{"id":33687,"date":"2016-10-30T10:14:08","date_gmt":"2016-10-30T09:14:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sozialismus.info\/?p=33687"},"modified":"2016-10-31T10:14:05","modified_gmt":"2016-10-31T09:14:05","slug":"die-deutsche-bank-in-der-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2016\/10\/die-deutsche-bank-in-der-krise\/","title":{"rendered":"Die Deutsche Bank in der Krise"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_24571\" aria-describedby=\"caption-attachment-24571\" style=\"width: 280px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/2266060187_d39191e2b8_b-e1366878512664.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-24571\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/2266060187_d39191e2b8_b-e1366878512664-280x173.jpg\" alt=\"Foto: http:\/\/www.flickr.com\/photos\/erwinrommel\/ CC BY 2.0\" width=\"280\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/2266060187_d39191e2b8_b-e1366878512664-280x173.jpg 280w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/2266060187_d39191e2b8_b-e1366878512664-162x100.jpg 162w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/2266060187_d39191e2b8_b-e1366878512664-560x345.jpg 560w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/2266060187_d39191e2b8_b-e1366878512664.jpg 663w\" sizes=\"(max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-24571\" class=\"wp-caption-text\">Foto: http:\/\/www.flickr.com\/photos\/erwinrommel\/ CC BY 2.0<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Ein Flaggschiff der deutschen Wirtschaft schlingert<\/strong><\/p>\n<p align=\"LEFT\">Mitte September wurde bekannt, dass die US-Regierung von der Deutschen Bank Strafzahlungen in H\u00f6he von 14 Milliarden Dollar (\u00fcber 12 Milliarden Euro) fordert. Es geht um windige Hypothekengesch\u00e4fte aus der Zeit vor der Finanzkrise 2007\/08. Die Deutsche Bank hat aber nur 5,9 Milliarden Euro f\u00fcr Rechtsstreitigkeiten zur\u00fcckgestellt (und ist in weitere verwickelt). Es gab Ger\u00fcchte und Dementis, ob der Staat die Deutsche Bank mit Steuergeldern retten w\u00fcrde. Dass die Frage, ob eine Rettung n\u00f6tig werden kann, ernsthaft diskutiert wird, zeigt das Ausma\u00df des Problems.<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><em>Von Wolfram Klein, Plochingen bei Stuttgart<\/em><\/p>\n<p align=\"LEFT\">Da nach der staatlichen Bankenrettung im Zuge der Finanzkrise versprochen worden war, dass in Zukunft nicht die SteuerzahlerInnen, sondern Anleger ab 100.000 Euro zur Kasse gebeten w\u00fcrden, bedeuten solche Diskussionen auch, dass reiche Anleger dar\u00fcber nachdenken, ihr Guthaben von der Bank abzuziehen. Das w\u00fcrde deren Probleme weiter versch\u00e4rfen und kann zu einem Teufelskreis f\u00fchren.<\/p>\n<h4 align=\"LEFT\">Wie konnte es so weit kommen?<\/h4>\n<p align=\"LEFT\">Die Deutsche Bank wurde 1870 \u2013 ein Jahr vor dem deutschen Kaiserreich \u2013 gegr\u00fcndet mit der Ausrichtung, der aufstrebenden deutschen Industrie bei ihren Auslandsgesch\u00e4ften zu helfen. Das war anfangs bitter n\u00f6tig. Die Bezeichnung Made in Germany war, als sie eingef\u00fchrt wurde, ein Warnhinweis.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Etwa um 1900 trat der Kapitalismus in sein imperialistisches Stadium. Zum einen kam zum Warenexport der Kapitalexport hinzu. Und damit ging es f\u00fcr die Deutsche Bank zunehmend auch darum, der deutschen Industrie bei diesem Kapitalexport zu helfen (und nat\u00fcrlich auch selber daran zu verdienen). Zum anderen wurden die traditionellen Familienunternehmen zunehmend durch Aktiengesellschaften verdr\u00e4ngt. Die Deutsche Bank war als Aktiengesellschaft selbst ein Pionier dieser Entwicklung. Au\u00dferdem kam es dabei zu einer engen Verflechtung zwischen Bank- und Industriekapital: Banken besa\u00dfen Industrieaktien, Industrieunternehmen Bankaktien, man war wechselseitig in Aufsichtsr\u00e4ten vertreten, Banken besorgten die Ausgabe von Aktien f\u00fcr ihre Industrieunternehmen, verwalteten Aktien von Kleinanlegern, finanzierten die Gesch\u00e4fte ihrer Industrieunternehmen mit Krediten etc.. Auch wenn es keine Herrschaft der Banken \u00fcber die Industrie war, sondern eine wechselseitige Verflechtung und Durchdringung, hatten doch die Banken in diesem Netzwerk eine starke Position und verdienten sich eine goldene Nase. Es war f\u00fcr sie ein \u201egoldenes Zeitalter\u201c. Und die Deutsche Bank war mitten drin. Das war eine internationale Entwicklung, in Deutschland wurde sie noch versch\u00e4rft und brutalisiert durch den Faschismus und die sogenannte Arisierung von j\u00fcdischem Verm\u00f6gen, bei dem die Deutsche Bank eine Schl\u00fcsselrolle spielte.<\/p>\n<h4 align=\"LEFT\">Wachstum der Finanzm\u00e4rkte<\/h4>\n<p align=\"LEFT\">Etwa ab den 1970er Jahren gab es neue Entwicklungen, ausgehend vor allem von den USA. Eine dieser Entwicklungen war die Verwandlung von Krediten von Banken an Unternehmen in Wertpapiere, die an der B\u00f6rse gehandelt wurden. Dadurch wurden die bisherige direkte Verflechtung zwischen Banken und Industrieunternehmen gelockert. Gleichzeitig finanzierten die Industrieunternehmen ihre Investitionen weniger \u00fcber Kredite und mehr \u00fcber Neuemissionen von Aktien oder diverse Wertpapiere. Das verringerte deren Kapitalkosten. F\u00fcr die Banken bedeutete das den R\u00fcckgang einer sicheren Einnahmequelle und damit das Ende des \u201egoldenen Zeitalters\u201c.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Allerdings folgte auf das \u201egoldene Zeitalter\u201c ziemlich schnell quasi ein \u201ediamantenes Zeitalter\u201c. Die Finanzm\u00e4rkte wuchsen rasant. Es entstanden eine ganze Reihe von spekulativen Finanzprodukten, teils als Derivate bezeichnet. Die Finanzm\u00e4rkte sind jetzt haupts\u00e4chlich gro\u00dfe Wettb\u00fcros. Nur wird nicht auf den Sieg des einen oder anderen Pferdes gewettet, sondern darauf, wie sich Preise in der Zukunft entwickeln. Gewettet wird auf alles m\u00f6gliche: auf Preise von Aktien, Immobilien, Staatsschulden, Rohstoffen, Firmen. Die Banken treten als Vermittler dieser Wetten auf oder zocken gleich selber.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Zugleich stieg, teils als Reaktion auf stagnierende oder fallende Reall\u00f6hne, die Verschuldung der Masse der Bev\u00f6lkerung in Form von Kreditkartenschulden, Hypothekenschulden, was Banken neue Kundschaft und Geldquellen brachte. Teils wurden diese Schulden ebenfalls verbrieft, also in Wertpapiere verwandelt, die auf den Finanzm\u00e4rkten gehandelt wurden.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">So wurden die Banken f\u00fcr die sinkende Bedeutung der traditionellen Kredite an Gro\u00dfunternehmen \u00fcberreich durch neue Einnahmequellen entsch\u00e4digt. Doch es gibt einen gro\u00dfen Unterschied zwischen dem klassischen \u201egoldenen\u201c und dem darauf folgenden \u201ediamantenen Zeitalter\u201c. Urspr\u00fcnglich beruhten die Einnahmen der Banken im Wesentlichen darauf, dass sie sich einen Teil des aus der Arbeiterklasse und aus der (neo)kolonialen Welt heraus gepressten Mehrwerts in Form von Zinsgewinnen aneigneten. Weil die Wirtschaft real wuchs, wuchsen auch die Profite der Banken. In neuen Diamantenen Zeitalter beruhen die Profite der Banken dagegen zunehmend auf der Aufbl\u00e4hung von fiktivem Kapital zu immer gr\u00f6\u00dferen Spekulationsblasen. Es war eine Illusion zu glauben, dass das immer so weiter gehen k\u00f6nne, aber genau diese Illusion verbreiteten viele kapitalistische \u201eExperten\u201c.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Diese Entwicklung, Gewinne k\u00fcnstlich \u00fcber Spekulationsgesch\u00e4fte zu erzeugen, hatte in den USA und Gro\u00dfbritannien begonnen. Aber auch kontinental-europ\u00e4ische Banken wollten einen Teil vom Kuchen abhaben. 1989 stieg die Deutsche Bank durch den Kauf der britischen Bank Morgan Grenfell gro\u00df in das angels\u00e4chsische Investmentbanking-Gesch\u00e4ft ein. In den folgenden Jahren versuchte sie dort zu einem f\u00fchrenden Akteur zu werden. 1999 \u00fcbernahm sie die US-Investmentbank Bankers Trust. Zur Jahrtausendwende war sie eine der zehn gr\u00f6\u00dften Banken der Welt. 2002 gab ihr neuer Chef Ackermann die Parole einer Eigenkapitalrendite von 25 Prozent aus. Ein Jahr vor der Finanzkrise meldete die Deutsche Bank einen Gewinn von 6,5 Milliarden Euro (sechzig Prozent davon im Investmentbanking), eine Aktie kostete \u00fcber 102 Euro. Heute schafft sie es bei einem Aktienkurs um zw\u00f6lf Euro nicht mal mehr unter die gr\u00f6\u00dften Hundert Banken.<\/p>\n<h4 align=\"LEFT\">Finanzkrise 2007\/2008<\/h4>\n<p align=\"LEFT\">Denn Spekulationsgesch\u00e4fte sind nun mal kein Ersatz f\u00fcr eine funktionierende Wirtschaft. In der Krise 2007\/2008 kam was kommen musste, einige der gr\u00f6\u00dften Finanzblasen platzten.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Die Deutsche Bank hat damit geprahlt, dass sie, anders als andere Banken damals, keine staatliche Hilfe in Anspruch nehmen musste. Indirekt bekam sie sehr wohl Hilfe: Der deutsche Staat rettete die IKB und HypoRealEstate, an denen die Deutsche Bank beteiligt war. Der US-Staat rettete den US-Versicherer AIG. Von dem Geld flossen rund zehn Milliarden Euro in die Kassen der Deutschen Bank. Und sie profitierte von der als Griechenland-Hilfe ausgegebenen Bankenhilfe.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Verschiedene Banken reagierten auf die Krise, indem sie ihr Investmentbanking herunterfuhren. Die Deutsche Bank stieg umso mehr in diesen Markt ein. Sie wurde zu einem f\u00fchrenden Player auf dem Derivate-Markt, in ihrem &#8218;Derivate-Buch&#8216; sollen 46 Billionen Euro stehen. (handelsblatt.com, 09.10.16). Niemand wei\u00df, welche Gefahren darin lauern. Das ist ein zentraler Grund, warum der IWF die Deutsche Bank die \u201egef\u00e4hrlichste Bank der Welt\u201c nennt. Der &#8218;Risikovorstand&#8216; der Deutschen Bank, Lewis, beziffert das eigentliche Risiko auf 41 Milliarden Euro. (handelsblatt.com, 09.10.16).<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Die Deutsche Bank hat zwar eine Bilanzsumme von 1,8 Billionen Euro, aber das Verh\u00e4ltnis des Kernkapitals zur Bilanzsumme liegt nur bei 3,4 Prozent. D.h. bei einem Verlust von 3,4 Prozent der Bilanzsumme w\u00e4re das Kapital aufgefressen. Bei einem Aktienkurs von 11,80 Euro betr\u00e4gt der B\u00f6rsenwert nur noch 17 Milliarden Euro, w\u00e4hrend das Eigenkapital noch mit 62,7 Milliarden Euro in den B\u00fcchern steht. Dass der B\u00f6rsenwert niedriger ist, als der Buchwert, ist gerade bei Banken nicht ungew\u00f6hnlich, dass die Differenz so gro\u00df ist, ist schon extrem.<\/p>\n<h4 align=\"LEFT\">Die aktuelle Krise<\/h4>\n<p align=\"LEFT\">Angesichts dieser Schw\u00e4che brachten die Meldungen \u00fcber die hohe US-Forderung die Deutsche-Bank-Aktie ins Trudeln. Die Ger\u00fcchte \u00fcber eine m\u00f6gliche staatliche Hilfe wurden eifrig dementiert, aus innen- und au\u00dfenpolitischen Gr\u00fcnden. Innenpolitisch w\u00e4re sie extrem unpopul\u00e4r. Au\u00dfenpolitisch vertritt Deutschland immer eine harte Haltung gegen Staatshilfen und hat dies in der EU durchgesetzt. In Italien m\u00f6chte die Regierung gerne in der dortigen Bankenkrise mit Staatsgeldern eingreifen, Deutschland lehnt das ab.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Trotzdem ist davon auszugehen, dass die deutsche Regierung intervenieren w\u00fcrde, um eine Pleite der Deutschen Bank zu verhindern, aber m\u00f6glichst erst nach den Wahlen 2017. Man kann annehmen, dass die hohe US-Strafforderung politisch motiviert ist. Aber auch die US-Regierung kann keine Pleite der Deutschen Bank wollen, die auch die US-Wirtschaft schwer treffen w\u00fcrde. Eher will sie die deutsche Regierung zwingen, der Deutschen Bank unter die Arme zu greifen. Ein betr\u00e4chtlicher Teil des Geldes w\u00fcrde in die USA flie\u00dfen (so wie umgekehrt die Deutsche Bank von der US-Hilfe f\u00fcr die AIG profitiert hatte).<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Dass das Gesch\u00e4ftsmodell der Deutschen Bank gescheitert ist, hei\u00dft nicht, dass andere Gesch\u00e4ftsmodelle allzu erfolgreich sind. Der IWF ver\u00f6ffentlichte Anfang Oktober eine Analyse von 280 Banken (siebzig Prozent der Bankensysteme der USA und Europas), wonach ein Drittel des europ\u00e4ischen Bankensektors zu schwach sei. Der B\u00f6rsenwert europ\u00e4ischer Banken ist im laufenden Jahr um 280 Milliarden Dollar gesunken, ihr Anteil am Stoxx-Europe-600-Index betr\u00e4gt nur noch rund elf Prozent. Vor einem Jahrzehnt waren es noch 23 Prozent.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Die Commerzbank will ein F\u00fcnftel ihrer Stellen abbauen 9.600 von 45.000, die Deutsche Bank 9.000 von 100.000, davon 4.000 in Deutschland. Gerade zur Zeit der Deutsche-Bank-Krise k\u00fcndigten auch die niederl\u00e4ndischen Banken ING und ABN Amro und die spanische Banco Popular Espanol den Abbau von tausenden Jobs an. Die britische HSBC will in den n\u00e4chsten Jahren 50.000 Stellen streichen, Barclays 13.600 Stellen.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Ein zentrales Problem ist die Niedrigzins- und teilweise Nullzinspolitik verschiedener Zentralbanken. Sie ist ein verzweifelter Versuch, die Wirtschaft nach der Krise wieder ins Laufen zu bringen, hat aber vor allem zu neuen Finanzmarktblasen gef\u00fchrt. Das Problem: das billige Geld wird nicht in Form von billigen Krediten an Unternehmen weitergegeben, die es in neue, moderne Fabriken investieren. Die Unternehmen leihen sich derzeit kaum Geld, denn sie haben gar nicht vor, die Produktion auszuweiten. Sie zweifeln n\u00e4mlich daran, dass sie die neuen Produkte irgendjemandem verkaufen k\u00f6nnen. Das Kredit- und damit Zinsgesch\u00e4ft bringt den Banken weiter kaum Gewinn. Das billige Geld wird stattdessen f\u00fcr neue Wettgesch\u00e4fte an den Finanzm\u00e4rkten eingesetzt.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Die Basis f\u00fcr alles, auch f\u00fcr die Lage der Banken, ist die Realwirtschaft. Global betrachtet hat die Wirtschaft sich nicht wirklich von der Krise 2008\/2009 erholt.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">In n\u00e4chster Zeit ist keine substantielle Erholung zu erwarten, sondern ein weiteres Vor-sich-hin-D\u00fcmpeln oder eine neue akute Krise. Ob eine Krise der Realwirtschaft durch eine neue Bankenkrise ausgel\u00f6st oder ihrerseits zu einer neuen Bankenkrise f\u00fchren wird, l\u00e4sst sich nicht vorhersagen. So oder so stehen zumindest mittelfristig die Zeichen auf Sturm.<\/p>\n<h4 align=\"LEFT\">Was ist die L\u00f6sung?<\/h4>\n<p align=\"LEFT\">Nach der Finanzkrise und der auf sie folgenden staatlichen Bankenrettung wurde verk\u00fcndet, dass in Zukunft die Anleger und Sparer ab einem Betrag von 100.000 Euro zur Kasse gebeten werden w\u00fcrden statt die Steuerzahler. In Zypern wurde das 2013 durchexerziert. Doch die \u201eSparkonten\u201c, die herangezogen wurden, waren real Firmenkonten, die zum Bezahlen von L\u00f6hnen, Betriebsrenten, zum Bezahlen von Rechnungen dienen. Es folgte eine schwere Wirtschaftskrise und Massenarbeitslosigkeit.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Die Alternative ist nicht, entweder die SteuerzahlerInnen oder Anleger und \u201eSparer\u201c zur Kasse zu bitten, um ins Trudeln geratene kapitalistische Banken zu retten, sondern Banken (und zwar nicht nur marode Banken, sondern den gesamten Finanzsektor) zu verstaatlichen und unter die demokratische Kontrolle der arbeitenden Bev\u00f6lkerung zu stellen. Das allein reicht aber nicht.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Finanz- und Bankenkrisen widerspiegeln nur das Chaos und die Anarchie der kapitalistischen Wirtschaft. Um das zu \u00fcberwinden, muss die Wirtschaft vernunft- und planm\u00e4\u00dfig organisiert werden.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Wenn die Verstaatlichung der Banken mit der Verstaatlichung und demokratischen Kontrolle und Verwaltung der Kommandoh\u00f6hen der Wirtschaft verbunden wird, k\u00f6nnten die Banken durch Vergabe staatlicher Kredite, statt als Quelle der Bereicherung einer Handvoll Kapitalisten, als Hilfsmittel f\u00fcr die Umstellung der Produktion gem\u00e4\u00df den Bed\u00fcrfnissen von Menschen und Umwelt dienen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Flaggschiff der deutschen Wirtschaft schlingert<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":24571,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[124,127],"tags":[297,778],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33687"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=33687"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33687\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33697,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33687\/revisions\/33697"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/24571"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=33687"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=33687"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=33687"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}