488793926752-560x347.jpg 560w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DJKM_Presse_01-e1488793926752-600x370.jpg 600w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DJKM_Presse_01-e1488793926752-534x330.jpg 534w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DJKM_Presse_01-e1488793926752.jpg 1448w\" sizes=\"(max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-34283\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Kris Dewitte, Neue Visionen Filmverleih<\/figcaption><\/figure>\n<p>Anschauen. Diskutieren. Handeln.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Am 2. M\u00e4rz erschien der Film \u201eDer junge Karl Marx\u201c. Eindr\u00fccklich bringt er die Lage der damaligen Linken auf die Leinwand und beschreibt die Geburt des wissenschaftlichen Sozialismus \u2013 mit Action und Liebesgeschichte.<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><em>von Michael Koschitzki, Berlin<\/em><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Der Film h\u00e4tte ebenso gut \u201eKarl &amp; Friedrich\u201c hei\u00dfen k\u00f6nnen, schlie\u00dflich beschreibt er genauso Friedrich Engels\u2019 Wirken in den 1840er Jahren. Oder er h\u00e4tte \u201eDie Geburt des Kommunismus\u201c hei\u00dfen k\u00f6nnen, denn er zeigt auch, neben der Liebesgeschichte, die politische Rolle von Jenny Marx und Mary Bruns und wie gerade letztere Marx und Engels mit in den Bund der Gerechten einf\u00fchrte, den sie in Bund der Kommunisten umbenennen werden.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Das Programm von ihnen \u2013 ACHTUNG SPOILER \u2013 wird \u201eKommunistisches Manifest\u201c hei\u00dfen \u2013 mit dessen Ausarbeitung endet der Film. Den Anfang bildet das Verbot der \u201eNeuen Rheinischen Zeitung\u201c. Marx hatte zu diesem Zeitpunkt sich bereits mit den so genannten Junghegelianern angelegt und die ersten philosophischen Grundlagen des sp\u00e4teren Marxismus erarbeitet. Er wetterte gleichzeitig gegen die Grundbesitzer im preu\u00dfischen Staat und musste deshalb nach Paris fliehen. Zeitgleich verfasst Friedrich Engels sein Werk \u00fcber die Lage der arbeitenden Klasse in England. Beide treffen sich in der franz\u00f6sischen Hauptstadt.<\/p>\n<h4 align=\"LEFT\">Anleitung zum Handeln<\/h4>\n<p align=\"JUSTIFY\">Der Film durchl\u00e4uft die Auseinandersetzung der jungen SozialistInnen mit dem Anarchismus und anderen Unzul\u00e4nglichkeiten der fr\u00fchen Arbeiterbewegung. Er beschreibt das Elend und die Unterdr\u00fcckung im damaligen Kapitalismus, darin platziert sind Marx und Engels, nicht nur als Denker, sondern Akteure des politischen Handelns. Zeitlos wirkt die Szene als der junge Karl Marx, dem politische T\u00e4tigkeit verboten und der pleite ist, um einen Job bei der Post bettelt: \u201eIch mache alles, egal was\u201c. Zeitlos auch die Konfrontation mit einem Kapitalisten (auch wenn sie heute schwerer anzutreffen sind als damals) und Marx ihm entgegenh\u00e4lt: \u201eWas Sie Profite nennen, nenne ich Ausbeutung.\u201c<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Auch deshalb hatte der Film es schwer, F\u00f6rderung zu erhalten und musste Jahre darum k\u00e4mpfen. Zehn Jahre wurde f\u00fcr ihn recherchiert und der Regisseur Raoul Peck verwendete so viele Originalzitate aus Schriften und Briefen wie m\u00f6glich. Er selbst stammt aus Haiti, wo er zwischenzeitlich Kulturminister war und politisierte sich in den 1980ern in Berlin \u2013 \u201eeiner Stadt der Debatten und der Revolte\u201c, wie er sagt.<\/p>\n<h4 align=\"LEFT\">Politische Vorf\u00fchrungen<\/h4>\n<p align=\"JUSTIFY\">Der Filmverleih kooperiert f\u00fcr den Film mit Akteuren der LINKEN und anderen Initiativen. Daf\u00fcr wurden FilmpatInnen gefunden, die bei Premieren auch f\u00fcr politische Diskussionen und Einf\u00fchrungen sorgen \u2013 so zum Beispiel der linke Kasseler OB-Kandidat Murat \u00c7akir im Wahlkampf. Der Studierendenverband SDS zeigt den Film bundesweit bei Veranstaltungen.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Der Film liefert eine gute Grundlage zur gemeinsamen Diskussion, macht Lust das Kommunistische Manifest zu lesen und sollte Ansporn sein, die gleiche Einstellung wie Mary Burns zu haben, die am Schluss zu Jenny Marx sagt: \u201eNein, ich will frei sein. Ich will k\u00e4mpfen!\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anschauen. Diskutieren. 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