{"id":32274,"date":"2016-02-15T20:33:23","date_gmt":"2016-02-15T19:33:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sozialismus.info\/?p=32274"},"modified":"2016-02-15T20:33:23","modified_gmt":"2016-02-15T19:33:23","slug":"one-billion-rising-kraftvolle-aktion-in-aachen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2016\/02\/one-billion-rising-kraftvolle-aktion-in-aachen\/","title":{"rendered":"One Billion Rising: Kraftvolle Aktion in Aachen"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/12698324_1115924761771481_6095908094232406443_o-e1455564732283.jpg\" rel=\"attachment wp-att-32276\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-32276\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/12698324_1115924761771481_6095908094232406443_o-e1455564732283-280x173.jpg\" alt=\"One Billion Rising\" width=\"280\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/12698324_1115924761771481_6095908094232406443_o-e1455564732283-280x173.jpg 280w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/12698324_1115924761771481_6095908094232406443_o-e1455564732283-162x100.jpg 162w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/12698324_1115924761771481_6095908094232406443_o-e1455564732283-768x474.jpg 768w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/12698324_1115924761771481_6095908094232406443_o-e1455564732283-560x347.jpg 560w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/12698324_1115924761771481_6095908094232406443_o-e1455564732283-600x370.jpg 600w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/12698324_1115924761771481_6095908094232406443_o-e1455564732283-534x330.jpg 534w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/12698324_1115924761771481_6095908094232406443_o-e1455564732283.jpg 1152w\" sizes=\"(max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/a>Am 14. Februar gehen weltweit Menschen gegen sexualisierte Gewalt auf die Stra\u00dfe. Aachen ist seit Beginn dabei \u2013 dieses Jahr gab es die Aktion zum vierten Mal.<\/strong><\/p>\n<p><em>von Christian Walter, Aachen<\/em><\/p>\n<p>Der Name hei\u00dft \u201eeine Milliarde steht auf\u201c und spielt darauf an, dass weltweit eine Milliarde Frauen von sexualisierter Gewalt betroffen sind. Also jede dritte Frau. Die weltweite Initiative setzt vor allem auf das Tanzen, um Betroffene zusammenzubringen, Vereinzelung zu durchbrechen und ein Gef\u00fchl der St\u00e4rke zu vermitteln. In Aachen erg\u00e4nzten wir das von Anfang an durch politische Beitr\u00e4ge.<\/p>\n<h4>Tanzen<\/h4>\n<p>Es hatte sich im Vorfeld eine Tanzgruppe gefunden, die die \u201eoffizielle\u201c Choreographie einstudierte und vor Ort auch vortanzte. Schnell beteiligten sich aber auch andere Menschen, die die Choreo nicht kannten. Das ist nat\u00fcrlich auch so erw\u00fcnscht. Das Tanzen wirkt sehr einbeziehend und tut der Stimmung sehr gut. Zu Beginn, in der Mitte und zum Abschluss der Kundgebung wurde getanzt.<\/p>\n<h4>Feminismus bleibt antirassistisch<\/h4>\n<p>Dar\u00fcber hinaus gab es diverse politische Beitr\u00e4ge. Mitarbeiterinnen von Frauenh\u00e4usern berichteten \u00fcber ihre wichtige Arbeit und h\u00e4usliche sowie sexualisierte Gewalt. Zuletzt gab es in Aachen den Versuch, F\u00f6rdermittel\u00a0 drastisch einzustampfen, sodass die Existenz von einem von zwei Frauenh\u00e4usern gef\u00e4hrdet war. Nach Protesten sind diese Pl\u00e4ne vorerst vom Tisch.<br \/>\nEine Gewerkschaftssekret\u00e4rin redete \u00fcber das sogenannte \u201eGender Pay Gap\u201c, also die Lohndifferenz zwischen Frauen und M\u00e4nnern. Im Durchschnitt bekommen Frauen in Deutschland 22 Prozent weniger Lohn.<\/p>\n<p>Eine Aktivistin vom B\u00fcndnis Antirassistische Offensive, die auch SAV-Mitglied ist, thematisierte die \u00dcbergriffe unter anderem in K\u00f6ln in der Silvesternacht. Sie machte einerseits deutlich, dass es Sexismus und sexualisierte Gewalt nicht erst gibt, seitdem Gefl\u00fcchtete aus Nordafrika es bis Deutschland schaffen. Gleichzeitig zeigte sie auf, wie frauenverachtend rechte Hetzer versuchen die \u00dcbergriffe auszuschlachten: \u201eEs ging um Badeverbote und Verhaltensregeln f\u00fcr Gefl\u00fcchtete an Karneval, anstatt \u00fcber Ma\u00dfnahmen, wie Alltagssexismus oder sexualisierte Gewalt bek\u00e4mpft werden kann.\u00a0 Anstatt darum wie den betroffenen Frauen wirklich geholfen werden kann, wurde \u00fcber Obergrenzen und Abschiebungen debattiert. Dass gerade diese auch Frauen treffen w\u00fcrden, die vor Unterdr\u00fcckung und sexueller Gewalt geflohen sind, zeigt, dass es hier nicht darum geht Betroffenen zu helfen, sondern das Thema f\u00fcr rassistische Hetze zu benutzen.\u201c<\/p>\n<h4>Gefl\u00fcchtete gegen Sexismus<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/12743562_1115924995104791_4760771113462018192_n.jpg\" rel=\"attachment wp-att-32277\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium wp-image-32277\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/12743562_1115924995104791_4760771113462018192_n-130x173.jpg\" alt=\"12743562_1115924995104791_4760771113462018192_n\" width=\"130\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/12743562_1115924995104791_4760771113462018192_n-130x173.jpg 130w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/12743562_1115924995104791_4760771113462018192_n-260x347.jpg 260w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/12743562_1115924995104791_4760771113462018192_n-600x800.jpg 600w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/12743562_1115924995104791_4760771113462018192_n.jpg 720w\" sizes=\"(max-width: 130px) 100vw, 130px\" \/><\/a>Weitere Beitr\u00e4ge besch\u00e4ftigten sich mit Netzfeminismus und Intersektionalit\u00e4t, also wie verschiedene Diskriminierungsformen sich \u00fcberschneiden und welche Auswirkungen das f\u00fcr Betroffene hat. Ich durfte f\u00fcr die Aachener linksjugend [&#8217;solid-Gruppe \u00fcber eine frauenfeindliche Initiative sprechen. Letzten Samstag wollte sich die Gruppe \u201eReturn of Kings\u201c in Aachen und vielen weiteren St\u00e4dten rund um den Globus versammeln. Sie stehen f\u00fcr ein mittelalterliches Frauenbild und haben die Reaktionen bekommen, die sie verdienen. Sie waren so vehement, dass letztendlich \u201eaus Sicherheitsgr\u00fcnden\u201c jegliche Versammlungen abgesagt wurden (Wir berichteten ausf\u00fchrlich: Siehe https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/2016\/02\/return-of-kings-frauenfeindliche-offensive\/ und https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/2016\/02\/so-wurden-die-kings-gestoppt\/).<\/p>\n<p>An der Kundgebung haben auch Gefl\u00fcchtete mindestens sieben verschiedener Nationalit\u00e4ten teilgenommen. Sie fielen mit Schildern wie \u201eRefugees against Sexism\u201c auf. Zu Beginn meines Beitrags stellte ich sie vor \u2013 sie bekamen den vielleicht gr\u00f6\u00dften Applaus von allen. Im Anschluss an meine Rede sang einer von ihnen, ein professioneller S\u00e4nger, der aus dem Iran fl\u00fcchten musste, noch ein Lied.<\/p>\n<h4>Feministische Bewegung aufbauen<\/h4>\n<p>Insgesamt beteiligten sich knapp 200 Menschen an der Kundgebung, und damit deutlich mehr als in den vergangen beiden Jahren. Seit einiger Zeit scheint es ein Wiederaufleben feministischer Aktivit\u00e4ten zu geben. Trotz rechtlicher Gleichstellung aller Geschlechter gibt es keine Gleichbehandlung. Das Bewusstsein daf\u00fcr w\u00e4chst, und langsam auch die Bereitschaft dagegen anzuk\u00e4mpfen. Sozialist*innen sind bei solchen Aktivit\u00e4ten dabei, oftmals sind wir auch Teil der Organisation. Wir weisen darauf hin, dass Fortschritte immer entschlossen erk\u00e4mpft werden mussten. Aber auch, dass Diskriminierung zum Kapitalismus geh\u00f6rt und wirkliche Emanzipation im Rahmen dieses Systems undenkbar ist. Deswegen braucht es einen k\u00e4mpferischen, antikapitalistischen, sozialistischen Feminismus.<\/p>\n<p><strong>Es stehen einige Termine an, wo darauf hingearbeitet werden kann:<\/strong><\/p>\n<p>8. M\u00e4rz: Internationaler Frauen*kampftag. Am 6.M\u00e4rz gibt es eine bundesweite Demo in Berlin (siehe http:\/\/frauenkampftag.eu\/), am 13. M\u00e4rz in K\u00f6ln (siehe https:\/\/reclaimfeminism.org\/). In vielen weiteren St\u00e4dten gibt es lokale Aktivit\u00e4ten.<\/p>\n<p>19. M\u00e4rz: Equal Pay Day (Weil Frauen durchschnittlich 22 Prozent weniger Lohn erhalten ist das der Tag im Jahr 2016, bis zu dem sie l\u00e4nger arbeiten m\u00fcssen um auf das Durchschnittsgehalt eines Mannes aus dem Jahre 2015 zu kommen). Auch hierzu gibt es in vielen St\u00e4dten Aktionen, siehe www.equalpayday.de\/<\/p>\n<p>25.-27. M\u00e4rz: SozialismusTage der SAV. Wer auch der Ansicht ist, dass Feminismus und Sozialismus zusammengeh\u00f6ren oder mit uns dar\u00fcber diskutieren m\u00f6chte, ist hier richtig. Es gibt eine extra Workshopschiene zur Frage von Feminismus und Frauenbefreiung. Siehe http:\/\/www.sozialismustage.de\/<\/p>\n<p><em>Christian Walter ist Sprecher von linksjugend [&#8217;solid] Aachen<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 14. 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