{"id":31045,"date":"2015-08-05T20:32:33","date_gmt":"2015-08-05T18:32:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sozialismus.info\/?p=31045"},"modified":"2015-08-05T20:32:33","modified_gmt":"2015-08-05T18:32:33","slug":"kshama-sawant-fuehrt-bei-den-vorwahlen-in-seattle-mit-50-prozent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2015\/08\/kshama-sawant-fuehrt-bei-den-vorwahlen-in-seattle-mit-50-prozent\/","title":{"rendered":"Kshama Sawant f\u00fchrt bei den Vorwahlen in Seattle mit 50 Prozent"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/08042015-Kshama_Sawant-780x520-e1438753145998-628x356.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-31046\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/08042015-Kshama_Sawant-780x520-e1438753145998-628x356-280x159.jpg\" alt=\"08042015-Kshama_Sawant-780x520-e1438753145998-628x356\" width=\"280\" height=\"159\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/08042015-Kshama_Sawant-780x520-e1438753145998-628x356-280x159.jpg 280w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/08042015-Kshama_Sawant-780x520-e1438753145998-628x356-560x317.jpg 560w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/08042015-Kshama_Sawant-780x520-e1438753145998-628x356-600x340.jpg 600w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/08042015-Kshama_Sawant-780x520-e1438753145998-628x356.jpg 628w\" sizes=\"(max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/a>Sozialistin siegt bei den Vorwahlen f\u00fcr den Stadtrat von Seattle<\/strong><\/p>\n<p><em>Bericht von \u201eSocialist Alternative\u201c, Schwesterorganisation der SAV und Unterst\u00fctzerInnen des CWI in den USA<\/em><\/p>\n<p>Eine vollauf begeisterte Menge von mehr als 200 Anh\u00e4ngerInnen der \u201eSocialist Alternative\u201c-Stadtr\u00e4tin Kshama Sawant ist heute Abend in den Melrose Market Studios im Viertel Capitol Hill (Seattle) zusammengekommen, um gemeinsam auf das Ergebnis der Vorwahlen f\u00fcr die parteilosen KandidatInnen anl\u00e4sslich der Stadtratswahl von Seattle City zu warten. Dar\u00fcber hinaus warteten viele tausend weitere Menschen in Seattle und dem ganzen Land erwartungsvoll darauf, was die erste Etappe im f\u00fcr die gesamte Linke der USA wahrscheinlich wichtigsten Wahlkampf in diesem Jahr wohl bringen w\u00fcrde. Schlie\u00dflich geht es darum, ob Kshama ihren vor zwei Jahren gewonnenen Sitz im neunk\u00f6pfigen Stadtrat von Seattle verteidigen kann. 2013 war es ihr gelungen, offen als Sozialistin kandidierend den ersten Stadtratssitz in einer US-amerikanischen Gro\u00dfstadt seit Jahrzehnten zu gewinnen.<\/p>\n<p>Um 20.15 Uhr wurde es dann laut, als die Nachricht eintraf, dass Kshama auf 49,9 Prozent der abgegebenen Stimmen gekommen und damit ganze 15 Prozentpunkte vor ihrer \u00e4rgsten Konkurrentin, Pamela Banks, gelandet ist. Insgesamt gab es f\u00fcnf KandidatInnen.<\/p>\n<p>Dieses Ergebnis ist eine Best\u00e4tigung der Unterst\u00fctzung von den \u201eeinfachen\u201c Leuten in Seattle f\u00fcr die Stadtratsarbeit von Kshama in den letzten 19 Monaten. Am bedeutsamsten war, dass sie eine ganz wesentliche Rolle dabei gespielt hat, den Mindestlohn in einer US-amerikanischen Gro\u00dfstadt auf 15 Dollar anzuheben. Sie nutzte ihre Position im Stadtrat, um mit der Hilfe von Gewerkschaften eine Basis-Bewegung namens \u201e15 Now!\u201c aufbauen zu helfen, die sich nun \u00fcber etliche St\u00e4dte in den ganzen USA ausbreitet.<\/p>\n<p>Kshama hat auch die Initiative zu einer Reihe weiterer K\u00e4mpfe ergriffen und ist aktuell der Kopf einer Kampagne f\u00fcr die Einf\u00fchrung einer Mietobergrenze und den Bau qualitativ hochwertiger Wohnungen, um der umfassenden Wohnungskrise der Stadt entgegenzutreten. Vor kurzem sorgten 1.000 TeilnehmerInnen an einer von Kshama mitveranstalteten Diskussionsrunde f\u00fcr ein brechend volles Foyer im Rathaus von Seattle, um sich die Argumente von ihr und Stadtrat Licata in einer Debatte mit einem Bau-Lobbyisten und einem Politiker der \u201eRepublikaner\u201c anzuh\u00f6ren. Allein die Tatsache, dass es zu einer solchen Veranstaltung \u00fcberhaupt kommen konnte, ist ein Indiz f\u00fcr den politischen Wandel, der dadurch bef\u00f6rdert wurde, dass Kshama den K\u00e4mpfen der arbeitenden Menschen seit nicht einmal zwei Jahren im Stadtrat eine Stimme verleiht. Oder, wie Kshama es in ihrer Rede heute Abend ausdr\u00fcckte: \u201eWenn wir k\u00e4mpfen, k\u00f6nnen wir gewinnen!\u201c.<\/p>\n<h4>Unglaubliches Wahlergebnis<\/h4>\n<p>Das exzellente Abschneiden von Kshama war trotz einer Atmosph\u00e4re m\u00f6glich, die sich durch bestimmte Herausforderungen auszeichnete. So war der Anteil an \u00e4lteren und wohlhabenderen W\u00e4hlerInnen gr\u00f6\u00dfer als dies im eigentlichen Wahlkampf, der noch bevorsteht, der Fall sein wird. Die Gro\u00dfkonzerne haben zunehmend mehr Geld in den Wahlkampf von Kshamas GegenkandidatInnen gesteckt. Dies gilt vor allem f\u00fcr Pamela Banks. Sie wollen, dass das Experiment von Seattle ein Ende findet, das aus ihrer Sicht zum \u201eNegativbeispiel\u201c auch f\u00fcr andere St\u00e4dte werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Die Medien, die nach der Musik der Konzerne tanzen, haben hart daran gearbeitet, Kshama als \u201espaltende Person\u201c darzustellen. In Wirklichkeit hat sie den Kampagnen der Arbeiterklasse die T\u00fcr zu ihrem B\u00fcro weit aufgesto\u00dfen. Dasselbe gilt f\u00fcr Personen aus der LGBTQ-Community, die gegen zunehmende Angriffe auf sie k\u00e4mpfen, f\u00fcr EinwanderInnen und andere, die gegen die Drohkulisse einer Mietsteigerung um 400 Prozent in Wohnungen k\u00e4mpfen, die eigentlich f\u00fcr Menschen mit Niedrigl\u00f6hnen bestimmt sind. Auch die AktivistInnen der \u201eBlack Lives Matter\u201c-Bewegung, die gegen Polizeigewalt k\u00e4mpfen, finden bei ihr immer ein offenes Ohr. Kshama dr\u00fcckte es heute Abend wie folgt aus: \u201eWas wirklich spaltend wirkt, ist die Ungerechtigkeit!\u201c. Es sieht so aus, als w\u00fcrden viele Menschen aus dem Wahlbezirk drei dieselbe Ansicht vertreten wie sie.<\/p>\n<p>Wahrscheinlich wird der Stimmanteil von Kshama in den n\u00e4chsten Tagen noch etwas ansteigen, da die letzten Wahlzettel noch ausgez\u00e4hlt werden m\u00fcssen (in Seattle wird per Post gew\u00e4hlt). Das Ergebnis spiegelt einen heftigen Wahlkampf wider, an dem sich 600 Freiwillige beteiligten, die 30.000 Hausbesuche durchgef\u00fchrt und unglaubliche 265.000 Dollar an Spenden gesammelt haben. Kein einziger Penny kam dabei von Seiten der Konzerne.<\/p>\n<p>Dieses Ergebnis liefert Sawant ganz eindeutig eine hervorragende Ausgangslage, um in den eigentlichen Wahlkampf einsteigen zu k\u00f6nnen. F\u00fcr Selbstzufriedenheit ist allerdings keine Zeit. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Gro\u00dfkonzerne ihre Angriffe noch ausweiten und enorme Summen in diesen Wahlkampf investieren werden \u2013 allein schon f\u00fcr negative Wahlwerbung gegen Kshama.<\/p>\n<p>Es mag unvorstellbar erscheinen, dass die Konzerne so viel Geld in den Wahlkampf um einen einzigen Sitz in einem Stadtrat stecken. Aber sie wissen einfach, was auf dem Spiel steht. Sie sehen die gro\u00dfe Begeisterung, die die Wahlkampagne von Bernie Sanders um das Amt des US-amerikanischen Pr\u00e4sidenten ausl\u00f6st, der die Forderung nach einem landesweiten Mindestlohn von 15 Dollar aufgegriffen hat und zu einer \u201epolitischen Revolution\u201c gegen die gesellschaftliche Klasse der Milliard\u00e4re aufruft. In den USA findet derzeit ein Prozess der politischen Radikalisierung statt. Kshamas Kampf um die Wiederwahl ist der Kampf aller progressiven Kr\u00e4fte im ganzen Land. Spendet heute noch f\u00fcr ihren Wahlkampf http:\/\/kshamasawant.org\/donate\/ und werdet aktiv bei \u201eSocialist Alternative\u201c http:\/\/www.socialistalternative.org\/!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sozialistin siegt bei den Vorwahlen f\u00fcr den Stadtrat von Seattle<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":31046,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[42],"tags":[300],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31045"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31045"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31045\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31047,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31045\/revisions\/31047"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/31046"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31045"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31045"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31045"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}