{"id":31940,"date":"2016-01-31T10:00:51","date_gmt":"2016-01-31T09:00:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sozialismus.info\/?p=31940"},"modified":"2016-02-03T18:02:57","modified_gmt":"2016-02-03T17:02:57","slug":"jung-und-rechts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2016\/01\/jung-und-rechts\/","title":{"rendered":"Jung und rechts"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_31941\" aria-describedby=\"caption-attachment-31941\" style=\"width: 280px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/14996086328_91a23c9449_k-e1450432705724.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-31941\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/14996086328_91a23c9449_k-e1450432705724-280x173.jpg\" alt=\"JA Bundesvorsitzender Sven Tritschler Foto: https:\/\/www.flickr.com\/photos\/95213174@N08\/ CC BY-SA 2.0\" width=\"280\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/14996086328_91a23c9449_k-e1450432705724-280x173.jpg 280w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/14996086328_91a23c9449_k-e1450432705724-162x100.jpg 162w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/14996086328_91a23c9449_k-e1450432705724-560x347.jpg 560w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/14996086328_91a23c9449_k-e1450432705724-600x370.jpg 600w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/14996086328_91a23c9449_k-e1450432705724-534x330.jpg 534w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/14996086328_91a23c9449_k-e1450432705724.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-31941\" class=\"wp-caption-text\">JA Bundesvorsitzender Sven Tritschler Foto: https:\/\/www.flickr.com\/photos\/95213174@N08\/ CC BY-SA 2.0<\/figcaption><\/figure>\n<p lang=\"zxx\"><strong>Die Junge Alternative ist rassistisch, neoliberal, homophob und elit\u00e4r<\/strong><\/p>\n<p lang=\"zxx\">Die Nachwuchsorganisation der AfD, Junge Alternative (JA), erreicht einen Grad an Radikalit\u00e4t, die daf\u00fcr ausreicht, ihre Mutterpartei weit rechts zu \u00fcberholen. Rassistisch, antifeministisch, neoliberal und mit Kontakten zu rechten Burschenschaften stellt die JA eine Platform f\u00fcr alle m\u00f6glichen rechten Gesinnungen dar.<\/p>\n<p lang=\"zxx\"><em>von Aleksandra Setsumei, Aachen<\/em><\/p>\n<p lang=\"zxx\">Die AfD wurde 2013 von elit\u00e4ren wirtschaftsliberalen Konservativen gegr\u00fcndet. Es gelang ihr, ihr neoliberales Programm, der sich klar gegen den Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung richtete, f\u00fcr alternativ und erstrebenswert zu verkaufen. Seit dem Richtungswechsel 2015, in Folge dessen die Wirtschaftsliberalen um Lucke die Partei verlie\u00dfen, dominieren die rechtspopulistischen und aggressiv nationalistischen Kr\u00e4fte. In Folge der &#8222;Fl\u00fcchtlingskrise&#8220; und der PEGIDA-Demonstrationen profitierte die AfD und nutzte die Gelegenheit, auf der Stra\u00dfe sichtbar zu sein, indem sie beispielsweise Demos gegen &#8222;Asylchaos&#8220; organisierte.<\/p>\n<p lang=\"zxx\">Sie unterscheidet zwischen den &#8222;n\u00fctzlichen&#8220; und &#8222;unn\u00fctzlichen&#8220; Fl\u00fcchtlingen und fordert neben einem strengen Asylrecht ein Einwanderungsrecht f\u00fcr wirtschaftlich verwertbare Arbeitskr\u00e4fte nach kanadischem Vorbild. Damit grenzt sich die AfD klar von den typischen Nazi-Parteien ab, bedient aber gleichzeitig fremdenfeindliche Ressentiments. So haben Nazis inzwischen kein Problem damit, mit an den AfD-Demos teilzunehmen und werden von dort auch nicht ausgeladen.<\/p>\n<h4 lang=\"zxx\">Die j\u00fcngeren Alternativen<\/h4>\n<p lang=\"zxx\">Die Junge Alternative wurde ebenfalls 2013 gegr\u00fcndet und bezeichnet sich als Jugendorganisation der AfD. Zur Zeit ist sie in 14 Landesverb\u00e4nden organisiert mit insgesamt circa 620 Mitgliedern. Durchschnittlich sind es privilegierte M\u00e4nner zwischen 20 und 30 mit einem Rechts- oder Wirtschaftswissenschaftenstudium und Angst vor dem sozialem Abstieg und &#8222;\u00dcberfremdung&#8220;.<\/p>\n<p lang=\"zxx\">Sie selber geben sich den Anspruch, radikaler als ihre Mutterpartei sein zu wollen. Dies gelingt ihnen teilweise so gut, dass sie tats\u00e4chlich in Konflikte mit der AfD geraten. So zum Beispiel in Hessen, wo der Landesvorsitzende der AfD, Nickel, sich gegen die Anerkennung der JA als Nachwuchsorganisation aufgrund ihres \u201cunsachlichen und hetzerischen\u201d Auftretens stemmte<a href=\"#sdendnote1sym\" name=\"sdendnote1anc\">i<\/a>, bis er von Christian K\u00fchner, dem Landessprecher der JA, zu Fall gebracht wurde. Auch von ihrer Kampagne \u201cSelbstjustiz ist die neue Polizei\u201d, mit welcher die JA dem Staat vorwirft, nicht hart genug gegen Verbrechen vorzugehen, und zur Selbstjustiz aufruft, hat sich die AfD offiziell distanziert. Doch derart provokative Auftritte und Aussagen erreichen Aufmerksamkeit und \u00d6ffentlichkeit. Damit verst\u00e4rken sie ihr Bild als eine &#8222;rebellische Kraft&#8220;.<\/p>\n<h4 lang=\"zxx\">Alle willkommen?<\/h4>\n<p lang=\"zxx\">Mit ihrem Motto \u201cVerstand statt Ideologie\u201d und Ablehnung der &#8222;Political Correctness&#8220; wird innerhalb der JA jede noch so hetzerische \u00c4u\u00dferung gerechtfertigt und jede noch so abstruse Meinung zur Diskussion gestellt. Dementsprechend wird in internen Foren von AsylbewerberInnen als \u201cundankbares Pack\u201d, \u201cSchmarotzer\u201d und von Obama als \u201cQuotenneger\u201d gesprochen<a href=\"#sdendnote2sym\" name=\"sdendnote2anc\">ii<\/a>.<\/p>\n<p lang=\"zxx\">Genauso boykottiert die JA seit kurzem Amazon, weil dieses sich nun verweigert, Pirin\u00e7cis B\u00fccher zum Verkauf zu stellen. Akif Pirin\u00e7i ist ein Schriftsteller, der in seinem Buch &#8222;Deutschland von Sinnen&#8220; gegen Frauen, Homosexuelle und Ausl\u00e4nder*innen wetterte und vor Kurzem bei einer PEGIDA-Demo gegen Muslime hetzte. Au\u00dferdem ist er zu einer Veranstaltung der JA als Redner eingeladen worden.<\/p>\n<h4 lang=\"zxx\">Keine Ber\u00fchrungs\u00e4ngste<\/h4>\n<p lang=\"zxx\">Mit dieser Einstellung begr\u00fc\u00dft die JA so gut wie alle rechten AktivistInnen, was dazu f\u00fchrt, dass sie eine Ansammlung von Burschenschaftlern und \u00c4hnlichem wird. Nur um einige zu nennen: Alexander Jungbluth, stellvertretender Vorsitzender der JA NRW, war bei der \u201cAlten Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn\u201d aktiv. Benjamin Nolte, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender, der zur\u00fccktrat, als seine Mitgliedschaft bei der extrem rechten Burschenschaft Danubia zum Vorschein kam und der bei einem Treffen einem Dunkelh\u00e4utigen eine Banane hinhielt. Dubravko Mandic ist stellvertretender Vorsitzender, Mitglied der Burschenschaft Saxo-Silesia, als Anwalt vertritt er regelm\u00e4\u00dfig Nazis vor Gericht. Felix Koschkar, ehemaliger Beisitzer im Sachsen, Mitglied der Identit\u00e4ren Bewegung, die gegen &#8222;Multi-kulti&#8220; und den Islam wettert. Julien Wiesemann, fr\u00fcher der stellvertretende Landeschef der rechtspopulistischen Anti-Islam-Partei, Die Freiheit.<\/p>\n<p lang=\"zxx\">Auch offiziell gibt sich die JA gerne ein rechteres Aussehen. So hat sie bisherig nicht nur den Hetzer Pirin\u00e7ci, sondern auch den Vorsitzenden der englischen nationalistischen Partei UKIP, Nigel Farage, eingeladen. Auch von seinem Auftritt hat sich die AfD offiziell distanziert.<\/p>\n<h4 lang=\"zxx\">Rechtsruck w\u00e4hrend des Fl\u00fcgelkampfes<\/h4>\n<p lang=\"zxx\">Mit dem Slogan \u201cVerstand statt Ideologie\u201d und #MutZurEinheit gibt die JA vor, \u00fcber Konflikte und Lager hinweg sachlich \u00fcber Meinungen zu diskutieren. Doch gerade das Gegenteil wurde w\u00e4hrend des Fl\u00fcgelstreits innerhalb der AfD bewiesen, bei welcher die Wirtschaftsliberalen um Bernd Lucke und die Konservativen um Alexander Gauland und Frauke Petry um den Einfluss innerhalb der Partei rangen. Hier wurde noch mal der Charakter der Jugendorganisation und ihre Vorgehensweise deutlich: Langsam wurden wirtschaftsliberale VertreterInnen zun\u00e4chst aus den F\u00fchrungspositionen und sp\u00e4ter aus der Organisation verdr\u00e4ngt. Hagen Wei\u00df u<span lang=\"zxx\">nd <\/span><span lang=\"zxx\">Sebastian Brinkmann<\/span><span lang=\"zxx\"> traten aus d<\/span>em Vorstand der JA zur\u00fcck, nachdem sie in internen Foren beleidigt wurden und teilweise Drohanrufe erhielten. Der bis dahin Vorsitzende Meyer wurde seines Amtes enthoben mit der Begr\u00fcndung, offensichtlich gegen Willen des restlichen Vorstandes gehandelt zu haben, indem er die Ermittlung gegen H\u00f6cke wegen seiner verharmlosenden \u00c4u\u00dferungen zur NPD guthie\u00df. Au\u00dferdem soll er mit Lucke und anderen Wirtschaftsliberalen geplant haben, eine AfD-Jugendorganisation neben der JA zu gr\u00fcnden. Auf dem zeitnahen Bundeskonvent wurde beschlossen, dass sich die Mitgliedschaft in der JA mit der Mitgliedschaft in Luckes liberalen Platform Weckruf gegenseitig ausschlie\u00dfe. Auf dem folgenden Konvent Ende Mai 2015 wurden Sven Tritschler und Frohnmaier zu neuen Bundesvorsitzenden gew\u00e4hlt und damit endg\u00fcltig die \u201cH\u00f6cke-Jugend\u201d gegr\u00fcndet. Frohnmaier ist derjenige, der offen zugab: \u201eVon der NPD unterscheiden wir uns vornehmlich durch unser b\u00fcrgerliches Unterst\u00fctzerumfeld, nicht so sehr durch Inhalte.\u201c<a href=\"#sdendnote3sym\" name=\"sdendnote3anc\">iii<\/a> und der Bj\u00f6rn H\u00f6cke f\u00fcr sein Vorbild h\u00e4lt<a href=\"#sdendnote4sym\" name=\"sdendnote4anc\">iv<\/a>. Dem Rechtsruck folgten Austritte. Insgesamt sollen in der Zeit 10 Prozent der Mitglieder die Organisation verlassen haben.<\/p>\n<h4 lang=\"zxx\">&#8222;Ich bin kein Feminist, weil&#8230;&#8220;<\/h4>\n<p lang=\"zxx\">Unter diesem Slogan wettert die JA gegen den Feminismus. In der Aktion konnten Freiwillige ihre pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnde, warum sie den Feminismus f\u00fcr \u00fcberholt oder l\u00e4cherlich halten, auf ein Blatt Papier schreiben und sich abfotografieren. Bilder mit Spr\u00fcchen wie &#8222;weil Hausfrau auch ein Beruf ist&#8220; oder &#8222;weil starke Frauen sich nicht hinter ihrem Geschlecht verstecken m\u00fcssen&#8220; wurden sp\u00e4ter bei Facebook ver\u00f6ffentlicht. &#8222;Gleichberechtigung statt Gleichmacherei\u201d ist das Motto. Die Botschaft dahinter ist klar \u2013 Frauen werden freiwillig zu Hausfrauen, die Gleichberechtigung sei bereits l\u00e4ngst erreicht. Nun gelte das neoliberale Leistungsprinzip: Nur, wer sich selbst durchschl\u00e4gt, sei emanzipiert. Auch die meisten Frauen auf den Bildern sind davon \u00fcberzeugt, es alleine bis zu ihrem Traumposten zu schaffen, wenn sie es nur w\u00f6llten.<\/p>\n<p lang=\"zxx\">Das konservative Frauenbild spiegelt sich in sexistischen Wahlmaterial, auf den halbnackte Frauen abgebildet sind, wider und schlie\u00dflich auch in dem Fakt, dass es unter den 12-k\u00f6pfigen Bundesvorstand der JA kein einziges weibliches Mitglied zu finden ist und der weiblicher Anteil der Mitglieder bei circa sieben Prozent liegt (Stand November 2014).<\/p>\n<h4 lang=\"zxx\">Elit\u00e4r und neoliberal<\/h4>\n<p lang=\"zxx\">Ein weiteres Feld, wo die JA gegen die &#8222;links-gr\u00fcne Mainstreampolitik&#8220; wettert, ist die Bildungspolitik: Als Vertreter der privilegierten Schicht, beschwert sie sich \u00fcber den &#8222;Akademisierungswahn&#8220;, der zur Senkung des Niveaus auf der Schule f\u00fchre. Au\u00dferdem g\u00e4be es so zu wenige Menschen, die bereit sind, eine Ausbildung zu absolvieren, was wiederum zu dem bef\u00fcrchteten Fachkr\u00e4ftemangel f\u00fchre. Dieser solle durch Import von Arbeitskr\u00e4ften gel\u00f6st werten, so Wiebke Muhsal, Vorsitzende von JA Th\u00fcringen. Doch man k\u00f6nne die Entwicklung nicht mit Fl\u00fcchtlingen aus L\u00e4ndern l\u00f6sen, in dem die Analphabetenquote so hoch liege. Nein, was man brauche, sei eine R\u00fcckkehr zu dem leistungsorientierten Schulsystem<a href=\"#sdendnote5sym\" name=\"sdendnote5anc\">v<\/a>. Da Bildung nicht umsonst zu haben sei, sei eine Wiedereinf\u00fchrung von Studiengeb\u00fchren denkbar, so Philipp Ritz, ein ehermaliger Bundesvorsitzender der JA<a href=\"#sdendnote6sym\" name=\"sdendnote6anc\">vi<\/a>.<\/p>\n<p lang=\"zxx\">Die Einstellung der Werbung f\u00fcr die Bundeswehr auf den Schulen h\u00e4lt die JA f\u00fcr bedenklich. Dies zeuge von einer gef\u00e4hrlichen Haltung gegen\u00fcber einer Institution, welche dem Schutze des deutschen Volkes diene, so Frohnmaier, Bundesvorsitzender.<\/p>\n<p lang=\"zxx\">In ihren Ausf\u00fchrungen sieht die JA allerdings gewaltig an den Tatsachen vorbei. Die deutsche Armee ist nicht f\u00fcr die Sicherheit der Bev\u00f6lkerung notwendig, sondern f\u00fcr die Machtsicherung Deutschlands weltweit. Ebenso liegt der Fachkr\u00e4ftemangel nicht wie behauptet an den mangelnden KandidatInnen f\u00fcr die Ausbildungspl\u00e4tze, sondern haupts\u00e4chlich an den fehlenden Ausbildungspl\u00e4tzen. Es wird ebenfalls verschwiegen, dass es gerade das dreigliedrige Schulsystem ist, dass das Bildungssystem zu einem ungerechten Aussortierungssystem macht. Die Studiengeb\u00fchren w\u00fcrden noch mehr Menschen als jetzt dazu zwingen, aus finanziellen Mitteln ein Studium abzubrechen oder gar nicht anzufangen.<\/p>\n<p lang=\"zxx\">\u00c4hnlich wie die AfD schafft die JA es, ihr Programm den Menschen, die sich selbst als &#8222;Leistungstr\u00e4ger&#8220; sehen, schmackhaft zu machen. Dabei muss aber klar sein, dass die propagierte Chancengleichheit und Leistungsorientierung nur ein Schein ist und ein solcher Bildungssystem zum Ausschluss sozial Schwacher f\u00fchrt.<\/p>\n<h4 lang=\"zxx\">Ideologie statt Verstand<\/h4>\n<p lang=\"zxx\">Diejenigen, die vorgeben, Ideologien abzulehnen, verbreiten in einem mantra\u00e4hnlichem Still ihre fremdenfeindliche und sozialdarwinistische Ideologie. Sie erz\u00e4hlen von &#8222;Islamisierung des Abendlandes&#8220;, von Kirchen, die angeblich zu Moscheen umgebaut w\u00fcrden, von muslimischen Liedern bei Weihnachtsmessen, von Ber\u00fccksichtigung der Richtung von Mekka bei Entw\u00fcrfen von Geb\u00e4uden, von islamistischem Terror. Dahinter steckt eine irrationale Angst vor Fremden. Doch aus Realit\u00e4t macht sich die JA nicht viel. Wie w\u00fcrde man sonst den Antrag von Krzysztof <span lang=\"de-DE\">Walczak<\/span> beurteilen beim Parteitag im Mai 2015? Dieser sieht vor, die Quote der ausl\u00e4ndischen Mitglieder der JA auf 10 Prozent zu begrenzen. Nicht nur ist dieser Antrag unverhohlen rassistisch, er wurde nur mit knapper Mehrheit abgelehnt. Anscheinend hat die H\u00e4lfte der JA die Angst, von den Ausl\u00e4ndern in ihrer eigenen Partei infiltriert zu werden, ohne einsehen zu wollen, dass es zu der Zeit nur sieben ausl\u00e4ndische Mitglieder in der Partei gab, was umgerechnet circa einem Prozent entspricht.<\/p>\n<h4 lang=\"zxx\">Rechte Propaganda verhindern!<\/h4>\n<p lang=\"zxx\">Die JA war eine Triebfeder der Entwicklung der AfD von einer wirtschaftsliberalen nationalistischen Partei hin zu einer rechtspopulistischen Kraft. In der Zeit, wo fast jeden zweiten Tag eine Fl\u00fcchtlingsunterkunft brennt und es jede Woche irgendwo einen Naziaufmarsch gibt, ist sie umso gef\u00e4hrlicher, da sie die gesamte gesellschaftliche Meinung nach rechts verschiebt. Dagegen muss man Widerstand leisten.<\/p>\n<div id=\"sdendnote1\">\n<p lang=\"zxx\"><a href=\"#sdendnote1anc\" name=\"sdendnote1sym\">i <\/a><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/unispiegel\/d-132787511.html\">http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/unispiegel\/d-132787511.html<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/die-junge-alternative-als-afd-nachwuchs-13354681.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/die-junge-alternative-als-afd-nachwuchs-13354681.html<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote2\">\n<p lang=\"zxx\"><a href=\"#sdendnote2anc\" name=\"sdendnote2sym\">ii <\/a>Facebook\/AfD watch Beitrag vom 5 Mai <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/watch.afd\/posts\/436185579896512?fref=nf\">https:\/\/www.facebook.com\/watch.afd\/posts\/436185579896512?fref=nf<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote3\">\n<p lang=\"zxx\"><a href=\"#sdendnote3anc\" name=\"sdendnote3sym\">iii<\/a><a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/die-junge-alternative-als-afd-nachwuchs-13354681-p2.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/die-junge-alternative-als-afd-nachwuchs-13354681-p2.html<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote4\">\n<p lang=\"zxx\"><a href=\"#sdendnote4anc\" name=\"sdendnote4sym\">iv <\/a><a href=\"https:\/\/andreaskemper.wordpress.com\/2015\/05\/31\/frohnmaier-und-tritschler-in-karben-zu-ja-chefs-gewahlt\/\">https:\/\/andreaskemper.wordpress.com\/2015\/05\/31\/frohnmaier-und-tritschler-in-karben-zu-ja-chefs-gewahlt\/<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote5\">\n<p lang=\"zxx\"><a href=\"#sdendnote5anc\" name=\"sdendnote5sym\">v <\/a>Rede bei YouTube ver\u00f6ffentlicht: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=0InnRichk1I\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=0InnRichk1I<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote6\">\n<p lang=\"zxx\"><a href=\"#sdendnote6anc\" name=\"sdendnote6sym\">vi <\/a><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/afd-junge-alternative-will-die-afd-bewegen\/9572498-all.html\">http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/afd-junge-alternative-will-die-afd-bewegen\/9572498-all.html<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Junge Alternative ist rassistisch, neoliberal, homophob und elit\u00e4r<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":31941,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7],"tags":[711,742],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31940"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31940"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31940\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31942,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31940\/revisions\/31942"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/31941"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31940"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31940"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31940"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}