{"id":30853,"date":"2015-06-29T11:06:00","date_gmt":"2015-06-29T09:06:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sozialismus.info\/?p=30853"},"modified":"2016-11-14T12:44:48","modified_gmt":"2016-11-14T11:44:48","slug":"charit-jetzt-erst-recht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2015\/06\/charit-jetzt-erst-recht\/","title":{"rendered":"Charit\u00e9: Jetzt erst recht!"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Charite_web.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-30854\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Charite_web-280x173.jpg\" alt=\"Charit\u00e9\" width=\"280\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Charite_web-280x173.jpg 280w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Charite_web-162x100.jpg 162w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Charite_web-560x347.jpg 560w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Charite_web-600x371.jpg 600w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Charite_web-534x330.jpg 534w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Charite_web.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/a>Weiter k\u00e4mpfen f\u00fcr mehr Personal im Krankenhaus!<\/strong><\/p>\n<p>Flugblatt als PDF:\u00a0[wpfilebase tag=file id=2034 tpl=simple \/]<\/p>\n<p><em>Liebe Kolleginnen und Kollegen,<\/em><\/p>\n<p>\u00fcber zwanzig geschlossene Stationen, fast tausend gesperrte Betten, hunderte KollegInnen im Streik: euer Arbeitskampf ist der bedeutendste Krankenhausstreik in der Geschichte der Bundesrepublik. Gewaltige Anstrengungen habt ihr geleistet, PatientInnen nicht zu gef\u00e4hrden und doch den Streik Station um Station, Bett um Bett aufzubauen und zu verteidigen. Eure Demonstration brachte 2000 Menschen f\u00fcr mehr Personal auf die Stra\u00dfe und vor das Gesundheitsministerium.<\/p>\n<p>Damit habt ihr enorme St\u00e4rke bewiesen. Mit einer Welle der Solidarit\u00e4t wird es euch gedankt. Im Krankenhaus erfahrt ihr Solidarit\u00e4t von den gewerkschaftlichen KollegInnen der CFM, die euren Streik unterst\u00fctzen und selbst wieder f\u00fcr einen Tarifvertrag k\u00e4mpfen wollen bis zu den \u00c4rzten, deren Organisationen Marburger Bund Berlin Brandenburg, VD\u00c4\u00c4 und \u00c4rztekammer Berlin sich solidarisch erkl\u00e4rt haben. Bei vielen der 1300 Krankenh\u00e4usern, die sich am Mittwoch bei der 162.000 f\u00fcr 162.000 Aktion beteiligt haben, wart ihr Thema. Zahlreiche Gewerkschaften bis hin zur GDL unterst\u00fctzen euch. Die Linksfraktion zeigte w\u00e4hrend der Demonstration mit Plakaten ihre Unterst\u00fctzung. Fotos und Schreiben aus den USA, Griechenland und weiteren L\u00e4ndern sind euch geschickt worden. Die Umfrage des Berliner Kuriers zeigte, ihr k\u00e4mpft f\u00fcr die 99 % und sie danken es euch.<\/p>\n<h4>Ihr entscheidet mit!<\/h4>\n<p>Euer Streik hat so eine Dynamik entfalten k\u00f6nnen, weil es gelungen ist eine neue Schicht von Kolleginnen und Kollegen in die Streikplanung und Verhandlungen einzubeziehen. Mit dem System der TarifberaterInnen wird versucht den Streik an jedes Team der Stationen anzubinden und mit diesen Delegierten R\u00fccksprache \u00fcber die Tarifverhandlungen und die Streikplanung zu halten. Mit bis zu 100 solcher VertreterInnen wird lebendig \u00fcber das Streikgeschehen diskutiert. In den Streiklokalen gibt es regelm\u00e4\u00dfige Streikversammlungen und Tarifberatertreffen f\u00fcr Transparenz und M\u00f6glichkeiten mit zu entscheiden.<\/p>\n<p>Daran muss auch in kritischen Situation festgehalten und das System ausgebaut werden. Bringt euch in die Streikversammlungen ein und berichtet euren KollegInnen von eurer Situation und euren Forderungen. Nutzt die Versammlungen f\u00fcr gemeinsame Entscheidungen. Bestimmt TarifberaterInnen aus eurem Team und haltet mit ihnen R\u00fccksprache. Macht diesen Streik zu eurem Streik, st\u00e4rkt der Verhandlungs- und Tarifkommission den R\u00fccken und helft ihnen Entscheidungen nicht alleine treffen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<h4>Arbeitgeber bleibt hart<\/h4>\n<p>Nach jetzigem Stand bleibt der Arbeitgeber hart und bietet keine reale Verbesserung der Personalsituation f\u00fcr alle an. Dabei ist die enorme Beteiligung an diesem Streik, Beweis genug daf\u00fcr, wie schlimm die Situation tats\u00e4chlich ist! Wenn der Arbeitgeber nicht h\u00f6ren will, muss er f\u00fchlen. Finanzielle Verluste durch ausgefallene Behandlungen und leere Betten: das ist leider die einzige Sprache, die er versteht.<\/p>\n<p>Deshalb muss der Streik jetzt gehalten und ausgebaut werden. KollegInnen k\u00f6nnen jetzt noch in ver.di eintreten und mitstreiken. Sie sollten \u00fcberzeugt werden. Mehr Stationen und Betten m\u00fcssen zur Schlie\u00dfung gemeldet werden. An allen drei Standorten sollte gemeinsam diskutiert werden, wie der Streik zu halten und auszubauen ist. Au\u00dferdem sollten \u00f6ffentlichkeitswirksame Aktionen zunehmen und t\u00e4glich stattfinden.<\/p>\n<p>Um die Forderungen voll durchzusetzen und die Solidarit\u00e4t aufrecht zu erhalten, ist aber noch mehr n\u00f6tig. Die ganze ver.di muss Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Charit\u00e9-Streik mobilisieren, die Auseinandersetzung in alle Krankenh\u00e4user tragen und Solidarit\u00e4t zu organisieren. Denn wir sind alle potentielle PatientInnen. Die Gewerkschaft sollte ihre ganzen Mittel nutzen, um diesen Streik zu einem Erfolg zu machen und laufende Tarifauseinandersetzungen zusammen zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>In einem Rundschreiben der Chef\u00e4rzte hei\u00dft es, man solle sich f\u00fcr schnelle Wiederbelegung der Betten bereithalten. Das k\u00f6nnen sie sich abschminken. Es muss genug Zeit geben, gemeinsam den Verhandlungsstand auf Streikversammlungen zu diskutieren, \u00fcber TarifberaterInnen r\u00fcckzukoppeln und dar\u00fcber zu entscheiden, ob ein Verhandlungsergebnis angenommen wird. Wichtig wird dabei sein, sich zwischen allen Berufsgruppen auszutauschen und Angebote gemeinsam zu bewerten. TarifberaterInnen und ver.di Charit\u00e9 haben deutlich gemacht, dass es Verbesserungen f\u00fcr alle geben soll und keine Spaltung der Belegschaft!<\/p>\n<h4>Gemeinsam k\u00e4mpfen<\/h4>\n<p>Ihr seid Teil der Streikrepublik. Beim Staatsballett streiken die T\u00e4nzerInnen und die Amazon-Besch\u00e4ftigten setzen den Kampf fort. \u00dcber 32.500 Postkolleginnen und -kollegen streiken gegen Niedriglohn. Am Donnerstag wollen sie in Berlin gemeinsam mit euch demonstrieren. Beim Kampf der Sozial- und Erziehungsdienste sprachen sich zahlreiche KollegInnen, die Streikdelegiertenkonferenz und mehrere Streikversammlungen gegen den Schlichterspruch aus, der von der ver.di Spitze mitgetragen wird. Jetzt wurde eine Mitgliederbefragung angesetzt, die vier Wochen dauern soll. Die Schlichtung bei der Bahn wurde wieder eine Woche verl\u00e4ngert \u2013 eine Wiederaufnahme von Streiks ist nicht ausgeschlossen.<\/p>\n<p>Euer Kampf findet in kritischen Zeiten statt. Traurigerweise brannten letztes Wochenende wieder Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnfte. Die SAV ist bundesweit aktiv gegen Rassismus und Nazis. Die Fluchtursachen m\u00fcssen bek\u00e4mpft werden und nicht die Fl\u00fcchtlinge.<\/p>\n<p>In Griechenland stimmt die Bev\u00f6lkerung am Sonntag \u00fcber das K\u00fcrzungsdiktat der EZB, IWF und EU-Kommission ab. Nur mit einem Nein k\u00f6nnen sie verhindern, dass der Sparkurs zu Lasten der Bev\u00f6lkerung fortgesetzt wird. Er hat das Gesundheitssystem nahezu zerst\u00f6rt und enorme Arbeitslosigkeit und Armut produziert. Die sogenannten Hilfspakete landen gar nicht bei der griechischen Bev\u00f6lkerung sondern bei den Banken. Die griechische Schwesterorganisation der SAV, Xekinima, wirbt f\u00fcr ein Nein und daf\u00fcr, dass Ma\u00dfnahmen ergriffen werden, um bei einem Grexit eine Katastrophe zu verhindern. Dazu geh\u00f6ren Kapitalverkehrskontrollen, Verstaatlichung der Banken und demokratische Planung der Schl\u00fcsselindustrien.<\/p>\n<h4>Sozial-is-mus(s)<\/h4>\n<p>Niedriglohn, K\u00fcrzungen und Ausgrenzung haben ihre tiefere Ursache in dem Wirtschaftssystem in dem wir leben. Im Kapitalismus geht es um den Profit und nicht um die Bed\u00fcrfnisse der Besch\u00e4ftigten, einem bedarfsgerechten Gesundheitssystems oder der Umwelt. Wir m\u00fcssen uns hier und jetzt f\u00fcr Ver\u00e4nderungen einsetzen. Euer Streik f\u00fcr mehr Personal im Krankenhaus kann Menschen Hoffnung geben, dass Widerstand erfolgreich ist! Davon ausgehend k\u00f6nnen wir die Verbindung zu anderen Besch\u00e4ftigten und Bewegungen suchen und gemeinsam k\u00e4mpfen f\u00fcr eine grundlegende Ver\u00e4nderung dieser Gesellschaft \u00fcber den Kapitalismus hinaus.<\/p>\n<p>Die SAV ist eine bundesweite und internationale Organisation und mit Mitgliedern im Betrieb und im B\u00fcndnis aktiv, Streikunterst\u00fctzung und Solidarit\u00e4t mit zu organisieren. Sie begleitet die Tarifauseinandersetzungen an der Charit\u00e9 und der CFM seit 2006. Infos und Material sind auf www.archiv.sozialismus.info zu finden. Sprich uns bei Interesse an oder melde dich bei <a href=\"mailto:info@sav-online.de\">info@sav-online.de<\/a> oder 030 \/ 247 238 02.<\/p>\n<h4>Veranstaltung: Our Health \u2013 not your business!<\/h4>\n<p>Der Kampf an der Charit\u00e9 um mehr Personal und das Gesundheitsprogramm der SAV<\/p>\n<p>Referat und Diskussion mit Stephan Gummert, Mitglied der Streikleitung an der Charit\u00e9<\/p>\n<p>Dienstag 30. Juni<\/p>\n<p>19 Uhr Kontaktstelle PflegeEngagement<\/p>\n<p>Gryphiusstr. 16 Berlin Friedrichshain<\/p>\n<p>Tram Wismarplatz, U Samariterstr, S Ostkreuz<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Flugblatt der SAV<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":30854,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13],"tags":[291],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30853"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=30853"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30853\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":30865,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30853\/revisions\/30865"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/30854"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=30853"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=30853"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=30853"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}