{"id":31997,"date":"2016-06-21T13:24:03","date_gmt":"2016-06-21T11:24:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sozialismus.info\/?p=31997"},"modified":"2016-06-14T15:12:35","modified_gmt":"2016-06-14T13:12:35","slug":"eine-welt-im-wandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2016\/06\/eine-welt-im-wandel\/","title":{"rendered":"Eine Welt im Wandel"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Menschheit hat die Erde radikal ver\u00e4ndert.<\/strong><\/p>\n<p><em>von Jess Spear, Socialist Alternative (CWI in den USA)<\/em><\/p>\n<p>Die Menschheit hat die Erde radikal ver\u00e4ndert, indem sie die Natur ihrem \u00dcberlebens- und Fortschrittskampf immer weiter anpasste. Das Tempo der Ver\u00e4nderung erh\u00f6hte sich seit der Entwicklung der Landwirtschaft und der Klassengesellschaft deutlich und erreichte schon mit der industriellen Revolution eine halsbrecherische Geschwindigkeit, bevor nach dem 2. Weltkrieg die wissenschaftlichen und technologischen Fortschritte exponentiell zunahmen. Darum mehren sich die Stimmen, die sagen, dass wir in einer neuen geologischen Epoche sind: eine menschenabh\u00e4ngige \u00c4ra, das Anthropoz\u00e4n.<\/p>\n<p>Die Menschheit betrat die B\u00fchne der Geschichte vor ungef\u00e4hr einer Million Jahren, und die moderne Industriegesellschaft, wie wir sie heute kennen, wurde erst vor ca. 50 Jahren aufgebaut \u2013 ein Wimpernschlag angesichts der 4,5 Milliarden Jahren langen Geschichte der Erde. Aber auf jeder neuen Stufe unserer Entwicklung haben wir Menschen die Natur ver\u00e4ndert, dadurch auch unsere eigene Evolution beeinflusst, und die biologische und soziale Weiterentwicklung erm\u00f6glicht. Vom einfachen Landbau \u00fcber Abbau und Verbrennung fossiler Rohstoffe bis hin zur Entfesselung von Atombomben: unsere Interaktion und Wechselwirkung mit der Natur begann lokal und ist heutzutage global. Die Menschheit hat ohne jeden Zweifel ihre Spuren auf dem Planeten hinterlassen.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen nachvollziehen, wie die Erde mit ihren Kontinenten einst ausgesehen hat, welche die Kontinentaldrift alle 300 bis 500 Millionen Jahre neu kombinierte, und wir wissen, welche Tiere es zu Lande und zu Wasser gab und welche Pflanzen die Oberfl\u00e4che bedeckten, indem wir ihre chemischen oder physikalischen Spuren entziffern. Und dabei haben wir gelernt, dass unser Planet nie statisch ist. Auf diesem Planeten \u2013 also der Erde mit ihren dauerhaft verbundenen Kreisl\u00e4ufen des Energieaustausches zwischen Gestein, Wasser und der Atmosph\u00e4re \u2013 gab es immer Unruhe, Massensterben und Klimawandel. Die Erdgeschichte ist voll von radikalem Wandel.<\/p>\n<p>Trotzdem schlagen WissenschaftlerInnen jetzt Alarm angesichts der erwiesenen Ver\u00e4nderungsrate, die heute so viel schneller als vor der Existenz der Menschheit ist. KlimaforscherInnen beziehen sich auf den schnellen Anstieg der Treibhausgase, BiologInnen auf die steigende Anzahl aussterbender Arten, OzeanologInnen auf den steigenden S\u00e4uregrad der Ozeane, und BodenforscherInnen auf die Auszehrung von N\u00e4hrstoffen und die Verschlechterung von Anbaufl\u00e4chen, um zu erkl\u00e4ren, dass die menschlich-produktive Aktivit\u00e4t das \u00d6kosystem Erde \u00fcberfordert. Die Anstiegsrate des Kohlenstoffdioxids (CO2) ist anders als alles, was f\u00fcr die letzten mindestens 800.000 Jahren der Erdgeschichte nachgewiesen wurde.<\/p>\n<p>Klimawandel und wirtschaftliche Depression, die miteinander verkn\u00fcpften Krisen des Kapitalismus, haben zu mehr globalen Aufst\u00e4nden und zur Suche nach Ideen und Strategien gef\u00fchrt, wie unser Elend beendet und das Wohlergehen zuk\u00fcnftiger Generationen gesichert werden kann. Massenbewegungen gegen die K\u00fcrzungspolitik zeigen die Weigerung von Arbeiterinnen und Arbeitern, ein System zu akzeptieren, dass zur Befriedigung der 1% ihren Lebensstandard massiv senkt. Aber die gro\u00dfe Mehrheit derjenigen, die gegen die herrschende Elite rebellieren, hat noch keine klare Vorstellung davon, was dieses verrottete System ersetzen soll und wie dies erreicht werden kann. Das Zeitfenster f\u00fcr die Abwendung der negativen Konsequenzen des Klimawandels \u2013 und Verhinderung zuk\u00fcnftiger R\u00fcckf\u00e4lle \u2013 schlie\u00dft sich in wenigen Jahren, daher ist es von h\u00f6chster Wichtigkeit, die Arbeiterklasse f\u00fcr eine sozialistische Alternative zu gewinnen. Nur der wissenschaftliche Sozialismus kann die Arbeiterklasse mit einem Programm und einer Strategie bewaffnen, sich im Kampf zu vereinen und die Herrschaft der 1% zu beenden, um den 99% die Macht zu \u00fcbertragen und schnell einen Plan zur Entwicklung der Gesellschaft in nachhaltiger Art und Weise umzusetzen.<\/p>\n<h4>Je h\u00f6her die Temperatur, desto gr\u00f6\u00dfer die Probleme<\/h4>\n<p>Ein Menschenleben ist relativ kurz. Mit einem Referenzbereich von nur knapp einhundert Jahren ergibt sich auch ein eingeschr\u00e4nkter Blickwinkel auf globale Ver\u00e4nderungen. Zur Vernebelung tr\u00e4gt au\u00dferdem die Gr\u00f6\u00dfe der Erde bei, so dass wir die Effekte der ansteigenden Niveaus von Entwaldung, Gletscherschmelze und massiver Verm\u00fcllung der Ozeane nicht bemerken. Der Anstieg der Erdtemperatur um ein Grad Celsius hat keine greifbare Bedeutung f\u00fcr jemanden, der oder die t\u00e4glich gr\u00f6\u00dfere Temperaturschwankungen erlebt.<\/p>\n<p>Und obwohl nicht individuell wahrnehmbar, ist es doch eine Tatsache, dass der Abbau und die Verbrennung fossiler Rohstoffe durch die Menschheit die chemische Zusammensetzung unserer Atemluft stark ver\u00e4ndert haben \u2013 von urspr\u00fcnglich 280 auf jetzt 400 CO2-Molek\u00fcle pro eine Million Luftmolek\u00fcle, mehr als jemals in den letzten ca. 25 Millionen Jahren zuvor. Aber auch wenn wir diese radikalen Ver\u00e4nderungen der Erdatmosph\u00e4re nicht individuell wahrnehmen k\u00f6nnen und sich die meisten Menschen in den hochindustrialisierten L\u00e4ndern nicht bewusst sind, dass die relativ unverschmutzte Natur bei ihnen auf Kosten von verheerenden Umweltsch\u00e4den in den restlichen Teilen der Welt existiert: Wir n\u00e4hern uns mit gro\u00dfen Schritten gef\u00e4hrlichen Wendepunkten, nach denen es kein Zur\u00fcck mehr gibt.<\/p>\n<p>Die Folgen der Verbrennung fossiler Rohstoffe sind seit langem bekannt. Schon 1896 ver\u00f6ffentlichte Svante Arrhenius eine Studie dar\u00fcber, dass CO2 einen Teil des Sonnenlichts, welches von der Erdoberfl\u00e4che reflektiert wird, absorbiert und dadurch dessen Austritt aus dem \u00d6k\u00f6system der Erde verhindert \u2013 der Treibhauseffekt. Ende der 1950er Jahre begann Charles Keeling, die CO2-Konzentration in der Atmosph\u00e4re zu messen. Innerhalb weniger Jahre machte er die alarmierende Entdeckung, dass es nicht nur saisonale Schwankungen aufgrund unterschiedlich intensiver pflanzlicher CO2-Absorption und -Abgabe im Jahresverlauf gibt, sondern auch einen gro\u00dfen Anstieg der Gesamtkonzentration des Gases. Die Ceeling-Kurve, die seit 1958 j\u00e4hrlich anhand neuer Messwerte fortgeschrieben wird, gilt als der erste Nachweis, dass die industriellen Aktivit\u00e4ten der Menschheit die atmosph\u00e4rische Konzentration der Treibhausgase beeinflussten.<\/p>\n<p>Aber als wichtigster Kanarienvogel im Schacht der Kohlenmine [eine Sicherheitsma\u00dfnahme im Bergbau fr\u00fcherer Zeit, Ad\u00dc] dient die dramatisch schnelle Verringerung der Eisfelder unserer Erde. Als letztes Jahr bekannt wurde, dass der Eisschild der Westantarktis sich destabilisiert hat und in den kommenden Jahrhunderten verschwinden wird, h\u00e4tte es eine unmittelbare Antwort der f\u00fchrenden Politiker geben m\u00fcssen. Dieser Eisschild h\u00e4lt genug Wasser, um den Meeresspiegel um 3,3 Meter ansteigen zu lassen! Und sein Verschwinden kann nicht aufgehalten werden \u2013 wir k\u00f6nnen uns nur noch dem Anstieg der Wassermassen anpassen. Dazu kommt die Nachricht, dass auch ein Teil des gr\u00f6nl\u00e4ndischen Eisschildes, der das \u00c4quivalent eines halben Meters an Meeresspiegel bindet, schnell schmilzt. Auch das Eisniveau in der Arktischen See hat dramatisch abgenommen, und WissenschaftlerInnen gehen davon aus, dass die Arktis schon Anfang der 2020er Jahre im Sommer eisfrei sein wird.<\/p>\n<p>Die Gletscher und Eisschilde der Erde fungieren als globale Klimaanlage, weil durch ihre Reflektion des Sonnenlichts der Planet k\u00fchler gehalten wird. Der Verlust von landbasiertem Eis wird nicht nur den Meeresspiegel ansteigen lassen, was mehr als eine Milliarde Menschen von ihren niedrig gelegenen k\u00fcstennahen Siedlungsgebieten vertreiben wird \u2013 sondern er wird auch das Klima weiter destabilisieren und als Feedbackschleife einer immer st\u00e4rkeren Erderw\u00e4rmung wirken: weil das Eis schmilzt, absorbiert die Erdoberfl\u00e4che mehr W\u00e4rme \u2013 mehr Eis schmilzt \u2013 usw.<\/p>\n<p>Und doch glauben die meisten Menschen immer noch, dass Klimawandel nur hei\u00dfere Sommer und extremere Wetterkatastrophen bedeutet. Und wir haben ja auch jetzt, im Jahr 2015, die h\u00f6chsten Temperaturwerte seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Ein-Grad-Marke ist \u00fcberschritten, d.h. seit dem Beginn der industriellen Revolution ist die globale Durchschnittstemperatur um mehr als 1\u00b0 Celsius angestiegen. Diese zus\u00e4tzliche Hitze produziert Hitzewellen, Sturzfluten (extreme Regenf\u00e4lle mit nachfolgenden \u00dcberschwemmungen) und andere t\u00f6dliche Wetterereignisse, wodurch wir gezwungen werden anzuerkennen, dass der Klimawandel keine rein akademische Diskussion \u00fcber Auswirkungen auf zuk\u00fcnftige Generationen ist \u2013 sondern in unserer Gegenwart stattfindet.<\/p>\n<p>Im Jahr 2003 sind gesch\u00e4tzt 70.000 Menschen der Hitzewelle in Europa zum Opfer gefallen. Seit den 1960er Jahren hat sich die Anzahl extremer Wetterereignisse mehr als verdreifacht und gesch\u00e4tzt 60.000 Menschen get\u00f6tet, meist in den neokolonialen L\u00e4ndern. Die Weltgesundheitsorganisation sch\u00e4tzt, dass ohne Gegen- und Schutzma\u00dfnahmen eine Viertelmillion Menschen mehr in den Jahren 2030-50 durch den Klimawandel sterben werden.<\/p>\n<p>Was die Aussichten f\u00fcr unser zuk\u00fcnftiges Klima anbetrifft, ist es wichtig zu bedenken, dass all diese Klima- und Wetterprobleme von einem geringen globalen Temperaturanstieg herr\u00fchren. Nur ein Grad Celsius. Und jetzt stellt euch vor, welche Auswirkungen ein weiterer Grad Anstieg auf uns Menschen, unsere Umwelt und das Biosystem Erde insgesamt haben wird \u2013 denn solch ein Anstieg erwartet uns den WissenschaftlerInnen zufolge bis zum Ende dieses Jahrhunderts, wenn wir \u00e0 la \u201ebusiness as usual\u201c weitermachen wie bisher.<\/p>\n<h4>Willkommen im Anthropoz\u00e4n<\/h4>\n<p>Die Beeinflussung unseres Planeten durch menschliche Aktivit\u00e4ten \u2013 von den obersten Schichten der Erdatmosph\u00e4re bis zu den tiefsten Meeresgr\u00e4ben \u2013 ist so umfassend, dass mehr und mehr WissenschaftlerInnen, die die Geschichte des Biosystems Erde untersuchen, intensiv dar\u00fcber debattieren, ob wir in eine neue geologische Epoche eingetreten sind: das Anthropoz\u00e4n (anthropo \u2013 menschlich, z\u00e4n \u2013 neu); vielleicht sind wir seit Jahrhunderten in dieser Epoche und haben es nur bisher nicht bemerkt.<\/p>\n<p>Der Vorschlag einer neuen Epoche ist keine blo\u00dfe Namensgebung auf der geologischen Zeitskala der Erde, der die 4,5 Milliarden Jahre von der Entstehung des Sonnensystems bis zur Jetztzeit umfasst. Denn diese Skala selbst ist viel mehr als eine Auflistung von Daten und Namen, n\u00e4mlich auch ein Werkzeug f\u00fcr die Messung und das Verst\u00e4ndnis von Ver\u00e4nderungen, die unser Planet seit seiner Geburt durchmacht. Die \u00c4ras, Perioden und Epochen, in die die Zeitskala eingeteilt ist, markieren bedeutende Ver\u00e4nderungen, die jeweils den ganzen Planeten betreffen. Das Anthropoz\u00e4n als neue Epoche anzuerkennen bedeutet, eine Einsch\u00e4tzung abzugeben, ob der menschliche Einfluss abrupt, messbar global, und unbestreitbar anders ist als in der vorherigen Epoche, dem Holoz\u00e4n. Anders gefragt: Haben menschliche Aktivit\u00e4ten das \u00d6kosystem Erde so sehr beeinflusst, dass dies sich in Gestein, Wasser und der Atmosph\u00e4re widerspiegelt und zuk\u00fcnftige WissenschaftlerInnen es dementsprechend feststellen werden?<\/p>\n<p>Es gibt unterschiedliche Vorschl\u00e4ge dar\u00fcber, wann das Anthropoz\u00e4n auf der geologischen Zeitskala beginnen sollte. Die derzeit diskutierten drei Daten \u2013 entweder vor 8.000 Jahren oder zur Zeit der industriellen Revolution oder 1945 \u2013 markieren Punkte auf dem Entwicklungspfad der Zivilisation, w\u00e4hrend denen die Menschheit zur Befriedigung grundlegender Bed\u00fcrfnisse neue Methoden zur Ver\u00e4nderung der Natur entdeckte und anwandte.<\/p>\n<p>Einige argumentieren mit der systematischen Abholzung von W\u00e4ldern und dem Reisanbau, welche beide vor ca. 8.000 Jahren begonnen und die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosph\u00e4re ver\u00e4nderten. Andere argumentieren, dass das Anthropoz\u00e4n erst wirklich mit dem Beginn der industriellen Revolution einsetzte, als die verallgemeinerte Nutzung fossiler Brennstoffe begann, die Erdkreisl\u00e4ufe aus dem Gleichgewicht zu bringen und die Effekte hervorzurufen, die wir heute und in der Zukunft erleben. Und das dritte vorgeschlagene Datum bezieht sich auf den Beginn der Atombombenversuche 1945 (\u201eTrinity Test\u201c), setzt aber nicht bei den Effekten der Tests selbst an \u2013 obwohl wir nicht vergessen sollten, dass WissenschaftlerInnen vor den Gefahren eines \u201eatomaren Winters\u201c im Falle eines Atomkriegs warnten \u2013, sondern beim global sp\u00fcr- und messbaren Fingerabdruck, den Atombomben hinterlassen; zudem markieren die Atombombenversuche den Aufstieg des US-amerikanischen Kapitalismus&#8216; zu einer beispiellosen Expansionsperiode.<\/p>\n<p>Aber im Gegensatz zu vorherigen \u00c4nderungen der geologischen Zeitskala h\u00e4tten die aktuellen Vorschl\u00e4ge politische und soziale Konsequenzen. Dass die Vorschl\u00e4ge aus der Wissenschaft zur Benennung der neuen Epoche auf die vom Menschen gemachten Ver\u00e4nderungen abstellen, haben viele UmweltaktivistInnen zurecht als Beweis genommen, dass wir unseren Planeten in der Tat radikal ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Die Antworten der Linken waren bisher eine Mischung aus Verwirrung und Verschmelzung der wissenschaftlichen Debatte mit der vorhersehbaren politischen Antwort. Manche AntikapitalistInnen kritisieren den Namen der neuen Epoche, weil der Fokus auf die Menschheit ihnen zufolge mit sich bringt, dass alle Menschen verantwortlich sind, und so die wirkliche Ursache der schnellen Ver\u00e4nderungen verschleiert \u2013 n\u00e4mlich den Kapitalismus. Andere wiederum, darunter insbesondere Anh\u00e4nger der \u201edeep green ecology\u201c [Tiefen\u00f6kologie, Ad\u00dc], benutzen die Benennung als Beweis daf\u00fcr, dass die Menschheit weitgehend soziopathisch ist \u2013 wie k\u00f6nnen wir es wagen, eine Epoche nach der Menschheit zu benennen! \u2013 und dass in wirklich nicht die Menschen das Problem sind, sondern die Zivilisation.<\/p>\n<p>Beide Argumentationen beruhen auf Mi\u00df- oder Unverst\u00e4ndnis der Entwicklung der Menschheit und ihrer Zivilisation in der vergangenen Million von Jahren. Eine historisch-materialistische Analyse der menschlichen Geschichte und Vorgeschichte ist hingegen der Schl\u00fcssel, der die T\u00fcr zu einer nachhaltigen Zukunft der Menschheit entriegeln kann.<\/p>\n<h4>Konstanter Wandel<\/h4>\n<p>\u201eDie Geschichte kann von zwei Seiten aus betrachtet [und damit] in die Geschichte der Natur und die Geschichte der Menschen aufgeteilt werden. Beide Seiten sind indes nicht zu trennen; solange Menschen existieren, bedingen sich Geschichte der Natur und Geschichte der Menschen gegenseitig\u201c, schrieben Karl Marx und Friedrich Engels 1846 in \u201eDie deutsche Ideologie\u201c. Dahingegen glauben viele UmweltaktivistInnen, dass wir uns nicht in der Natur bewegen k\u00f6nnen, ohne sie zu besch\u00e4digen, weil wir als Menschen getrennt von ihr sind. Dieses Argument wird in dem 1989 erschienenen Buch \u201eDas Ende der Natur\u201c von Bill McKibben ausgef\u00fchrt, einem f\u00fchrenden Aktivisten und Gr\u00fcnder von 350.org.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich wie Rachel Carsons \u201eDer stumme Fr\u00fchling\u201c (1962 erschienen) wird McKibbens Buch als eines der ersten angesehen, die die Menschheit vor den Gefahren der Erderw\u00e4rmung warnten. Er warnt nicht nur vor der Verschmutzung durch fossile Brennstoffe, sondern argumentiert auch leidenschaftlich, dass der Mensch die Natur zerst\u00f6rt habe und dass \u201ewir das Entscheidende an der Natur \u2013 zumindest in der Neuzeit \u2013 beendet haben: ihre Trennung von der menschlichen Gesellschaft.\u201c Wir haben die Chemie der Atmosph\u00e4re ver\u00e4ndert, schreibt er, und daher g\u00e4be es keinen Ort auf der Erde, an den man reisen k\u00f6nne, ohne auf menschliche Spuren zu treffen.<\/p>\n<p>Aber unsere \u201eTrennung von der Natur\u201c ist ein j\u00fcngeres Ph\u00e4nomen, ein Produkt des Kapitalismus, der die Lohnarbeit mit der gesellschaftlichen Produktion f\u00fcr private Profite verband und so die Menschen von der Erde trennte, auf der sie vorher in Subsistenzwirtschaft arbeiteten. F\u00fcr die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der Menschheitsgeschichte waren wir aufs Innigste mit der Erde verbunden, lernten dazu und h\u00e4uften Wissen \u00fcber ihre saisonalen Ver\u00e4nderungen an und nahmen sie als nat\u00fcrlichen Teil unserer Existenz wahr \u2013 auch wenn uns das Verst\u00e4ndnis \u00fcber viele in ihr ablaufende Prozesse fehlte. Noch Marx erkl\u00e4rte: \u201eDer Mensch lebt von der Natur, hei\u00dft: die Natur ist sein Leib, mit dem er in best\u00e4ndigem Prozess bleiben muss, um nicht zu sterben.\u201c Dementsprechend ist die Vorstellung, dass wir von der Natur getrennt sind, eine neue Entwicklung, die Hand in Hand mit dem Kapitalismus ging.<\/p>\n<p>Die Vorstellung, dass die moderne Industriegesellschaft das Problem sei und dass die L\u00f6sung in einer R\u00fcckkehr zur Subsistenz-Lebensweise liege, ist sowohl zu einfach als auch ahistorisch gedacht. Sie nimmt die moderne Zivilisation aus der Menschheitsgeschichte heraus und misst ihren Einfluss an der angeblich besseren Situation vor ihrem Einsetzen \u2013 aber dies gilt nur f\u00fcr die Erde, denn wir Menschen starben damals (also in pr\u00e4historischer Zeit) an unz\u00e4hligen Krankheiten, die heute behandelbar sind oder durch Vorsorgema\u00dfnahmen verhindert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus verkennt diese Vorstellung die Tatsache, dass schon in der Vorzeit Menschen die Erde stark ver\u00e4ndert haben. Seitdem wir Boote bauen (&gt; 10.000 Jahre) und die Meere befahren \u2013 zun\u00e4chst auf der Suche nach Essen, dann aus imperialistischen Eroberungsmotiven und\/oder auf der Suche nach Religionsfreiheit \u2013 haben wir teils unwissentlich, teils gezielt andere Spezies von einer Seite der Erde auf die andere gebracht, damit \u00d6kosysteme radikal ver\u00e4ndert und so manche Art ausgerottet, w\u00e4hrend andere in der neuen Umwelt gediehen. Diejenigen WissenschaftlerInnen, welche das fr\u00fcheste Startdatum f\u00fcr das Anthropoz\u00e4n vorschlagen, weisen auf den Beginn der Landwirtschaft am Ende der letzten Eiszeit hin, weil die Menschheit schon dadurch, vor 8.000 Jahren, die chemische Zusammensetzung der Atmosph\u00e4re massiv beeinflusst habe.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich sind wir nicht die erste Spezies, die die Atmosph\u00e4re ver\u00e4ndert. Um ein extremes Beispiel zu geben: vor ca. 2,7 Billionen Jahren tauchten Cyanobakterien auf, blau-gr\u00fcne Algen, die ersten Organismen, die Photosynthese betrieben und als deren Abfallprodukt Sauerstoff produzierten. Bevor sie im Zuge ihrer Entwicklung immer mehr Sauerstoff ausstie\u00dfen, gab es praktisch nichts davon in der Atmosph\u00e4re \u2013 ohne diese Bakterien w\u00fcrden wir nicht existieren.<\/p>\n<p>In Wechselwirkung mit der Natur zu leben, ohne sie zu ver\u00e4ndern, ist unm\u00f6glich. Lebende Organismen m\u00fcssen Stoffe mit dem \u00d6kosystem austauschen und somit ihre Entwicklung und die von anderen beeinflussen. Wie Richard Levins und Richard Lewontin 1985 in \u201eThe Dialectical Biologist\u201c schrieben, \u201ekodeterminieren die Umwelt und der Organismus einander.\u201c Aber wenn alle Spezies die Natur in gewisser Weise beeinflussen, kommt uns dann die Rolle des st\u00e4ndigen Zerst\u00f6rers zu, weil die Bev\u00f6lkerung immer gr\u00f6\u00dfer wird und immer gro\u00dffl\u00e4chigere industrielle Aktivit\u00e4t entfaltet?<\/p>\n<h4>Sind wir Teil der Natur oder nicht?<\/h4>\n<p>Unsere F\u00e4higkeit, den Einfluss und die negativen kurz- und langfristigen Konsequenzen unseres Handels auf den Planeten zu verstehen, und unsere sich daraus ergebenden Entscheidungen, wie wir den Lauf der Geschichte \u00e4ndern wollen, unterscheidet uns von Cyanobakterien und anderen Organismen. Arbeit ist nicht nur eine Quelle des Reichtums \u2013 sondern sie war es auch, die die moderne Menschheit, das bewusste Denken, die bewusste Planung und die Ansammlung von Wissen erschaffen hat.<\/p>\n<p>Das Aufkommen von Werkzeugen und mit ihnen die Weiterentwicklung des menschlichen Geistes, die gesellschaftliche Aktivit\u00e4t des Jagens und die Erschaffung von Sprache f\u00fchrten uns auf den Pfad der Erzeugung von Nahrungs\u00fcbersch\u00fcssen \u2013 dem Urgrund der Klassengesellschaft, der Zivilisation und des wissenschaftlichen Verst\u00e4ndnisses. Kurz gesagt: die gesamte menschliche Geschichte kann auf die Organisation von Arbeit und Technik und auf die Ver\u00e4nderungen von Kultur, Gesellschaft und Umwelt, die sich daraus ergaben, zur\u00fcckgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Als der Kapitalismus den Feudalismus ersetzte, begann er den langen Prozess des Einbeziehens immer gr\u00f6\u00dferer Teile der Bev\u00f6lkerung in die Bewegung weg von den Feldern und hinein in die Fabriken und St\u00e4dte, wodurch sich unsere Vorstellungen \u00fcber unser Verh\u00e4ltnis zur Natur ver\u00e4nderten. Wir sahen uns nicht l\u00e4nger als ihren Teil, sondern als getrennt von ihr an. F\u00fcr die KapitalistInnen wurde die Natur zu einer kostenlosen Quelle des Reichtums, die bei geschickter Gestaltung durch menschliche Arbeit riesige Profite f\u00fcr sie produzierte. F\u00fcr die neue Arbeiterklasse, schon entfremdet von der Natur, bedeuteten das Aufrei\u00dfen der Erde f\u00fcr Rohstoffe, das Sch\u00fctten giftiger Abf\u00e4lle in Fl\u00fcsse und die ru\u00dfigen Himmel \u00fcber den menschlichen Siedlungsgebieten einen Angriff auf die Natur und eine Abwertung einst sch\u00f6ner Gegenden. Unsere Vorstellung in Bezug auf unser Verh\u00e4ltnis zur Natur \u00e4nderte sich auf jeder Stufe der menschlichen Entwicklung \u2013 sei es anl\u00e4\u00dflich der landwirtschaftlichen oder der industriellen Revolution.<\/p>\n<h4>Auf zu einer sozialistischen Zukunft<\/h4>\n<p>Wir wollen nicht nur eine Verbesserung der heutigen Gesellschaft, sondern wir wollen eine neue erschaffen\u201c (Engels, zitiert von John Green 2008 in \u201eA Revolutionary Life\u201c). Die Phase des Kapitalismus, in der er n\u00fctzlich f\u00fcr die Menschheit war, ist vorbei. Er zerst\u00f6rt die Umwelt, bringt unser Klima durcheinander und liefert \u00fcber eine Billion Menschen einem langsamem Tod durch Hunger und Mangelern\u00e4hrung aus. Niemand wird argumentieren k\u00f6nnen, dass ein auf dem Profitmotiv basierendes System Probleme l\u00f6st, von deren Fortbestehen es abh\u00e4ngt. Der Kapitalismus kann die \u00f6kologische Balance nicht wieder herstellen, weil die Natur f\u00fcr ihn keinen Wert hat. Aber darum alle Errungenschaften der modernen Zivilisation, all die Technologien und Ressourcen, in den M\u00fcll zu schmei\u00dfen \u2013 wie es manche mit Verweis auf die Umweltsch\u00e4den, die jene mit sich bringen, vorschlagen \u2013 w\u00fcrde bedeuten, das Potenzial f\u00fcr die Schaffung einer nachhaltigen Zukunft zu ignorieren, das trotz allem auch in diesem System steckt.<\/p>\n<p>Als der Kapitalismus \u00fcber den Feudalismus triumphierte, befreite er die Wissenschaft aus dem Joch der Religion, die viele Entdeckungen zur\u00fcckhielt, welche ihre Herrschaft herausgefordert h\u00e4tten. Die Weiterentwicklung kapitalistischer Techniken hingegen \u2013 vergesellschaftete Produktion, Arbeitsteilung und Maschinen \u2013 machten gr\u00f6\u00dfere wissenschaftliche Fortschritte notwendig. Und obwohl kapitalistische Investitionen in Forschung und Entwicklung sich haupts\u00e4chlich auf Profitmaximierung versprechende Ergebnisse konzentrieren, kann auch die herrschende Klasse heutzutage nicht alle Entdeckungen zur\u00fcckhalten, die letztendlich ihre Autorit\u00e4t untergraben. Ob aus Bananenschalen hergestelltes Plastik oder Solarstra\u00dfen: auf Umwelt- und soziale Probleme angewandte Wissenschaft untergr\u00e4bt die Autorit\u00e4t derjenigen, die sagen, fossile Brennstoffe seien unverzichtbar.<\/p>\n<p>Der Kapitalismus entwickelte auch die Kraft, die die Macht hat, die gesamte Menschheit zu befreien: die Arbeiterklasse. Als er die Menschen aus den l\u00e4ndlichen Gegenden vertrieb und in haupts\u00e4chlich st\u00e4dtische Lohnarbeit zwang, erschuf er eine Kraft, die das gemeinsame Interesse und Potential hat, ihn zu st\u00fcrzen und eine Gesellschaft zu erschaffen, die der Mehrheit dient. \u00dcberall um uns herum sehen wir arbeitende Menschen aufstehen und Ver\u00e4nderungen verlangen, weil der Kapitalismus nicht nur den \u00dcbergang zu erneuerbaren Energien zur\u00fcckh\u00e4lt, sondern es auch ablehnt, in die Gesellschaft zu investieren.<\/p>\n<p>Das Streben nach Profit bringt jedes Gro\u00dfunternehmen und jede kleinere Firma dazu, um Marktanteile zu k\u00e4mpfen, das Lohnniveau zu dr\u00fccken, Sonderleistungen zu k\u00fcrzen, und mit Bankrott zu drohen, um Steuervorteile zu bekommen. Der Kapitalismus ist nicht mehr in der Lage, genug Reserven aufzubauen, um der Arbeiterklasse einen Teil der Profite abzugeben. Die herrschende globale Elite hat keine Vorstellung davon, wie sie aus der Zwickm\u00fchle herauskommen soll, sowohl f\u00fcr Wirtschaftswachstum als auch f\u00fcr die R\u00fcckzahlung der Staatsschulden an die Gro\u00dfinvestoren sorgen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Massenbewegungen gegen die K\u00fcrzungspolitik haben es von Irland \u00fcber Spanien bis zur heroischen Arbeiterklasse in Griechenland abgelehnt, sich kampflos in ihr Schicksal zu f\u00fcgen. Proteste gegen neue Handelsabkommen \u2013 die Trans-Pacific Partnership und die Transatlantic Trade and Investment Partnership \u2013 zeigen, dass arbeitende Menschen verstehen, dass die Gro\u00dfunternehmen nach Wegen suchen, ihre Herrschaft als Teil des V\u00f6lkerrechts festzuschreiben, und dabei die Bed\u00fcrfnisse von Mensch und Umwelt ignorieren.<\/p>\n<p>Ein System zu \u00fcberwinden, das auf unser aller Ausbeutung beruht, das uns von der Natur getrennt hat und das uns in eine v\u00f6llig unhaltbare und nicht nachhaltige Zukunft f\u00fchrt, beginnt zuallererst mit einer Zur\u00fcckweisung seiner Ideen. Wenn wir unser Verst\u00e4ndnis dessen begrenzen, was die Menschheit ist, ignorieren, was sie war, und \u2013 am wichtigsten \u2013 nicht verstehen, wie sie vom einen zum anderen kam, dann weisen wir de facto die Erkenntnis zur\u00fcck, dass wir uns entwickelt haben und dass wir uns vor allem immer noch weiterentwickeln.<\/p>\n<p>Der Zustand des Planeten w\u00e4hrend des Anthropoz\u00e4ns ist \u2013 ob wir das fr\u00fcheste oder das sp\u00e4teste Anfangsdatum w\u00e4hlen \u2013 einer des konstanten Wandels. Unsere Entwicklung von J\u00e4gern und Sammlern zur modernen Industriegesellschaft brachte st\u00e4ndige Interaktion und Wechselwirkung mit unserer Umwelt mit sich. Sie formte uns. Wir formten sie. W\u00e4hrend dieser Prozesse entwickelten wir unsere Vorstellungen \u00fcber das, was wir sind, \u00fcber unsere Umwelt, und \u00fcber unser gegenseitiges Verh\u00e4ltnis weiter. Die Menschheit hat dank des angesammelten Wissens und der Erfahrungen vergangener Generationen \u00fcber diesen Zeitraum hinweg auch die F\u00e4higkeit entwickelt, endlich nicht mehr nur \u00fcberleben, sondern auch leben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die enormen Ressourcen, Technologien und Reicht\u00fcmer k\u00f6nnten zusammen mit der menschlichen Erfindungsgabe genutzt werden, um das unn\u00f6tige Leiden weltweit zu beenden, den Lebensstandard \u00fcberall zu heben, und eine globale \u00f6kologische Balance zu erreichen. Wenn wir dies verstehen und erfassen und entsprechend handeln, k\u00f6nnen wir die Kontrolle \u00fcber die aktuell und zuk\u00fcnftig stattfindenden Ver\u00e4nderungen erlangen. Diese Vision hat das Potenzial, die Arbeiterklasse in ihrer historischen Aufgabe zu vereinen, den Kapitalismus zu \u00fcberwinden. Wir stehen an einem Abgrund, von dem aus wir entweder ins Leere springen k\u00f6nnen mit der Hoffnung, dass der Kapitalismus eine Chance sieht, uns ein erst noch zu entwickelndes Sicherheitsnetz profitabel zu verkaufen \u2013 oder wir k\u00f6nnen uns die Werkzeuge, Technologien und Ressourcen aneignen und eine Br\u00fccke zu einer sozialistischen Zukunft bauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Menschheit hat die Erde radikal ver\u00e4ndert<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":31999,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[96,114,119],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31997"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31997"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31997\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32000,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31997\/revisions\/32000"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/31999"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31997"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31997"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31997"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}