{"id":31080,"date":"2015-08-10T10:00:26","date_gmt":"2015-08-10T08:00:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sozialismus.info\/?p=31080"},"modified":"2015-08-07T12:29:54","modified_gmt":"2015-08-07T10:29:54","slug":"salafismus-herkunft-und-charakter-einer-reaktionaeren-stroemung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2015\/08\/salafismus-herkunft-und-charakter-einer-reaktionaeren-stroemung\/","title":{"rendered":"Salafismus: Herkunft und Charakter einer reaktion\u00e4ren Str\u00f6mung"},"content":{"rendered":"<p align=\"JUSTIFY\"><em><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/8444514529_97b1cf2155_k-e1438943346762.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-31082\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/8444514529_97b1cf2155_k-e1438943346762-280x173.jpg\" alt=\"Salafismus\" width=\"280\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/8444514529_97b1cf2155_k-e1438943346762-280x173.jpg 280w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/8444514529_97b1cf2155_k-e1438943346762-162x100.jpg 162w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/8444514529_97b1cf2155_k-e1438943346762-560x347.jpg 560w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/8444514529_97b1cf2155_k-e1438943346762-600x370.jpg 600w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/8444514529_97b1cf2155_k-e1438943346762-534x330.jpg 534w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/8444514529_97b1cf2155_k-e1438943346762.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/a>Dokumentiert: Stellungnahme von<a href=\"http:\/\/linksjugendsolidaachen.blogsport.de\"> linksjugend [&#8217;solid] Aachen<\/a>, beschlossen im Juli 2015<\/em><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Hier als PDF runterzuladen: <a href=\"http:\/\/linksjugendsolidaachen.blogsport.de\/images\/20150802stellungnahmesalafismus_print.pdf\">http:\/\/linksjugendsolidaachen.blogsport.de\/images\/20150802stellungnahmesalafismus_print.pdf <\/a><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die Aktivit\u00e4ten der so genannten salafistischen Minderheitsstr\u00f6mung des Islam sind zu einer bedeutenden Herausforderung f\u00fcr Linke weltweit geworden. In mehrheitlich muslimischen L\u00e4ndern treten salafistische Bewegungen als direkte Bedrohung f\u00fcr progressive und linke Kr\u00e4fte auf: Sei es in \u00c4gypten, Tunesien oder in Gestalt des IS. Im Westen, wo der Islam eine Minderheitsreligion ist, wird der Salafismus als Vorwand f\u00fcr Staatsorgane zu Repression und \u00dcberwachung benutzt[1] und rassistische Bewegungen wie HoGeSa und PEGIDA kn\u00fcpfen mit ihrer Hetze an \u00c4ngsten in der Bev\u00f6lkerung nicht zuletzt vor Salafist*innen an. In befreundeten migrantischen Communities ist man zunehmend alarmiert von den Aktivit\u00e4ten hiesiger Salafist*innen und nicht selten kommt die Aufforderung zur gemeinsamen Auseinandersetzung mit diesen Kr\u00e4ften. F\u00fcr uns als Linke in Deutschland ist das keine ganz einfache Frage, m\u00fcssen wir ja zugleich auch einen Kampf gegen antimuslimischen Rassismus f\u00fchren und vor allem daf\u00fcr sorgen, Spaltung entlang nationaler und religi\u00f6ser Linien zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Da unserer Praxis eine gr\u00fcndliche politische Analyse vorangehen muss, gilt es, das Ph\u00e4nomen Salafismus einer eingehenden historisch-politischen Analyse zu unterziehen. Dabei distanzieren wir uns von solchen Teilen der Linken, die mit von der Frage des Klassenkampfes losgel\u00f6ster abstrakter Religionskritik aufwarten und losgel\u00f6st vom Kontext eines antimuslimischen Rassismus, gegen \u201cden Islam\u201d agitieren[2]. Aber wir wollen uns auch klar von solchen Kr\u00e4ften abgrenzen, die im politischen Islam eine \u201crevolution\u00e4re\u201d und \u201cantiimperialistische\u201d Kraft sehen wollen und prinzipienlose B\u00fcndnisse mit ihm eingehen[3].<\/p>\n<h4 align=\"JUSTIFY\">Formen des Salafismus heute<\/h4>\n<div id=\"Bereich2\" dir=\"LTR\">\n<p align=\"JUSTIFY\">Es gibt nicht eine salafistische Bewegung, sondern viele unterschiedliche und sehr unterschiedlich agierende Ausformungen dieser radikalen Tendenz innerhalb der sunnitischen Mehrheitsrichtung des Islam. In Staaten wie Tunesien und \u00c4gypten gibt es politische Parteien dieser Ausrichtung. In manchen Moscheen[4] und in europ\u00e4ischen Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen machen sich vorwiegend missionierend t\u00e4tige Salafist*innen bemerkbar &#8211; zum Teil durch \u00f6ffentliche Predigten, zum Teil durch Verteilung eines kostenlosen Koran (\u201eLIES!\u201c-Kampagne). Entgegen den von Teilen der Politik und Medien gesch\u00fcrten \u00c4ngsten ist die Szene in Deutschland zahlenm\u00e4\u00dfig recht klein: Sie umfasst \u2013 nach Zahlen des Geheimdienstes \u201eBundesamt f\u00fcr Verfassungsschutz\u201c \u2013 in ganz Deutschland nicht mehr als 7500 Menschen (mit dem regionalen Schwerpunkt NRW). Jedoch steigt die Zahl bemerkenswert an[5]. Auff\u00e4llig ist dabei eine Missionierung von sehr jungen Menschen. Die f\u00fchrenden (ausschlie\u00dflich m\u00e4nnlichen) Prediger hierzulande, Leute wie Ibrahim Abou-Nagie und die Konvertiten Pierre Vogel und Sven Lau, sind vor allem in der Missionierung (arabisch Da&#8217;awa) t\u00e4tig. Sie propagieren ein ausgesprochen reaktion\u00e4res, patriarchalisches, frauenfeindliches (Vogel verteidigt u.a. das k\u00f6rperlicher Z\u00fcchtigungsrecht des Ehemannes[6]), homophobes, irrationales (Kreationismus, H\u00f6llenlehre) und intolerantes Weltbild, nach dem der Koran w\u00f6rtlich zu interpretieren sei und allen Nicht-Salafist*innen (also auch allen anderen Muslim*innen) die H\u00f6lle drohe. Sie (Vogel und Lau) distanzieren sich \u00f6ffentlich von terroristischen und militant-djihadistischen[7] Gruppen wie Al-Quaida, Boko Haram, Al Nusra und dem IS. Aber nicht zuletzt aufgrund von Kontakten dieser Str\u00f6mung zu IS-K\u00e4mpfern ist dies wenig glaubw\u00fcrdig. Diese rein missionarisch agierenden Prediger legen nicht selten die ideologische Basis f\u00fcr weitere Radikalisierung. So stammen nicht wenige deutsche B\u00fcrgerkriegsteilnehmer*innen an der Seite des IS aus dem Dunstkreis dieser Szene und wurden durch die \u201efriedlichen\u201d Prediger f\u00fcr den Salafismus gewonnen. Darunter auch ein bekannter ehemaliger Gangsta-Rapper[8]. Das Ziel der weltweiten Errichtung eines islamischen Staates mit der Scharia als Rechtsgrundlage ist in letzter Konsequenz allen Salafist*innen gemein. In diesem Sinne ist der Salafismus auch in seiner legalistischen, nicht offen Gewalt predigenden Form, eine politische Bewegung.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Der Salafismus behauptet, die \u201ewahre Religion\u201c und die einzig g\u00fcltige Form des Islam zu sein. Die aus dem Arabischen kommende Wortbedeutung \u201eSalaf\u201c bedeutet so etwas wie \u201eVorfahr\/Ahn\u201c und Salafismus ist demnach die \u201eLehre der Altvorderen\u201c. Der Salafismus beansprucht, den \u201eauthentischen\u201c Islam Mohammeds und seiner unmittelbaren Nachfolger oder das was er daf\u00fcr h\u00e4lt, in der Gegenwart zu repr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">F\u00fcr die Anh\u00e4nger*innen dieser Richtung ist sie die einzige ins Paradies f\u00fchrende Lehre. Dieser Logik nach sind alle anderen Str\u00f6mungen Ungl\u00e4ubige, denen unvermeidlich die H\u00f6lle bevorstehe. Eine besondere, nicht selten in Aggressivit\u00e4t m\u00fcndende Intoleranz, geht damit einher. Wo der Salafismus zur politischen Macht gelangte, kam es zu Zwangsmissionierung und zur Einf\u00fchrung von Sondersteuern und vielf\u00e4ltigen gesellschaftlichen Benachteiligungen f\u00fcr Andersgl\u00e4ubige[9]. Der IS stellt in dieser Hinsicht eine besonders brutale Form des Salafismus dar, was sich in den Massakern an Yesid*innen und in der massenhaften Versklavung und sexuellen Ausbeutung von Nicht-Musliminnen in Syrien und Irakisch-Kurdistan ausdr\u00fcckt(e).<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Nicht wenige Str\u00f6mungen innerhalb des Salafismus distanzieren sich mehr oder weniger klar von dieser Praxis und vom IS als Organisation. Dies gilt auch f\u00fcr den ehemaligen AIZler[10] Bernhard Falk, einem f\u00fchrenden deutschen Salafisten und Unterst\u00fctzer des syrischen Al-Quaida-Ablegers Al-Nusra-Front, der im \u00dcbrigen wenig \u00fcberzeugend versucht, dem Salafismus eine \u201eantiimperialistische\u201c Rechtfertigung zu geben und ihn als kompatibel mit linken Ans\u00e4tzen zu verkaufen[11]. Allen gemein aber bleibt die intensive Missionierung, wobei die salafistische Str\u00f6mung sich gemeinhin als \u201eder Islam\u201c [an sich] verkauft und damit das falsche Bild vermittelt, dass seine Minderheitsstr\u00f6mung typisch sei f\u00fcr die islamische Weltreligion und die Mehrheit ihrer Anh\u00e4nger*innen.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die Fokussierung auf die Gewinnung besonders junger Menschen, nicht selten aus prekarisierten und perspektivlosen migrantischen Schichten[12], macht den Salafismus zum direkten politischen Gegner jeder fortschrittlichen und linken Bewegung.<\/p>\n<\/div>\n<h4 align=\"JUSTIFY\">Entstehung und Entwicklung des Salafismus<\/h4>\n<div id=\"Bereich3\" dir=\"LTR\">\n<p align=\"JUSTIFY\">Ein Spezifikum des Islam gegen\u00fcber anderen Weltreligionen ist seine von Beginn an starke Verkn\u00fcpfung mit politischer Macht[13]. Mohammed und seine Nachfolger (die Kalifen) waren Religionsf\u00fchrer und Politiker\/Milit\u00e4rs in einem. So brachten auch die Religionsk\u00e4mpfe zwischen Sunnit*innen [etwa 90% der Muslime weltweit] und Schiit*innen sowie anderen und die K\u00e4mpfe der Str\u00f6mungen innerhalb dieser beiden Hauptrichtungen sehr weltliche Interessen zum Ausdruck. Beim Streit zwischen Sunnit*innen und Schiit*innen ging es um die Nachfolge Mohammeds als Kalif, also geistlicher und politischer F\u00fchrer. Wie \u00fcberall in der vormodernen Welt artikulierte sich auch der Klassenkampf bzw. der nationale Befreiungskampf der Unterdr\u00fcckten (Sklav*innen, B\u00e4uer*innen, arme St\u00e4dter*innen, unterdr\u00fcckte Minderheiten) sich der Sprache der Religion[14]. Koraninhalte wurden und werden bis heute deshalb sehr unterschiedlich verstanden.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Eine St\u00e4rke des historischen Islam, des alten Kalifats, war die Zur\u00fcckdr\u00e4ngung der Religion aus Kunst und vor allem Wissenschaft. Auf dieser Grundlage erlangte die islamische Welt gegen\u00fcber dem r\u00fcckst\u00e4ndigen, von der Kirche beherrschten \u201eAbendland\u201c f\u00fcr viele Jahrhunderte einen gro\u00dfen kulturellen und wissenschaftlichen Vorsprung. Die herrschenden Kalifen waren zwar Ausbeuter von B\u00e4uer*innen und Sklav*innen, aber \u00fcbten sich in religi\u00f6ser Toleranz, vor allem gegen\u00fcber J\u00fcd*innen und Christ*innen. H\u00f6hepunkt dieser Entwicklung war die Str\u00f6mung des Mutalizismus, der islamischen Fr\u00fchaufkl\u00e4rung im 9. bis 11. Jahrhundert, die die strenge Trennung von Religion und Wissenschaft einforderte und Menschen zum rationalen Denken aufforderte. Gegen diese Haltung wandten sich schon fr\u00fchzeitig konservative Religionsgelehrte, die all dies \u201eunislamisch\u201c fanden. Im islamischen Mittelalter findet man die Vorl\u00e4ufer des modernen Salafismus. Doch vermochten diese sich nicht durchzusetzen, auch nicht zur Zeit der als \u201eKreuzz\u00fcge\u201c bezeichneten Raub- und Eroberungsfeldz\u00fcge der europ\u00e4ischen Feudalherren[15].<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Dies \u00e4nderte sich erst in der Moderne, als die islamische Welt gegen\u00fcber dem aufstrebenden kapitalistischen und sp\u00e4ter imperialistischen Europa ins Hintertreffen geriet und zunehmend in koloniale Abh\u00e4ngigkeit verfiel.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Eine erste wirkm\u00e4chtige Str\u00f6mung des salafistischen Islam in der Neuzeit wurde der Wahhabitismus, der heute noch in Saudi-Arabien Staatsreligion ist. Der konservative Prediger Muhammad ibn \u02bfAbd al-Wahh\u0101b f\u00fchrte Mitte des 18. Jahrhunderts einen Aufstand gegen das in seinen Augen \u201egottlose\u201c und \u201edekadente\u201c Osmanische Reich an und verb\u00fcndete sich dabei mit einem lokalen Feudalherren aus dem Hause Saud. Gemeinsam schufen sie ein K\u00f6nigreich mit dem wahhabitischen Islam als Staatsreligion. Der Wahhabitismus wandte sich militant gegen andere Richtungen des Islam, sowohl gegen Modernisierer*innen als auch Schiit*innen. Eine Vorwegnahme der Brutalit\u00e4t von Taliban und IS war das Massaker wahhabitischer K\u00e4mpfer im schiitischen Heiligtum von Kerbala 1802[16].<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Der Bezug zu Saudi-Arabien und seiner heute noch herrschenden Dynastie ist f\u00fcr den Salafismus bedeutend, st\u00fctzt dieser sich doch in seiner Theologie wesentlich auf die saudische Interpretation des Islam. Viele salafistische Prediger sind in Saudi-Arabien ausgebildet worden, selbst Pierre Vogel studierte dort einige Zeit[17].<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Inzwischen aber distanzieren sich viele politische Salafist*innen und auch der IS vom saudischen K\u00f6nigshaus, das sie wegen seiner Prunksucht und vor allem wegen seiner au\u00dfenpolitischen Paktiererei mit dem US-Imperialismus ablehnen. Eine Figur wie Osama bin Laden kehrte dem Land ihrer Herkunft in den 1990ern demonstrativ den R\u00fccken[18].<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Der eigentliche Salafismus im modernen Sinne ist ein Produkt des 19. Jahrhunderts. Sp\u00e4testens zu dieser Zeit war die islamische bzw. arabische Welt in den Einflussbereich der Kolonialm\u00e4chte Gro\u00dfbritannien, Frankreich und Italien geraten oder wurde vom maroden Osmanischen Reich regiert. Der Salafismus ist also eine Reaktion von rechts auf den europ\u00e4ischen Kolonialismus und Imperialismus, auf die Dem\u00fctigung der Muslime durch die christlichen Europ\u00e4er*innen und sp\u00e4ter auch US-Amerikaner*innen.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Doch seine gro\u00dfe Zeit erlangte der Salafismus erst im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts. Das ist von Bedeutung, denn der Salafismus wird oftmals als \u201emittelalterlich\u201c dargestellt. Dabei ist er, trotz seiner ideologischen Bezugnahme auf ein idealisiertes 7. Jahrhundert, ein Produkt der Moderne. Er ist wie oben schon dargestellt eine Reaktion auf den modernen Imperialismus und bedient sich au\u00dferdem perfekt der modernen Hochtechnologie. So morden IS-K\u00e4mpfer und zeigen das bei youtube. Prediger weltweit rekrutieren ihren Nachwuchs \u00fcber Internet-Kan\u00e4le und digitale soziale Netzwerke.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Dar\u00fcber hinaus profitieren salafistische Organisationen von Ausbeutung und finanzieren ihre Verb\u00e4nde \u00fcber kapitalistische Gesch\u00e4fte und besonders \u00d6leinnahmen[19]. Schon alleine deshalb haben sie kein Interesse an einer \u00dcberwindung des Kapitalismus und seiner Ausbeutungsmethoden \u2013 auch wenn sie sich als Alternative zum Kapitalismus verkaufen. Sie verstehen unter Kapitalismuskritik die Kritik an Zinsgesch\u00e4ften und berufen sich dabei auf den Koran[20]. Dies ist unter Anderem Grund f\u00fcr den unter Salafist*innen weit verbreiteten Antisemitismus. Dabei bedienen einige sich direkt bei westlichen\/europ\u00e4ischen antisemitischen Argumentationsstrukturen und \u201eQuellen\u201c wie den Protokollen der \u201eWeisen von Zion\u201c[21].<\/p>\n<\/div>\n<h4 align=\"JUSTIFY\">Produkt, Verb\u00fcndeter und Feind des Imperialismus<\/h4>\n<div id=\"Bereich4\" dir=\"LTR\">\n<p align=\"JUSTIFY\">Im 20. Jahrhundert dominierten kommunistische Parteien und s\u00e4kulare arabisch-nationalistische Kr\u00e4fte im antiimperialistischen Befreiungskampf. In \u00c4gypten hatte sich 1928 mit der heute noch bestehenden Muslimbruderschaft die erste gro\u00dfe islamistische Partei gegr\u00fcndet. Doch diese war eine Ausnahme. Inzwischen gilt diese f\u00fcr die \u00e4gyptischen Salafist*innen als zu verw\u00e4ssert. Salafistische Parteien wie die \u201ePartei des Lichts\u201c &#8211; die bei den Wahlen 2011 zur zweitst\u00e4rksten Partei wurde und massiv von Saudi-Arabien finanziert wird \u2013 konnten sprungartig an Einfluss im Land gewinnen[22].<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Weder Stalinismus noch b\u00fcrgerlicher s\u00e4kularer Nationalismus vermochten die Gesellschaft dauerhaft voran zu entwickeln. Stalinistische &#8222;Kommunistische Parteien&#8220; (KPen) orientierten im Sinne der \u201eVolksfront\u201c-Konzeption und des Etappenmodells (= strenge Trennung der b\u00fcrgerlich-demokratischen von von der sozialistischen Revolution) auf B\u00fcndnisse mit vermeintlich progressiven b\u00fcrgerlichen Kr\u00e4ften und vermieden es, die Arbeiter*innenklasse unabh\u00e4ngig zu organisieren[23]. Durch dieses Fehlen einer unabh\u00e4ngigen Kraft des Proletariats konnten nationalistische F\u00fchrer und Gener\u00e4le wie Gamal Abd el-Nasser, Muammar al-Ghaddafi, Saddam Hussein oder Hafiz Al-Assad das Vakuum ausf\u00fcllen. Also Diktatoren, die zeitweise enge Beziehungen zum Ostblock pflegten und eine Politik der Verstaatlichungen durchf\u00fchrten, aber jede Intiative der Arbeiter*innenklasse von unten unterdr\u00fcckten. Dies hielt mache KPen, so in Syrien und im Irak, dennoch nicht davon ab, mit diesen Regimen zu kooperieren und zweitweise selbst (wie in Syrien) Teil des Staatsapparates zu werden. Ab den 1990er Jahren, also nach dem Zusammenbruch der UdSSR und des Ostblocks, schwenkten diese Regime allesamt zu einer Politik der Privatisierungen und neoliberalen Reformen um, was Massenarbeitslosigkeit und Armut bewirkte und ein wesentliches Motiv der revolution\u00e4ren Aufst\u00e4nde von 2011 war[24].<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die gro\u00dfe Stunde des militant-djihadistischen bewaffneten Salafismus kam 1979, als sich die afghanischen Mujaheddin bewaffnet gegen die stalinistische Kabuler Regierung der DVPA und die sie unterst\u00fctzenden Sowjettruppen stellte. Es war ein reaktion\u00e4rer Aufstand, der sich unter anderem gegen die Landreform der DVPA und deren Plan, die Schulpflicht f\u00fcr M\u00e4dchen einzuf\u00fchren, wandte. Mit dem Einmarsch der sowjetischen Truppen konnten diese Kr\u00e4fte sich aber auch als nationale Befreiungsk\u00e4mpfende verkaufen. Verkompliziert wurde der afghanische B\u00fcrgerkrieg durch die Rolle von maoistsichen Kr\u00e4ften innerhalb der Rebell*innen, die die moskautreue Regierung bek\u00e4mpften. Der Aufstand der Mujaheddin (\u201eGlaubenskrieger\u201c) wurde mit Geld und Waffen vom US-Imperialismus gest\u00fctzt. US-Pr\u00e4sidenten wie Carter und Reagan propagierten \u00f6ffentlich den \u201eFreiheitskampf der Muslime gegen die atheistische UdSSR\u201c[25]. Als 1979 im Iran ein schiitischer(!) Gottesstaat errichtet wurde, versuchten viele radikale Sunnit*innen es dem iranischen F\u00fchrer Khomeini gleichzumachen. Salafistische Str\u00f6mungen schossen wie Pilze aus dem Boden. Afghanistan war ihr erstes Aufmarschgebiet: Im Zuge des bis 1995 andauernden Kampfes gegen die Kabuler Regierung und die Sowjettruppen bis 1988 wurde Afghanistan zum Rekrutierungsfeld f\u00fcr wahhabitisch-salafistische Fanatiker*innen. Salafistische K\u00e4mpfer weltweit str\u00f6mten in die Reihen der von den USA, Saudi-Arabien und Pakistan unterst\u00fctzten, d.h. finanzierten, bewaffneten und propagandistisch aufgewerteten Mujaheddin-\u201cFreiheitsk\u00e4mpfer\u201c. Auch Osama bin Laden erhielt dort seine Feuertaufe. Nach dem Zusammenbruch der aus Salafisten-Sicht \u201eteuflischen\u201c, da gottlosen UdSSR, wandten sich viele militante salafistische Bewegungen gegen den nun siegreichen und alleine \u00fcbrig gebliebenen westlichen Imperialismus unter F\u00fchrung der USA[26]. Parallel dazu gewannen islamistische Kr\u00e4fte die Oberhoheit im pal\u00e4stinensischen Befreiungskampf[27].<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Aus den sich aufl\u00f6senden afghanischen Mujaheddin bildeten sich Mitte der 1990er Jahre die Taliban, die 1996, als sie zur Macht kamen, von den USA anfangs als \u201epositive Ordnungsmacht\u201c gesehen und erst nachdem sie den Bau einer Pipeline durch ihren Staat verweigerten, zu Feinden wurden[28]. Das Taliban-Regime von 1996-2001 war ber\u00fcchtigt f\u00fcr seine Brutalit\u00e4t und Frauenfeindlichkeit und gewisserma\u00dfen ein Vorgeschmack auf die Barbarei des IS heute. Viele heutige K\u00e4mpfer*innen des IS haben in Kriegen und B\u00fcrgerkriegen der 1990er Jahre gek\u00e4mpft: So in Bosnien und in Tschetschenien. Dass der Widerstand in Letzterem in eine salafistische Richtung umschlug, ist ein \u201eVerdienst\u201c der brutalen Politik des russischen Imperialismus, dessen Armee das traditionell muslimische Tschetschenien verw\u00fcstete[29].<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Viel wird heute \u00fcber den Ursprung des IS gesprochen. Fakt ist, dass seine Vorl\u00e4ufer aus dem Chaos nach dem Einmarsch der USA-gef\u00fchrten Truppen in den Irak 2003 entstanden und aus den westlich unterst\u00fctzen Massen der islamistischen Gruppierungen im syrischen B\u00fcrgerkrieg ab 2011\/12.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die von der US-Besatzung praktizierte \u201eTeile und Herrsche\u201c-Politik im Irak hat die Schiit*innen jahrelang bevorzugt. Das hat viele Sunnit*innen (auch Unterst\u00fctzende des s\u00e4kularen gest\u00fcrzten Regimes von Saddam Hussein) in die F\u00e4nge des IS getrieben.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Obwohl der IS heute gegen alle internationalen und regionalen M\u00e4chte auftritt, genoss er lange Zeit Unterst\u00fctzung durch die reaktion\u00e4ren Golfmonarchien wie Katar und Bahrain sowie das Wohlwollen des t\u00fcrkischen Staates unter Erdo\u011fan und kann latent immer noch darauf z\u00e4hlen[30]. Die Angriffe des t\u00fcrkischen Staates auf die Kr\u00e4fte der PKK\/YPG und die Repression gegen die HDP und andere pro-kurdische Kr\u00e4fte seit Juli 2015 unterstreichen dies in aller Deutlichkeit.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Im Nahen Osten ist der Salafismus zu einem Faktor in einem durch und durch sektierischen Krieg zwischen Sunnit*innen und Schiit*innen geworden. Durch eben jene F\u00f6rderung durch Saudi-Arabien und die Golfmonarchien bildet er eine ideologische Speerspitze in diesem Kampf, der von manchen Kommentator*innen mit dem \u201c30-j\u00e4hrigen Krieg\u201d in Europa (1618-1648) verglichen wird. Als Schutzmacht der Schiit*innen tritt vor allem der Iran und Assad auf. W\u00e4hrend Saudi-Arabien, Katar und die T\u00fcrkei von den USA und Deutschland unterst\u00fctzt werden, kann die schiitische Seite vor allem auf Russlands Unterst\u00fctzung setzen[31]. Dieser blutige Kampf ist damit l\u00e4ngst zu einem Stellvertreterkrieg der imperialistischen M\u00e4chte geworden. Im Angriffskrieg Saudi-Arabiens auf den Jemen hat er 2015 eine weitere Eskalationsstufe erreicht[32]. Vor allem aber in Syrien und im Irak mischen diverse djihadistisch-salafistische Kr\u00e4fte, bei denen der IS die erfolgreichste ist, eifrig mit. In diesem Sinne zeigt sich der Salafismus als Ideologie der Spaltung entlang religi\u00f6ser Linien, was der Imperialismus auszunutzen weiss.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Das Eingreifen des Imperialismus, die Auspl\u00fcnderung des Landes und die Einsetzung einer korrupten und unbeliebten, pro-kapitalistischen Regierung um Hamid Karsai, hat auch das politische Comeback der 2001 bei der Bev\u00f6lkerung noch verha\u00dften Taliban gebracht. Obamas brutaler Drohnenkrieg hat deren Einfluss sogar ins Nachbarland Pakistan ausgeweitet[33].<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die Zerschlagung jeder fortschrittlichen Opposition in Diktaturen wie Syrien und Libyen und die politische Schw\u00e4che der Linken dort hat die Salafist*innen lange Zeit zur einzigen relevanten Oppositon gemacht. Nach der brutalen Zerschlagung der demokratischen Aufstandsbewegungen 2011 konnten diese Kr\u00e4fte dort politischen Einfluss gewinnen. Das Zutun des Imperialismus tat \u00fcberall das Seinige dazu.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Betrachten wir also die Geschichte des bewaffneten, djihadistischen Salafismus, so sehen wir, dass diese sich heute antiimperialistisch gebende Str\u00f6mung ihre Anf\u00e4nge im Kampf gegen soziale Revolutionen und \u201eKommunismus\u201c hat und gerade deshalb jahrelang die Unterst\u00fctzung des Imperialismus und der allerreaktion\u00e4rsten arabischen Regime genoss und noch genie\u00dft. Folgerichtig bek\u00e4mpfen Salafist*innen die politische Linke und alle fortschrittlichen Kr\u00e4fte: Sie k\u00e4mpfen gegen die linken Kurd*innen in Rojava sowie gegen Linke und Gewerkschafter*innen in den Revolutionsl\u00e4ndern \u00c4gypten und Tunesien.<\/p>\n<\/div>\n<h4 align=\"JUSTIFY\">Wie gegen Salafismus hier vorgehen und wie nicht?<\/h4>\n<div id=\"Bereich5\" dir=\"LTR\">\n<p align=\"JUSTIFY\">Wenn wir hier die Salafist*innen bek\u00e4mpfen und ihren Einfluss zur\u00fcckdr\u00e4ngen wollen, stehen wir vor erheblichen Komplikationen. Wir m\u00fcssen stets im Hinterkopf behalten, dass der Islam eine Religion der Einwander*innen ist und dass Muslime* hier einem massiven Rassismus ausgesetzt sind. Salafistische Organisationen rekrutieren ihre Anh\u00e4nger*innen besonders unter den Opfern dieser Zust\u00e4nde. Wichtig ist, dass wir als Linke dem b\u00fcrgerlichen Staat und seinen Repressionsorganen keine Unterst\u00fctzung geben d\u00fcrfen. Nach den Anschl\u00e4gen in Paris und dem vereitelten Anschlagsversuch in Verviers, zu denen sich djihadistisch-terroristische, angeblich IS-nahe Kr\u00e4fte bekannten, reagierten der franz\u00f6sische und belgische Staat mit repressiven und undemokratischen Notstandsgesetzen. Dagegen haben auch Mitglieder unserer Basisgruppe im Namen des Aachener LINKE-Ortsverbandes (in dem sie auch aktiv sind) Stellung bezogen[34]. Wenn der Staat salafistische Vereine verbietet, solidarisieren wir uns nicht mit den Betroffenen. Aber wir k\u00f6nnen das auch nicht bejubeln oder gar fordern. Denn es st\u00e4rkt den b\u00fcrgerlichen Staat und seine repressiven Z\u00fcge und setzt nicht auf die Selbstorganisation der Arbeiter*innenklasse und Jugend von unten. Wir setzen auf enge Zusammenarbeit mit fortschrittlichen und linken migrantischen Organisationen und ein Programm das die sozialen Probleme von migrantischen Jugendlichen angeht, als Mittel zur Zur\u00fcckdr\u00e4ngung des Einflusses der Salafist*innen. Als Sozialist*innen sind wir f\u00fcr die Freiheit der Religionsaus\u00fcbung, solange die Freiheit anderer Menschen dadurch nicht gesch\u00e4digt wird und die Religionsaus\u00fcbung nicht zur Propagierung reaktion\u00e4rer politischer Ziele mi\u00dfbraucht wird.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Es ist in verschiedenen Zusammenh\u00e4ngen diskutiert worden wie Linke und andere fortschrittliche Kr\u00e4fte mit Koranverteilungen der \u201eLIES!\u201c-Kampagne umgehen k\u00f6nnen. Oft fiel dabei die Forderung diese komplett zu verhindern, wie wir es im Umgang mit Faschist*innen tun w\u00fcrden. Informierende und aufkl\u00e4rende Aktionen sind bei dieser Thematik sinnvoll \u2013 gerade um Spaltungen zu verhindern und nicht das falsche Bild zu vermitteln man w\u00fcrde sich gegen Muslime allgemein positionieren.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">In der letzten Zeit haben Faschist*innen und Rechtspopulist*innen (vor allem \u201cIdentit\u00e4re\u201d und \u201cPro\u201d- Bewegung) zunehmend wieder Kundgebungen und andere Provokationen gegen Moscheen und islamische Vereine unternommen[35]. In Wuppertal nutzen Neonazis die provokatorische \u201eShariah-Polizei\u201c-PR-Aktion des Salafisten Sven Lau, um ihrerseits einen faschistischen \u201eStadtschutz\u201c einzurichten[36]. Nat\u00fcrlich richten ihre Aktionen sich gegen alle Muslim*innen. Die salafistischen und die europ\u00e4ischen rassistischen Hetzer*innen vertiefen die Spaltung und n\u00e4hren sich voneinander. Wir setzen dabei auf Massenmobilisierung und gemeinsame Gegenwehr gegen solche Aktionen von antimuslimischen Rassist*innen \u2013 gerade auch zusammen mit den betroffenen Muslim*innen. Politische Zusammenarbeit mit salafistischen Vereinen gegen deutsche Faschist*innen und Rechtspopulist*innen lehnen wir jedoch ab. Wenn wir uns gegen Aktionen von bspw. PRO NRW, HoGeSa, Identit\u00e4ren gegen echte und vermeintliche \u201eSalafisten\u201c stellen, so tun wir das nicht in Parteinahme f\u00fcr die Salafist*innen, sondern weil wir jede Aktivit\u00e4t von Nazis und Rassist*innen bek\u00e4mpfen und deren Spaltungspropaganda zur\u00fcckweisen.<\/p>\n<\/div>\n<h4 align=\"JUSTIFY\">Salafismus = Faschismus?<\/h4>\n<div id=\"Bereich6\" dir=\"LTR\">\n<p align=\"JUSTIFY\">H\u00e4ufig h\u00f6ren wir, dass der Salafismus innerhalb der mehrheitlich muslimischen L\u00e4nder und auch hier einen faschistischen Charakter habe. Gerade der IS wird von vielen Linken kurzerhand als \u201efaschistisch\u201c tituliert. Ohne jeden Zweifel hat gerade der IS einen menschenverachtenden, brutalen und \u2013 wenn man es so ausdr\u00fccken will &#8211; \u201efaschistoiden\u201c Charakter. Fortschrittliche Menschen in Syrien und dem Irak stehen in einem Kampf auf Leben und Tod mit dieser Gruppierung, der sich in nichts vom Kampf gegen die europ\u00e4ischen Faschismus unterscheidet. Und auch in \u00c4gypten und Tunesien attackieren Salafist*innen Gewerkschaftskundgebungen und ermorden linke Aktivist*innen[37].<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Doch wissenschaftliche Genauigkeit ist auch hier von N\u00f6ten! Die Unterschiede zwischen Faschismus und Salafismus sind ziemlich deutlich: So ist der Salafismus seinem Wesen nach universalistisch, w\u00e4hrend der Faschismus sich auf Blut, Nation und\/oder Rasse beruft. Der universalistische Salafismus ist eine Lehre, die jede und jeder annehmen kann, unabh\u00e4ngig von der eigenen Herkunft. Diese \u201eFarbenblindheit\u201c hat schon Malcolm X in den 1960er Jahren zeitweise begeistert, als er nach Saudi-Arabien reiste[38]. Einen Nationenbegriff im faschistischen Sinne kennt der Salafismus auch nicht[39]. Auch kann man ihn kaum als Bewegung des Kleinb\u00fcrgertums bezeichnen, die im Interesse der Bourgeoisie gegen eine zur Machteroberung bereite Arbeiter*innenklasse als \u201cRammbock\u201d (Trotzki) wirkt[40].<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Nicht zuletzt ist der Salafismus in seinen Erscheinungsformen zu unterschiedlich und l\u00e4ngst nicht jede Ausformung bejaht direkt Gewaltanwendung und verf\u00fcgt \u00fcber einen entsprechend agierenden real militanten Kern. Rein missionarisch t\u00e4tige Salafist*innen wenden keinen Terror gegen ihre Gegner*innen an.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wir sehen also, dass die Gleichsetzung von Salafismus und Faschismus zu kurz greift und der Vergleich damit stark hinkt. Daher verwenden wir die Bezeichnung \u201efaschistisch\u201c f\u00fcr den Salafismus nicht.<\/p>\n<\/div>\n<h4 align=\"JUSTIFY\">F\u00fcr eine revolution\u00e4re Alternative von links!<\/h4>\n<div id=\"Bereich7\" dir=\"LTR\">\n<p align=\"JUSTIFY\">In unserer ausf\u00fchrlichen Stellungnahme von 2011 zu Religion und Kirche[41] schrieben wir:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u201eWir sind \u00fcberzeugt davon, dass es n\u00f6tig ist diese Welt zu ver\u00e4ndern. Doch das k\u00f6nnen wir nur \u2013 wie es im Text der Internationale hei\u00dft \u2013 \u201eselber tun\u201c. Dementsprechend lassen wir uns nicht auf ein Paradies im Jenseits vertr\u00f6sten und vertrauen auf die organisierte Kraft der Arbeiterklasse und der Jugendlichen weltweit, anstatt auf irgendeine \u00fcbernat\u00fcrliche Macht.\u201c und betonten die Wichtigkeit des gemeinsamen Kampfes aller arbeitenden Menschen mit und ohne Job weltweit unabh\u00e4ngig von der Religion. Denn: \u201eWir haben die gleichen Interessen, die im Gegensatz zu denen der Herrschenden, der Bosse und Superreichen, weltweit stehen.\u201c<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Der russische Revolution\u00e4r Lenin brachte es in einer griffigen Aussage auf den Punkt:<br \/>\n\u201eDie Einheit dieses wirklich revolution\u00e4ren Kampfes der unterdr\u00fcckten Klasse f\u00fcr ein Paradies auf Erden ist uns wichtiger als die Einheit der Meinungen der Proletarier \u00fcber das Paradies im Himmel.\u201c(Lenin, Sozialismus und Religion)\u201c.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Ausgehend davon m\u00fcssen wir als Sozialist*innen den Unzufriedenen und Benachteiligten im Leben eine Perspektive bieten. Wir m\u00fcssen eine Alternative zum Kapitalismus entwickeln und eine Antwort auf die sozialen Probleme, die dieses System hervorbringt, geben. W\u00e4hrend wir uns gegen Rassismus jeglicher Art wenden und Anti-Islam-Hetze bek\u00e4mpfen, orientieren wir auf den internationalen und religions\u00fcbergreifenden Klassenkampf. Nur dieser ist letztlich der Schl\u00fcssel zur \u00dcberwindung reaktion\u00e4rer Ideologien jeder Art. Diese Haltung macht auch unsere Stellung zum Salafismus deutlich, welcher die Spaltung der arbeitenden Klasse und der Unterdr\u00fcckten versch\u00e4rft.<\/p>\n<\/div>\n<h2 align=\"JUSTIFY\">Quellen, Literaturangaben und Onlineverweise:<\/h2>\n<p align=\"JUSTIFY\">[1] Rosa-Luxemburg-Stiftung (Hrsg.) &#8211; Standpunkte 15\/2012:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">http:\/\/www.rosalux.de\/fileadmin\/rls_uploads\/pdfs\/Standpunkte\/Standpunkte_15-2012.pdf<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[2] Krassestes Beispiel hierf\u00fcr ist zweifellos die Str\u00f6mung der Antideutschen.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[3] Ein Beispiel f\u00fcr so eine unkritische Haltung stellt die Organisation der \u201cRevolution\u00e4ren Sozialist*innen\u201d \u00c4gyptens dar, die der internationalen Str\u00f6mung angeh\u00f6ren, aus der in Deutschland Marx21 hervorgegangen ist. Diese haben gerade die Muslimbruderschaft zu einem B\u00fcndnis eingeladen:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">https:\/\/www.middleeastmonitor.com\/news\/africa\/20151-brotherhood-agrees-to-form-a-revolutionary-front-with- socialists<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[4] NDR-Bericht von Februar 2015, der gut zeigt, dass die Salafist*innen bei der Mehrheit der Muslim*innen recht unbeliebt sind:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/hamburg\/Moschee-wirft-Salafisten-Prediger-raus,salafismus134.html<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[5] Publikation des Bundesamtes f\u00fcr Verfassungsschutz:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">http:\/\/www.verfassungsschutz.de\/de\/arbeitsfelder\/af-islamismus-und-islamistischer-terrorismus\/was-ist- islamismus\/salafistische-bestrebungen (zugegriffen am 7.7.2015)<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[6] http:\/\/www.20min.ch\/schweiz\/news\/story\/18256514 (zugegriffen am 8.7.2015)<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[7] In dieser Stellungnahme haben wir auf das g\u00e4ngige Differenzierungsmuster zur\u00fcckgegriffen. Demnach steht \u201eDjihadismus\u201d bzw. \u201edjihadistisch\u201d f\u00fcr Str\u00f6mungen, die militant und bewaffnet f\u00fcr ihre Ziele k\u00e4mpfen und sich damit von rein missionarisch t\u00e4tigen Gruppen unterscheiden. Der Begriff des \u201eDjihad\u201d ist im Islam tats\u00e4chlich vielschichtiger. Es bedeutet \u201eAnstrengung [im Glauben]\u201d und kann neben anderen, ganz friedlichen Dingen, auch Gewalt bedeuten. \u201eDjihad\u201d auf Gewalt zu reduzieren, ist jedoch falsch. Mehr zu dem Begriff erfahrbar in:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Reza Aslan, Kein Gott ausser Gott. Der Glaube der Muslime von Muhammed bis in die Gegenwart, M\u00fcnchen 2006. S. 96 ff.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[8] S\u00fcddeutsche Zeitung (Januar 2015):<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/salafismus-als-jugendkultur-burka-ist-der-neue-punk-1.2318706<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Hessischer Rundfunk:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">http:\/\/www.hr-online.de\/website\/fernsehen\/sendungen\/index.jsp?rubrik=56465&#038;key=standard_document_53064445<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">(zugegriffen am 8.7.2015)<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[9] VICE-Reportage \u201eInside Islamic State\u201c:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">https:\/\/news.vice.com\/video\/the-islamic-state-full-length.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Siehe auch: Bl\u00e4tter f\u00fcr deutsche und internationale Politik (September 2014):<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/september\/%C2%Bbislamischer-staat%C2%AB-vom-terror-zum- kalifat<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[10] AIZ bedeutet \u201cAnti-Imperialistische Zellen\u201d. Das war eine kleine terroristische Gruppe, die sich als Nachfolgeorganisation der RAF verstand und 1996 aufflog.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[11] Podcast der \u201eStimme Russlands\u201c:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><iframe loading=\"lazy\" title=\"(01.10.14) Bruder Falk: bei der &quot;Stimme Russlands&quot;\" width=\"735\" height=\"413\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/wZ4XonD0yBU?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">und Videokanal Falks:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=u1ceQI8eBKQ<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[12] Sarah Moayeri (Website der SAV):<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/2015\/04\/jugendliche-und-islam\/<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[13] Dieses Faktum wird in der besonders kritischen Analyse des indischen Religionskritikers Jaya Gopal herausgearbeitet, besonders in seinem Buch \u201cGabriels Einfl\u00fcsterungen. Eine historisch-kritische Bestandaufnahme des Islam, Freiburg 2006. S. 42 ff.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[14] Weltgeschichte Band 3 \u2013 VEB Verlag der Wissenschaften , Berlin (Ost) 1963, Kap. VII, S. 109 f.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Siehe ebenso: Karam Khella \u2013 Geschichte der Arabischen V\u00f6lker. Von den Anf\u00e4ngen bis zur Gegenwart, Hamburg 2007, S. 144 f. (Kapitel \u00fcber Zingh, Qarmaten, Churramiten)<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[15] Tariq Ali \u2013 Fundamentalismus im Kampf um die Weltordnung. Die Krisenherde unserer Zeit und ihre historischen Wurzeln, M\u00fcnchen 2002, S. 77 ff.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Siehe auch: Khella \u2013 Geschichte der Arabischen V\u00f6lker, S. 94 f. und 515 ff.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[16] Tariq Ali \u2013 Fundamentalismus, S. 114 ff.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[17] FAZ:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/islam-vom-boxer-pierre-vogel-zum-prediger-abu-hamsa-1595519-p2.html<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">(zugegriffen am 8.7.2015)<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[18] Tariq Ali \u2013 Fundamentalismus, S. 280.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[19] DIE ZEIT (Dezember 2014):<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">http:\/\/www.zeit.de\/2014\/49\/islamischer-staat-kalifat-vermoegen<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[20] Vgl dazu Maxime Rodinson \u2013 Islam und Kapitalismus, Frankfurt 1971.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[21] linksunten.indymedia: Stellungnahme der antifaschistischen Initiative Freiburg vom 7.6.2014:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/115749<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[22] DER SPIEGEL 50\/2011 (12.12.2011):<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-82995596.html<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[23] Vgl. Eric Wegener \u2013 Marxistische Revolutionstheorie in der Arbeiterbewegung der letzten 150 Jahre. In: MARXISMUS Nr. 13. Revolutionen nach 1945 (Hrsg. AG Marxismus). Am Beispiel des Irak erkl\u00e4rt von Revolution\u00e4r- Sozialistische Organisation (RSO):<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">http:\/\/www.sozialismus.net\/alt\/zeitung\/mr26\/irak-linke.html.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Siehe auch: MARXISMUS Nr. 22 \u2013 Koloniale Frage und Arbeiterbewegung (AG Marxismus, Wien)<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[24] Zum Beispiel Libyens unter Ghaddafi: Sascha Wiesenm\u00fcller (Website der SAV):<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/2011\/03\/14147\/ (zugegriffen am 1.7.2015)<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[25] Tariq Ali \u2013 Fundamentalismus, S. 269 ff.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Siehe auch: Peter Rau (Website des friedenspolitische Ratschlags):<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/regionen\/Afghanistan\/rau.html.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Weiterhin: Der Funke (Website):<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">http:\/\/www.derfunke.de\/index.php\/international\/asien\/784-krieg-und-brkrieg-in-afghanistan-schrecken-ohne-ende.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Siehe au\u00dferdem: ARTE-Dokumentation \u201eWie der Afghanistankrieg die Welt ver\u00e4nderte\u201c:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=rP5YDywMfUs (zugegriffen am 8.7. 2015)<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[26] Tariq Ali, Fundamentalismus, S. 333 ff.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[27] Vgl: Gerrit Hoekmann &#8211; Zwischen \u00d6lzweig und Kalaschnikow: Geschichte und Politik der pal\u00e4stinensischen Linken, Unrast-Verlag M\u00fcnster 1999.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[28] DER SPIEGEL 1\/2002:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-21086898.html<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[29] Vgl. Karl Grobe-Hagel &#8211; Tschetschenien: Russlands langer Krieg, K\u00f6ln 2001 (ISP-Verlag). Dort gibt es ein Kapitel zum Wahhabitismus.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[30] Der Freitag 15.3.2015:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/gela\/islamischer-staat-und-andere-ungereimtheiten (zugegriffen am 8.7.2015)<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[31] Dokumentation von ZDFInfo:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=YslAC2oWarM (zugegriffen am 2.8. 2015)<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Siehe auch: Qantara.de vom 11.3.2015:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">http:\/\/de.qantara.de\/inhalt\/sunnitisch-schiitischer-konflikt-der-feind-meines-feindes<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[32] SAV-Website vom April 2015:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/2015\/04\/brutales-vorgehen-gegen-verarmte-schichten-im-jemen\/ (zugegriffen am 2.8.2015)<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[33] Informationsstelle Militarisierung (IMI) \u2013 Die NATO in Afghanistan (2006):<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"FdqvIkKeZa\"><p><a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2006\/10\/13\/die-nato-in-afghanis\/\">Die NATO in Afghanistan: Vom Nation Building zur globalen Aufstandsbek\u00e4mpfung<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#8222;Die NATO in Afghanistan: Vom Nation Building zur globalen Aufstandsbek\u00e4mpfung&#8220; &#8212; Informationsstelle Militarisierung (IMI)\" src=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2006\/10\/13\/die-nato-in-afghanis\/embed\/#?secret=MpBB7gFOh4#?secret=FdqvIkKeZa\" data-secret=\"FdqvIkKeZa\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">und Stiftung Wissenschaft und Politik. Deutsches Institut f\u00fcr Politik und Sicherheit (2013):<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">http:\/\/www.swp-berlin.org\/fileadmin\/contents\/products\/aktuell\/2013A37_rdf.pdf<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[34] DIE LINKE OV Aachen (Januar 2015):<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">http:\/\/dielinke-aachen.de\/ov\/aachen-stadt\/2449-gegen-terror-krieg-und-rassismus<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[35] WDR 2013:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">http:\/\/www1.wdr.de\/themen\/archiv\/sp_amrechtenrand\/rechteszenenrw\/proteste-pro-nrw104.html<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Und: Hamburger Abendblatt 14.3.2015:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">http:\/\/www.abendblatt.de\/politik\/deutschland\/article205206223\/Ausschreitungen-bei-Pegida-und-Salafisten-in- Wuppertal.html<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[36] WDR-Studio Wuppertal 6.9.2014:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">http:\/\/www1.wdr.de\/studio\/wuppertal\/themadestages\/rechteinwuppertal100.html<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[37] The Guardian (Februar 2013):<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">http:\/\/www.theguardian.com\/world\/2013\/feb\/09\/violent-salafists-threaten-arab-spring-democracies<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Siehe auch: Website der SAV, Juli 2012:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/2012\/07\/tunesien-salafistische-uebergriffe-fuehren-zur-schwersten-gewalt-seit-dem- letzten-jahr\/<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[38] Wolfram Klein &#8211; Malcolm X \u2013 Leben, Kampf und Ideen eines Revolution\u00e4rs.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Siehe auch:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">https:\/\/renegadeexpression.wordpress.com\/2013\/07\/06\/malcolm-xs-letter-from-mecca\/<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[39] analyse &amp; kritik Nr. 597 vom 16.9.2014:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">http:\/\/www.akweb.de\/ak_s\/ak597\/23.htm<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[40] Ernest Mandel zu Trotzkis Faschismustheorie:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">http:\/\/www.ernestmandel.org\/de\/textes\/txt\/theorien_uber_den_faschismus.htm (zugegriffen am 2.8.2015)<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[41] linksjugend [&#8217;solid] Aachen 2011, die komplette Stellungnahme:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">http:\/\/linksjugendsolidaachen.blogsport.de\/2011\/05\/12\/es-rettet-uns-kein-hoeheres-wesen\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dokumentiert: Stellungnahme von linksjugend [&#8217;solid] Aachen, beschlossen im Juli 2015<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":31082,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[6,34],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31080"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31080"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31080\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31083,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31080\/revisions\/31083"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/31082"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31080"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31080"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31080"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}