{"id":32395,"date":"2016-03-05T12:53:04","date_gmt":"2016-03-05T11:53:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sozialismus.info\/?p=32395"},"modified":"2016-03-02T12:55:41","modified_gmt":"2016-03-02T11:55:41","slug":"filmtip-der-kuafoer-aus-der-keupstrasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2016\/03\/filmtip-der-kuafoer-aus-der-keupstrasse\/","title":{"rendered":"Filmtip: Der Kuaf\u00f6r aus der Keupstra\u00dfe"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/kuaf\u00f6r-e1456919691235.jpg\" rel=\"attachment wp-att-32396\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-32396\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/kuaf\u00f6r-e1456919691235-280x173.jpg\" alt=\"kuaf\u00f6r\" width=\"280\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/kuaf\u00f6r-e1456919691235-280x173.jpg 280w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/kuaf\u00f6r-e1456919691235-162x100.jpg 162w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/kuaf\u00f6r-e1456919691235-560x347.jpg 560w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/kuaf\u00f6r-e1456919691235-600x370.jpg 600w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/kuaf\u00f6r-e1456919691235-534x330.jpg 534w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/kuaf\u00f6r-e1456919691235.jpg 648w\" sizes=\"(max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/a>Der Dokumentarfilm beleuchtet einen Bombenanschlag und dessen Folgen.<\/strong><\/p>\n<p>Tatort ist die Keupstra\u00dfe, eine belebte Gesch\u00e4ftsmeile im K\u00f6lner Stadtteil M\u00fclheim. Insbesondere kleine L\u00e4den t\u00fcrkischer und kurdischer MigrantInnen pr\u00e4gen hier das Bild.<\/p>\n<p><em>Von Torsten Sting, Rostock<\/em><\/p>\n<p>Am 9.6.2004 wird vor einem Friseursalon eine Nagelbombe gez\u00fcndet. Es sollen m\u00f6glichst viele Menschen verletzt oder get\u00f6tet werden. Heute ist klar, dass diese Tat auf das Konto des \u201eNationalsozialistischen Untergrunds\u201c (NSU) geht. \u00dcber viele Jahre wurde von der Polizei, Medien und politisch Verantwortlichen (wie dem damaligen Bundesinnenminister Otto Schily) die Schuld bei den Opfern gesucht. Der Betreiber des Gesch\u00e4fts und dessen Bruder waren \u00fcber Jahre hinweg die Hauptverd\u00e4chtigen f\u00fcr die Ermittlungsbeh\u00f6rden. Es wurde nie ernsthaft Richtung Rechtsextremismus ermittelt. Ein Fall von institutionellem Rassismus.<\/p>\n<p>Der Film agitiert nicht. Er l\u00e4sst einfach die Opfer zu Wort kommen. Die Vernehmungsprotokolle werden nachgesprochen. Es kommt gut r\u00fcber, wie das Vertrauen zwischen den Nachbarn und gar innerhalb der Opferfamilien auf die Probe gestellt wird. Es schwirren Verd\u00e4chtigungen umher. Die pers\u00f6nliche Reputation etlicher Bewohner der Keupstra\u00dfe wird mit Dreck beworfen. Viele leiden noch heute darunter.<\/p>\n<p>Bilder demaskieren die Heuchelei der Politelite. Beim zehnj\u00e4hrigen Gedenktag, wird ein gro\u00dfes Fest im Stadtteil veranstaltet. Es gibt sich sogar Bundespr\u00e4sident Gauck die Ehre. Dieser besucht den besagten Friseursalon. Nach kurzem oberfl\u00e4chlichen Gespr\u00e4ch kommt man zur Sache: dem passenden Bild f\u00fcr die Medien. Gauck dirigiert. Er steht vorne und es tummelt sich allerhand lokale Prominenz, nat\u00fcrlich auf den vorderen Pl\u00e4tzen. Die Opfer stehen, kaum noch sichtbar, ganz hinten. Der Film ist sehenswert, weil er auf seine eigene, fast beschauliche Art, anklagt. Er ist zudem eine Gelegenheit um potentielle MitstreiterInnen im Kampf gegen Rassismus und Nazis kennenzulernen. Wie am Abend der Vorstellung in Rostock geschehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Dokumentarfilm beleuchtet einen Bombenanschlag und dessen Folgen.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":32396,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[3,68],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32395"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=32395"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32395\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32400,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32395\/revisions\/32400"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/32396"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32395"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=32395"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=32395"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}