{"id":30994,"date":"2015-07-17T10:00:42","date_gmt":"2015-07-17T08:00:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sozialismus.info\/?p=30994"},"modified":"2015-10-16T13:00:48","modified_gmt":"2015-10-16T11:00:48","slug":"revolutionaeres-in-linksjugend-solid-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2015\/07\/revolutionaeres-in-linksjugend-solid-2\/","title":{"rendered":"Revolution\u00e4res in linksjugend [&#8217;solid]"},"content":{"rendered":"<p lang=\"en-US\"><em><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/IMG_7603_neu.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-30995\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/IMG_7603_neu-280x173.jpg\" alt=\"Revolution\u00e4re Linke\" width=\"280\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/IMG_7603_neu-280x173.jpg 280w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/IMG_7603_neu-162x100.jpg 162w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/IMG_7603_neu-560x347.jpg 560w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/IMG_7603_neu-600x371.jpg 600w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/IMG_7603_neu-534x330.jpg 534w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/IMG_7603_neu.jpg 1018w\" sizes=\"(max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/a>Am 4. Juli kamen 46 AktivistInnen aus sieben Bundesl\u00e4ndern in Hamburg zusammen, um \u00fcber die Situation des parteinahen Jugendverbandes der LINKEN zu diskutieren. Es wurde beschlossen einen Bundesarbeitskreis zu gr\u00fcnden, um linke Grundpositionen im Verband zu verteidigen und linke AktivistInnen zu vernetzen. \u00dcber den Namen, einen Orgakreis der bis zum n\u00e4chsten Treffen \u00fcbergangsweise handeln soll und eine Grundsatzerkl\u00e4rung konnte eine gro\u00dfe Einigkeit erzielt werden.<\/em><\/p>\n<p lang=\"en-US\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/pages\/Revolution%C3%A4re-Linke\/1663419697225219\">Facebook-Seite Revolution\u00e4re LINKE<\/a><\/p>\n<p lang=\"en-US\"><em>Wir dokumentieren hier die beschlossene Grundsatzerkl\u00e4rung:<\/em><\/p>\n<h2>F\u00fcr einen klassenk\u00e4mpferischen Jugendverband!<\/h2>\n<p>Bei der jetzigen Entwicklung wird das reichste Prozent der Bev\u00f6lkerung ab 2016 mehr besitzen als die restlichen 99%<a href=\"#sdfootnote1sym\" name=\"sdfootnote1anc\">1<\/a>. Der Kapitalismus ist ein System von Profitwahn und Klassenherrschaft. Die Gesellschaft ist gespalten in diejenigen, die Produktionsmittel besitzen auf der einen und die lohnabh\u00e4ngige Mehrheit der Bev\u00f6lkerung auf der anderen Seite. Das ist die Wurzel von Krisen, Ausbeutung und Diskriminierung. Die Arbeiterklasse nimmt das nicht kampflos hin. Wir sehen weltweit Proteste, Streiks und Aufst\u00e4nde. Der Kapitalismus aber wird sich nicht von selbst abschaffen &#8211; gest\u00fcrzt werden kann er nur durch den revolution\u00e4ren Akt der Arbeiterklasse.<\/p>\n<p>Nur wenn wir uns organisieren, k\u00f6nnen wir erfolgreich sein. Wir m\u00fcssen in allen gesellschaftlichen Bereichen eine linke Kraft aufbauen, die fortschrittliche K\u00e4mpfe vorantreibt und Menschen durch Bewegungen f\u00fcr antikapitalistische Positionen gewinnt. Es ist unsere Aufgabe, eine neue Generation junger revolution\u00e4rer Kr\u00e4fte zu organisieren, die dazu in der Lage ist, den Kapitalismus zu st\u00fcrzen und durch eine demokratische, sozialistische Ordnung zu ersetzen. Linksjugend [&#8217;solid] wird diesem Anspruch bei Weitem nicht gerecht. Karrierismus, sog. &#8222;antideutsche&#8220; Positionen und mangelnder Bezug zu gesellschaftlichen K\u00e4mpfen sind in vielen Bundesl\u00e4ndern zu beobachten. Auf bundesweiter Ebene ist der Verband zunehmend polarisiert. Vielerorts wird auf grundlegende Fragen eines antikapitalistischen Programms und seiner Praxis kein Bezug genommen. In einigen Fragen, etwa der Haltung zu Auslandseins\u00e4tzen, Antirassismus und Feminismus oder der Einsch\u00e4tzung von SPD und Gr\u00fcnen, werden sozialistische Positionen nicht vertreten bzw. massiv angegriffen. Wo das keinen Erfolg hat, wird auch zu unpolitischen Ausgrenzungsversuchen gegriffen. Aus unserer Sicht muss die Auseinandersetzung im Jugendverband demokratisch gef\u00fchrt werden, pers\u00f6nliche Angriffe sowie diskriminierende Ausgrenzungskampagnen gegen Einzelpersonen und Strukturen sind f\u00fcr uns kein Mittel.<\/p>\n<p>Wir wollen f\u00fcr einen Jugendverband streiten, der mit einer k\u00e4mpferischen Praxis Jugendliche anzieht, die f\u00fcr linke Ideen offen sind, neue Aktivist*innen ausbildet und sie mit klassenk\u00e4mpferischen Positionen bewaffnet. Au\u00dferdem wollen wir uns im Jugendverband im Sinne antikapitalistischer Positionen und Praxis vernetzen. Dabei ist f\u00fcr uns klar, dass es nicht reicht, \u00fcber etwas bessere Cliquen und nur \u00fcber Einzelabsprachen Mehrheiten zu organisieren und Posten zu ergattern. Wir wollen mit inhaltlicher Klarheit und Bestimmtheit in den Debatten des Jugendverbandes auftreten, mithilfe offener Strukturen gerade Mitglieder ansprechen, die noch nicht &#8222;Politiker&#8220; geworden sind und unsere Inhalte mit ihnen diskutieren. Gute Positionen eines Verbandes und eine k\u00e4mpferische Linke in der Gesellschaft gewinnt man aus unserer Sicht nicht prim\u00e4r \u00fcber einzelne P\u00f6stchen, sondern nur, wenn wir k\u00e4mpferische Inhalte an der Basis bekannt machen und dort aufbauen. Die Eckpfeiler linker Positionen im Jugendverband sind dabei f\u00fcr uns Folgende:<\/p>\n<h4>Widerstand leisten gegen Klassenkampf von oben!<\/h4>\n<p>Wir sehen uns als Teil des Widerstands gegen den Klassenkampf von oben, der mit zunehmender Polizeirepression durchgesetzt wird. Wir bek\u00e4mpfen Lohnk\u00fcrzungen und Privatisierungen ebenso wie Prestige-Bauprojekte und Aufr\u00fcstung. Denn hier werden Geld und Kraft der Arbeiterklasse verschwendet und gegen ihre Interessen eingesetzt. Gewerkschaften sind f\u00fcr uns Kampforgane der Besch\u00e4ftigten und nicht Mitverwalter der Misere. Wir k\u00e4mpfen f\u00fcr eine drastische Umverteilung gesellschaftlichen Eigentums. Das beginnt mit Forderungen wie nach einer Verm\u00f6genssteuer von mindestens 10% und der R\u00fccknahme aller K\u00fcrzungen. Gleichzeitig stellen wir die kapitalistische Eigentumsverteilung generell in Frage. Wir fordern deshalb die \u00dcberf\u00fchrung der Banken und Konzerne in gesellschaftliches Eigentum. Dort m\u00fcssen demokratisch Besch\u00e4ftigte, Interessensgruppen und die Allgemeinheit das Sagen haben. Daf\u00fcr bedarf es der Selbstorganisation der Arbeitenden und Lernenden in Betrieben, Schulen, Stadtteilen, Hochschulen usw. Nur so ist f\u00fcr uns die volle Demokratisierung der Gesellschaft und die Ausrichtung der Wirtschaft nach den Bed\u00fcrfnissen von Mensch und Umwelt denkbar.<\/p>\n<h4>Ausbeutung und Krieg weltweit stoppen!<\/h4>\n<p>Die Zahl der weltweiten Kriege und bewaffneten Konflikte erreicht traurige Rekorde. Im Zuge sinkender Profitraten im Inland handeln die f\u00fchrenden imperialistischen Nationen zunehmend aggressiv und ziehen in Stellvertreterkriegen ganze L\u00e4nder in B\u00fcrgerkriege und Konflikte. Sie entziehen Menschen weltweit die Lebensgrundlage und treiben sie in die Flucht. Im Interesse der Profite einer kleinen Minderheit werden Kriege gef\u00fchrt, Landraub, Lebensmittelspekulationen, Privatisierungsprojekte und K\u00fcrzungen vorangetrieben. Profitiert haben davon die Banken und Konzerne in den imperialistischen Gro\u00dfm\u00e4chten. Deutschland ist der viertgr\u00f6\u00dfte Waffenexporteur weltweit &#8211; die deutsche Kriegsmaschine tr\u00e4gt die Namen Deutsche Bank, Daimler, DHL, ThyssenKrupp, Rheinmetall, EADS und Co. Als antikapitalistische Aktivist*innen treten wir ein f\u00fcr den Stopp aller R\u00fcstungsexporte, die Enteignung der Kriegsmaschinerie, die zivile Umnutzung der R\u00fcstungsproduktion. Weder an Schulen, in Hochschulen, im Sport noch sonst wo hat die Bundeswehr etwas zu suchen! Au\u00dferdem stellen wir uns konsequent gegen jeden Auslandseinsatz der Bundeswehr und sind f\u00fcr den sofortigen Austritt und die Aufl\u00f6sung der NATO. Weder die Interventionen noch die Institutionen der herrschenden Klasse n\u00fctzen den Interessen der lohnabh\u00e4ngigen Bev\u00f6lkerung. Der Hauptfeind steht im eigenen Land &#8211; unsere Solidarit\u00e4t kennt keine Landesgrenzen oder Nationalfahnen, sondern nur Klassen.<\/p>\n<h4>Die EU ist militaristisch, undemokratisch und neoliberal!<\/h4>\n<p>Die EU, die Europ\u00e4ische Zentralbank und die Troika sind Werkzeuge zur Durchsetzung des Diktats der Banken und Konzerne der st\u00e4rksten imperialistischen Nationen, allen voran Deutschlands. Am brutalsten zeigt sich ihre Politik am Vorgehen gegen Griechenland. Als Internationalist*innen stehen wir an der Seite des Widerstands der griechischen Bev\u00f6lkerung. Die Ausblutung der s\u00fcdeurop\u00e4ischen Bev\u00f6lkerung folgt derselben Logik wie K\u00fcrzungen, Lohnsenkungen und Privatisierungen in Deutschland: der Maximierung kapitalistischer Profite. Zu Tausenden erheben wir die Mittelfinger gegen die Politik der Troika und setzen uns daf\u00fcr ein, dass die Reichen ihre Krise bezahlen, Banken verstaatlicht und die Schulden gestrichen werden. Die Interessen der globalen Gro\u00dfkonzerne, die sich auch in der Politik der Troika-Institutionen ausdr\u00fccken, sind gegen uns genauso gerichtet wie gegen die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung im Ausland.<\/p>\n<h4>Frontex abschaffen \u2013 Fluchtursachen bek\u00e4mpfen!<\/h4>\n<p>Die europ\u00e4ische Abschottungspolitik hat das Mittelmeer zum Massengrab gemacht. Zwischen den Jahren 2000 und 2014 sind nach Sch\u00e4tzungen 23.000 Menschen an Europas Au\u00dfengrenzen ums Leben gekommen<a href=\"#sdfootnote2sym\" name=\"sdfootnote2anc\">2<\/a>. Mithilfe der Grenzagentur Frontex werden Fl\u00fcchtlingsboote milit\u00e4risch bek\u00e4mpft. Wir sind in antirassistischen und Refugee-Bewegungen aktiv. Wir treten ein f\u00fcr den Stopp jeglicher Abschottungsma\u00dfnahmen der Festung Europa und f\u00fcr gleiche Rechte f\u00fcr alle. Unsere konkreten Forderungen verbinden wir mit einer antikapitalistischen Position. Die R\u00fcstungsindustrie verdient an den Kriegen, die dazu f\u00fchren, dass Menschen fliehen m\u00fcssen. Die \u00f6konomische Ausbeutung armer L\u00e4nder durch den Imperialismus ist die Ursache von Armut, Hunger und Elend. Unser Widerstand ist international, unsere K\u00e4mpfe sind real und notwendig f\u00fcr ein grenzenloses und befreites Leben f\u00fcr alle Menschen. Wir begreifen den Kampf gegen Rassismus sowie den um bessere Lebensbedingungen als gemeinsamen Kampf der ganzen Arbeiterklasse. In diesem Zusammenhang fordern wir die Aufnahme von Fl\u00fcchtlingen in die Gewerkschaften um diese mit der Arbeiterbewegung zu verbinden.<\/p>\n<h4>Gegen Spaltung und Diskriminierung!<\/h4>\n<p>Es gibt keine Logik, nach der die kapitalistische Ausbeutungs- und Kriegspolitik einen Vorteil f\u00fcr die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung besitzt. Um das zu verschleiern, verl\u00e4sst sich die herrschende Klasse auf das Prinzip &#8222;Teile und Herrsche&#8220;. Unsere Spaltung in M\u00e4nner und Frauen, Alt und Jung, Deutsche und Ausl\u00e4nder usw. wird genutzt, um Lohndr\u00fcckerei und Ausbeutung zu rechtfertigen und die Einheit der Arbeiterklasse im gemeinsamen Kampf zu verhindern. Der Rassismus ist eine Grundlage f\u00fcr Kriegs- und Ausbeutungspolitik im Ausland und macht Migrantinnen und Migranten zum S\u00fcndenbock f\u00fcr soziale Missst\u00e4nde im Inland. Eine besonders dominante Rolle spielt dabei derzeit der Rassismus gegen Fl\u00fcchtlinge und Muslime. Obwohl antimuslimischer Rassismus sowie die Hetze gegen S\u00fcdeurop\u00e4er gerade die dominante Trags\u00e4ule der Teile-und-Herrsche-Politik der herrschenden Klasse ist, spalten auch andere rassistische Ideologien wie Antiziganismus und Antisemitismus, die von rechten Strukturen verbreitet werden, die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung beim Kampf f\u00fcr gemeinsame Interessen. Auch die Unterdr\u00fcckung der Frau sowie die Diskriminierung von LGBTIQ (Lesben, Schwule, Bi-, Trans-, Intersexuelle, Queers) sind St\u00fctzen dieses Systems. Wir lehnen jede Spaltung aufgrund von Herkunft, Alter, Religion, Geschlecht, Behinderung, sexueller Orientierung oder anderen Merkmalen ab und wollen die gesellschaftlichen Zust\u00e4nde \u00fcberwinden, die Ungleichheit und Diskriminierung hervorrufen. Denn sie dienen nur dazu, dass sich die Unterdr\u00fcckten gegenseitig bek\u00e4mpfen anstatt sich gemeinsam gegen ihre Unterdr\u00fccker zu wenden. All das, was uns spaltet, macht uns schwach &#8211; wir bek\u00e4mpfen Rassismus, Homophobie und Sexismus in den eigenen Organisationen und der Gesellschaft. Ihre Ursache sehen wir im kapitalistischen System &#8211; \u00fcberwinden k\u00f6nnen wir sie nur mit der \u00dcberwindung der Klassengesellschaft. F\u00fcr uns gibt es nur eine Grenze: die zwischen oben und unten!<\/p>\n<h4>No pasar\u00e1n! &#8211; Sie werden nicht durchkommen!<\/h4>\n<p>Fast ein Viertel der Besch\u00e4ftigten in Deutschland verdient nur einen Niedriglohn. Frauen und LGBTIQ sowie Migrant*innen werden bei Arbeitssuche und Bezahlung nochmal besonders diskriminiert. Fast 15% der Bev\u00f6lkerung sind selbst nach b\u00fcrgerlichen Berechnungen arm. Die \u00e4rmere H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung besitzt 0% des Verm\u00f6gens &#8211; Verschuldung und Guthaben heben sich auf. F\u00fcr uns alle wird deutlich: dieses System hat uns nicht mehr viel zu bieten, die Menschen suchen nach einem Gegenentwurf. Dabei besteht auch die Gefahr dass an den Orten, wo es keine glaubw\u00fcrdige linke Alternative zum herrschenden System gibt, reaktion\u00e4re Kr\u00e4fte Boden gewinnen k\u00f6nnen. Deshalb m\u00fcssen Gewerkschaften, antifaschistische Organisationen sowie linke Organisationen wie Linksjugend [&#8217;solid] und DIE LINKE gegen Rassismus k\u00e4mpfen und eine antikapitalistische Alternative zu diesem Establishment aufzeigen. Faschisten wollen die Meinungsfreiheit abschaffen und die organisierte Arbeiterbewegung zerschlagen. Ihnen geh\u00f6rt auf der Stra\u00dfe kein einziger Meter.<\/p>\n<h4>Profitstreben stoppen: Umweltzerst\u00f6rung sozial bek\u00e4mpfen!<\/h4>\n<p>Umweltsch\u00e4dliche Energiegewinnung, Fracking, Tierausbeutung usw. sind Folgen der kapitalistischen Konkurrenz und Profitlogik. Dazu werden immer mehr Ressourcen r\u00fccksichtslos eingesetzt und h\u00e4ufig unwiederbringlich zerst\u00f6rt. Die Politiker und Chefs der Konzerne und Banken, die jetzt die gro\u00dfen Entscheidungen \u00fcber die Wirtschaft und auch Umwelt treffen, zerst\u00f6ren mit ihrem Verhalten die Natur, Lebensgrundlage f\u00fcr Mensch und Tier. Sie sind die Schuldigen f\u00fcr die Zerst\u00f6rung der Umwelt im heutigen Ma\u00dfstab. Und diese Zerst\u00f6rung trifft v.a. Menschen, die sich mangels Verm\u00f6gen nicht gegen die Folgen der Umweltzerst\u00f6rung sch\u00fctzen k\u00f6nnen. Sie ist auch Flucht- und Kriegsursache, Ursache sozialer Verwerfungen und Armut. Die Zerst\u00f6rung der Umwelt kann nur mit dem Sturz des Kapitalismus beendet werden. Heute k\u00e4mpfen wir f\u00fcr jede Verbesserung f\u00fcr Natur und die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung, so wie den Ausbau der \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel, Investitionen in umweltschonende Technik, die Abschaffung der Tierausbeutung usw. Wir k\u00e4mpfen daf\u00fcr, dass die bereits entstandenen Kosten der Umweltverschmutzung ausnahmslos von der herrschenden Klasse getragen werden, beispielsweise durch Reichen- und Unternehmenssteuern. Das Eigentum an den nat\u00fcrlichen Ressourcen, Energie- und Gro\u00dfkonzerne und der Banken muss in die Hand der Arbeiterklasse \u00fcbergehen und von dieser kontrolliert werden.<\/p>\n<h4>Nein zu R2G! Runter von der Staatsmaschine &#8211; f\u00fcr eine k\u00e4mpferische LINKE!<\/h4>\n<p>Mit der Beteiligung an Landesregierungen mit b\u00fcrgerlichen Parteien wurde prokapitalistischer Politik innerhalb der LINKEN T\u00fcr und Tor ge\u00f6ffnet: Beispielhaft stehen hierf\u00fcr die Schuldenbremse, der Haushaltsvorbehalt, das Betreiben von Abschiebekn\u00e4sten, R\u00fcstungskonzernen usw. Auch andere Positionen, wie die Ablehnung von Auslandseins\u00e4tzen und K\u00fcrzungspaketen, wurden bei den Entscheidungen der Linksfraktion im Bundestag zu den Erpressungspaketen gegen Griechenland und dem Bundeswehr-Einsatz im Mittelmeer bereits massiv angegriffen oder ins Gegenteil verkehrt. Bei seiner pers\u00f6nlichen Erkl\u00e4rung beim Bielefelder Parteitag zeichnete Gregor Gysi den Weg f\u00fcr DIE LINKE in die Regierung vor: Zustimmung zu R\u00fcstungsexporten, Auslandseins\u00e4tzen der Bundeswehr, Mitverantwortung in der NATO, Zustimmung zur EU. Das alles m\u00fcsse f\u00fcr die Regierungsbeteiligung geschluckt werden. Dem Parteitag wurde keine Chance gegeben das richtig zu diskutieren, sondern ein Medienspektakel veranstaltet. Bis 2017 sollen Grunds\u00e4tze der Partei geschleift und Kritiker*innen rausgedr\u00e4ngt werden. Das hat f\u00fcr uns mit linker Politik nichts zu tun. Der Jugendverband muss sich in die Partei DIE LINKE einmischen und Opposition zur Anpassung leisten. Wir wollen keine SPD 2.0, wehren uns gegen Regierungsbeteiligungen der LINKEN mit pro-kapitalistischen Parteien und streiten f\u00fcr eine Partei, die an der Seite der Unterdr\u00fcckten steht \u2013 nicht der Unterdr\u00fccker! Dazu muss sich auch in der Partei etwas \u00e4ndern. Wir treten f\u00fcr eine jederzeitige W\u00e4hl- und Abw\u00e4hlbarkeit aller Funktionstr\u00e4ger*innen und f\u00fcr eine relative Trennung von Amt und Mandat mit maximal 25 Prozent Mandatstr\u00e4ger*innen und Hauptamtlichen ein. Wir lehnen es ab, dass Linke Politik zum Beruf machen, um dadurch ihre eigene soziale Frage zu l\u00f6sen: Hauptamtliche und Abgeordnete d\u00fcrfen keinerlei Privilegien annehmen und ihr Einkommen sollte auf einen durchschnittlichen Facharbeiterlohn begrenzt sein.<\/p>\n<h4>F\u00fcr eine sozialistische Welt<\/h4>\n<p>Der Kapitalismus ist nicht das Ende der Geschichte. Gesellschaftsordnungen sind durch Menschen gemacht &#8211; sie k\u00f6nnen auch durch uns ge\u00e4ndert werden. Wir treten f\u00fcr sozialistische Ideen ein, daf\u00fcr, dass nicht f\u00fcr die Profite einer kleinen Minderheit, sondern nach den F\u00e4higkeiten und Bed\u00fcrfnissen der Mehrheit der Bev\u00f6lkerung und nach ihrem Willen produziert wird. Das bedeutet f\u00fcr uns die Vergesellschaftung der Produktionsmittel und Ressourcen, politisch kontrolliert und geplant durch die Organisation der Arbeiterklasse von unten, sei es in Stadtteilkomitees, in Schulen und Unis, in Fabrik- oder B\u00fcror\u00e4ten. In einer Gesellschaft, in der alle G\u00fcter durch die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung produziert und verteilt werden, gibt es keinen Grund f\u00fcr einen b\u00fcrgerlichen Staat, kasernierte Polizei und Milit\u00e4r, Diskriminierung, Unterdr\u00fcckung, Verfolgung und Repression. Eine sozialistische Gesellschaft ist etwas anderes als die stalinistischen Staaten, in denen zwar keine kapitalistische Klassengesellschaft existierte, aber eine b\u00fcrokratische Elite Politik und Wirtschaft im Sinne eigener Interessen von oben bestimmte statt demokratisch geplant in Arbeiterstrukturen von unten.<\/p>\n<p>Wir sind Mitglieder verschiedener Linksjugend [&#8217;solid] Gruppen aus verschiedenen Landesverb\u00e4nden mit unterschiedlichen Hintergr\u00fcnden und Erfahrungen. Wir sind als Teil des Jugendverbandes aktiv in gesellschaftlichen Bewegungen, Streiks und Initiativen. Hier wollen wir uns auch \u00fcber Strategien und Methoden f\u00fcr erfolgreiche K\u00e4mpfe austauschen und k\u00e4mpfen gemeinsam daf\u00fcr, dass dieser Jugendverband wieder den Namen sozialistisch, links, demokratisch verdient hat.<\/p>\n<div id=\"sdfootnote1\">\n<p><a href=\"#sdfootnote1anc\" name=\"sdfootnote1sym\">1<\/a>\u0002 Quelle: Oxfam Armutsbericht, siehe <a href=\"http:\/\/www.oxfam.de\/informieren\/soziale-ungleichheit\">http:\/\/www.oxfam.de\/informieren\/soziale-ungleichheit<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote2\">\n<p><a href=\"#sdfootnote2anc\" name=\"sdfootnote2sym\">2<\/a>\u0002 Sch\u00e4tzung von ProAsyl, siehe <a href=\"http:\/\/www.proasyl.de\/de\/news\/detail\/news\/neue_schaetzung_mindestens_23000_tote_fluechtlinge_seit_dem_jahr_2000\/\">http:\/\/www.proasyl.de\/de\/news\/detail\/news\/neue_schaetzung_mindestens_23000_tote_fluechtlinge_seit_dem_jahr_2000\/<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dokumentiert: Grundsatzdokument des Bundesarbeitskreis Revolution\u00e4re Linke<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":30995,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[26],"tags":[715,740],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30994"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=30994"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30994\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":30996,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30994\/revisions\/30996"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/30995"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=30994"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=30994"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=30994"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}