{"id":32639,"date":"2016-04-06T17:41:56","date_gmt":"2016-04-06T15:41:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sozialismus.info\/?p=32639"},"modified":"2016-04-06T17:41:56","modified_gmt":"2016-04-06T15:41:56","slug":"troed-warnstreik-in-dortmund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2016\/04\/troed-warnstreik-in-dortmund\/","title":{"rendered":"TR\u00d6D: Warnstreik in Dortmund"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/warnstreikdortmund.jpg\" rel=\"attachment wp-att-32640\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-32640\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/warnstreikdortmund-280x173.jpg\" alt=\"warnstreikdortmund\" width=\"280\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/warnstreikdortmund-280x173.jpg 280w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/warnstreikdortmund-162x100.jpg 162w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/warnstreikdortmund-768x475.jpg 768w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/warnstreikdortmund-560x347.jpg 560w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/warnstreikdortmund-600x371.jpg 600w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/warnstreikdortmund-534x330.jpg 534w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/warnstreikdortmund.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/a>Gemeinsam k\u00e4mpfen statt vereinzelt<\/strong><\/p>\n<p>Am ersten Warnstreiktag der Tarifrunde des \u00f6ffentlichen Dienstes in Bund und Kommunen kamen heute circa 500 KollegInnen der Stadtverwaltung und des Theaters Dortmund sowie von DEW und Donetz auf dem Platz der Alten Synagoge zu einer Streikkundgebung zusammen. Da ver.di die Belegschaften je nach Betrieb nur zu zwei bis vier Stunden Warnstreik aufgerufen hatte, konnten manche Streikende erst sp\u00e4ter zur Kundgebung kommen oder mussten sie fr\u00fchzeitig wieder verlassen. Wie ver.di-Sekret\u00e4r Bastian Prange erkl\u00e4rte, war der Streik als erster \u201eWeckruf\u201c an die Arbeitgeberseite vor der kommenden zweiten Verhandlungsrunde gedacht. Es gab auf der insgesamt zweist\u00fcndigen Kundgebung nur zwei Reden, meist kam nur Musik aus den Lautsprechern. Verglichen mit anderen Streiks waren kaum Schilder oder Banner mit Forderungen zu sehen. Azubis verschiedener st\u00e4dtischer Betriebe waren gleichzeitig ebenfalls im Streik, hielten jedoch an einer anderen Stelle eine eigene Kundgebung ab. Die streikerfahrenen ErzieherInnen des st\u00e4dtischen Kita-Tr\u00e4gers FABIDO werden erst morgen zu einem getrennten Warnstreik aufgerufen, obwohl es bei Einigen den Wunsch nach einer gemeinsamen Aktion gab.<\/p>\n<p>Dennoch zeigte sich einige Male eine k\u00e4mpferische Stimmung, etwa als Horst Kortwittenborg, ver.di-Vertrauensleutesprecher bei der Stadtverwaltung Dortmund, erkl\u00e4rte \u201eWenn wir vereint das Rad des \u00f6ffentlichen Dienstes anhalten, dann steht nicht nur das Rad, sondern das ganze Leben in Deutschland still. Also Arbeitgeber, seid besser mal ganz vorsichtig!\u201c<\/p>\n<h4>Altersversorgung im Vordergrund<\/h4>\n<p>Ob es in dieser Tarifrunde soweit kommt ist jedoch fraglich. Zwar wurde auch in einer anderen Rede die M\u00f6glichkeit eines Erzwingungsstreiks erw\u00e4hnt, aber nur im Fall einer K\u00fcndigung des Tarifvertrags f\u00fcr die Zusatzversorgung, also die Betriebsrente, die bisher nicht erfolgt ist. Die Verteidigung der Altersversorgung war das Hauptthema in den Reden, die Forderung nach 6 Prozent mehr Lohn trat eher in den Hintergrund. Das l\u00e4sst f\u00fcr den weiteren Verlauf der Tarifrunde \u00e4hnliches erwarten wie 2015 im \u00f6ffentlichen Dienst der L\u00e4nder. Auch dort waren Angriffe auf die Betriebsrente angek\u00fcndigt worden. Dass die Arbeitgeber sich dann auf eine relativ moderate Erh\u00f6hung der Arbeitnehmerbeitr\u00e4ge beschr\u00e4nkten, wurde von ver.di als Erfolg gewertet. Gleichzeitig gab sich die Gewerkschaftsf\u00fchrung mit insgesamt 4,4 Prozent bzw. 75 Euro Lohnsteigerung \u00fcber zwei Jahre zufrieden, obwohl 5,5 Prozent auf ein Jahr gefordert waren.<\/p>\n<h4>Lohnerh\u00f6hung erk\u00e4mpfen \u2013 Geld ist genug da<\/h4>\n<p>Einigen KollegInnen ist die Lohnforderung aber durchaus wichtig, zum Beispiel trug eine Kollegin ein Schild \u201e6% sind zu wenig!\u201c und viele Streikende nahmen und lasen den Flyer des Netzwerks f\u00fcr eine k\u00e4mpferische und Demokratische ver.di mit der \u00dcberschrift \u201eMehr Geld muss her!\u201c. Zu recht wurde auch in den Reden auf die gut gef\u00fcllten \u00f6ffentlichen Kassen hingewiesen. Die Einnahmen der Kommunen sind 2015 um 7,7 Prozent gestiegen, die Steuereinnahmen um 4,3 Prozent. Das Geld geht allerdings im Namen der neoliberalen Politik der \u201eschwarzen Null\u201c an die Banken und wird nicht im Interesse der Bev\u00f6lkerung und der Besch\u00e4ftigten eingesetzt.<\/p>\n<p>Jetzt kommt es darauf an, die Lohnforderung auch durchzusetzen \u2013 mit ganzt\u00e4gigen, mehr als nur symbolisch sp\u00fcrbaren Warnstreiks und wenn n\u00f6tig auch mit einem Erzwingungsstreik.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gemeinsam k\u00e4mpfen statt vereinzelt<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":32640,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[15,17],"tags":[262],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32639"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=32639"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32639\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32641,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32639\/revisions\/32641"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/32640"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32639"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=32639"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=32639"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}