{"id":33311,"date":"2016-07-27T19:13:22","date_gmt":"2016-07-27T17:13:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sozialismus.info\/?p=33311"},"modified":"2016-08-23T10:09:10","modified_gmt":"2016-08-23T08:09:10","slug":"widerstand-gegen-rassismus-sparzwang-und-verdraengung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2016\/07\/widerstand-gegen-rassismus-sparzwang-und-verdraengung\/","title":{"rendered":"Berlin: Widerstand gegen Rassismus, Sparzwang und Verdr\u00e4ngung!"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_32730\" aria-describedby=\"caption-attachment-32730\" style=\"width: 280px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Demo.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-32730\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Demo-280x173.jpg\" alt=\"Foto: Georg Kellner\" width=\"280\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Demo-280x173.jpg 280w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Demo-162x100.jpg 162w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Demo-768x475.jpg 768w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Demo-560x347.jpg 560w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Demo-600x371.jpg 600w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Demo-534x330.jpg 534w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Demo.jpg 1152w\" sizes=\"(max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-32730\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Georg Kellner<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>F\u00fcr eine oppositionelle, k\u00e4mpferische und sozialistische LINKE<\/strong><\/p>\n<p><em>Wahlaufruf der SAV Berlin zu den Abgeordnetenhauswahlen 2016<\/em><\/p>\n<p>\u201eUnser Programm: Berlin\u201c mit diesem Motto geht die SPD in den Wahlkampf zu den Abgeordnetenhaus- und Bezirksverordnetenwahlen am 18. September. Doch was f\u00fcr ein Berlin hinterl\u00e4sst die SPD-CDU-Koalition? Eine Stadt der FlaschensammlerInnen und der Edel-Boutiquen, der Obdachlosen und der Luxuslofts. Eine Stadt, die es nicht schafft einen Flughafen zu Ende zu bauen oder hilfesuchenden Gefl\u00fcchteten Sicherheit zu bieten. Die Probleme in Berlin sind ein Spiegelbild der Probleme des Kapitalismus 2016 in Deutschland. Prek\u00e4re Besch\u00e4ftigung und Armut, steigende Mieten, die f\u00fcr viele immer schwieriger zu bezahlen sind und ein v\u00f6llig kaputtgesparter \u00d6ffentlicher Dienst. Gleichzeitig bietet Berlin f\u00fcr die Reichen und M\u00e4chtigen diverse M\u00f6glichkeiten, sich durch Bau- und Prestigeprojekte wie Luxuswohnungen, BER, Staatsoper und Stadtschloss, oder durch die Ausbeutung von prek\u00e4r Besch\u00e4ftigten ihre Nase noch weiter zu vergolden. Nicht erst seit dem im Sp\u00e4tsommer 2015 mehr Gefl\u00fcchtete nach Berlin gekommen sind, zeigt sich, wie Sparzwang und Schuldenbremse die soziale Infrastruktur in Berlin untergraben haben.<\/p>\n<p>Die SAV wird sich in den Abgeordnetenhaus-Wahlkampf einbringen, f\u00fcr sozialistische Politik als Alternative zum Einheitsbrei der b\u00fcrgerlichen Parteien und f\u00fcr eine starke LINKE in der Opposition eintreten. Wir werden uns der Gefahr von Rechts durch AfD, NPD und Co. entgegenstellen. An exemplarischen Fragen stellen wir hier ein Programm f\u00fcr sozialistische Politik f\u00fcr Berlin vor.<\/p>\n<h4>Steigende Mieten und steigende Profite<\/h4>\n<p>4,8 Milliarden Euro kostete der BER bisher. Falls er im Oktober 2017 er\u00f6ffnen sollte, wird er 5,4 Milliarden Euro kosten, er\u00f6ffnet er 2018, werden es schon 6,6 Milliarden. Die Kosten der Staatsoper-Sanierung belaufen sich auf circa 400 Millionen, die Kosten des Stadtschlosses auf 590 Millionen. Doch f\u00fcr den Neubau von dringend ben\u00f6tigtem g\u00fcnstigen Wohnraum ist nicht ausreichend Geld da. Nach einer aktuellen Studie von Andrej Holm im Auftrag der Berliner Linksfraktion fehlen in Berlin zurzeit absolut 125.000 Wohnungen. Allein 2015 ist die Miete bei Neuvermietung um durchschnittlich 5 Prozent auf neun Euro pro Quadratmeter gestiegen. In den Innenstadtbezirken sind die Mietsteigerungen noch deutlich h\u00f6her. Mitte April verk\u00fcndete der Senat 20.000 Wohnungen j\u00e4hrlich bauen zu lassen. Von denen sollen nur ein Drittel \u201eSozialmieten\u201c zwischen 6 und 7,50 Euro pro Quadratmeter anbieten. Nach den konservativen Sch\u00e4tzungen des Senats wird Berlin bis 2020 um 190.000 Einwohner wachsen. Damit w\u00fcrde der Neubau nicht mal den Zuzug abdecken. Dass von SPD \u00fcber CDU bis zu den Gr\u00fcnen alle im Interesse von Immobilienhaien handeln, zeigen auch die Spenden von Bauunternehmer und Gegner des sozialen Wohnungsbaus Groth, der an alle diese Parteien gespendet hat, um seine Interessen vertreten zu sehen. Im aktuellen Wahlkampf fielen vor allem seine gest\u00fcckelten Spenden von f\u00fcnf mal 9950 Euro an die SPD auf. W\u00e4hrend zwei Spenden zur\u00fcckgegeben wurden, hat der Kreisverband von Bausenator Geisel in Lichtenberg die Spenden behalten.<\/p>\n<p>Genauso wie die Bezahlbarkeit ist f\u00fcr viele BerlinerInnen die Gestaltung ihrer Lebensr\u00e4ume und Kieze wichtig. Durch Luxussanierungen und Prunkbauten wie einem neuen Einkaufs- und Veranstaltungszentrum am ehemaligen Postbahnhof m\u00fcssen gewachsene Freizeit- und Kulturangebote der durchgestylten und kommerzialisierten Unterhaltungs- und Tourismusindustrie weichen. Diese k\u00f6nnen sich die meisten nicht nur leisten, sondern es ist auch eine Verdr\u00e4ngung alternativer Schaffensr\u00e4ume. Nicht zuletzt sind besetzte H\u00e4user und selbstverwaltete Projekte wie die Rigaer Str. 94 oder das M99 Investorenfirmen und damit ihrer Senatsverwaltung ein Dorn im Auge. In den aktuellen Auseinandersetzung zeigt sich, wie hart vor allem die CDU da f\u00fcr Profitinteressen und die Bereinigung der hochpreisigen Wohngebiete vorgeht.<\/p>\n<p>Um die aktuelle Wohnungsnot zu stoppen, braucht es ein Sofortprogramm, das langfristig guten Wohnraum f\u00fcr alle schafft, unmittelbar f\u00fcr neuen bezahlbaren Wohnraum sorgt und Schluss macht mit Mietsteigerungen und Wuchermieten.<\/p>\n<ul>\n<li>Beschlagnahmung von spekulativem Leerstand und von Ferienwohnungen, Entsch\u00e4digung nur bei erwiesener Bed\u00fcrftigkeit<\/li>\n<li>Rekommunalisierung der privatisierten Wohnungsbaugesellschaften ohne Entsch\u00e4digung f\u00fcr die Eigent\u00fcmer<\/li>\n<li>Wohnungsbaugesellschaften in demokratische Kontrolle und Verwaltung durch die Besch\u00e4ftigten, der Stadt und VertreterInnen von Mietern<\/li>\n<li>Bau von 30.000 Wohnungen j\u00e4hrlich durch st\u00e4dtische Wohnungsbaugesellschaften<\/li>\n<li>Sofortiger Mietpreisstopp, Schluss mit dem System von Vergleichsmieten und Mietspiegel<\/li>\n<li>Sofortige Einf\u00fchrung einer reglementierten und kontrollierten Miete von vier Euro kalt pro Quadratmeter. Alle Vermieter m\u00fcssen, wie fr\u00fcher bei Sozialwohnungen, eine Kostenaufstellung als Grundlage f\u00fcr die Mieth\u00f6he liefern.<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Fl\u00fcchtlingskrise? Krise der sozialen Infrastruktur!<\/h4>\n<p>Dass die Versorgung von Gefl\u00fcchteten am Lageso und in den Erstaufnahmestellen und Notunterk\u00fcnften im Herbst\/Winter 2015\/16 nicht vollst\u00e4ndig zusammen gebrochen ist, war vor allem den vielen freiwilligen HelferInnen zu verdanken. Das ist auch nicht verwunderlich, nachdem in den letzten zehn Jahren 32.000 Vollzeitstellen im \u00d6ffentlichen Dienst in Berlin gestrichen wurden. Das Chaos am Lageso ist ein reales Versagen der Senatsverwaltung. Doch zeigt sich im Umgang mit Gefl\u00fcchteten vor allem die rassistische Politik der SPD-CDU-Koalition. Es ging und geht nicht darum, den ankommenden Gefl\u00fcchteten bestm\u00f6glich zu helfen und die Versorgung zu organisieren. Es geht darum, Gefl\u00fcchtete zu kontrollieren, in Kriegs- und sogenannte \u201eWirtschaftsfl\u00fcchtlinge\u201c einzuteilen, um diejenigen, die aus ihrer Sicht wirtschaftlich nicht nutzbar sind, wieder abschieben zu k\u00f6nnen. Auch wenn jetzt mehr und mehr Turnhallen ger\u00e4umt werden, bedeutet die Unterbringung von Gefl\u00fcchteten in Massenunterk\u00fcnften, wie im ehemaligen Flughafen Tempelhof, eine massive Einschr\u00e4nkung der Privatsph\u00e4re und eine beginnende Ghettoisierung.<\/p>\n<p>Vor allem hat der Senat alles unternommen, um den Protest und die Selbstorganisation von Gefl\u00fcchteten mundtot zu machen und zu ignorieren. Im Protest f\u00fcr Bleiberecht, Recht auf Arbeit und menschenw\u00fcrdigen Wohnraum haben Gefl\u00fcchtete 2014 den Oranienplatz 550 Tage lang besetzt. Als ihnen eine Einzelfallpr\u00fcfung mit Bleiberechtsperspektive in Aussicht gestellt wurde, hat ein Teil den O-Platz freiwillig verlassen und ein anderer Teil wurde ger\u00e4umt. Kurze Zeit sp\u00e4ter wurden alle Antr\u00e4ge auf Bleiberecht abgelehnt und die Gefl\u00fcchteten aus ihren Unterk\u00fcnften in die Obdachlosigkeit und Illegalit\u00e4t entlassen. Zusammen mit der Aktion gegen die BesetzerInnen der Gerhart-Hauptmann Schule konnte hier der rot-schwarze Senat seine harte Haltung gegen Fl\u00fcchtlingsproteste gemeinsam mit dem von Gr\u00fcnen gef\u00fchrten Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg beweisen.<\/p>\n<p>Wir sagen:\u00a0Nein zu Abschiebungen \u2013 Bleiberecht f\u00fcr Alle \u2013 Schlie\u00dfung der Abschiebegef\u00e4ngnisse in Berlin-Brandenburg<\/p>\n<p>Herstellung eines wirklichen Asylrechts: Grundrecht auf Asyl, wenn Leib und Leben aufgrund von politischer und gewerkschaftlicher Bet\u00e4tigung, nationaler, religi\u00f6ser oder ethnischer Zugeh\u00f6rigkeit, sexueller Orientierung, Geschlecht, Krieg, Umweltzerst\u00f6rung und sozialer Not, durch staatliche und nichtstaatliche Verfolgung gef\u00e4hrdet sind<br \/>\nGefl\u00fcchtete sollten dezentral in Wohnungen untergebracht werden und die M\u00f6glichkeit bekommen, selbstbestimmt zu leben. Solange aus logistischen Gr\u00fcnden zentrale Anlaufstellen unvermeidlich sind, m\u00fcssen alle damit verbundene Aufgaben in \u00f6ffentliche Hand und unter demokratische Kontrolle unter Einbeziehung der Gefl\u00fcchteten<br \/>\nGewerkschaftliche Organisierung von Gefl\u00fcchteten, migrantischer ArbeiterInnen und Erwerbsloser in den DGB-Gewerkschaften zur Verhinderung von Lohndumping \u2013 gemeinsamer Kampf gegen die sozialen Ursachen von Rassismus<\/p>\n<h4>Armut, Prek\u00e4re Besch\u00e4ftigung, Bildungsnotstand<\/h4>\n<p>Zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung ist die offizielle Erwerbslosigkeit mit 181.166 Menschen auf eine Quote von knapp unter 10 Prozent gefallen. Dass diese Zahl eine Erfolgsmeldung ist, zeigt den Zynismus des Kapitalismus. Denn seit 1990 wurden \u00fcber 100.000 Arbeitspl\u00e4tze in der Industrie vernichtet. Die Mehrheit der jetzt neu geschaffenen Arbeitspl\u00e4tze sind prek\u00e4re, schlecht bezahlte Jobs. \u00dcber 60.000 Menschen m\u00fcssen in Berlin zum Jobcenter, um ihren Lohn mit Hartz IV aufzustocken. Dabei macht das Land Berlin bei der Politik, die Menschen in prek\u00e4re Besch\u00e4ftigung treibt, selbst mit. Die Ausgliederung von Berlin Transport bei der BVG und die Ausgliederung von ServicearbeiterInnen und TherapeutInnen bei Charit\u00e9 und beim landeseigenen Klinikkonzern Vivantes hat zu Lohnk\u00fcrzungen, prek\u00e4rer Besch\u00e4ftigung und starken Lohnunterschieden zwischen KollegInnen gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Neben den Krankenh\u00e4usern sp\u00fcren kaum andere Einrichtungen die Unterfinanzierung so sehr wie Berliner Bildungseinrichtungen samt ihren Lehrenden und Lernenden. Seit Jahren k\u00e4mpfen Angestellte Lehrkr\u00e4fte f\u00fcr eine gleiche Bezahlung aller KollegInnen und eine angemessene Personalausstattung. Wir unterst\u00fctzen die LehrerInnen bei ihrem Kampf um mehr und vor allem besser bezahlte KollegInnen.<\/p>\n<p>Ohne Migration werden bis 2020 40.000 zus\u00e4tzliche Sch\u00fclerInnen erwartet. Dies wird bei der jetzigen Politik bald einen v\u00f6lligen Zusammenbruch des Schulsystems bedeuten. Mit ihm werden die maroden Schulgeb\u00e4ude einst\u00fcrzen, die nach letzten Sch\u00e4tzungen einen Sanierungsbedarf von mindestens f\u00fcnf Milliarden Euro aufweisen. Daf\u00fcr braucht es schnell ein staatliches Investitionsprogramm. Dass mehrere Parteien im Abgeordnetenhaus nun planen, dem durch Ausgr\u00fcndung und privaten Kapitalanleihen nachzukommen, wird Privatisierung im Bildungswesen die T\u00fcr \u00f6ffnen und Mitbestimmung verringern.<\/p>\n<p>Ob marode Infrastruktur, Wohnungsmangel, Personalmangel in den sozialen Berufen: Es ist genug Arbeit da. So wie der Reichtum in der Stadt, ist sie nur falsch verteilt. Was es braucht, ist die Schaffung von neuen Jobs im \u00d6ffentlichen Dienst und Ausbildungspl\u00e4tzen f\u00fcr alle, die sich daf\u00fcr qualifizieren wollen \u2013 egal ob f\u00fcr Gefl\u00fcchtete oder schon l\u00e4nger hier Lebende. Der Arbeitsdruck f\u00fcr die, die eine Vollzeitstelle haben, ist oft enorm, w\u00e4hrend viele Gefl\u00fcchtete nicht arbeiten d\u00fcrfen und Erwerbslose keine Arbeit finden. Deshalb braucht es eine Arbeitszeitverk\u00fcrzung auf 30 Stunden pro Woche bei vollem Lohn und Personalausgleich.<\/p>\n<ul>\n<li>R\u00fccknahme der Ausgliederung von \u00f6ffentlichen Unternehmen und Stopp aller weiteren Privatisierungen<\/li>\n<li>Gleicher Lohn f\u00fcr gleichwertige Arbeit \u2013 tariflich entlohnte Arbeitspl\u00e4tze f\u00fcr Alle!<\/li>\n<li>F\u00fcr ein milliardenschweres, \u00f6ffentliches Investitionsprogramm in den Bereichen Bildung, Soziales, Gesundheit, Verkehr und Wohnen zur Schaffung von zehntausenden neuen Arbeitspl\u00e4tzen<\/li>\n<li>Einstellung von 5.000 Lehrkr\u00e4ften bis 2020 und eine Reduzierung der Klassenst\u00e4rke auf maximal 20 Sch\u00fclerInnen<\/li>\n<\/ul>\n<div style=\"margin: 0; margin-right: 10px; border: 2px solid #000000; padding: 0em 1em 1em 1em; background-color: #c0c0c0;\">\n<h4>Gefahr von Rechts entgegentreten<\/h4>\n<p>Der Aufstieg von AfD, Pegida und Co hat auch in Berlin zu einem massiven Anstieg rechter Gewalt gef\u00fchrt. 143 Gewalttaten wurden 2015 registriert \u2013 ein Drittel mehr als 2014. Vor allem in den Randbezirken &#8211; aber nicht nur hier &#8211; ist f\u00fcr MigrantInnen, People of Color, Fl\u00fcchtlingshelferInnen, Andersdenkende und -f\u00fchlende Gewalt von organisierten FaschistInnen und von RassistInnen zur t\u00e4glichen Bedrohung geworden. Beinahe t\u00e4glich gibt es rassistische Mobilisierungen in verschiedenen Teilen der Stadt von AfD, NPD und Co. Jeden Montag demonstrieren am Hauptbahnhof bei \u201eB\u00e4rgida\u201c rechte Hooligans, Identit\u00e4re, Mitglieder von NPD und AfD. Um die FaschistInnen zu stoppen, m\u00fcssen wir uns ihren Aufm\u00e4rschen und Demonstrationen entgegenstellen. Dabei darf es nicht bei symbolischen Kundgebungen fernab der rechten Demos stehen bleiben, sondern m\u00fcssen Blockaden organisiert werden. Denn Faschismus ist keine Meinung sondern Terror und Einschr\u00e4nkung der Meinungsfreiheit. Die SAV beteiligt sich an der Organisation der w\u00f6chentlichen NoB\u00e4rgida-Demonstrationen am Hauptbahnhof, hat sich an der Mobilisierung gegen die \u201eMerkel muss weg\u201c-Aufm\u00e4rschen am 12. M\u00e4rz und 07. Mai beteiligt und wird sich ihnen am 30. Juli wieder in den Weg stellen. Die AfD, die berlinweit bei Umfragen im Moment bei bis zu 15% liegt, wird den Wahlkampf nutzen, um ihre Hetze gegen Fl\u00fcchtlinge und den Islam zu verbreiten. Doch sie werden sich auch als Vertreter des \u201ekleinen deutschen Mannes\u201c darstellen. Dabei geben sie sich als einzige Oppositionskraft gegen die Politik des Senats und versuchen das Versagen des Senats in der Fl\u00fcchtlings- und Sozialpolitik f\u00fcr sich zu nutzen. Sie behaupten, die Gefl\u00fcchteten seien Schuld an der Wohnungsnot, den beschlagnahmten Turnhallen und dem Geldmangel der Bezirke und nutzen so die gesellschaftliche Unterfinanzierung f\u00fcr ihre Propaganda. Der Rassismus und die Islamfeindlichkeit der AfD m\u00fcssen wir selbstverst\u00e4ndlich angreifen. Vor allem m\u00fcssen wir ihrer Hetze aber auch den Boden entziehen, indem wir potentiellen W\u00e4hlerInnen der AfD zeigen, dass eben nicht die Gefl\u00fcchteten Schuld sind an den gesellschaftlichen Problemen. Wir m\u00fcssen erkl\u00e4ren, dass das kapitalistische System und ihre Verwalter im Bundestag und im Roten Rathaus unf\u00e4hig sind und kein Interesse daran haben, guten Wohnraum, Arbeit und eine soziale Infrastruktur f\u00fcr alle bereitzustellen. Doch wir m\u00fcssen uns nicht nur dem Rassismus von NPD, AfD &amp; Co entgegenstellen, sondern auch dem staatlichen Rassismus, der sozialen Ausgrenzung und Sozialabbaus des aktuellen und kommenden Senats. Der Rassismus der b\u00fcrgerlichen Parteien und die Hetze in den Medien haben den Angriffen der FaschistInnen und der antimuslimischen Hetze der AfD den Boden bereitet. Von Januar bis Ende Juni 2016 wurden 1.068 Menschen aus Berlin abgeschoben \u2013 fast drei mal so viel wie im gleichen Zeitraum 2015. Innensenator Henkel (CDU) kommentiert: \u201eDer Bund hat eine Verdoppelung der Abschiebungen als Zielmarke ausgegeben. Berlin liegt bislang deutlich \u00fcber dieser Erwartung\u201c Er k\u00fcndigte an, weiter \u201ekonsequent auf Abschiebungen zu setzen\u201c. Die Abschiebung von Menschen in Armut, Diskriminierung und Verfolgung wird bei den etablierten b\u00fcrgerlichen Parteien nicht wie bei AfD und NPD zur Verteidigung des Volkes erkl\u00e4rt, sondern zur kalten Zielzahl der Verwaltung. Eine Stimme f\u00fcr DIE LINKE ist auch eine Stimme gegen die AfD und gegen Rassismus. Wer von den Verh\u00e4ltnissen und von den Parteien im allgemeinen abgegessen ist und \u00fcberlegt einfach gar nicht zur Wahl zu gehen, st\u00e4rkt die AfD und NPD, wenn diese ihre W\u00e4hlerInnen mobilisieren. Jeder Sitz der durch LINKE-Abgeordnete besetzt ist, kann nicht mehr von der AfD f\u00fcr ihre Hetze benutzt und ihre Position nicht zur St\u00e4rkung ihres Apparates genutzt werden. Wenn DIE LINKE zusammen mit SPD und den Gr\u00fcnen die Regierung stellen sollte, wir dieser Effekt jedoch ins Gegenteil verkehrt. CDU und AfD als alleinige Oppositionsparteien h\u00e4tten ein leichtes Spiel die neue Regierung von Rechts anzugreifen. Die AfD k\u00f6nnte sich als Verteidigerin des kleinen deutschen Mannes darstellen. Gleichzeitig w\u00fcrde eine rot-rot-gr\u00fcne Regierung die Abschiebepolitik weiter fortsetzen, so wie die rot-rote Landesregierung im Moment in Th\u00fcringen.<\/p>\n<\/div>\n<h4>Sozialistische Politik f\u00fcr Berlin<\/h4>\n<p>Egal ob M\u00fcller, Henkel oder Pop den Senat f\u00fchren werden, sie werden eine Politik im Interesse des Kapitals und der Immobilienwirtschaft betreiben, und es sich im Schwitzkasten der Schuldenbremse und der Sachzw\u00e4nge gem\u00fctlich machen. Denn wenn b\u00fcrgerliche PolitikerInnen erkl\u00e4ren wollen, warum in Berlin nichts funktioniert, sind immer die knappen Kassen und die hohen Schulden Grund f\u00fcr die Misere. Wenn man dieser Logik folgt, wird f\u00fcr dringend notwendige Finanzausgaben kein Geld da sein. So wurde in den letzten Jahren, trotz einer wachsenden Stadt und wachsender sozialer Aufgaben Berlins der Schuldenstand gesenkt. Immer noch hat Berlin knapp 60 Milliarden Euro Schulden und zahlt j\u00e4hrlich 1,7 Milliarden Euro an Zinsen an die Banken. Das ist Geld, das nicht zur Tilgung von Schulden verwendet, sondern den Banken ganz einfach geschenkt wird.<\/p>\n<p>Dringend notwendige Investitionen, die mehr sind als die Wahlkampfversprechen von SPDCDUGR\u00dcNE sind nicht mit dem jetzigen Haushalt m\u00f6glich. Geld ist genug da: Bei den Million\u00e4ren in Berlin. Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen aber auch die Zuwendungen des Bundes an Berlin erh\u00f6ht werden.<\/p>\n<ul>\n<li>Anhebung des Gewerbesteuersatzes auf das Potsdamer Niveau von 450 Prozent<\/li>\n<li>Nein zur Schuldenbremse<\/li>\n<li>Keine Geldverschwendung f\u00fcr Prestigeobjekte wie das Stadtschloss, BER oder Ausbau der A100<\/li>\n<li>Einstellung der Zinszahlungen an die Banken<\/li>\n<li>F\u00fcr einen bedarfsgerechten Haushalt und eine drastische Erh\u00f6hung der Bundeszusch\u00fcsse an Berlin, finanziert durch Banken, Konzerne und Verm\u00f6gende<\/li>\n<li>F\u00fcr eine radikale Steuerreform auf Bundesebene: F\u00fcr die Wiedereinf\u00fchrung der Verm\u00f6genssteuer, die Anhebung des Spitzensteuersatzes und eine starke Progression im Steuersystem<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Unser Mittel der Wahl: Widerstand<\/h4>\n<p>Egal wer nach der Wahl ins Rote Rathaus einziehen wird, wir m\u00fcssen aktiv werden f\u00fcr unsere Rechte, f\u00fcr bessere Arbeitsbedingungen, bezahlbare Mieten und gegen den Rassismus von FaschistInnen und AfD auf der einen Seite und dem staatlichen Rassismus auf der anderen. Dass das m\u00f6glich ist, haben in den letzten Jahren auch zahlreiche K\u00e4mpfe gezeigt. Es gab und gibt zahlreiche Proteste von Gefl\u00fcchteten und gegen Rechts. F\u00fcr die Nichtbebauung des Tempelhofer Feldes und gegen Privatisierung wurde sich mit mehreren Volksbegehren gewehrt. Das Volksbegehren f\u00fcr die Verbesserung des Fahrradverkehrs und der Sicherheit der FahrerInnen hat in Rekordzeit Stimmen sammeln k\u00f6nnen. Es gibt viele Themen, bei denen die Bev\u00f6lkerung Berlins gro\u00dfe Bereitschaft zeigt, selbst aktiv zu werden. Besonders hervorzuheben ist der Streik der Besch\u00e4ftigten an der Charit\u00e9 f\u00fcr mehr Personal im Krankenhaus. Die Durch\u00f6konomisierung der Krankenh\u00e4user hat zu einem Personalmangel von 162.000 Besch\u00e4ftigten bundesweit gef\u00fchrt. Nach den erfolgreichen Streiks f\u00fcr mehr Lohn 2006 und 2011 waren die Besch\u00e4ftigten an der Charit\u00e9 bundesweit die ersten, die f\u00fcr mehr Personal im Krankenhaus gestreikt haben. Nach Warnstreiks und anderthalb Wochen Erzwingungsstreik, musste die Klinikleitung erst Eckpunkten und dann dem Tarifvertrag im Fr\u00fchjahr 2016 zustimmen. Wie die Zugest\u00e4ndnisse des Arbeitgebers in der Praxis umgesetzt werden, k\u00f6nnen die Besch\u00e4ftigten jetzt bewerten. Sollte sich die Situation nicht bessern, k\u00f6nnen sie ihren Kampf wieder aufnehmen. Der Druck wird auch erh\u00f6ht durch die Besch\u00e4ftigten in den Vivantes-Krankenh\u00e4usern, die jetzt f\u00fcr \u00e4hnliche Forderungen den Kampf begonnen haben<\/p>\n<p>Die SAV unterst\u00fctzt im Betrieb und im B\u00fcndnis \u201eBerlinerinnen und Berliner f\u00fcr mehr Personal im Krankenhaus\u201c die Auseinandersetzung an der Charit\u00e9 und bei Vivantes und setzt sich f\u00fcr eine Ausweitung auf andere Krankenh\u00e4user und andere Bereiche ein.<\/p>\n<h4>Gegenwehr auf der Stra\u00dfe \u2013 und im Parlament<\/h4>\n<p>Um K\u00e4mpfe zu unterst\u00fctzen und zu verbinden, braucht es eine starke linke Partei mit einem Programm, das aufzeigt, wie diese K\u00e4mpfe gewonnen werden k\u00f6nnen und wie eine sozialistische Politik f\u00fcr Berlin aussehen kann. Eine Partei, die zu jeder Zeit an der Seite von denen steht, die in Betrieben und auf der Stra\u00dfe f\u00fcr ihre Interessen k\u00e4mpfen und diese K\u00e4mpfe auch ins Abgeordnetenhaus tragen.<\/p>\n<p>Doch DIE LINKE in Berlin wird derzeit diesem Anspruch kaum bis gar nicht gerecht. Das hat vor allem mit ihrer Regierungsbeteiligung in Berlin von 2001 bis 2011 zu tun, wo sie in der Regierung, wie jetzt auch in anderen Bundesl\u00e4ndern, f\u00fcr Sozialk\u00fcrzungspolitik mitverantwortlich war. \u201eHaushaltskonsolidierung\u201c und Schuldenabbau wurden als nicht ver\u00e4nderbare Sachzw\u00e4nge des Kapitalismus hingenommen, die durch die Beteiligung der PDS\/Linkspartei sozial gerecht gestaltet werden sollen. Ergebnisse davon sind unter anderem die Privatisierung von \u00fcber 100.000 Wohnungen, die extreme Mietsteigerungen und Verdr\u00e4ngung zur Folge hatten und der Abbau von 35.000 Stellen im \u00d6ffentlichen Dienst, der mit zu dem aktuellen Beh\u00f6rdenchaos gef\u00fchrt hat sowie Lohn- und Gehaltsk\u00fcrzungen im \u00f6ffentlichen Betrieben wie bei der BVG. F\u00fcr Ausgr\u00fcndungen und Tarifflucht wie bei der Charit\u00e9 Facility Management CFM tr\u00e4gt sie eine Mitverantwortung. Dieser kleine Ausschnitt aus der Bilanz von zehn Jahren Rot-Rot zeigt, dass es keine \u201esozial gerechte\u201c Verwaltung der kapitalistischen Misere in einer Koalition mit einer Sozialk\u00fcrzungspartei wie der SPD geben kann.<\/p>\n<p>Die Bilanz im Landeswahlprogramm der LINKEN Berlin sieht anders aus: Nach einer notwendigen, wenn auch vielleicht manchmal zu harten, Sanierung des Landeshaushalts sei jetzt wieder Spielraum f\u00fcr neue Investitionen da, der in einer neuen Regierung mit SPD und Gr\u00fcnen genutzt werden muss.<\/p>\n<p>Dabei hatte die falsche Politik nicht in erster Linie etwas mit der Kassenlage oder schlechtem Verhandlungsgeschick in Koalitionsverhandlungen zu tun, sondern mit dem Charakter des Koalitionspartners. Eine wirklich sozialistische Politik w\u00fcrde schnell an die Grenzen der vermeintlichen Sachzw\u00e4nge, des Privateigentums der Banken und Konzerne und Bundesgesetze sto\u00dfen. So eine Regierungspolitik ist mit Parteien wie der SPD und den Gr\u00fcnen nicht zu machen. Bis es eine Mehrheit f\u00fcr wirkliche sozialistische Politik gibt, sollte DIE LINKE aus der Opposition daf\u00fcr werben und die b\u00fcrgerlichen Parteien angreifen.<\/p>\n<p>Die Sozialk\u00fcrzungspolitik unter Rot-Rot haben wir als SAV auch nach f\u00fcnf Jahren gro\u00dfer Koalition nicht vergessen. Und auch die BerlinerInnen, die unter der Sozialk\u00fcrzungspolitik gelitten haben, haben sie nicht vergessen. Doch viele Berlinerinnen und Berliner werden die LINKE dennoch w\u00e4hlen, weil eine Stimme f\u00fcr die LINKE &#8211; auch in Berlin &#8211; am ehesten als Stimme gegen Sozialabbau, Krieg, Rassismus und Hartz IV gesehen wird.<\/p>\n<p>DIE LINKE ist und bleibt bundesweit der derzeit wichtigste politische Ansatzpunkt einer Interessenvertretung f\u00fcr Lohnabh\u00e4ngige, Erwerbslose und Jugendliche gegen die Interessen des Kapitals. Sie ist die einzige Partei, die konsequent gegen TTIP steht. Sie lehnt als einzige Partei Milit\u00e4reins\u00e4tze der Bundeswehr und R\u00fcstungsexporte ab und steht bei zahlreichen Arbeitsk\u00e4mpfen an der Seite der Besch\u00e4ftigten. Sie ist die einzige im Bundestag vertretene Partei, die den Anspruch hat, den Kapitalismus zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>DIE LINKE ist f\u00fcr verschiedene K\u00e4mpfe ein wichtiger Bezugspunkt und kann eine Rolle bei ihrer Unterst\u00fctzung spielen. Der Kampf der Besch\u00e4ftigten an der Charit\u00e9 f\u00fcr mehr Personal im Krankenhaus wurde von der Bundestagsfraktion der LINKEN unterst\u00fctzt, indem sie einen Antrag auf gesetzliche Personalbemessung im Bundestag eingebracht hat. Die Fraktion DIE LINKE in der Bezirksverordnetenversammlung Neuk\u00f6lln hat sich trotz der sehr beschr\u00e4nkten M\u00f6glichkeiten der BVV immer wieder f\u00fcr die Interessen von MieterInnen f\u00fcr eine konsequente Umsetzung des Milieuschutzes eingesetzt und die Spenden vom Baul\u00f6wen Groth auch an die Neuk\u00f6llner SPD \u00f6ffentlich gemacht.<\/p>\n<p>Deshalb werden wir am 18. September die LINKE w\u00e4hlen. Ein starkes Stimmenergebnis f\u00fcr die LINKE w\u00e4re eine Niederlage f\u00fcr den aktuellen Senat und seine Politik.<\/p>\n<p>Eine schwache LINKE w\u00fcrde nicht als Kritik an der F\u00fchrung der LINKEN Berlin verstanden werden, weil es anders als 2006 keine Alternative von links gibt und diese Kritik keinen Ausdruck finden w\u00fcrde. Vor allem angesichts der starken Umfrageergebnisse von AfD ist eine starke LINKE auch ein Signal gegen Rassismus und eine Ermutigung f\u00fcr die vielen Menschen, die sich aktuell f\u00fcr Gefl\u00fcchtete einsetzen und dabei sowohl von AfD und Co angegriffen werden, als auch vom Senat Steine in den Weg gelegt bekommen. Letztendlich kommt aber grundlegende Ver\u00e4nderung nicht durch Wahlen sondern nur wenn wir selbst aktiv werden und die Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Die SAV setzt sich innerhalb der LINKEN aktiv f\u00fcr einen k\u00e4mpferischen, bewegungsorientierten und oppositionellen Kurs der Partei und gegen Regierungskoalitionen mit b\u00fcrgerlichen Parteien, ob im Land oder im Bund ein. Daf\u00fcr braucht es gerade in Berlin eine organisierte innerparteiliche Opposition, die dem Kurs der F\u00fchrung von Klaus Lederer und Harald Wolf Alternativen entgegen stellt. Die Regierungspolitik hat nicht \u201enur\u201c zur Verschlechterung f\u00fcr die Arbeitenden und Armen Berlins, sondern auch zu einer Halbierung des Stimmenergebnisses gef\u00fchrt. Wir treten daf\u00fcr ein, dass die LINKE auch in Berlin ihren Platz an der Seite von Bewegungen gegen Sozialabbau, Verdr\u00e4ngung, Abschiebung, Lohndumping etc. einnimmt und die Ressourcen der Partei und die Ressourcen der Abgeordneten einsetzt, diese zu unterst\u00fctzen. Wir fordern deshalb alle auf, die eine k\u00e4mpferische, antikapitalistische LINKE wollen, mit uns in der Partei aktiv zu sein und sich mit uns f\u00fcr einen sozialistischen Kurs einzusetzen.<\/p>\n<p>Die SAV wird im Wahlkampf mithelfen, den Forderungen der Besch\u00e4ftigten an der Charit\u00e9, bei Vivantes und den jeweiligen Tochtergesellschaften Geh\u00f6r zu verschaffen, Mietsteigerungen zu bek\u00e4mpfen und Widerstand gegen Verdr\u00e4ngung und anderem bekannt zu machen. Wir stellen uns dem rassistischen Wahlkampf von AfD, NPD &amp; Co. aktiv entgegen. Daf\u00fcr machen wir uns in den Basisorganisationen der LINKEN, der AKL und den Gruppen der linksjugend [&#8217;solid] stark. Schlie\u00df dich uns an und mach mit.<\/p>\n<div style=\"margin: 0; margin-right: 10px; border: 2px solid #000000; padding: 0em 1em 1em 1em; background-color: #c0c0c0;\">\n<p><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/13239157_626287304189966_2873126414974919195_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-33365\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/13239157_626287304189966_2873126414974919195_n-128x173.jpg\" alt=\"13239157_626287304189966_2873126414974919195_n\" width=\"128\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/13239157_626287304189966_2873126414974919195_n-128x173.jpg 128w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/13239157_626287304189966_2873126414974919195_n-256x347.jpg 256w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/13239157_626287304189966_2873126414974919195_n-600x814.jpg 600w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/13239157_626287304189966_2873126414974919195_n.jpg 708w\" sizes=\"(max-width: 128px) 100vw, 128px\" \/><\/a><\/p>\n<h4>Sarah Moayeri, SAV-Mitglied und Direktkandidatin im Wahlkreis 1 in Neuk\u00f6lln:<\/h4>\n<p>\u201eDie K\u00fcrzungspolitik \u00e4u\u00dfert sich \u00fcberall in der Stadt: Es mangelt an bezahlbarem Wohnraum, an guter Bildung, an Stellen im \u00d6ffentlichen Dienst. Gefl\u00fcchtete werden in Massenlagern untergebracht, Rassismus gesch\u00fcrt, indem Menschen gegeneinander ausgespielt werden. Es wird behauptet, es sei kein Geld da, w\u00e4hrend die elf reichsten Berlinerinnen und Berliner ein Verm\u00f6gen von knapp zehn Milliarden Euro besitzen. Neonazis profitieren davon; fast t\u00e4glich gibt es rassistische Angriffe und Aufm\u00e4rsche. Doch wenn wir uns gemeinsam wehren, k\u00f6nnen wir etwas an den Verh\u00e4ltnissen \u00e4ndern. Ich finde, DIE LINKE muss dabei in Opposition zu SPD und Gr\u00fcnen stehen, die die Interessen der Konzerne und Superreichen vertreten, und sollte sich nicht wieder an einer Regierung mit diesen beteiligen. Der Kapitalismus hat der Mehrheit der Bev\u00f6lkerung nichts zu bieten. Ich k\u00e4mpfe f\u00fcr ein sozialistisches System, in dem demokratisch entschieden und nach den Bed\u00fcrfnissen von Mensch und Umwelt produziert wird. Abgeordnete sollten keinerlei Privilegien haben, sondern einen durchschnittlichen Facharbeiterlohn erhalten. Deshalb werde ich bei einer Wahl ins Abgeordnetenhaus das Geld, was \u00fcber dieser Summe liegt, an soziale Bewegungen und f\u00fcr politische Arbeit spenden, um Gegenwehr von unten zu st\u00e4rken.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<h4><\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr eine oppositionelle, k\u00e4mpferische und sozialistische LINKE<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":32730,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[75,25],"tags":[297],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33311"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=33311"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33311\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33413,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33311\/revisions\/33413"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/32730"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=33311"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=33311"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=33311"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}