{"id":32177,"date":"2016-02-21T18:09:02","date_gmt":"2016-02-21T17:09:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sozialismus.info\/?p=32177"},"modified":"2016-02-14T17:43:02","modified_gmt":"2016-02-14T16:43:02","slug":"die-lage-des-bildungssystems-in-nigeria","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2016\/02\/die-lage-des-bildungssystems-in-nigeria\/","title":{"rendered":"Die Lage des Bildungssystems in Nigeria"},"content":{"rendered":"<h4><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/education_rights_campaign_nigeria.jpg\" rel=\"attachment wp-att-32178\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-32178\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/education_rights_campaign_nigeria-231x173.jpg\" alt=\"education_rights_campaign_nigeria\" width=\"231\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/education_rights_campaign_nigeria-231x173.jpg 231w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/education_rights_campaign_nigeria-463x347.jpg 463w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/education_rights_campaign_nigeria-600x450.jpg 600w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/education_rights_campaign_nigeria.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 231px) 100vw, 231px\" \/><\/a>Vorbemerkung<\/h4>\n<p>2015 wurden in Deutschland nach Angaben des Bundeskriminalamts 924 Angriffe auf Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnfte verzeichnet. Bis zum 28. November 2015 soll es demnach zu 1610 rechtsmotivierten Delikten im Zusammenhang mit der \u201eUnterbringung von Asylbewerbern\u201c gegeben haben.<\/p>\n<p>Ganz abgesehen davon fliehen Menschen vor Krieg und Armut in ein krisengesch\u00fctteltes Europa. Was ist es, dass sie forttreibt aus ihren Heimatl\u00e4ndern? Was suchen sie in einem Europa, das man weltweit als Opfer der Weltwirtschaftskrise kennt?<\/p>\n<p>Die immer gr\u00f6\u00dfer werdende Fl\u00fcchtlingswelle zum Anlass nehmend m\u00f6chten wir einen Einblick geben, mit welchen Problemen die Menschen zu tun haben, die in der sogenannten \u201eDritten Welt\u201c leben und arbeiten.<\/p>\n<p>Dazu drucken wir im Folgenden die \u00dcbersetzung eines Artikels der \u201eEducation Rights Campaign\u201c (dt.: \u201eKampagne f\u00fcr das Recht auf Bildung\u201c) aus Nigeria ab, in dem der Zustand der Bildungslandschaft dort skizziert wird.<\/p>\n<h2>\nHaushalt 2016: Bildungssektor in Nigeria bleibt unterfinanziert!<\/h2>\n<p><em>von Omole Ibukun,\u00a0Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der \u201eEducation Rights Campaign\u201c (ERC), \u201eObafemi Awolowo University\u201c (OAU) in Ile-Ife.<\/em><\/p>\n<p>Auch wenn einige Studentenf\u00fchrer \u00fcber das Radio verk\u00fcnden, man m\u00fcsse bejubeln, wie hoch der Anteil am Haushalt ist, der f\u00fcr den Bildungssektor vorgesehen ist, so liegt dieser Anteil immer noch unter dem von 2012, 2013, 2014 und 2015. Diese fr\u00fcheren Haushalte standen genauso wenig in einem angemessenen Verh\u00e4ltnis zu dem, was der Bildungsbereich in jenen Jahren eigentlich gebraucht h\u00e4tte. In keinem dieser Haushalte waren mehr als elf Prozent f\u00fcr die Bildung vorgesehen. Demgegen\u00fcber steht die Empfehlung der \u201eUnited Nations Education, Social and Cultural Organization\u201c (UNESCO) f\u00fcr die Entwicklungsl\u00e4nder, die demnach 26 Prozent ihres Budgets in diesen Bereich investieren sollten. Entsprechenden Berichten zufolge halten sich L\u00e4nder wie die Elfenbeink\u00fcste oder der Senegal an diese Empfehlung und gehen sogar noch dar\u00fcber hinaus. Es ist einfach eine Schande, dass das bev\u00f6lkerungsreichste Land, die gr\u00f6\u00dfte Volkswirtschaft und der gr\u00f6\u00dfte Roh\u00f6l-Exporteur auf dem afrikanischen Kontinent diesen Wert immer noch nicht erreicht hat.<\/p>\n<p>Von 306,3 Mrd. Naira (~ 1,4 Mrd. Euro) im Jahr 2011, \u00fcber 400,15 Mrd. Naira (~ 1,85 Mrd. Euro) 2012, 426,53 Mrd. Naira (~ 1,9 Mrd. Euro) 2013, 493 Mrd. Naira (~ 2,3 Mrd. Euro) 2014, 492 Mrd. Naira (~ 2,4 Mrd. Euro) 2015 zu jetzt 369 Mrd. Naira (~ 1,7 Mrd. Euro) in diesem Jahr bleibt der wichtigste Sektor des Landes Nigeria weiterhin unterfinanziert. Auch wenn dieser Haushalt allein f\u00fcr die Bundesebene gilt, so reicht dieser immer noch nicht aus, um die grundlegende Entwicklung zu erm\u00f6glichen, die in diesem Bereich so dringend n\u00f6tig ist. Wir befinden uns an einem entscheidenden Punkt in unserer Geschichte, denn die Zuwendungen f\u00fcr den Bildungsbereich verharren \u2013 was die Gesamtsumme angeht \u2013 auf dem niedrigsten Wert seit 2011.<\/p>\n<p>In den Jahren zwischen 2011 und 2015 ist zwar mehr Geld in den Bildungssektor geflossen als 2016, gleichzeitig kam es aber an fast allen Hochschulen in Nigeria zur Anhebung der Studiengeb\u00fchren. Der darauffolgende Widerstand der Studierenden gegen diese Geb\u00fchrensteigerungen f\u00fchrte dazu, dass der Betrieb an einigen Einrichtungen zum Erliegen kam. Vor allem das Jahr 2013 steht f\u00fcr den Streik der ASUU (Gewerkschaft der Hochschulbesch\u00e4ftigten), der sechs Monate lang andauerte. Gefordert wurde damals eine bessere Finanzierung der Universit\u00e4ten und die Auszahlung der einbehaltenen Sonderzahlungen, die sie sich verdient haben und die ihnen zustehen. Trotz der relativ besseren finanziellen Ausstattung in diesen Jahren, haben wir es bei den Laboren in unseren Hochschulen weiterhin mit leeren R\u00e4umen zu tun, immer noch fehlen die n\u00f6tigen Wohnheime und Leses\u00e4le. Die Lebensbedingungen der Studierenden sind weiterhin als j\u00e4mmerlich zu bezeichnen und dasselbe gilt f\u00fcr die Sicherheitsstandards sowie die Gesundheitsversorgung der Hochsch\u00fclerInnen. Fakt ist, dass allein zwischen Mai und September 2015 mindestens vier Studierende im Grundstudium ums Leben gekommen sind, was auf die mangelnde technische Ausstattung und die M\u00fcdigkeit des medizinischen Personals aufgrund von \u00dcberarbeitung zur\u00fcckzuf\u00fchren ist.<\/p>\n<p>Angesichts einer Zahl von \u00fcber zehn Millionen Kindern und Jugendlichen, die nicht zur Schule gehen, muss Nigeria diesen Haushaltsposten auf 40 Universit\u00e4ten des Bundes, 21 Fachhochschulen des Bundes, 22 p\u00e4dagogische Hochschulen des Bundes und 104 Einheitsschulen ausweiten. Insgesamt geht es somit um 187 Einrichtungen. Man k\u00f6nnte sofort auf die Frage kommen, wie lange es braucht, bis das gesamte Bildungssystem diese Ver\u00e4nderung zu sp\u00fcren bekommen wird.<\/p>\n<p>Gleichzeitig will die Bundesregierung mit Haushaltsmitteln 500.000 AbsolventInnen als LehrerInnen einstellen. Auch wenn diese Initiative tats\u00e4chlich ernstgemeint sein sollte, so kann sie aufgrund der alarmierenden Lehrer-Sch\u00fcler-Relation im Land alles andere als bejubelt werden. Fakt ist, dass die \u201eEducation Rights Campaign\u201c (ERC), die \u201eNigeria Union of Teachers\u201c (NUT) und viele weitere Organisationen nun schon seit einiger Zeit dazu aufrufen, radikale Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, um den Personalmangel an den Grundschulen und in der Sekundarstufe zu beheben. Sieht man sich aber an, mit welchen Formulierungen diese Initiative arbeitet und bezieht man dann noch mit ein, dass auch die Regierung von Buhari durch und durch kapitalistischen Charakter hat, so wirft selbst dieser politische Vorschlag mehr Fragen auf als dass er Antworten gibt. Ein Beispiel: Angesichts der mangelhaften Ausstattung in den Klassenr\u00e4umen, Laboratorien, Bibliotheken und selbst in den Lehrerzimmern \u00f6ffentlicher Grund- und Sekundarschulen \u00fcberall im Land muss man sich fragen, welche Pl\u00e4ne die Regierung genau hat, um alle n\u00f6tigen Einrichtungsmittel zur Verf\u00fcgung zu stellen, die diese 500.000 neuen LehrerInnen f\u00fcr ihre Arbeit brauchen. Zweitens: Sollen die neuen KollegInnen dauerhaft eingestellt werden und den Regularien unterliegen, die im \u00f6ffentlichen Dienst gelten? Oder soll es nach dem Modell der Sklavenarbeit laufen, wie sie in den von der APC regierten Bundesstaaten Osun und Oyo zum Normalzustand zu werden scheint? Dort werden HochschulabsolventInnen zur Ableistung minderwertiger Aufgaben gedr\u00e4ngt, wof\u00fcr sie einen Hungerlohn erhalten.<\/p>\n<p>Die letzte Regierung hat die Ineffizienz und die unerkl\u00e4rlichen Kosten im Bildungssektor noch mit dem Ph\u00e4nomen der Korruption erkl\u00e4ren wollen, um auf diese Weise von der permanenten Unterfinanzierung ablenken zu wollen. Demgegen\u00fcber hat es die aktuelle Regierung auch nach nunmehr sieben Monaten im Amt immer noch nicht vermocht, Verfahren auch nur gegen einen einzigen korrupten Vertreter der Universit\u00e4ten zu er\u00f6ffnen, geschweige denn einen von ihnen zu verurteilen. All dies geschieht in einer Situation, in der Studierende (z.B. an der \u201eObafemi Awolowo University\u201c [OAU] in der Kulturstadt Ile-Ife) Untersuchungen gegen die Vizekanzler der Hochschulen einfordern.<\/p>\n<p>Noch emp\u00f6render ist, dass die aktuelle Regierung und ihre Vertreter bei jeder sich ihnen bietenden Gelegenheit in den Chor des IGR (Interne Finanzverwaltung) mit einstimmen. Damit versuchen sie, die Stimmen der Studierenden in Nigeria ins Leere laufen zu lassen, die kostenlose Bildung wollen. Der Hintergrund, vor dem dies alles vor sich geht, besteht aus exorbitanten Studiengeb\u00fchren. F\u00fcr Kinder aus armen oder Arbeiterhaushalten ist Bildung geradezu ein Fremdwort. So verlangt beispielsweise die \u201eUniversity of Lagos\u201c (Nigerias zweitbeste) von den ErstsemesterInnen mehr als 55.000 nigerianische Naira (~ 250 Euro) und die OAU erhebt beinahe 100.000 Naira. Und das in einem Land, in dem der Mindestlohn von 18.000 Naira (~ 83 Euro) durch nicht ausbezahlte L\u00f6hne, halb ausbezahlte L\u00f6hne sowie die Bedrohung ausgeh\u00f6hlt wird, noch weiter abgesenkt zu werden. Diese Geb\u00fchrenordnungen, die die Grundlage der IGR sind, haben \u00fcber die Jahre zu keinerlei Verbesserung der Bildungsstandards gef\u00fchrt. Deshalb weisen selbst so wichtige Hochschulen wie die UNIABUJA (in der Bundeshauptstadt; Erg. d. \u00dcbers.) weiterhin erhebliche M\u00e4ngel hinsichtlich der Qualit\u00e4t der dort vermittelten Bildung auf. Tats\u00e4chlich hat diese Hochschule, die vor einigen Jahren die Aberkennung eines Lehrgangs f\u00fcr IngenieurInnen hinnehmen musste, die Zulassung ihrer Jura-Fakult\u00e4t blockiert. Begr\u00fcndet wird dies mit Bedenken bez\u00fcglich der Anforderungen durch die Jura-Richtlinien.<\/p>\n<p>Die logische Folge davon ist, dass diese r\u00fcckw\u00e4rts gerichtete Politik dazu f\u00fchrt, dass Nigerias beste Universit\u00e4t im Ranking der afrikanischen Hochschulen auf einem der hinteren Pl\u00e4tze landet. Vom Weltma\u00dfstab wollen wir an dieser Stelle gar nicht erst sprechen. Die beste Universit\u00e4t in Afrika, die \u201eUniversity of Cape Town\u201c, befindet sich in S\u00fcdafrika. Das ist ein Land, das vier seiner Universit\u00e4ten unter den besten f\u00fcnf des gesamten Kontinents wei\u00df. Sieben der s\u00fcdafrikanischen Universit\u00e4ten geh\u00f6ren zu den zehn besten Afrikas. Die anderen drei Pl\u00e4tze gehen an \u00e4gyptische Hochschulen. Doch so bahnbrechend die Statistiken, die uns aus S\u00fcdafrika erreichen, auch klingen m\u00f6gen \u2013 die Regierung dort musste vor kurzem ihre Pl\u00e4ne, die Studiengeb\u00fchren zu erh\u00f6hen, wieder zur\u00fccknehmen, weil weil die Studierenden auf die Stra\u00dfe gegangen sind und die Kampagne #FEEMUSTFALL ins Leben gerufen haben. Ihre Forderungen haben auch die Frage der Lebensbedingungen und der Verbesserung der Qualit\u00e4t von Bildung mit einbezogen. Und das, obwohl die Regierung dort laut UNESCO-Richtlinien die 26 Prozent, die aus dem Haushalt f\u00fcr Bildung ausgegeben werden sollen, eingehalten hat.<\/p>\n<h4>Die Hochschulen Nigerias hinken hinterher<\/h4>\n<p>Dies ist ein Beleg daf\u00fcr, dass Nigerias Ziel \u00fcber das Beispiel S\u00fcdafrikas hinausgehen muss, wenn wir wirklich etwas \u00e4ndern wollen. Mehr noch: Selbst wenn Nigeria in der Lage w\u00e4re, 26 Prozent seiner Haushaltsmittel f\u00fcr die Bildung aufzuwenden, zeigt das Beispiel S\u00fcdafrikas auch, dass dies auf der Grundlage des Kapitalismus und mit den vorwiegend undemokratisch geleiteten Schulen nicht automatisch zu grundlegender Verbesserung der Qualit\u00e4t oder Sicherstellung bezahlbarer Bildung f\u00fchren w\u00fcrde. Aus diesem Grund fordert die \u201eEducation Rights Campaign\u201c (ERC) die Bereitstellung einer kostenlosen und funktionsf\u00e4higen Bildungslandschaft sowie demokratisch gef\u00fchrte Schulen und akademische Institutionen unter der Verwaltung gew\u00e4hlter VertreterInnen der Sch\u00fclerInnen, Studierenden und des Lehrpersonals. Auf dieser Basis sind die AktivistInnen der ERC an Kampagnen und K\u00e4mpfen f\u00fcr den Aufbau einer sozialistischen Alternative zum Kapitalismus beteiligt.<\/p>\n<p>Mit dem Ziel, die Wirtschaft wiederzubeleben, muss Nigeria den Bildungssektor finanzieren, um das menschliche Kapital zu haben, mit dem anderen Teile der Wirtschaft entwickelt werden k\u00f6nnen. Wie kann Nigeria bis 2020 zu einer der st\u00e4rksten 20 Volkswirtschaften werden, wenn die beste Uni des Landes im f\u00fcnften Jahr in Folge auf Rang 25. in Afrika und auf Platz 2004 weltweit rangiert? (Quelle: \u201eWebometrics statistics\u201c, Jan. 2016). Bildung muss kostenlos zur Verf\u00fcgung stehen, f\u00fcr alle Menschen zug\u00e4nglich sein und die entsprechende Qualit\u00e4t aufweisen, um die Wirtschaft auferstehen lassen zu k\u00f6nnen. Will Nigeria das \u00f6konomische Chaos \u00fcberwinden, so sind in der Energiebranche, in der Produktion, im Bereich des Informations- und Kommunikationstechnologie usw. geschulte H\u00e4nde n\u00f6tig. Doch auf der Grundlage des Kapitalismus wird es unm\u00f6glich sein, dieses Ziel jemals zu erreichen.<\/p>\n<p>Die L\u00f6sung f\u00fcr das Massen-Problem Analphabetismus in Nigeria besteht nicht darin, den marktwirtschaftlichen Ansatz zu gehen. Dieser Weg ist der einzige, den die kapitalistischen und neoliberalen Politiker anzubieten haben. Durch Privatisierungen und die weitere Kommerzialisierung des Bildungsbereichs wird sich die Lage jedoch nicht verbessern. Dazu bedarf es einer Politik, die f\u00fcr ein kostenloses, qualitativ hochwertiges und funktionierendes \u00f6ffentliches Bildungswesen auf allen Ebenen sorgt. F\u00fcr eine solche Politik ist allerdings eine Regierung der ArbeiterInnen und der Gesamtbev\u00f6lkerung n\u00f6tig, die die Wirtschaft in \u00f6ffentliches Eigentum \u00fcberf\u00fchrt und unter demokratische Verwaltung stellt. Eine solche Regierung m\u00fcsste eine Politik vertreten, nach der die Rechte der Studierenden und des Lehrpersonals, unabh\u00e4ngige demokratische Gewerkschaften zu bilden, gew\u00e4hrleistet sind. Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen die Angelegenheiten der Bildungseinrichtungen von gew\u00e4hlten VertreterInnen aller Besch\u00e4ftigten- und Lerngruppen, die an der jeweiligen Einrichtung vertreten sind, geregelt werden.<\/p>\n<p>Die Studierenden in Nigeria d\u00fcrfen nicht zulassen, dass die Forderungen von den B\u00fcrokraten der Studierendengewerkschaft und der \u201eNational Association of Nigerian Students\u201c (NANS) bestimmt werden. Diese B\u00fcrokraten b\u00fcrokratisieren die Gewerkschaften, obwohl sie doch eigentlich demokratisch sein sollten. Schlimmer noch: Diese B\u00fcrokraten nutzen ihre B\u00fcros als Einrichtungen, um Lobbyarbeit und Propaganda f\u00fcr unsoziale Politiker zu betreiben. Als Gegenleistung erhalten sie daf\u00fcr Geld. Die Studierenden und AktivistInnen m\u00fcssen sich die NANS zur\u00fcckerobern und au\u00dferdem unabh\u00e4ngige Plattformen aufbauen, mit denen sie ihre Interessen verteidigen und auch ihre Gewerkschaften demokratisieren k\u00f6nnen. Die Gewerkschaften d\u00fcrfen nicht l\u00e4nger unter dem Einfluss der Zutr\u00e4ger der etablierten Politik stehen. Geschehen muss dies, um die Gewerkschaften als Plattform zu nutzen, um die herum die Kampagne gegen die Kommerzialisierung aufgebaut werden kann, mit der f\u00fcr angemessene Finanzierung und demokratische Kontrolle \u00fcber das Bildungswesen gek\u00e4mpft wird. Nur so kann die Beeinflussung durch politische Amtstr\u00e4ger, die Verwaltung der Institutionen und religi\u00f6se Gruppen beendet werden. Nur so kann die Unabh\u00e4ngigkeit und St\u00e4rke der Studierendengewerkschaften gesichert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Katastrophale Zust\u00e4nde<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":32178,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[36],"tags":[351],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32177"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=32177"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32177\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32179,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32177\/revisions\/32179"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/32178"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32177"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=32177"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=32177"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}