{"id":31063,"date":"2015-09-28T09:22:46","date_gmt":"2015-09-28T07:22:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sozialismus.info\/?p=31063"},"modified":"2015-09-30T21:59:53","modified_gmt":"2015-09-30T19:59:53","slug":"zorniger-feminismus-und-heisse-luft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2015\/09\/zorniger-feminismus-und-heisse-luft\/","title":{"rendered":"Zorniger Feminismus und hei\u00dfe Luft"},"content":{"rendered":"<p><figure id=\"attachment_31322\" aria-describedby=\"caption-attachment-31322\" style=\"width: 131px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Laurie_Penny_2013_8735769116_cropped_to_torso.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-31322\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Laurie_Penny_2013_8735769116_cropped_to_torso-131x173.jpg\" alt=\"By re:publica from Germany [CC BY-SA 2.0 (http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/2.0)], via Wikimedia Commons\" width=\"131\" height=\"173\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-31322\" class=\"wp-caption-text\">By re:publica from Germany [CC BY-SA 2.0 (http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/2.0)], via Wikimedia Commons<\/figcaption><\/figure><strong>Kritische Betrachtung des neuen Buchs von Laurie Penny<\/strong><\/p>\n<p>Laurie Penny wird in den Medien gehypt. Die Zeit betitelt sie als derzeit \u201ewichtigste junge Feministin\u201c1 , von Spiegel \u00fcber taz bis zur FAZ wird \u00fcber ihr neues Buch: \u201eUnsagbare Dinge. Sex, L\u00fcgen und Revolution\u201c berichtet. Der Titel klingt k\u00e4mpferisch. Ein feministisches Buch, das sich auch mit Revolution besch\u00e4ftigt und eine relativ breite \u00d6ffentlichkeit erh\u00e4lt?<\/p>\n<p><em>Von Linda Fischer<\/em><\/p>\n<p>Als ich mir das Buch kaufe, wundert sich auch der Buchh\u00e4ndler an der Kasse \u00fcber die mediale Aufmerksamkeit. Bereits in der Einleitung greift Laurie Penny den \u201eMainstream-Feminismus\u201c an und fragt sich wieso dieser so lau und feige bleibe. Sie erkl\u00e4rt, dass in den Medien nur der Feminismus eine Rolle spiele, der \u201ein erster Linie den heterosexuellen, gut verdienenden wei\u00dfen Frauen der Mittelschicht und der oberen Mittelschicht\u201c n\u00fctze, den \u201eKarrierefeministinnen\u201c. MarxistInnen bezeichnen diesen Feminismus als b\u00fcrgerlich bzw. kleinb\u00fcrgerlich. Vor dem Hintergrund der Debatte in Deutschland \u00fcber Frauen in Aufsichtsr\u00e4ten und Vorst\u00e4nden bei der sich SPD und CDU als angebliche Frauenbefreier profilieren wollen, freue ich mich \u00fcber passend polemische Antworten von Penny: \u201e(&#8230;) dabei besteht das Hauptproblem darin, dass es schon viel zu viele Vorstandszimmer gibt und keins von ihnen brennt.\u201c Neben teils treffenden und lebensnahen Beschreibungen verschiedener Erscheinungsformen von Frauenunterdr\u00fcckung, bleiben ihre Alternativen zum b\u00fcrgerlichen Feminismus insgesamt entt\u00e4uschend.<\/p>\n<p>Laurie Penny schreibt, dass das Buch eine Geschichte dar\u00fcber ist, wie Sex, Geld und Macht Mauern um unsere Fantasie errichten. Eine Vielzahl von Themen werden angesprochen: Feminismus in den Medien, Pornografie, die voranschreitende Gegenrevolution zu Errungenschaften von Frauen. Es geht um \u201eabgefuckte M\u00e4dchen\u201c, die mittels \u201eEssst\u00f6rung den Belastungen der modernen Weiblichkeit entfliehen\u201c m\u00f6chten, um verlorene Jungs und die \u201eKrise der M\u00e4nnlichkeit\u201c, um Slutwalks und Slutshaming und der R\u00fcckeroberung des Wortes \u201eSchlampe\u201c. Sie entlarvt die angebliche sexuelle Freiheit von Filmen wie \u201eFifty shades of Grey\u201c &#8211; Eine Fantasie \u00fcber h\u00fcbsche, wei\u00dfe junge Frauen, die von M\u00e4nnern kontrolliert, verletzt und beherrscht werden, und deshalb Mainstream-Trend werden, weil sie den gesellschaftlich zugeschriebenen Geschlechterrollen entsprechen. Sie thematisiert, dass alleinstehende M\u00fctter als S\u00fcndenb\u00f6cke herhalten m\u00fcssen, von denen wie \u201evon Bettlern oder Dieben\u201c gesprochen wird. Sie spricht von dem Dilemma dass Frauen als egoistisch bezeichnet werden, wenn sie Kinder bekommen, und auch, wenn sie keine bekommen. Sie klagt die Allgegenwart von Gewalt gegen Frauen an. Sie geht auf Sexismus im Internet (\u201eCybersexismus\u201c) ein, und beschreibt den krassen Frauenhass, den \u00f6ffentlich agierende Frauen im Netz und dar\u00fcber hinaus erfahren. Sie erz\u00e4hlt von Drohungen gegen sie und anderen Frauen, verletzt vergewaltigt oder umgebracht zu werden und so weiter.<\/p>\n<p>Ihr Schreibstil ist pers\u00f6nlich und w\u00fctend. Die extreme F\u00fclle an Themen macht es dem Leser schwer den \u00dcberblick zu behalten und herauszufinden welches Ziel das Buch hat. Laurie Penny sagt, dass das Buch eine Polemik ist, gest\u00fctzt auf Studien, Erfahrungen und Jahre des Schreibens, und politischen Aktivit\u00e4ten in der queeren und feministischen Szene in Gro\u00dfbritannien, USA und im Netz.<\/p>\n<h4>Was sind ihre Antworten?<\/h4>\n<p>Das Buch bleibt bei der Auflistung verschiedener Einzelthemen und Erscheinungsformen von Unterdr\u00fcckung stehen, ohne eine \u00fcbergreifenden Analyse zu liefern. Penny betont zwar welchen Einfluss der Neoliberalismus auf unsere Vorstellungen \u00fcber Liebe und Sex hat, ihre Antworten bleiben jedoch fast ausschlie\u00dflich politisch gepr\u00e4gt durch postmoderne, kleinb\u00fcrgerliche Szenedebatten. Da verwundert es nicht, dass sie derzeit die Pirate Party in Gro\u00dfbritannien unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Das Kapitel zur Liebe ist ein gutes Beispiel: Sie f\u00fchrt aus wie die romantisch-monogame Liebesbeziehung emotional \u00fcberfrachtet wird. Der Druck f\u00fcr Frauen steigt den einen richtigen Mann zu finden, um ein angeblich erf\u00fclltes Leben f\u00fchren zu k\u00f6nnen. Sie setzt dieses Bild von Liebe in den gesellschaftlichen Kontext: \u201eDie romantische Liebe bietet Trost und R\u00fcckzug vor den Entbehrungen der Arbeitswelt und dient gleichzeitig der Aufrechterhaltung dieser Arbeitswelt.\u201c Ihr Ziel ist die freie Liebe: \u201eLiebe, die ohne Besitzanspr\u00fcche, Zwang und Unterdr\u00fcckung auskommt, Liebe, die nicht gleichbedeutend mit Arbeit, Pflicht und Konformit\u00e4t ist.\u201c Das klingt erst mal vern\u00fcnftig. Die konkrete, m\u00f6gliche Alternative die sie anbietet ist Polygamie und h\u00e4ufig wechselnde PartnerInnen. Wie frei eine Liebe von Besitzanspr\u00fcchen und Unterdr\u00fcckung ist, h\u00e4ngt jedoch nicht von der Anzahl an PartnerInnen und der Dauer einer Beziehung ab, sondern von den gesellschaftlichen Bedingungen und Geschlechterrollen. In einer befreiten bzw. sozialistischen Gesellschaft ist davon auszugehen, dass die Rolle der Kleinfamilie an Bedeutung verlieren wird und vielf\u00e4ltigere Beziehungsformen entstehen, weil die \u00f6konomische Notwendigkeit der Kleinfamilie nicht mehr bestehen wird.<\/p>\n<h4>Woher kommt Frauenunterdr\u00fcckung?<\/h4>\n<p>Eines der st\u00e4rkeren Kapitel ihres Buches handelt vom Patriarchat. Dieses definiert sie als V\u00e4terherrschaft (im Gegensatz zu M\u00e4nnerherrschaft) und meint damit \u201edie Herrschaft weniger m\u00e4chtiger Haushaltsvorst\u00e4nde \u00fcber den Rest der Gesellschaft.\u201c Anders ausgedr\u00fcckt macht Penny einen Unterschied zwischen Kapitalisten und M\u00e4nnern aus der Arbeiterklasse. Sie f\u00fchrt aus: \u201eDie meisten M\u00e4nner haben nicht viel Macht, und das bisschen soziale und sexuelle \u00dcberlegenheit, das sie \u00fcber Frauen haben, wird heute infrage gestellt.\u201c<\/p>\n<p>Penny beschreibt das Patriarchat als jahrhundertealte Struktur der wirtschaftlichen und sexuellen Unterdr\u00fcckung. Sie erkl\u00e4rt leider nicht wie und warum das Patriarchat entstanden ist. Dabei k\u00f6nnte uns die Entstehungsgeschichte der Frauenunterdr\u00fcckung helfen, zu verstehen was zu tun ist um sie abzuschaffen. Engels analysierte in \u201eDer Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates\u201c, dass die Unterdr\u00fcckung der Frau mit der Entstehung des Privateigentums und der ersten Klassengesellschaft zusammenf\u00e4llt. Die Rolle der Frau in der Gesellschaft wird letztlich durch ihre \u00f6konomische Position, also durch die Eigentums- und Produktionsverh\u00e4ltnisse in der Gesellschaft bestimmt. Frauenunterdr\u00fcckung kann daher auch nur durch die Abschaffung der Klassengesellschaft \u00fcberwunden werden.<\/p>\n<p>Auch wenn Laurie Penny beschreibt, dass die Mehrheit der M\u00e4nner nicht Teil des Patriarchats ist, so geht sie dennoch davon aus, dass alle M\u00e4nner in einer Kultur des Sexismus eingebunden sind und \u201eM\u00e4nner als Gruppe \u2013 M\u00e4nner als Struktur Frauen verabscheuen und verletzen, auch wenn der einzelne Mann das vielleicht nicht tut.\u201c An vielen Stellen betont sie die Privilegien der M\u00e4nner im Allgemeinen gegen\u00fcber Frauen.<\/p>\n<p>\u201eM\u00e4nner als Gruppe\u201c mit einem einheitlichen Interesse gibt es in Klassengesellschaften jedoch nicht. Das Problem ist, dass Penny den Unterschied zwischen M\u00e4nnern aus der Arbeiterklasse und M\u00e4nnern aus der herrschenden Klasse an diesem Punkt nicht macht. Nat\u00fcrlich profitiert der m\u00e4nnliche Teil der Arbeiterklasse zu einem gewissen Anteil an der Unterdr\u00fcckung von Frauen: Mehr Freizeit, weniger h\u00e4usliche Belastungen, h\u00e4ufig weniger finanzielle und pflegerische Verantwortung in der Familie usw. Wir sind ebenfalls alle durch eine Kultur des Sexismus gepr\u00e4gt. Aber M\u00e4nner aus der Arbeiterklasse haben kein ureigenes Interesse daran, dass das System der Frauenunterdr\u00fcckung bestehen bleibt, da es Ihnen ebenfalls schadet: Es sind die selben kapitalistischen Triebkr\u00e4fte die f\u00fcr Arbeitslosigkeit, Armut, etc. sorgen, wie die die Frauen in unterbezahlte Jobs zwingen und Hausarbeit, Pflege etc. privatisieren. Wenn Frauen als Lohndr\u00fcckerinnen eingesetzt werden, dann schadet das auch dem m\u00e4nnlichen Teil der Arbeiterklasse. Vor allem profitiert die herrschende Klasse von Spaltungen innerhalb der Arbeiterklasse.<\/p>\n<h4>Idealismus vs. Klassenkampf<\/h4>\n<p>Laurie Penny appelliert an das Gewissen der M\u00e4nner und den Wohlf\u00fchleffekt: \u201eM\u00e4nner, die ein Gewissen haben, machen sich gar keine Vorstellung davon, wie wohl sie sich f\u00fchlen w\u00fcrden in einer Welt, in der Frauen als freie und gleichberechtigte Akteurinnen leben, arbeiten und v\u00f6geln d\u00fcrfen, in einer Welt, in der Menschlichkeit vor dem Geschlecht kommt.\u201c<\/p>\n<p>Insgesamt bleibt nicht viel \u00fcbrig von der Revolution, die dem Leser im Titel versprochen wird. Ihre Vorschl\u00e4ge im Nachwort bleiben idealistisch, moralisch und fordern den Kapitalismus nicht heraus. Kein Wunder also, dass DIE ZEIT und Co. Laurie Penny hypen. Sie schreibt: \u201eDie Revolution beginnt in der menschlichen Fantasie.\u201c Solange wir davon tr\u00e4umen anders zu leben, w\u00fcrden sie nicht gewinnen k\u00f6nnen. Sie f\u00fchrt weiter aus, dass wir uns der inneren Stimme unserer Erziehung widersetzen m\u00fcssen, die uns sagt, wir sollen ein braves M\u00e4dchen sein. Der Fokus liegt auf individuellen, moralischen L\u00f6sungen, die bei der breiten Masse nicht zu Ver\u00e4nderungen f\u00fchren k\u00f6nnen, und die die unterdr\u00fcckerische Natur des Kapitalismus v\u00f6llig untersch\u00e4tzten.<\/p>\n<p>In der Geschichte des Kampfes gegen Frauenunterdr\u00fcckung konnten vor allem zu Zeiten starker allgemeiner Arbeiterbewegungen die gr\u00f6\u00dften Fortschritte f\u00fcr und von Frauen erk\u00e4mpft werden. Arbeitsk\u00e4mpfe, wie zum Beispiel der Bergarbeiterstreik vor drei\u00dfig Jahren in Gro\u00dfbritannien f\u00fchrten zu einer wahrnehmbaren Verschiebung der Einstellung der m\u00e4nnlichen Bergarbeiter gegen\u00fcber Frauen, sowie schwulen und lesbischen AktivistInnen, Schwarzen und AsiatInnen die den Kampf aktiv unterst\u00fctzten. Viele Bergarbeiter sahen Frauen in einem anderen Licht, da sie zu Organisatorinnen des Arbeitskampfes wurden. Aber der Arbeitskampf f\u00fchrte auch zu einem gesteigerten Selbstbewusstsein unter Frauen, die sich vermehrt trauten ungl\u00fcckliche Beziehungen zu beenden.<\/p>\n<p>Statt an Moral zu appellieren, m\u00fcssen wir in unserer t\u00e4glichen Arbeit, in K\u00e4mpfen, auf Demos usw. immer wieder aufzeigen, dass wir gemeinsam st\u00e4rker sind und die gleichen Interessen haben. Das beinhaltet Sexismus und andere unterdr\u00fcckerische Spaltungsmechanismen innerhalb der Arbeiterklasse zu bek\u00e4mpfen, um die Teilnahme Aller in einem vereinten Kampf zu erm\u00f6glichen und die materiellen Wurzeln von Unterdr\u00fcckung und Ungleichheit, den Kapitalismus, abschaffen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><em>Linda Fischer ist Mitglied des SAV-Bundesvorstands.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kritische Betrachtung des neuen Buchs von Laurie Penny<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":31322,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[32,70],"tags":[717],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31063"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31063"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31063\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31363,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31063\/revisions\/31363"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/31322"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31063"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31063"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31063"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}