{"id":33717,"date":"2016-11-07T10:42:52","date_gmt":"2016-11-07T09:42:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sozialismus.info\/?p=33717"},"modified":"2016-11-04T11:12:12","modified_gmt":"2016-11-04T10:12:12","slug":"usa-wikileaks-enthuellt-die-wahre-hillary","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2016\/11\/usa-wikileaks-enthuellt-die-wahre-hillary\/","title":{"rendered":"USA: \u201eWikiLeaks\u201c enth\u00fcllt die wahre Hillary"},"content":{"rendered":"<p><figure id=\"attachment_33718\" aria-describedby=\"caption-attachment-33718\" style=\"width: 463px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/800px-OccupyWallStreet_WikiLeaks_Truck.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-33718\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/800px-OccupyWallStreet_WikiLeaks_Truck-463x347.jpg\" alt=\"By pameladrew212 (Flickr: #OccupyWallStreet WikiLeaks Truck) [CC BY 2.0 (http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/2.0)], via Wikimedia Commons\" width=\"463\" height=\"347\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/800px-OccupyWallStreet_WikiLeaks_Truck-463x347.jpg 463w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/800px-OccupyWallStreet_WikiLeaks_Truck-231x173.jpg 231w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/800px-OccupyWallStreet_WikiLeaks_Truck-768x576.jpg 768w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/800px-OccupyWallStreet_WikiLeaks_Truck-600x450.jpg 600w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/800px-OccupyWallStreet_WikiLeaks_Truck.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 463px) 100vw, 463px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-33718\" class=\"wp-caption-text\">By pameladrew212 (Flickr: #OccupyWallStreet WikiLeaks Truck) [CC BY 2.0 (http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/2.0)], via Wikimedia Commons<\/figcaption><\/figure><strong>Clinton ist eine Kandidatin des &#8222;Big Business&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>In den letzten Monaten hat \u201eWikiLeaks\u201c tausende durchgesickerte Emails ver\u00f6ffentlicht, die ein Beleg f\u00fcr die engen Verbindungen zwischen Hillary Clinton und dem gesamten Apparat der \u201eDemocratic Party\u201c mit der Wall Street und Diktaturen wie der in Saudi Arabien sind.<\/p>\n<p><em>von Darletta Scruggs, \u201eSocialist Alternative\u201c (Schwesterorganisation der SAV und Sektion des CWI in den USA)<\/em><\/p>\n<p>Bei den diesj\u00e4hrigen Pr\u00e4sidentschaftswahlen handelt es sich um den am st\u00e4rksten von Polarisierung und Spaltung gekennzeichneten Urnengang der j\u00fcngeren Geschichte. Die Gewalt verspr\u00fchende und widerliche Rhetorik eines Donald Trump f\u00fchrt bei vielen Menschen dazu, sich lieber f\u00fcr die Kandidatin des \u201ekleineren \u00dcbels\u201c zu entscheiden. Durch den besonderen Charakter dieser Wahlen sind auch die von den Konzernen abh\u00e4ngigen Medien in die Lage versetzt worden, die Aufmerksamkeit von Hillary Clinton abzulenken. Dass ihre Karriere eng mit der Wall Street verkn\u00fcpft und sie immer wieder durch eine kriegstreiberische Haltung aufgefallen ist, wird sie dennoch schon bald wieder einholen.<\/p>\n<h4>\u00d6ffentlich bekundete und privat gelebte Positionen der Hillary Clinton<\/h4>\n<p>Bleibt die Frage, #WhichHillary (dt.: \u201ewelche Hillary\u201c) die W\u00e4hlerInnen im November bekommen werden! Anfang des Jahres habe ich einen <a href=\"http:\/\/www.socialistalternative.org\/2016\/03\/01\/black-people-shouldnt-support-hillary\/\">Artikel<\/a> geschrieben, in dem ich auf die politische Bilanz von Hillary Clinton eingehe. Dabei ging es nicht nur um die Relevanz f\u00fcr den dunkelh\u00e4utigen Teil der Bev\u00f6lkerung sondern auch um Clintons Drehungen und Wendungen zu Themen, die das Abtreibungsrecht oder die Rechte der LGBTQ-Community betreffen. So konnten wir erleben, wie Frau Clinton immer wieder ihre Position gewechselt hat. Einmal hat sie das Handelsabkommen TPP unterst\u00fctzt, dann wieder nicht. Erst hat sie nein gesagt zum 15-Dollar-Mindestlohn, dann meinte sie: \u201eIch unterst\u00fctze die Bewegung\u201c. Auch bei anderen Themen hat sie einen Sinneswandel vollzogen.<\/p>\n<p>Nun m\u00f6gen manche einwenden, dass sie ihre Haltung deshalb ge\u00e4ndert hat, weil sie von sozialen Bewegungen dazu gebracht worden ist. Was das angeht, sollten wir uns genauer ansehen, wie viel Hillary Clinton von ihrer konzernfreundlichen und kriegstreiberischen Vergangenheit abgelegt hat.<\/p>\n<p>\u00dcber mehrere Monate w\u00e4hrend der Vorwahlen hat Bernie Sanders seine Kontrahentin Hillary Clinton aufgefordert, das <a href=\"https:\/\/www.documentcloud.org\/documents\/3130829-HRC-Paid-Speeches-Flags.html\">Manuskript<\/a>\u00a0ihrer honorierten Reden beim Finanzinstitut \u201eGoldman Sachs\u201c und anderen Konzernen offenzulegen, die mittlerweile und dank \u201eWikiLeaks\u201c <a href=\"http:\/\/vgl.: https:\/\/wikileaks.org\/podesta-emails\/emailid\/927\">ver\u00f6ffentlicht<\/a> sind. In einer Rede vor dem \u201eNational Multifamily Housing Council\u201c (NMHC), dem Berufsverband der Bauunternehmen und Wohnungsgesellschaften, hat Hillary Clinton Folgendes zum Thema \u201e\u00f6ffentliche und private Positionen\u201c ausgesagt, als es um die Rolle der Politik dabei ging:<\/p>\n<p>\u201eSozusagen m\u00fcssen Sie eigentlich nur verstehen, wie man \u2013 und an dieser Stelle greife ich auf den Begriff des &gt;Austarierens&lt; zur\u00fcck \u2013 wie man \u00f6ffentliche und private Bestrebungen, die f\u00fcr ein erfolgreiches Projekt n\u00f6tig sind, politisch miteinander in Einklang bringen kann, und das bezieht sich nicht nur auf heute. Dass, so meine ich, hatte wahrscheinlich schon zu allen Zeiten unserer Geschichte seine G\u00fcltigkeit. Und sollten Sie Lincoln, den Film von Spielberg, gesehen haben, und wie dieser lavierte und gearbeitet hat, um den 13. Verfassungszusatz durch zu bekommen, und er zog einen meiner liebsten Amtsvorg\u00e4nger, Au\u00dfenminister Seward, zu Rate, der Gouverneur und Senator von New York war, und der gegen Lincoln um das Amt des Pr\u00e4sidentschaftskandidaten angetreten war, und er sagte Seward, ich brauche deine Hilfe, um dies durchzusetzen. Und Seward rief einige seiner Lobbyisten-Freunde zusammen, die wussten, wie man einen Deal hinbekommt, und sie schritten einfach zur Tat. Ich meine, Politik ist wie Wurst-Machen. Es ist unanst\u00e4ndig, und es ist schon immer so gewesen, am Ende landen wir aber dort, wo wir hinwollen. Wenn aber alle mit dabei sind, wissen Sie, bei all den Hinterzimmer-Gespr\u00e4chen und Deals, verstehen Sie, dann werden die Leute ein bisschen nerv\u00f6s, wenigstens das. Deshalb brauchen Sie beides: eine \u00f6ffentlich vertretbare und eine private Position.\u201c (Rede vor dem \u201e<a href=\"http:\/\/dailycaller.com\/2016\/10\/07\/hillary-you-need-a-public-and-private-position-on-every-issue\/\">National Multifamily Housing Council<\/a>\u201c, 24. April 2013)<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen wir einer Kandidatin \u00fcber den Weg trauen, die meint, dass Deals, die mit Konzern-Lobbyisten in irgendwelchen \u201eHinterzimmern\u201c geschmiedet werden, und falsche Aussagen gegen\u00fcber der \u00d6ffentlichkeit, was die wirklich pers\u00f6nliche Haltung angeht, notwendiger Bestandteil der Politik sind? Gleich zu Beginn ihres Wahlkampfes hat Hillary Clinton heftige Kritik daf\u00fcr einstecken m\u00fcssen, dass ihre Kampagne auch mit Spendengeldern von Lobbyisten und Unternehmen finanziert worden ist, die sich f\u00fcr die Privatisierung von Gef\u00e4ngnissen einsetzen. Sie selbst behauptete damals, dass sie diese Gelder an wohlt\u00e4tige Einrichtungen weitergeben wolle. Doch was bedeutet das nun? Ist ihre Akzeptanz ungerechter Vorgehensweisen im Rechtssystem (so hat sie es in der o.g. Rede ja erkl\u00e4rt) nur eine \u201e\u00f6ffentlich ge\u00e4u\u00dferte Meinung\u201c oder auch ihre \u201eprivate\u201c?<\/p>\n<p>Dass Hillary Clinton den 13. Verfassungszusatz derart in den Himmel lobt, gleichzeitig aber auch daran beteiligt war, das Mittel der Massen-Verhaftungen wie auch ein industriell organisiertes Gef\u00e4ngnissystem in k\u00fcrzester Zeit auf den Weg zu bringen (wovon vor allem dunkelh\u00e4utige Menschen betroffen sind), ist etwas, das mich nat\u00fcrlich \u201eein wenig nerv\u00f6s\u201c werden l\u00e4sst. Der 13. Verfassungszusatz hat formell das Ende der Besitz-Sklaverei besiegelt. Davon \u201eausgenommen [blieben] Strafen f\u00fcr Kriminalit\u00e4tsdelikte\u201c. Heute begehren zehntausende von Gef\u00e4ngnisinsassen gegen das Arbeits-System auf, das in den Haftanstalten aufrechterhalten wird.<\/p>\n<h4>Dienerin der Wall Street<\/h4>\n<p>Noch schwerer wiegt aber wohl die \u201eprivate Position\u201c von Frau Clinton, wenn es um die Interessen der Wall Street geht. Immer dann, wenn es im Laufe der Vorwahlen um die Wall Street ging, hat sie sich wie ein politisches Cham\u00e4leon verhalten. Sie begann mit sehr vager Kritik und prahlte damit, wie sie gegen\u00fcber den Bankiers gesagt habe, sie sollten \u201edamit aufh\u00f6ren\u201c. Unter dem Druck von Bernie Sanders dann, \u00e4nderte sie ihre Rhetorik. In den Reden, die sie bei \u201eGoldman Sachs\u201c gehalten hat, k\u00f6nnen wir die wahre Hillary erleben. Darin gibt sie nicht nur offen zu, dass Pr\u00e4sidentschaftskandidaten vom Geld der Wall Street abh\u00e4ngig sind. Sie ist auch der Ansicht, dass die Wall Street das Recht hat, Bedingungen an solche Spendengelder zu kn\u00fcpfen:<\/p>\n<p>\u201eZweitens braucht man eine Menge Geld, wenn man in diesem Land f\u00fcr das Amt des Pr\u00e4sidenten kandidieren, und die Kandidaten m\u00fcssen hingehen und dieses Geld zusammenbekommen. New York ist f\u00fcr die Kandidaten beider Seiten wahrscheinlich die erste Adresse, um Spendengelder f\u00fcr den Wahlkampf zu, und es ist auch unser Wirtschafts- und Finanzzentrum. Und es gibt hier viele Menschen, die einige unangenehme Fragen stellen sollten, bevor sie Wahlkampfspenden an Leute \u00fcberweisen, die mit unserer gesamten Wirtschaft ein echtes Vabanque-Spiel getrieben.\u201c (Goldman Sachs AIMS Alternative Investments Symposium, 24. Oktober 2013)<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen arbeitende Menschen davon ausgehen, dass sie mit ihrer Stimmabgabe \u00a0irgendeine Form von Einflussm\u00f6glichkeit bekommen, wenn sie dabei mit der F\u00fchrungsriege der Wall Street in Konkurrenz stehen, die im Gegenzug f\u00fcr Wahlkampfspenden Hinterzimmer-Vereinbarungen mit Politikern treffen? Diese Frage stellt sich insbesondere im Falle einer Kandidatin wie Hillary Clinton, die in einer Rede gesagt hat:<\/p>\n<p>\u201eIch habe mit so vielen talentierten, prinzipentreuen Menschen, die ihren Lebensunterhalt im Finanzsektor verdient haben, zusammengearbeitet und diese vertreten. Ich habe sie vertreten und alles, was ich konnte, getan, um sicherzustellen, dass sie weiter in Wohlstand leben konnten [\u2026]\u201c (Ausf\u00fchrungen bei \u201eRobbins Geller Rudman &amp; Dowd\u201c in San Diego, 4. September 2014)<\/p>\n<p>Wie viele Millionen arbeitender Menschen sind durch eine r\u00e4uberische Darlehensvergabe und betr\u00fcgerische Finanzgesch\u00e4fte in den Ruin getrieben worden? Wie viele Eigenheime sind zwangsger\u00e4umt und wie viele Arbeitspl\u00e4tze sind vernichtet worden? Hillary Clinton hat einger\u00e4umt, dass ihr Ziel \u2013 wenn es um die Wall Street geht \u2013 darin besteht, den Wohlstand derselben zu sichern. Wo bleiben da die arbeitenden und verarmten Leute, die weiter mit Niedrigl\u00f6hnen zu k\u00e4mpfen haben, ohne dass dabei am Ende etwas \u00fcbrig bliebe? Doch eine Hillary Clinton scheint dieses Problem nicht besonders zu interessieren. Schlie\u00dflich best\u00e4tigt sie, keine Verbindung zu den arbeitenden Menschen zu haben:<\/p>\n<p>\u201eVon den K\u00e4mpfen der Mittelschicht, bin ich wegen des Lebens, das ich f\u00fchre, und aufgrund der \u00f6konomischen Mittel, verstehen Sie, die meinem Mann und mir heute zur Verf\u00fcgung stehen, ziemlich weit entfernt. Und ich verfolge nicht irgendeine x-beliebige Politik, aber ich denke, dass es eine zunehmende Stimmung der Sorge und sogar der Wut im Land gibt wegen des Gef\u00fchls, dass das ganze Spiel manipuliert ist. Und als ich gro\u00df geworden bin, hatte ich dieses Gef\u00fchl nie. Nie.\u201c (Ausf\u00fchrungen bei \u201eGoldman-Black Rock\u201c, 4. Februar 2014)<br \/>\nWie kann ein Mensch, der meint, das System sei nicht manipuliert, angesichts all des Elends weltweit und hier im eigenen Land behaupten, sich f\u00fcr die arbeitenden und verarmten Menschen einzusetzen? Wie kann so jemand von sich sagen, er\/sie setze sich f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse aller ein? Glaubt Hillary Clinton wirklich, dass die 153 Millionen US-Dollar, die sie f\u00fcr ihre Reden kassiert hat, aufgrund der Gerechtigkeit und der Fairness dieses Gesellschaftssystems \u00fcberwiesen worden sind, w\u00e4hrend gleichzeitig 15 Millionen Kinder in den USA unterhalb der Armutsgrenze leben?<\/p>\n<p>Damit ist l\u00e4ngst noch nicht alles gesagt. In der \u00d6ffentlichkeit hat Hillary Clinton zwar gesagt, sie sei gegen Handelsabkommen wie TPP. Doch ihre \u201eprivate Position\u201c gibt Anlass inne zu halten:<\/p>\n<p>\u201eWir k\u00f6nnen so viel mehr tun, es gibt so viele niedrig h\u00e4ngende Fr\u00fcchte, doch die Unternehmen beider Seiten m\u00fcssen dem Priorit\u00e4t schenken, und es ist liegt nicht an den Regierungen, die zu tun, sondern die Regierungen k\u00f6nnen es entweder einfach oder schwer machen, und wir m\u00fcssen uns gegen den Protektionismus wehren, gegen andere Formen von Hindernissen f\u00fcr den freien Zugang zu M\u00e4rkten und des Handels [\u2026].\u201c (Ausf\u00fchrungen bei der \u201eBanco Itau\u201c, 16. Mai 2014)<\/p>\n<p>Wenn es das ist, was Hillary Clinton wirklich \u00fcber Handelspolitik denkt, wie k\u00f6nnen arbeitende Menschen ihr dann Vertrauen schenken, sie w\u00fcrde ihre Arbeitspl\u00e4tze sichern? Wir k\u00f6nnen wir sicherstellen, dass sie sich gegen TPP positioniert, f\u00fcr das sie sich in der Vergangenheit und auch als Au\u00dfenministerin energisch eingesetzt hat?<\/p>\n<p>Und was ist mit der Umwelt? Weltweit kommt es immer h\u00e4ufiger zu immer heftigeren D\u00fcrre-Phasen, St\u00fcrmen und Hitzeperioden. All diese Wetterph\u00e4nomene finden in wesentlich rascherer Abfolge statt, als es die WissenschaftlerInnen bislang prophezeit hatten. Da wir uns schon beinahe auf der H\u00e4lfte des Weges zur Temperatursteigerung von zwei Grad Celsius befinden (das ist der marginale Punkt, der als Grenzwert f\u00fcr die Klimaerw\u00e4rmung bis ins Jahr 2050 gesetzt worden ist), sind UmweltaktivistInnen und WissenschaftlerInnen besorgt, dass es unweigerlich zu einer ernsten Katastrophe kommt, wenn nicht schnell ein umfassender Wandel eingeleitet wird. In der \u00d6ffentlichkeit hat Hillary Clinton zwar versprochen, den Klimawandel ernst nehmen zu wollen.<\/p>\n<p>Privat sagt sie hingegen das <a href=\"http:\/\/www.politico.com\/live-blog-updates\/2016\/10\/john-podesta-hillary-clinton-emails-wikileaks\">Folgende<\/a>: \u201eIch liege mit den am besten Organisierten und Wildesten schon \u00fcber Kreuz. Sie sagen: &gt;Wirst du versprechen, niemals wieder fossile Energietr\u00e4ger aus der Erde herauszuholen?&lt;. &#8211; &gt;Nein. Das werde ich nicht versprechen. Werdet endlich erwachsen, wenn Sie wissen, was ich meine [\u2026] Sie k\u00fcmmern sich um alles, und ich habe es ihnen erkl\u00e4rt. Und nat\u00fcrlich werden sie jemanden anderen unterst\u00fctzen. Das ist in Ordnung, und ich k\u00fcmmere mich nicht weiter darum. Aber ich denke auch nicht, sehen Sie, dass ich angesichts all der anderen Dinge, die wir in diesem Land zu tun haben, sagen m\u00fcsste, dass dies das Thema f\u00fcr mich ist, bei dem ich sagen muss, dass ich es unterst\u00fctze. Ich will mich mit anderen Dingen besch\u00e4ftigen.\u201c () Welcher Hillary Clinton sollen die W\u00e4hlerInnen nun glauben: der \u00f6ffentlichen oder der privaten?<\/p>\n<h4>Welche Hillary ist denn nun das \u201ekleinere \u00dcbel\u201c?<\/h4>\n<p>Dass Clinton diese Redemanuskripte nicht freiwillig ver\u00f6ffentlichen wollte, kann niemanden \u00fcberraschen. Man stelle sich nur vor, sie h\u00e4tte sie noch in der Zeit der Vorwahlen\u00a0\u00f6ffentlich gemacht! Welchen Schaden h\u00e4tte dies f\u00fcr ihren Wahlkampf bedeutet?! Diese Reden zeigen, wie sie sich f\u00fcr das Fracking einsetzt, f\u00fcr die Wall Street und viele andere Positionen, die von der Mehrheit der W\u00e4hlerschaft der \u201eDemokraten\u201c abgelehnt werden. Die Enth\u00fcllungen geben aber auch Aufschluss \u00fcber die Tendenz der konzernfreundlichen Medien und der Eliten in den US-Medienkonzernen. Sie haben mit viel mehr Wohlwollen \u00fcber Clinton berichtet als \u00fcber Bernie Sanders.<\/p>\n<p>Die zu Beginn \u00f6ffentlich gemachten Enth\u00fcllungen haben zum R\u00fccktritt von Debbie Wasserman Schultz, der Sprecherin des Parteivorstands der \u201eDemokraten\u201c, gef\u00fchrt. Dies geschah, als der Nominierungsparteitag der \u201eDemocratic Party\u201c gerade begonnen hatte. Es war eine strategisch motivierte Richtungs\u00e4nderung um zu verhindern, dass es zu einem m\u00f6glichen Zusammensto\u00df der Anh\u00e4ngerInnen von Sanders mit der \u201eDemocratic Party\u201c kommt. Doch anstatt sich selbst von Schultz zu distanzieren, hat Hillary Clinton sie unverz\u00fcglich als Beraterin eingestellt. Clinton selbst sagt dazu, sie sei \u201eeine ehrenhafte Vertreterin meines 50-Bundesstaaten-Programms, mit dem wir Stimmen hinzugewinnen und daf\u00fcr sorgen wollen, dass die &gt;Demokraten&lt; in allen Landesteilen gew\u00e4hlt werden\u201c. Die von den \u201eDemokraten\u201c zur Pr\u00e4sidentschaftskandidatin Nominierte hat den Vorstand der \u201eDemocratic Party\u201c nicht ein einziges Mal f\u00fcr sein Auftreten oder das seiner ehemaligen Sprecherin kritisiert. Hillary Clinton hat sich noch nicht einmal dazu ge\u00e4u\u00dfert, weshalb es \u00fcberhaupt zu diesem R\u00fccktritt gekommen ist.<\/p>\n<p>Fakt ist, dass diese ganzen Emails nur der Beleg daf\u00fcr sind, wozu Hillary Clinton ihre gesamte politische Karriere genutzt hat: Um die Menschen zu unterst\u00fctzen, die sie unterst\u00fctzen. Es geht einzig und allein um die Interessen der Wall Street!<\/p>\n<p>Die F\u00fchrung der \u201eDemocratic Party\u201c hatte die realistische Chance, Trump in die Schranken zu weisen und den Aufstieg des Rechts-Populismus zu verhindern. Dazu h\u00e4tte man lediglich auf Sanders setzen m\u00fcssen. Stattdessen hat man sich daf\u00fcr entschieden, eine Kandidatin zu unterst\u00fctzen, die von den W\u00e4hlerInnen fast genauso stark abgelehnt wird wie Trump. Jetzt stehen die W\u00e4hlerInnen vor der Entscheidung, \u201eirgendwen au\u00dfer Trump\u201c w\u00e4hlen zu m\u00fcssen. Allzu oft war es aber die Politik der \u201eDemokraten\u201c und von PolitikerInnen wie Hillary Clinton, die zu der Wut und Frustration \u00fcber das Polit-Establishment gef\u00fchrt hat. Diese Abneigung nimmt nun verworrene Formen an und f\u00fchrt bisweilen dazu, dass viele jetzt lieber Trump unterst\u00fctzen.<\/p>\n<h4>F\u00fcr den Bruch mit den beiden Parteien der Wall Street!<\/h4>\n<p>Die \u201eDemocratic Party\u201c ist keine Partei f\u00fcr die arbeitenden Menschen. Diese verdienen eineN Pr\u00e4sidentschaftskandidatIn, die\/der willens ist, gegen die Konzerne, Umweltzerst\u00f6rung und die widerw\u00e4rtigen Handelsabkommen anzugehen. Die arbeitenden Menschen verdienen eineN KandidatIn, die\/der zu ihren\/seinen \u201e\u00f6ffentlich ge\u00e4u\u00dferten Positionen\u201c steht. Die einzige M\u00f6glichkeit, um dies zu erreichen, besteht darin, eine Partei der viel zitierten \u201e99 Prozent der Bev\u00f6lkerung\u201c aufzubauen, die nicht am Tropf der Gro\u00dfkonzerne und er Wall Street h\u00e4ngt. N\u00f6tig ist eine Partei, in der die arbeitenden Menschen auf demokratische Art und Weise \u00fcber die Politik entscheiden k\u00f6nnen und dabei nicht in Konkurrenz mit Millionen Dollar schweren Wahlkampfspenden stehen, die von Milliarden schweren Spendern kommen.<\/p>\n<p>Jetzt ist es an der Zeit, zu einer unabh\u00e4ngigen Politik zu kommen; nicht nur, um Trump sondern auch um k\u00fcnftige rechtsgerichtete Kandidaten zu verhindern, die weiterhin die berechtigte und ehrliche Wut der arbeitenden und verarmten Menschen auszunutzen versuchen. Die Medien, die sich im Besitz der Konzerne befinden, werden uns etwas anderes erz\u00e4hlen. Und die Wirklichkeit ist, dass viele Menschen sich bei der Stimmabgabe einfach von ihrer Angst vor Donald Trump leiten lassen werden. Weil auch ich Abscheu empfinde und Sorgenfalten bekomme, wenn ich daran denke, dass jemand wie Trump Pr\u00e4sident werden k\u00f6nnte, kann ich das durchaus nachvollziehen. Ich w\u00fcnsche mir, dass er von eineR KandidatIn geschlagen wird, die\/der f\u00fcr die Themen steht, die mir wichtig sind. EinE solche KandidatIn sollte in der Lage sein, die echte Wut und Frustration, die zur Zeit dem Rechts-Populismus als N\u00e4hrboden dient, in die richtige Bahn zu lenken.<\/p>\n<p>Weil diese Partei engste Verbindungen zu den gro\u00dfen Konzernen pflegt, gehe ich nicht davon aus, dass die \u201eDemocratic Party\u201c willens ist, jemals eineN solcheN KandidatIn ins Rennen zu schicken. Daher m\u00fcssen wir die Grundlagen f\u00fcr eine Partei der \u201e99 Prozent\u201c schaffen. Aus diesem Grund werde ich Jill Stein, der Kandidatin der \u201eGreen Party\u201c meine Stimme geben. Ich kann einfach die schreckliche Politik von Hillary Clinton nicht mal eben so au\u00dfen vor lassen. Unter dieser Art von Politik leiden nicht nur die Menschen hierzulande sondern auch im Ausland. Ich kann nicht die Angst vor einem Mann wichtiger nehmen als die Realit\u00e4t, der sich die meisten Menschen gegen\u00fcber sehen \u2013 mich selbst eingeschlossen. Und die Realit\u00e4t ist, dass dieses System NICHT funktioniert! Die \u201eDemokraten\u201c und die \u201eRepublikaner\u201c haben versagt, f\u00fcr irgendeine Form echten Wandels zu sorgen. Sie haben kein besseres Leben gebracht. Und ich bin nicht bereit noch l\u00e4nger zu warten.<\/p>\n<p>Ihr werdet genau mit dieser Diskussion konfrontiert sein: mit der Wahl zwischen dem \u201ekleineren\u201c zweier \u00dcbel. Ihr werdet euch sagen: \u201eIch kann doch nicht zulassen, dass Trump gewinnt\u201c. Was ich verstanden habe, ist, dass Angst ein m\u00e4chtiges Schwert ist. Aber wenn ihr diesen November ins Wahllokal geht, dann macht euch klar, was euch gesagt worden ist, f\u00fcr welche Hillary (#WhichHillary) ihr stimmen sollt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Clinton ist eine Kandidatin des &#8222;Big Business&#8220;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":33718,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[42],"tags":[300],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33717"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=33717"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33717\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33719,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33717\/revisions\/33719"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/33718"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=33717"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=33717"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=33717"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}