{"id":30608,"date":"2015-05-26T17:00:18","date_gmt":"2015-05-26T15:00:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sozialismus.info\/?p=30608"},"modified":"2015-05-26T14:59:11","modified_gmt":"2015-05-26T12:59:11","slug":"der-kapitalismus-macht-das-desaster-von-nepal-noch-schlimmer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2015\/05\/der-kapitalismus-macht-das-desaster-von-nepal-noch-schlimmer\/","title":{"rendered":"Der Kapitalismus macht das Desaster von Nepal noch schlimmer"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_30609\" aria-describedby=\"caption-attachment-30609\" style=\"width: 280px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/nepal-e1432644967684.jpeg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-30609\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/nepal-e1432644967684-280x173.jpeg\" alt=\"Foto: krish Dulal CC BY-SA 4.0\" width=\"280\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/nepal-e1432644967684-280x173.jpeg 280w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/nepal-e1432644967684-162x100.jpeg 162w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/nepal-e1432644967684-560x347.jpeg 560w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/nepal-e1432644967684-600x371.jpeg 600w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/nepal-e1432644967684-534x330.jpeg 534w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/nepal-e1432644967684.jpeg 1142w\" sizes=\"(max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-30609\" class=\"wp-caption-text\">Foto: krish Dulal CC BY-SA 4.0<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Das arme Nepal leidet besonders unter dem j\u00fcngsten Erdbeben<\/strong><\/p>\n<p>Als eines der \u00e4rmsten L\u00e4nder in S\u00fcdostasien ist Nepal von dem j\u00fcngsten Erdbeben am st\u00e4rksten in Mitleidenschaft gezogen worden. Sch\u00e4tzungen sprechen von mehr als 5.000 Toten und rund 10.000 Verletzten. Doch die Zahl der ums Leben gekommenen und verletzten Menschen wird in den n\u00e4chsten Tagen mit Sicherheit noch ansteigen. Nahezu das ganze Land ist von diesem starken Beben betroffen. In 39 Distrikten hat es Auswirkungen auf die Lebensbedingungen von \u00fcber zwei Millionen Menschen. Es gibt Berichte, nach denen ganze D\u00f6rfer komplett vom Erdboden verschwunden sind.<\/p>\n<p>von TU Senan<\/p>\n<p>Bei den meisten Opfern handelt es sich um Menschen aus der armen Land- bzw. Stadtbev\u00f6lkerung, die in \u201eprek\u00e4ren Wohnverh\u00e4ltnissen\u201c lebt. Angaben der britischen Tageszeitung \u201eThe Guardian\u201c zufolge sind \u201efast ausschlie\u00dflich \u00e4ltere H\u00e4user aus Ziegeln und Holz dem Erdboden gleichgemacht worden\u201c. Verarmte Familien haben ihre Lieben und alles, was sie besa\u00dfen, verloren. Der \u201eGuardian\u201c berichtet weiter vom Leid eines noch unter Schock stehenden Zeitungsverk\u00e4ufers, der w\u00fctend und verzweifelt zugleich ist: \u201eWenn wir das Geld gehabt h\u00e4tten, dann h\u00e4tten wir ein stabiles Haus gebaut. Hatten wir aber nicht. Man kann nirgends hin. Niemand k\u00fcmmert sich um uns. Das Leben war f\u00fcr uns schon hart genug. Ich will nicht mehr leben\u201c. Abgesehen vom physischen Leid kommt f\u00fcr die Betroffenen noch das Problem hinzu, dass es an medizinischen Einrichtungen mangelt und Krankheiten auszubrechen drohen. F\u00fcr die gro\u00dfe Zahl an Verletzten stehen nicht gen\u00fcgend Notunterk\u00fcnfte und Lebensmittel zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Dabei haben die Regierung von Nepal und die GeologInnen im Vorfeld gewusst, dass eine Katastrophe dieses Ausma\u00dfes zu erwarten war. Das war an den seismischen Bewegungen der tektonischen Platten auf dem Subkontinent abzulesen. Und dennoch haben weder die nepalesische noch andere Regierungen in der Region irgendwelche Anstrengungen unternommen, um sich dagegen zu wappnen. Es wurden keine Vorkehrungen getroffen, mit denen im Falle eines starken Bebens Todesopfer und ein Desaster dieses Ausma\u00dfes h\u00e4tten verhindert werden k\u00f6nnen. Was das angeht, so ist das Ausma\u00df dieser Katastrophe in dem Sinne auf menschliches Versagen zur\u00fcckzuf\u00fchren, als dass es in gro\u00dfen Z\u00fcgen h\u00e4tte eingegrenzt werden k\u00f6nnen, w\u00e4re es zuvor zu angemessenen Pr\u00e4ventivma\u00dfnahmen gekommen.<\/p>\n<p>Ein Desaster diesen Umfangs offenbart auch, wie unf\u00e4hig die kapitalistischen Regierungen dieser Welt in Wirklichkeit sind. Dar\u00fcber wird deutlich, dass sie nicht in der Lage sind die Produktion so zu planen, dass die Bed\u00fcrfnisse der Massen befriedigt werden k\u00f6nnen. Sie werden nicht aus der Armut herausgeholt und leiden weiterhin unter den schlimmen Lebensbedingungen. Fehlende Investitionen in eine angemessene Infrastruktur und in Pr\u00e4ventivma\u00dfnahmen lassen das Elend, dass eine solche Naturkatastrophe nach sich zieht, noch gr\u00f6\u00dfer werden. Selbst die Untersuchungen und Berichte, die die Regierung von Nepal 2013 herausgegeben hat, haben auf das Problem der mangelhaften Bauweise und des ungen\u00fcgenden Zustands der Infrastruktur hingewiesen. Schon damals wurde davor gewarnt, dass diese Gegebenheiten eine Katastrophe, die ein Beben nach sich ziehen w\u00fcrde, verst\u00e4rken w\u00fcrden. Die nepalesische Regierung scheint diese Warnungen in den Wind geschlagen zu haben. Stattdessen wurde anl\u00e4sslich der Entscheidung \u00fcber eine neue Verfassung ein endloser, regelrechter Krieg zwischen der \u201eVereinigten Kommunistischen Partei Nepals &#8211; Maoisten\u201c (UCPN-M) und dem rechtsgerichteten \u201eNepalesischen Kongress\u201c (NC) sowie dessen B\u00fcndnispartner, der \u201eKommunistischen Partei Nepals &#8211; Vereinte Marxisten-Leninisten\u201c (CPN-UML) initiiert.<\/p>\n<p>Nachdem der gro\u00dfartige Generalstreik von 2006 zum Ende der Herrschaft des nepalesischen K\u00f6nigs gef\u00fchrt hatte, genossen die Maoisten (UCPN-M) starke Unterst\u00fctzung. Dieses Ereignis wurde als bedeutsames \u201epolitisches Erdbeben\u201c wahrgenommen, das Folgen f\u00fcr die gesamte Region nach sich ziehen w\u00fcrde. Zu zehntausenden waren die ArbeiterInnen, B\u00e4uerinnen und Bauern sowie die verarmten Schichten Nepals auf die Stra\u00dfe gegangen, nicht nur um die Monarchie zu st\u00fcrzen sondern auch um eine neue Regierung zu bekommen, die ihre Interessen vertreten w\u00fcrde. Dieses Verlangen fand seinen Widerhall auch in Indien sowie vielen anderen Staaten der Region, in der viele Menschen die Hoffnung haben, dass die Bewegungen gegen die maroden kapitalistischen Regierungen wieder aufleben w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Die Maoisten, die anfangs f\u00fcr dieses Verlangen nach Reformen gestanden haben, haben allerdings darin versagt, die sozialistische Revolution durchzuf\u00fchen, die sie in die Lage versetzt h\u00e4tte, die W\u00fcnsche der Massen zu erf\u00fcllen. Nepal ist ein kleines Land mit begrenzten Ressourcen, das sich geografisch zwischen zwei regionalen Machtbl\u00f6cken befindet, die in Konkurrenz um die Ausbeutung dieses Landes stehen. Der einzige Ausweg, den die nepalesischen Massen haben, um sich von ihren Fesseln zu befreien, besteht darin, den Bruch mit dem Kapitalismus zu wagen, eine sozialistische geplante Wirtschaft einzuf\u00fchren und eine solche Revolution auf die gesamte Region auszuweiten. Eine sozialistische F\u00f6deration in S\u00fcdostasien, die die Ressourcen der gesamten Region zusammenf\u00fchren und sie unter die demokratische Kontrolle der arbeitenden Menschen stellen w\u00fcrde, w\u00fcrde die M\u00f6glichkeit mit sich bringen, die enormen Ressourcen, die in dieser Region konzentriert sind, planvoll einzusetzen. Die Folge w\u00e4re eine Verbesserung der Lebensbedingungen f\u00fcr alle und die Umsetzung von Ma\u00dfnahmen, mit denen man in der Lage w\u00e4re, auch mit Naturkatastrophen wie der jetzigen besser zurechtzukommen.<\/p>\n<p>Trotz der bestehenden vorteilhaften Bedingungen meinten die Maoisten jedoch, dass man zuerst eine \u201eb\u00fcrgerlich-demokratische Phase\u201c der Revolution durchschreiten m\u00fcsse. Zu einem Zeitpunkt, als der Grad an Unterst\u00fctzung f\u00fcr den NC und die UML (aufgrund ihrer bisherigen Kolaboration mit dem K\u00f6nig) sp\u00fcrbar in den Keller ging, argumentierten die Maoisten f\u00fcr ein B\u00fcndnis mit genau diesen Kr\u00e4ften. Demgegen\u00fcber machten sich diese pro-kapitalistischen Parteien den beschriebenen Ansatz der Maoisten zu Nutze, indem sie die Verhandlungen \u00fcber eine neue Verfassung kontinuierlich hinausz\u00f6gerten. Auf diese Weise gewannen sie Zeit, um ihren Machteinfluss wieder auszubauen und waren in der Lage, erneut an St\u00e4rke und Einfluss zu gewinnen. Die direkte Einbeziehung der Regierungen Indiens und Chinas tat das \u00dcbrige, um diese rechten Parteien wieder aufbauen zu helfen. Letztere meinen weiterhin, dass sie die einzige Alternative sind, die die nepalesischen Massen haben. Verst\u00e4rkt wurde diese Entwicklung wiederum durch die Maoisten, die best\u00e4ndig argumentierten, man m\u00fcsse mit diesen Parteien zusammenarbeiten, um voranzukommen. Dass die Diskussionen sich st\u00e4ndig weiter in die L\u00e4nge zogen, bedeutete nicht nur, dass das Volk keine neue Verfassung bekam. Auch die Lebensbedingungen verbesserten sich nur bruchst\u00fcckhaft. Die Kapitalisten und die Medien, die als ihre Sprachrohr fungieren, machten die Maoisten f\u00fcr alle Probleme verantwortlich. Sie wurden daf\u00fcr beschuldigt, dass es nicht vorw\u00e4rts ging. Die rechten Parteien wurden somit immer st\u00e4rker und f\u00fchrten ihre Propaganda weiter aus. Bei den Wahlen von 2013 f\u00fchrte dies dazu, dass die Maoisten von der UCPN ein gro\u00dfes Ma\u00df an Unterst\u00fctzung einb\u00fc\u00dften.<\/p>\n<p>Von da an wollten die regierenden pro-kapitalistischen Parteien ihre eigene Verfassung ohne vorherige \u00dcbereinkunft mit den Maoisten durchsetzen. Dies zwang die Maoisten vor kurzem dazu, zu einem dreit\u00e4gigen \u201ebandth\u201c (= Generalstreik) aufzurufen. Dennoch waren die Maoisten in den Augen der Massen blo\u00dfgestellt, weil sie sich darin als unf\u00e4hig erwiesen haben, den Forderungen der ArbeiterInnen, B\u00e4uerinnen, Bauern, der Minderheiten und der verarmten Schichten zu entsprechen. Dann kam es zur Spaltung, und die Beliebtheit der Maoisten nahm rapide ab.<\/p>\n<p>Die kurze Phase der Unterst\u00fctzung f\u00fcr die regierenden rechten Parteien steht aufgrund der Erdbebenkatastrophe und deren Folgen nun aber wieder zur Disposition. Aufgrund des Fehlverhaltens der Regierung im Nachgang des Bebens richtet sich nun der massive Unmut gegen sie. Das k\u00f6nnte zum Aufkommen einer neuen Bewegung gegen die Regierung f\u00fchren. Manchmal liefern Naturkatastrophen den Funken, den es braucht, um eine Revolution auszul\u00f6sen. Schlie\u00dflich wird dar\u00fcber klar, dass der Kapitalismus nicht in der Lage ist, Menschenleben zu sch\u00fctzen. So zerst\u00f6rte beispielsweise das Erdbeben von 1972 das Leben von vielen Menschen in Nicaragua, die unter der Herrschaft des Diktators Somosa gelitten hatten. Massenobdachlosigkeit, Erwerbslosigkeit und Verw\u00fcstungen, die Folge des Bebens waren, st\u00e4rkten die sandinistische Bewegung, was letztlich zum Sturz des Regimes f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Mehr als ein Viertel der nepalesischen Bev\u00f6lkerung, die insgesamt 28 Millionen Menschen ausmacht, lebt unterhalb der Armutsgrenze. Vor allem die verarmte Landbev\u00f6lkerung leidet unter dem ewigen Mangel an sauberem Trinkwasser und anderer G\u00fcter des Grundbedarfs. Jetzt wird auch noch die ganze \u00f6konomische Last, die das verheerende Erdbeben mit sich bringt, auf ihren Schultern abgeladen. Alle Parteien haben von sich behauptet, sie st\u00fcnden in Opposition zur alten Monarchie. Und dennoch ist es bis heute zu keiner umfassenden Landreform gekommen. Der K\u00f6nig ist immer noch einer der an Boden reichsten Grundbesitzer der Welt.<\/p>\n<p>Der auf das Beben zur\u00fcckzuf\u00fchrende wirtschaftliche Schaden wird schon jetzt auf \u00fcber f\u00fcnf Milliarden US-Dollar gesch\u00e4tzt, was mehr als 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts Nepals entspricht. Von den Armen, die den bei weitem gr\u00f6\u00dften Teil der Bev\u00f6lkerung stellen, wird mit Sicherheit erwartet, nun noch gr\u00f6\u00dfere Opfer zu bringen. Weltweit haben kapitalistische Regierungen zwar so getan, als h\u00e4tten sie \u201eMitleid\u201c. Bislang wurde aber nur sehr wenig an Hilfe angeboten. L\u00e4cherliche f\u00fcnf Millionen brit. Pfund, die die britische Regierung f\u00fcr Hilfsorganisationen zur Verf\u00fcgung gestellt hat, reichen bei weitem nicht, um auch nur in die N\u00e4he der notwendigen Summen zu kommen. Die j\u00e4mmerlichen eine Million Dollar, die die USA anfangs angeboten haben, liegen noch unter der Summe, die von einigen armen L\u00e4ndern zur Verf\u00fcgung gestellt worden ist. Diese Hilfen reichen bei weitem nicht an die Hilfe heran, die n\u00f6tig w\u00e4re, um die grundlegendsten Hilfsma\u00dfnahmen zur Verf\u00fcgung zu stellen. Laut Kinderhilfswerk UNICEF brauchen allein 940.000 Kinder in Nepal dringende humanit\u00e4re Hilfe.<\/p>\n<p>Genau wie im Falle der Tsunami-Katastrophe, die 2004 \u00fcber den S\u00fcden Asiens hereingebrochen war, haben die \u201eeinfachen\u201c Leute schneller reagiert und mehr gespendet als die Regierungen. Es existiert kein verl\u00e4sslicher Mechanismus, mit dem die weltweite Spendenbereitschaft der Menschen in reale und effektive Hilfe umgewandelt werden k\u00f6nnte. Wie wir nach dem Erdbeben von Gujarat in Indien oder der Flutkatastrophe in Pakistan und Bangladesch wie auch bei der Tsunami-Katastrophe gesehen haben, werden die sogenannten Hilfszusagen der Regierungen nie bis ins Letzte umgesetzt. Hinzu kommt, dass ein nicht geringer Anteil der Geldes, das die Menschen an Hilfsorganisationen gespendet haben, nicht an die hilfsbed\u00fcrftigen Menschen geht sondern f\u00fcr \u201eadministrative\u201c Dinge eingesetzt wird. Manchmal gehen Gelder auch an Regierungsstellen, die damit ihre eigene Propaganda finanzieren. Eines der bekannteren Beispiele hierf\u00fcr ist der ehemalige diktatorisch regierende Pr\u00e4sident von Sri Lanka, Mahinda Rajapaksa. Er lie\u00df nach der Tsunami-Katastrophe im Rahmen seiner Wahlkampfveranstaltungen Trinkwasser verteilen, das aus Hilfsspenden finanziert worden war. Und auch jetzt gibt es schon die ersten Berichte, wie die Regierungen Indiens und Chinas die \u201eM\u00f6glichkeiten, die die Katastrophe bietet\u201c, nutzen, um ihren eigenen Einfluss im Land auszubauen.<\/p>\n<p>Diese Katastrophe offenbart die Unf\u00e4higkeit der Regierung Nepals und die Heuchelei der kapitalistischen Regierungen dieser Welt. Den Massen wird bald schon klar werden, wie n\u00f6tig alternative Regierungsformen sind. Die Einf\u00fchrung einer an den sozialen Bed\u00fcrfnissen ausgerichteten Produktion (sprich: eine sozialistisch geplante Wirtschaft) w\u00e4re nicht nur in der Lage, die Massen aus der Armut zu holen. Auf diese Weise k\u00f6nnten dar\u00fcber hinaus die angemessenen Ma\u00dfnahmen geplant und umgesetzt werden, mit den die Folgen von Naturkatastrophen wie der jetzigen minimierbar w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Wenn es darum geht, dass ein effektives Hilfsprogramm aufgestellt werden muss, dann k\u00f6nnen die verarmten Massen der Regierung nicht trauen. Schon jetzt gibt es Anzeichen daf\u00fcr, dass es bei der Zurverf\u00fcgungstellung von Hilfsma\u00dfnahmen zu Missmanagement kommt. Es sollten demokratisch gew\u00e4hlte Komitees aus ArbeiterInnen, B\u00e4uerinnen, Bauern und Armen aufgestellt werden, um die Kontrolle \u00fcber die Hilfsdienste und ein Not-Wiederaufbau-Programm auszu\u00fcben. Diese Komitees sollten die Machtbefugnis dar\u00fcber haben, um den Familien, die Todesopfer und den Verlust ihres Hab und Guts zu beklagen haben, Kompensationen zukommen zu lassen. Dar\u00fcber hinaus sollten diese Komitees den Wert des verlorengegangenen Eigentums bzw. Grund und Bodens und anderer essentieller Dinge einsch\u00e4tzen. Kapitalistische Aasgeier, die auch noch versuchen Profit aus dem Desaster zu schlagen, sollten insofern ausgeschaltet werden, als dass sie in demokratisch kontrolliertes \u00f6ffentliches Eigentum \u00fcberf\u00fchrt werden. Au\u00dferdem sollten die o.g. Komitees die Kontrolle \u00fcber alle Unternehmen und Strukturen haben, die Teil des Not-Wiederaufbau-Programms sind.<\/p>\n<h5><em>TU Senan arbeitet f\u00fcr das Komitee f\u00fcr eine Arbeiterinternationale. dieser Artikel erschien zuerst im englischen original am 30. April 2015 auf socialistworld.net.<\/em><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nepal ist eines der \u00e4rmsten L\u00e4nder in Zentralasien und leidet besonders unter dem j\u00fcngsten Erdbeben<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":30609,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[38,118],"tags":[706],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30608"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=30608"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30608\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":30612,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30608\/revisions\/30612"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/30609"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=30608"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=30608"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=30608"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}