{"id":29975,"date":"2015-03-08T08:43:10","date_gmt":"2015-03-08T07:43:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sozialismus.info\/?p=29975"},"modified":"2015-02-13T11:59:28","modified_gmt":"2015-02-13T10:59:28","slug":"friedrich-engels-und-die-befreiung-der-frau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2015\/03\/friedrich-engels-und-die-befreiung-der-frau\/","title":{"rendered":"Friedrich Engels und die Befreiung der Frau"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u201e<a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/engels_faksimile.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-29978\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/engels_faksimile-122x173.jpg\" alt=\"engels_faksimile\" width=\"122\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/engels_faksimile-122x173.jpg 122w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/engels_faksimile-245x347.jpg 245w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/engels_faksimile.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 122px) 100vw, 122px\" \/><\/a>Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats\u201c<\/strong><\/p>\n<p>130 Jahre sind seit der Erstver\u00f6ffentlichung des Buches \u201eDer Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats\u201c von Friedrich Engels vergangen. F\u00fcr MarxistInnen war der Text lange ein bedeutender Beitrag zur Erkl\u00e4rung der Urspr\u00fcnge der Unterdr\u00fcckung der Frau. Kritisiert wurde das Werk von denen, die andere Erkl\u00e4rungen daf\u00fcr bevorzugen, dass Frauen in der Gesellschaft als Menschen zweiter Klasse behandelt werden.<\/p>\n<p><em>von Christine Thomas<\/em><\/p>\n<p>Im Vorwort der ersten Ausgabe zu \u201eDer Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates\u201c erkl\u00e4rt Friedrich Engels bescheiden, seine Arbeit k\u00f6nne nur \u201eeinen geringen Ersatz bieten f\u00fcr das, was meinem verstorbenen Freunde [Karl Marx] zu tun nicht mehr verg\u00f6nnt war\u201c (1). Im Zusammenhang mit seiner allgemeinen Analyse der Funktionsweise und der geschichtlichen Entwicklung des Kapitalismus zeigte Karl Marx in seinen letzten Lebensjahren ein besonderes Interesse am Studium fr\u00fcherer Gesellschaften. Engels bezog sich auf unver\u00f6ffentlichte Notizen von Marx. Zudem r\u00e4umte er offen ein, wie viel sein Buch der sieben Jahre zuvor ver\u00f6ffentlichten, bahnbrechenden Arbeit \u201eDie Urgesellschaft\u201c des amerikanischen Rechtsanwalts und Amateur-Anthropologen Lewis Henry Morgen zu verdanken hatte.<\/p>\n<p>Der Ausgangspunkt f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der historischen Entwicklung der Gesellschaft, argumentierte Engels, sei der Produktions- und Reproduktionsprozess. Ver\u00e4nderungen der Art und Weise, wie wir unseren Lebensunterhalt erwirtschaften, ver\u00e4ndern durch ein komplexes Zusammenspiel wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Kr\u00e4fte die Produktionsweise und die sozialen Beziehungen. Soziale Institutionen, wie der Staat, die Familie \u2013 und die damit verbundene Unterdr\u00fcckung der Frauen \u2013 sind historisch spezifische Ph\u00e4nomene und daher Ver\u00e4nderungen unterworfen. Vornehmlich gest\u00fctzt auf Morgans Studien \u00fcber die nordamerikanischen Irokesen und polynesische Gesellschaften, versuchte Engels zu zeigen, wie in der Vergangenheit egalit\u00e4re Gesellschaften existierten, in denen es weder Privateigentum, noch Staaten oder eine systematische Unterdr\u00fcckung der Frauen gab und in denen die Familie nicht die elementarste soziale Institution war.<\/p>\n<p>Im Licht von mehr als 100 Jahren arch\u00e4ologischer und anthropologischer Forschungen k\u00f6nnen wir heute sagen, dass die generelle Sto\u00dfrichtung der Engelsschen Argumentation ihre G\u00fcltigkeit behalten hat. Allerdings muss \u201eDer Ursprung\u201c als Produkt seiner Zeit verstanden werden: Revolution\u00e4r und voller Sprengstoff in seinem Bestreben, die herrschende Ideologie, die die Institutionen der kapitalistischen Gesellschaft f\u00fcr universell und naturgegeben erkl\u00e4rte, in Frage zu stellen. Gleichzeitig jedoch eine Arbeit, die dadurch behindert wird, dass sie sich auf die d\u00fcnn ges\u00e4ten, wissenschaftlichen Erkenntnisse st\u00fctzt, die in den 1880er Jahren verf\u00fcgbar waren.<\/p>\n<p>Im Ergebnis beinhaltet \u201eDer Ursprung\u201c zwangsl\u00e4ufig sachliche Fehler in Bezug auf Details fr\u00fcherer Gesellschaften und ihrer Entwicklung. Engels selbst erkannte an, dass sein Buch der \u00dcberarbeitung bed\u00fcrfe, sobald neuere Erkenntnisse vorl\u00e4gen.<\/p>\n<h4><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Klassenlose Urgesellschaft<\/span><\/span><\/h4>\n<p>In enger Anlehnung an Morgan identifiziert Engels die gemeinschaftlichen, egalit\u00e4ren \u201eGentes\u201c (Gruppen oder Sippen) als soziale Grundeinheit der klassenlosen Gesellschaft. Moderne Anthropologen akzeptieren die historische Existenz der \u201eGentes\u201c, auch wenn sie heute als \u201ekinship group\u201c (also als Verwandte) oder als \u201ekin corporate group\u201c (also als Bezugsgruppe) bezeichnet werden. Auch d\u00fcrfte ein allgemeines Einvernehmen dar\u00fcber bestehen, dass \u00fcber bedeutende geschichtliche Zeitabschnitte hinweg klassenlose, soziale Gruppen existierten, die weder Privateigentum \u2013 im Sinne von privatem Eigentum an den Produktionsmitteln \u2013 noch staatliche Strukturen kannten.<\/p>\n<p>Nicht mehr akzeptiert w\u00fcrde hingegen die von Engels beschriebene Entwicklungslinie bei der Entstehung der \u201eGentes\u201c. Es gibt keine Beweise f\u00fcr die verschiedenen, von ihm skizzierten Entwicklungsstufen von der ungehemmten \u201ePromiskuit\u00e4t\u201c \u00fcber die \u201eBlutsverwandtschaftsfamilie\u201c (keine sexuellen Beziehungen zwischen den Generationen) zur \u201eGruppenfamilie\u201c (Heiratsverbot zwischen den Nachkommen). Sie basieren auf reiner Spekulation. Wie Morgan vor ihm, glaubte Engels f\u00e4lschlicherweise, dass die in den untersuchten Gesellschaften vorherrschenden, verwandtschaftlichen Bezeichnungen \u2013 also die Worte, mit denen Menschen ihre Beziehungen zueinander beschrieben, zum Beispiel \u201eSchwester\u201c, \u201eVater\u201c, \u201eEhefrau\u201c Verwandtschaftsbeziehungen und Heiratsgewohnheiten aus ferner Vergangenheit widerspiegelten. Tats\u00e4chlich dr\u00fcckten die Begriffe zeitgen\u00f6ssische soziale und \u00f6konomische Beziehungen aus.<\/p>\n<p>Morgans und Engels\u2018 egalit\u00e4res Kollektiv der \u201eGentes\u201c bildete die grundlegende soziale Organisationsform der auf einfacher Landwirtschaft (Hack- und Gartenbau) (2) basierenden Gesellschaften. Bei diesen handelte es sich oft um matrilineare Gesellschaften (die Verwandtschaft wird \u00fcber die m\u00fctterliche Linie vermittelt), in denen Frauen beachtliche Autorit\u00e4t besitzen konnten.<\/p>\n<p>Eleanor Burke Leacock (3) beschrieb, wie Frauen der Irokesen das Anlegen von Vorr\u00e4ten, von Gem\u00fcse, Fleisch und anderen G\u00fctern, kontrollierten, Ehen arrangierten und \u201eSachems\u201c (\u201eFriedensh\u00e4uptlinge\u201c beziehungsweise \u201eStammessprecher\u201c) nominierten und absetzten.<\/p>\n<p>Einige LeserInnen von Engels\u2018 Buch zogen daraus den Schluss, dass dem Patriarchat (also der institutionalisierten Kontrolle der M\u00e4nner \u00fcber die Frauen) eine Zeit des \u201eMatriarchats\u201c, also der \u201eFrauenherrschaft\u201c vorausging. Tatsache ist, dass es daf\u00fcr keine Beweise gibt. Wo Engels von \u201eMutterrecht\u201c spricht, meint er offensichtlich matrilineare Verwandtschaftsbeziehungen und nicht Matriarchat (4) \u2013 im Sinne von Frauenherrschaft.<\/p>\n<p>Engels nahm an, dass matrilineare Gesellschaften den patrilinearen Gesellschaften grunds\u00e4tzlich immer vorausgingen, Leacock scheint hiermit \u00fcbereinzustimmen, wenn sie feststellt, dass es zwar zahlreiche Beispiele daf\u00fcr gibt, dass sich matrilineare Gesellschaften in patrilineare Gesellschaften verwandelt haben, nicht jedoch f\u00fcr eine umgekehrte Entwicklung. Es gibt allerdings weder in die eine, noch in die andere Richtung belastbare Beweise, so dass diese Frage vorerst ungekl\u00e4rt bleibt.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus betrieben die ersten bekannten Gesellschaften keineswegs Hack- beziehungsweise Gartenbau, sondern die technologisch weniger anspruchsvolle Lebensweise des Jagens\/Fischens und Sammelns.<\/p>\n<p>Anthropologen wie Leacock und Richard Lee 4 f\u00fchrten extensive Studien an J\u00e4ger- und Sammler-Gesellschaften (sogenannten Wild- und Feldbeutern) durch. Sie werteten die konkreten Erfahrungen mit V\u00f6lkern, die ihre Lebensweise bis in die heutige Zeit bewahrt haben, aus und analysierten zudem historische Dokumente, einschlie\u00dflich der Aufzeichnungen der Jesuiten bez\u00fcglich der indigenen kanadischen Montagnais-Naskapi auf der Labrador-Halbinsel.<\/p>\n<p>Jede dieser Gesellschaften wies eindeutig eigene, spezifische Charakteristika auf, die durch die Unterschiede der umgebenden Geographie und Umwelt bestimmt wurden. Dennoch schlie\u00dfen diese Unterschiede die M\u00f6glichkeit, allgemeine Merkmale herauszuarbeiten, die allen J\u00e4ger- und Sammler-Gesellschaften eigen sind, nicht aus.<\/p>\n<p>Jede Regel hat ihre Ausnahme. Daher ist es wichtig, zu erkennen, ob die untersuchte J\u00e4ger- und Sammler-Gruppe beispielsweise bereits Kontakte zu Gesellschaften mit anderen Produktionsmethoden hatte oder ob sie eventuell nach einer Periode der Produktion nach einem technologisch fortschrittlicheren System zur Lebensweise der Wild- und Feldbeuter zur\u00fcckkehrte.<\/p>\n<p>Auch ist es notwendig, sich bei der Auswertung von Quellen dar\u00fcber bewusst zu sein, dass die urspr\u00fcnglichen Berichterstatter beziehungsweise Forscher m\u00f6glicherweise durch Vorurteile oder unbegr\u00fcndete Vermutungen beeinflusst wurden.<\/p>\n<p>Auch unter Ber\u00fccksichtigung der genannten Vorbehalte ist es m\u00f6glich, einige allgemeine Feststellungen zu den organisatorischen Prinzipien der J\u00e4ger- und Sammler-Gesellschaften zu treffen.<\/p>\n<h4><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Verschieden aber gleichberechtigt<\/span><\/span><\/h4>\n<p>Obwohl die Gr\u00f6\u00dfe einer Gemeinschaft in Abh\u00e4ngigkeit zur Umwelt und zum verf\u00fcgbaren Nahrungsangebot variieren konnte, lebten die J\u00e4ger und Sammler in kleinen sozialen Gruppen oder Verb\u00e4nden, die auf Verwandtschaftsverh\u00e4ltnissen basierten. (30-40 Menschen stellten normalerweise die ideale H\u00f6chstgrenze dar).<\/p>\n<p>Die Zusammensetzung einer Gruppe konnte recht lose, die Zugeh\u00f6rigkeit flie\u00dfend sein und \u201eVerwandtschaft\u201c wurde durchaus flexibel interpretiert und musste nicht zwangsl\u00e4ufig Blutsverwandte beschreiben. Die Gruppen lebten nomadisch und waren bei der Nahrungssuche mobil. Zu verschiedenen Anl\u00e4ssen gab es Treffen mit anderen Gruppen, die der Zusammenarbeit, der Geselligkeit et cetera dienten. Die Herstellung und die Verteilung der G\u00fcter erfolgte kollektiv und kooperativ, die Produktionsmittel waren sehr einfach.<\/p>\n<p>Auch wenn es einige pers\u00f6nliche Besitzt\u00fcmer gab, waren die Produktionsmittel Eigentum der gesamten Gruppe. Die Akkumulation von Besitzst\u00e4nden war auf Grund der nomadischen Lebensweise kaum m\u00f6glich. Obwohl zwischen verschiedenen Gruppen Geschenke ausgetauscht wurden, wurde \u00fcberwiegend f\u00fcr den direkten Verbrauch produziert.<\/p>\n<p>Alle Erwachsenen, die dazu k\u00f6rperlich in der Lage waren, waren gew\u00f6hnlich direkt an der Produktion und der Verteilung der Nahrungsmittel beteiligt. Die wichtigste Arbeitsteilung basierte auf dem Geschlecht. Im Allgemeinen waren die M\u00e4nner f\u00fcr die Jagd verantwortlich, w\u00e4hrend sich die Frauen haupts\u00e4chlich mit dem Sammeln von Fr\u00fcchten, N\u00fcssen, Beeren et cetera besch\u00e4ftigten. Die Ertr\u00e4ge beider Geschlechter wurden kollektiv durch die Gruppe verteilt.<\/p>\n<p>Da Engels\u2018 Quellen haupts\u00e4chlich aus Gartenbau betreibenden Gesellschaften stammten, bezog er sich nicht auf die Rolle der Frau als Sammlerin, sondern konzentrierte sich stattdessen auf ihre Verantwortung f\u00fcr Kinderbetreuung und die Verwaltung des Haushaltes. Dennoch hatte Engels Recht, wenn er den \u201e\u00f6ffentlichen\u201c Charakter der Rolle der Frau in auf Verwandtschaftsgruppen basierenden Gesellschaften betonte.<\/p>\n<p>Die Versorgung der Kinder war eine soziale Aufgabe, die zum Wohl der gesamten Gruppe erledigt wurde. Es gab keine k\u00fcnstliche Trennung zwischen der privaten Rolle der Frau in einem individuellen Haushalt und ihrer \u00f6ffentlichen Rolle in Gesellschaft, wie es im Kapitalismus und anderen Klassengesellschaften der Fall ist.<\/p>\n<p>In J\u00e4ger- und Sammler-Gesellschaften konnten die pers\u00f6nlichen Beziehungen zwischen M\u00e4nnern und Frauen sowohl verbindlich, als auch unverbindlich sein. Je nach dem, was praktischer erschien, konnten sich die Partner nach der \u201eHochzeit\u201c sowohl bei der Gruppe der Frau (matrilokal) als auch bei der Gruppe des Mannes (patrilokal) anschlie\u00dfen. Wegen der kooperativen Struktur der Gruppen f\u00fchrte der Abbruch einer Paarbeziehung nicht notwendiger Weise zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten f\u00fcr Frauen und Kinder.<\/p>\n<p>Die wichtigste soziale Einheit war die kollektive Gruppe, nicht die Familie oder der Haushalt und diese basierte auf der gegenseitigen, wirtschaftlichen Abh\u00e4ngigkeit innerhalb der Gruppe und nicht auf der der einzelnen Frauen von ihren m\u00e4nnlichen Partnern.<\/p>\n<p>Leacock, Stehanie Coontz und Peta Henderson (5) und Christine Ward Gaitley (6) warnen vor der Gefahr, auf Grundlage der im Kapitalismus herrschenden, ungleichen sozialen Beziehungen Aussagen \u00fcber die Rolle der Frau in der Gesellschaft vor der Entstehung der Klassen zu treffen.<\/p>\n<p>Arbeitsteilung zwischen M\u00e4nnern und Frauen bedeutet nicht unbedingt Ungleichheit. Der wirtschaftliche Beitrag der Frauen in J\u00e4ger- und Sammler-Gesellschaften lieferte in der Regel den Gro\u00dfteil der Nahrungsmittel f\u00fcr die Gruppe. Obwohl sich die Rollen von M\u00e4nnern und Frauen unterschieden, war keine der anderen \u00fcber- oder untergeordnet, sondern gleicherma\u00dfen wertvoll und notwendig f\u00fcr die Gruppe.<\/p>\n<p>Leacock zeigt, wie Frauen die Kontrolle \u00fcber ihre eigenen Erzeugnisse aus\u00fcbten und selbstst\u00e4ndig \u00fcber die T\u00e4tigkeiten in ihrem Verantwortungsbereich entschieden.<\/p>\n<p>Auch wenn \u00fcberwiegend Frauen die Kinderbetreuung \u00fcbernahmen und ihre Rolle bei der Fortpflanzung ihre F\u00e4higkeit zu jagen normalerweise einschr\u00e4nkte (dies w\u00e4re f\u00fcr Schwangere und Frauen mit Kleinkindern gef\u00e4hrlich gewesen), verlieh ihnen dies keinen niedrigeren, sozialen Status. Tats\u00e4chlich war die Arbeitsteilung oft recht flexibel. Frauen fingen und jagten kleinere Tiere und begleiteten M\u00e4nner zur Jagd, wenn sie nicht schwanger waren oder stillten. Ebenso \u00fcbernahmen M\u00e4nner bereitwillig die Kinderbetreuung, wenn dies erforderlich war.<\/p>\n<p>Daher kann die benachteiligte Stellung der Frauen in der heutigen Gesellschaft nicht \u2013 wie es einige radikale FeministInnen (und Nicht-FeministInnen) versucht haben \u2013, einfach mit ihrer Rolle bei der Fortpflanzung erkl\u00e4rt werden, ohne dabei die sozialen und wirtschaftlichen Beziehungen zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Theorien, die die m\u00e4nnliche Vorherrschaft mit gr\u00f6\u00dferer K\u00f6rperkraft oder Aggressivit\u00e4t erkl\u00e4ren, haben sich ebenfalls als unhaltbar erwiesen. Obwohl Gewalt und vereinzelt auch kriegerische Auseinandersetzungen in fr\u00fchen, klassenlosen Gesellschaften durchaus vorkamen, waren sie dennoch sehr selten. Auf Grund ihrer Studien bezeichnet Leacock Kooperation, Reziprozit\u00e4t 7, Solidarit\u00e4t, Gro\u00dfz\u00fcgigkeit, Geduld und Respekt als die wichtigsten moralischen Werte der urspr\u00fcnglichen, klassenlosen Gemeinschaften.<\/p>\n<p>Anders als es der grobe biologische Determinismus des stereotypen Bildes des aggressiven m\u00e4nnlichen J\u00e4gers vorspiegelt, war selbst die Jagd normalerweise eine T\u00e4tigkeit, die auf der Kooperation zwischen M\u00e4nnern \u2013 und manchmal auch Frauen \u2013 beruhte.<\/p>\n<p>J\u00e4ger- und Sammler-Gesellschaften zeichneten sich durch das Fehlen sozialer Schichten, eine nicht hierarchische Wirtschaftsweise und durch gesellschaftliche Beziehungen, die keine soziale Differenzierung auf der Grundlage des Reichtums kannten, aus.<\/p>\n<h4><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Gesellschaft ohne Staat<\/span><\/span><\/h4>\n<p>Entscheidungsfindungen und Konfliktl\u00f6sungen wurden normalerweise durch informelle Diskussion und Konsensbildung erreicht. Wenn sich ein Konflikt als unl\u00f6sbar erwies, f\u00fchrte dies mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu, dass jemand die Gruppe verlie\u00df.<\/p>\n<p>Die Meinung bestimmter Mitglieder der Gruppe mag ein gr\u00f6\u00dferes Gewicht gehabt haben als die anderer Gruppenmitglieder, aber diese Art der Autorit\u00e4t basierte auf pers\u00f6nlichen Eigenschaften oder dem Alter dieser Personen und ergab sich nicht aus den Eigentumsverh\u00e4ltnissen.<\/p>\n<p>Sie konnten andere \u00fcberzeugen und \u00fcberreden, hatten aber keine Macht, ihnen ihre Ansichten aufzudr\u00e4ngen oder sie zu einer bestimmten Verhaltens- oder Handlungsweise zu zwingen.<\/p>\n<h4><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Die Neolithische Revolution<\/span><\/span><\/h4>\n<p>Der Zusammenbruch der gemeinschaftlichen \u201eGentes\u201c und der Prozess der Entstehung des Privateigentums, der Klassen, der Familie als sozialer Institution, der Frauenunterdr\u00fcckung und des Staates hatte f\u00fcr Engels seine Wurzeln in der Entwicklung der Produktivkr\u00e4fte.<\/p>\n<p>Im ersten Kapitel des \u201eUrsprung\u201c skizziert er unter Verwendung der heute offensichtlich nicht mehr verwendbaren, aber im 19. Jahrhundert gebr\u00e4uchlichen Begriffe \u2013 \u201eWildheit\u201c, \u201eBarbarei\u201c, \u201eZivilisation\u201c \u2013 ein Entwicklungsschema.<\/p>\n<p>Heutige Anthropologen w\u00fcrden eher die Bezeichnungen \u201eJ\u00e4ger- und Sammler\/ Wild- und Feldbeuter\u201c, \u201ekleinb\u00e4uerliche\u201c und \u201est\u00e4dtische\u201c Gesellschaft w\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Einige der Beweise, die Engels f\u00fcr die Art, wie sich Gesellschaften ver\u00e4ndert haben, anf\u00fchrt, werden heute durch wissenschaftliche Befunde, die seit Engels\u2019 Buch geschrieben wurde, erhoben wurden, in Frage gestellt.<\/p>\n<p>Dennoch gibt es eine \u00fcberw\u00e4ltigende Zustimmung f\u00fcr die Auffassung, dass vor 8-10.000 Jahren eine revolution\u00e4re Ver\u00e4nderung in der Produktionsweise stattfand. Diese Entwicklung wird im Allgemeinen als die \u201eNeolithische Revolution\u201c bezeichnet, ein Begriff, der durch den Arch\u00e4ologen V. Gorden Childe gepr\u00e4gt wurde. Sie hatte das Potenzial, eine Entwicklung hin zur Herausbildung sozialer Schichten, ungleicher Machtverteilung und Reichtums- Geschlechts- und Klassenunterschieden zu entfesseln.<\/p>\n<p>Diese radikale Ver\u00e4nderung wurzelte in der neu erworbenen F\u00e4higkeit der Gemeinschaften, Pflanzen und Tiere zu domestizieren. Engels glaubte irrt\u00fcmlich, dass die Entwicklung von Weidewirtschaft beziehungsweise Viehzucht dem Anbau und der Ernte von Feldfr\u00fcchten vorausging. Tats\u00e4chlich belegen historische Aufzeichnungen, dass beide Wirtschaftsweisen in (f\u00fcr fr\u00fchgeschichtliche Verh\u00e4ltnisse) engem zeitlichen Zusammenhang auftraten, vermutlich urspr\u00fcnglich im sogenannten \u201eFruchtbaren Halbmond 8\u201c. Einfache Landwirtschaft (Hack- und Gartenbau) entwickelte sich unabh\u00e4ngig in mindestens f\u00fcnf, m\u00f6glicherweise mehr, Gegenden der Welt und bereitete sich durch Abwanderung von Bauern, die Weitergabe des Wissens \u00fcber neue Techniken oder durch Eroberungen immer weiter aus, so dass sie Europa vom westlichen Asien her um 3.500-6.000 vor unserer Zeitrechnung erreichte.<\/p>\n<p>Hierbei handelte es sich nicht um eine gradlinige Entwicklung. Einige Gesellschaften begannen erst mit der landwirtschaftlichen Nahrungsmittelherstellung, nachdem sie mit Kolonialm\u00e4chten in Ber\u00fchrung gekommen waren, andere widersetzten sich auch diesem Einfluss und behielten ihre Lebensweise als J\u00e4ger und Sammler bis in j\u00fcngste Zeit bei.<\/p>\n<h4><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Dialektische Entwicklung<\/span><\/span><\/h4>\n<p>Engels ist oft daf\u00fcr kritisiert worden, dass er im \u201eUrsprung\u201c die Vorstellung einer gradlinigen Gesellschaftsentwicklung vertritt, was im Widerspruch zu seinen und Marx\u2018 allgemeineren Werken zu historischen Entwicklungen st\u00fcnde. Diese Kritik scheint eher auf den fehlenden Informationen, die Engels \u00fcber verschiedene Gesellschaften zur Verf\u00fcgung standen auf der einen, und den Fehlern seiner \u201eInterpreten \u201eund \u201eGefolgsleute\u201c auf der anderen zu beruhen, als darauf, dass Engels tats\u00e4chlich dieser Auffassung war. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr, dass historische Volksgruppen vom Jagen und Sammeln zu einfacher Landwirtschaft \u00fcbergingen, unterschieden sich wahrscheinlich von Region zu Region.<\/p>\n<p>Umweltfaktoren, wie der R\u00fcckgang wild vorkommender Nahrungsmittel oder eine Zunahme domestizierbarer Pflanzen k\u00f6nnten eine Rolle gespielt haben.<\/p>\n<p>Einige J\u00e4ger und Sammler-Gemeinschaften, die in Gegenden mit ergiebigen nat\u00fcrlichen Ressourcen lebten (zum Beispiel der nord-westlichen Pazifikk\u00fcste Nordamerikas) waren in der Lage, ein relativ sesshaftes Leben zu f\u00fchren, aber die meisten lebten nomadisch und zogen umher, um das nat\u00fcrliche Nahrungsangebot optimal zu nutzen.<\/p>\n<p>Dies begann sich mit der Einf\u00fchrung einfacher landwirtschaftlicher Techniken (Brandrodung, Hacke und Grabstock) zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Der Boden musste nun vorbereitet und Feldfr\u00fcchte mussten ges\u00e4t und geerntet werden. Dies erforderte mehr st\u00e4ndige Aufmerksamkeit der Produzenten.<\/p>\n<p>Mit der Zeit wurden einige Verwandtschaftsgruppen immer sesshafter, bildeten kleine, dauerhafte Siedlungen und gaben die nomadische Lebensweise schlie\u00dflich auf. Zusammen mit steigender Produktivit\u00e4t legte der sesshafte Lebensstil die Grundlage f\u00fcr eine h\u00f6here Fruchtbarkeit der Frauen und einen Bev\u00f6lkerungszuwachs.<\/p>\n<p>Die Gr\u00f6\u00dfe einer J\u00e4ger- und Sammler-Gruppe war normalerweise dadurch begrenzt, dass auf die Besonderheiten des Nomadenlebens und die Verf\u00fcgbarkeit des Nahrungsangebots R\u00fccksicht genommen werden musste. F\u00fcr Frauen war es nicht erstrebenswert, bei den Wanderungen mehr als ein Kind herumzutragen. Daher versuchten sie, die zeitliche Geburtenfolge (auf circa vier Jahre) auszudehnen, in dem sie den fruchtbarkeitsmindernden Effekt des Stillens ausnutzten, Abstinent lebten oder falls erforderlich, auch Abtreibungen und Infantizide (9) vornahmen. In sesshaften Gesellschaften verloren diese Einschr\u00e4nkungen an Bedeutung und Frauen bekamen regelm\u00e4\u00dfiger Kinder (im Durchschnitt alle zwei Jahre). Die Bev\u00f6lkerung begann langsam zu wachsen.<\/p>\n<p>In Gesellschaften, die einfache Landwirtschaft betrieben, wirtschafteten die einzelnen Haushalte- oder Hausgenossenschaften oft \u2013 wenn auch keineswegs immer \u2013 selbstst\u00e4ndig, das Land befand sich jedoch im kollektiven Besitz der Verwandtschaftsgruppe.<\/p>\n<p>Die Nahrungsmittelverteilung erfolgte gemeinschaftlich und \u00f6konomische und soziale Beziehungen waren im Allgemeinen auf Basis von Verwandtschaftsbeziehungen organisiert, die im Laufe der gesellschaftlichen Entwicklung dazu tendierten, immer st\u00e4rker formalisiert zu werden.<\/p>\n<p>Die gesellschaftlich akzeptierten Normen bez\u00fcglich des Zugangs zu Ressourcen \u2013 auf welcher Basis die Produktion organisiert wurde, wie die Arbeitsteilung aussah, wie die Erzeugnisse verteilt und innerhalb der eigenen, beziehungsweise mit anderen Gruppen ausgetauscht wurden, wer wen heiraten konnte et cetera \u2013 wurden mit der Zeit mehr und mehr reguliert und strukturiert. Sie waren jedoch noch immer auf der Grundlage von Verwandtschaft und auf den allgemeinen Wertvorstellungen der Kooperation und des Austausches, sowie der gegenseitigen Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten, auf die sich die Gruppe verst\u00e4ndigt hatte, organisiert.<\/p>\n<h4><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Die Entstehung der Klassengesellschaften<\/span><\/span><\/h4>\n<p>Wie Engels erkl\u00e4rte, trugen die neuen wirtschaftlichen und sozialen Kr\u00e4fte, die aus den ver\u00e4nderten Produktionsmethoden entstanden, bereits die Saat f\u00fcr potenzielle Konflikte in und zwischen den Verwandtschaftsgruppen in sich. Sie untergruben die egalit\u00e4ren, kollektiven Organisationsprinzipien, auf denen die Gruppen basierten.<\/p>\n<p>Dennoch handelte es sich nicht um einen unvermeidlichen oder gradlinigen Prozess und jede Gesellschaft hatte ihre eigene Dynamik.<\/p>\n<p>In einigen schritten die inneren Prozesse fort, bis sich Klassenunterschiede herausgebildet hatten. In anderen wurden sie in Zwischenstadien der Entwicklung aufgehalten, manche brachen zusammen, bevor der Prozess abgeschlossen war.<\/p>\n<p>Viele Gesellschaften entwickelten die Klassengesellschaft nicht aus sich selbst heraus. Sie wurde ihnen von au\u00dfen durch Kolonialm\u00e4chte aufgezwungen. Zudem handelt es sich um Prozesse, die sich in den meisten F\u00e4llen \u00fcber Tausende von Jahren nach und nach entfalteten.<\/p>\n<p>In J\u00e4ger- und Sammler- Gesellschaften war die Produktion \u00fcberwiegend f\u00fcr den direkten Verbrauch der Gruppenangeh\u00f6rigen bestimmt.<\/p>\n<p>Mit der Entwicklung der Landwirtschaft und den sie begleitenden technischen Verbesserungen, wie der T\u00f6pferei und der Metallverarbeitung \u2013 und sp\u00e4ter durch intensivere Produktionsmethoden mit Hilfe des Pfluges und der Bew\u00e4sserung \u2013, wurde es mit der Zeit m\u00f6glich, die Ertr\u00e4ge \u00fcber das zur Befriedigung der unmittelbaren Bed\u00fcrfnisse der Gruppe hinaus Erforderliche zu steigern.<\/p>\n<p>Es wurde m\u00f6glich, Vorr\u00e4te \u00fcbersch\u00fcssigen Getreides und anderer Nahrungsmittel anzulegen, auf die man in Notzeiten, die durch Missernten, die von St\u00fcrmen, D\u00fcrren, Sch\u00e4dlingsbefall und so weiter verursacht wurden, zur\u00fcckgreifen konnte.<\/p>\n<p>Eine wachsende \u00dcberproduktion erm\u00f6glichte es zudem, einige Individuen oder Gruppen, wie zum Beispiel Handwerker, H\u00e4ndler, Krieger oder Priester von der Verpflichtung zur Teilnahme an der Nahrungsproduktion freizustellen.<\/p>\n<p>In einigen Gesellschaften \u00fcbernahm ein besonderes Mitglied der Gruppe, das besonderes Prestige gewonnen hatte (Dorf\u00e4ltester, \u201eAnf\u00fchrer\u201c et cetera) die Verantwortung f\u00fcr die Sammlung und die Verteilung des \u00dcberschusses. Dies geschah oft bei zeremoniellen Festen.<\/p>\n<p>Anf\u00e4nglich verlieh dieses Amt, das f\u00fcr die Gruppe als Ganzes und zu ihrem Nutzen ausge\u00fcbt wurde, der Person, die es den Traditionen von Gegenseitigkeit und Gro\u00dfz\u00fcgigkeit entsprechend aus\u00fcbte und von der gew\u00f6hnlich erwartet wurde, mehr zu geben, als selbst zu nehmen, keine besondere Privilegien oder Kontrollm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Trotzdem war die Grundlage f\u00fcr die Entstehung von Differenzen und Wettbewerb zwischen den Nachkommen (Abstammungsgruppen beziehungsweise Familienverb\u00e4nden) und Hausgemeinschaften gelegt, da mehr Produktivit\u00e4t mehr Prestige verlieh.<\/p>\n<p>In einigen F\u00e4llen wurde das Amt des Anf\u00fchrers oder \u201e\u00c4ltesten\u201c einer Abstammungsgruppe vererbbar und es tauchten H\u00e4uptlinge auf, die in Gesellschaften mit ausgepr\u00e4gteren sozialen Differenzierungen einen privilegierten Zugriff auf die Ressourcen gewannen, auch wenn sie noch keine absolute Kontrolle aus\u00fcbten.<\/p>\n<p>Rangfolgen, Hierarchien und ungleicher Zugang zu Ressourcen entwickelten sich neben und im Widerspruch zu den bestehenden horizontalen und kollektivistischen Organisationsprinzipien der Gruppen.<\/p>\n<p>In Gesellschaften, in denen der dominante Nachkomme, eine Gruppe oder der H\u00e4uptling versuchte, von der Verpflichtung zur Reziprozit\u00e4t abzuweichen, war der Weg f\u00fcr die Entstehung von Klassenunterschieden geebnet, die es einer oder mehreren sozialen Gruppen erlaubten, sich einen Teil der Erzeugnisse und \/ oder der Arbeit anderer anzueignen, ohne die verwandtschaftliche Verpflichtung zur Gegenleistung zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<h4><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Die Festigung staatlicher Strukturen<\/span><\/span><\/h4>\n<p>Je mehr sich Ungleichheit und Klassendifferenzierung herausbildeten, desto gr\u00f6\u00dfer wurde die Notwendigkeit, spezielle Institutionen und Gewaltmittel zu schaffen, um die zunehmend komplexen Gesellschaften zu verwalten, die Produzenten zu zwingen, die Produktion zu erh\u00f6hen, und Abgaben beziehungsweise Steuern und Arbeitskraft aus ihnen herauszupressen.<\/p>\n<p>Diese wurden wiederum benutzt, um die privilegierte Position der herrschenden Gruppe zu sch\u00fctzen, zu legitimieren und dauerhaft aufrecht zu erhalten.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es Berichte von Widerstand und Rebellion gegen etablierte beziehungsweise entstehende Formen von Klassenherrschaft, aber die herrschenden Eliten st\u00fctzten sich oft auf Verwandtschaftsbeziehungen, die weiter existierten, obwohl die Klassenverh\u00e4ltnisse die Gesellschaft bereits dominierten.<\/p>\n<p>Die Ideologie der verwandtschaftlichen Kooperation spielte eine entscheidende Rolle bei der Rechtfertigung von sozialen Schichten und Ausbeutung und dabei, deren Akzeptanz innerhalb der breiteren sozialen Gruppe sicherzustellen.<\/p>\n<p>Die erfolgreichsten Familien und ihre F\u00fchrer wurden gew\u00f6hnlich als den Ahnen und G\u00f6ttern der Gruppe besonders nahestehend betrachtet. Dieses Umfeld erkl\u00e4rte ihre F\u00e4higkeit, die Produktion zu steigern, besonders fruchtbar zu sein und so weiter und rechtfertigte so den Fortbestand ihrer Herrschaft als erforderlich f\u00fcr das Wohlergehen der gesamten Gruppe.<\/p>\n<p>Die Rolle der Priester und Priesterkasten war eng mit der ideologischen Legitimation der \u00f6konomischen und politischen Macht der herrschenden Schicht verkn\u00fcpft. In einigen F\u00e4llen (zum Beispiel Mesopotamien) sind die herrschenden Gruppen selbst aus der Priesterkaste hervorgegangen.<\/p>\n<p>Dort, wo sich dieser Prozess am weitesten entwickelte, wurde die Ideologie als Staatsreligion institutionalisiert. Die Entwicklung der Klassenbeziehungen variierte erheblich von Gesellschaft zu Gesellschaft und sie konnte ein ver\u00e4nderlicher Prozess sein, bei dem es zu Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Gruppen der Elite kam.<\/p>\n<p>Im \u201eUrsprung\u201c skizziert Engels die Prozesse, die bei der Herausbildung der Sklaverei im klassischen Griechenland und in Rom eine Rolle spielten. Die ersten bekannten Klassengesellschaften basierten allerdings auf dem, was Marx als \u201easiatische Produktionsweise\u201c bezeichnet. Die Bezeichnung ist irref\u00fchrend, da sich solche Gesellschaften auch au\u00dferhalb Asiens entwickelten. Obgleich Sklaverei auch in diesen Gesellschaften existiert haben mag, war sie nicht die herrschende Produktionsweise. Grund und Boden befanden sich nicht in Privateigentum, wie dies in Feudalgesellschaften der Fall ist, sondern wurden als \u201eEigentum\u201c des Staates betrachtet. Dieser Staat beutete die Kleinbauern und andere, untergeordnete Gruppen aus, indem er im Interesse der herrschenden Eliten Abgaben oder Steuern eintrieb und kollektive Arbeitseins\u00e4tze bei gro\u00df angelegten, \u00f6ffentlichen Projekten wie Stra\u00dfenbau, Bew\u00e4sserung und dem Bau von Tempeln und Begr\u00e4bnisst\u00e4tten einforderte.<\/p>\n<p>Die ersten dieser Stadtstaaten entstanden wahrscheinlich um 3.700 vor unserer Zeitrechnung in Mesopotamien. Die wirtschaftliche Umverteilung, Religion, Handwerk, Schrift, Handel und so weiter wurden dort durch und um die Tempel herum organisiert. Der Staat stellte den Kleinbauern die Produktionsmittel zur Verf\u00fcgung und eignete sich den \u00dcberschuss an.<\/p>\n<p>Der Niedergang der Stellung der Frau in der Gesellschaft im Vergleich zu der des Mannes war untrennbar mit den wirtschaftlichen und sozialen Prozessen verbunden, die auch zur Entstehung sozialer Schichten, Klassenungleichheit und staatlicher Strukturen f\u00fchrten.<\/p>\n<p>Es handelt sich daher nicht, wie einige \u201eInterpreten\u201c von Engels anzudeuten scheinen, um ein pl\u00f6tzliches Ereignis, sondern um das Ergebnis einer langen, widerspr\u00fcchlichen Entwicklung, die sich \u00fcber Tausende von Jahren entfaltete. Im Laufe dieser Entwicklung existierten in verschiedenen Gesellschaften auf unterschiedlichen Entwicklungsstufen ganz unterschiedliche Grade der Unterordnung.<\/p>\n<p>Engels liefert keine vollst\u00e4ndige Erkl\u00e4rung, warum M\u00e4nner \u2013 und nicht Frauen \u2013 das dominante Geschlecht wurden, aber die verf\u00fcgbaren wissenschaftlichen Beweise deuten darauf hin, dass die bereits in den Verwandtschaftsgruppen existierende geschlechtsspezifische Arbeitsteilung dazu f\u00fchrte, dass \u00fcberwiegend M\u00e4nner die gesellschaftlichen Positionen innehatten, die am deutlichsten mit der Anh\u00e4ufung, Lagerung und Verteilung des \u00dcberschusses in Verbindung gebracht wurde.<\/p>\n<p>Auch wenn nachgewiesen ist, dass \u2013 insbesondere in afrikanischen Gesellschaften \u2013 auch Frauen H\u00e4uptlinge, H\u00e4ndler und Schamanen werden konnten, waren es \u00fcberwiegend M\u00e4nner, die diese Positionen einnahmen. Auch die Krieger, die f\u00fcr die Verteidigung und die Anh\u00e4ufung des \u00dcberproduktes zust\u00e4ndig waren, waren \u00fcberwiegend m\u00e4nnlich.<\/p>\n<p>In den Gesellschaften, in denen die landwirtschaftlichen Techniken schwerer und intensiver wurden, fiel M\u00e4nnern die Verantwortung f\u00fcr das Pfl\u00fcgen und die Bew\u00e4sserung zu.<\/p>\n<p>Die Arbeitsteilung f\u00fchrte unter den Bedingungen der egalit\u00e4ren, urkommunistischen wirtschaftlichen und sozialen Beziehungen nicht zu hierarchischen Geschlechterverh\u00e4ltnissen. Sie bildete jedoch die Grundlage f\u00fcr die durch M\u00e4nner dominierte Kontrolle \u00fcber das wachsende Mehrprodukt und schuf so sp\u00e4ter die Basis f\u00fcr das wachsende Prestige und die zunehmende Macht der beziehungsweise einiger M\u00e4nner in der Gesellschaft.<\/p>\n<h4><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Institutionalisierte Geschlechterungleichheit<\/span><\/span><\/h4>\n<p>Gleichzeitig steigerten die ver\u00e4nderten Produktionsmethoden die Bedeutung der individuellen Hausgemeinschaften und Haushalte in ihrer Eigenschaft als wirtschaftliche Einheiten neben und in Konkurrenz zu der Verwandtschaftsgruppe.<\/p>\n<p>In den ersten Klassengesellschaften bediente sich der Staat bei der Aneignung eines Teils der Erzeugnisse der Hausgemeinschaften des Haushaltsvorstandes, dem es oblag, den Tribut zu \u00fcbergeben. Hierdurch wurde die Kontrolle der M\u00e4nner \u00fcber die Erzeugnisse der Frauen des Haushaltes gest\u00e4rkt. Als Konsequenz hieraus wurden Frauen wirtschaftlich immer abh\u00e4ngiger von einem einzigen m\u00e4nnlichen Haushaltsvorstand und verloren ihre relative Selbst\u00e4ndigkeit in der Gesellschaft. Gleichzeitig wurde ihre Arbeit, die bisher in einer gesellschaftlichen Funktion f\u00fcr die Verwandtschaftsgruppe geleistet wurde, nach und nach zu einer privaten T\u00e4tigkeit im individuellen Haushalt.<\/p>\n<p>Auch Frauen, die zu der\/den \u00f6konomisch dominanten Gruppe\/n geh\u00f6rten, verloren normalerweise ihre wirtschaftliche Unabh\u00e4ngigkeit und gerieten unter die Kontrolle der M\u00e4nner. Im Vergleich zu den untergeordneten Klassen, deren Arbeitskraft ausgebeutet wurde, um das Mehrprodukt zu erwirtschaften, behielten sie jedoch einen gewissen gesellschaftlichen Einfluss.<\/p>\n<p>In fr\u00fchen Verwandtschaftsgruppen diente \u201eExogamie\u201c (also die Heirat au\u00dferhalb der Gruppe), anders als von Engels angenommen, nicht unbedingt zum Ausschluss einer Eheschlie\u00dfung zwischen Verwandten (Inzest), sondern vorwiegend dem Aufbau von Kooperationsb\u00fcndnissen zwischen verschiedenen Gruppen.<\/p>\n<p>Auch \u201etauschten\u201c M\u00e4nner Frauen nicht als Waren aus, wie Vertreter des anthropologischen Strukturalismus (10) und einige FeministInnen behaupten. Vielmehr war die Verwandtschaftsgruppe als Ganzes, einschlie\u00dflich der Frauen, in solche Entscheidungen eingebunden (11).<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Klassenungleichheit zunahm, \u00fcbernahmen Eheschlie\u00dfungen innerhalb der herrschenden Eliten immer mehr eine politische Funktion mit dem Ziel, Reichtum, Macht und Prestige zu steigern und zu sichern.<\/p>\n<p>Da die wirtschaftlich dominanten Gruppen danach trachteten, den Reichtum und die \u00f6konomische Kontrolle in den herrschenden Familien und Hausgemeinschaften zu bewahren, erlangte die Erbschaft eine wachsende Bedeutung und st\u00e4rkte und unterst\u00fctzte die Verbreitung von Patrilokalit\u00e4t (12) und Patrilinearit\u00e4t.<\/p>\n<p>Gleichzeitig wurde die Kontrolle \u00fcber die Fortpflanzung und die Sexualit\u00e4t der Frauen verst\u00e4rkt, bis au\u00dfereheliche Beziehungen von Frauen schlie\u00dflich mit drakonischen Strafen belegt wurden.<\/p>\n<p>Mit der Zeit wurde die monogame, patriarchale Familie, auf die Engels Bezug nimmt, die wichtigste Form der Familieneinheit. In ihr \u00fcbt ein m\u00e4nnliches Individuum die totale Kontrolle \u00fcber alle Mitglieder seines Haushaltes aus. Dies schlie\u00dft das Recht, physische Gewalt auszu\u00fcben, ein. Allerdings entstand diese Form der Familie erst in einem sp\u00e4teren Stadium der Entwicklung der Klassengesellschaft, als Engels vermutete.<\/p>\n<p>Mit der Verfestigung der Klassenherrschaft wurden diese ungleichen Geschlechterverh\u00e4ltnisse nach und nach immer mehr institutionalisiert und in Gesetze gegossen, verst\u00e4rkt und verewigt durch staatliche Ideologie und Religion.<\/p>\n<h4><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Echte Befreiung<\/span><\/span><\/h4>\n<p>Trotz seiner Ungenauigkeiten bleibt Engels \u201eUrsprung\u201c ein kraftvolles Buch, das die Entstehung der Frauenunterdr\u00fcckung als Teil eines historischen Prozesses erkl\u00e4rt und zeigt, dass m\u00e4nnliche Dominanz und die systematische Unterdr\u00fcckung der Frau keine naturgegebenen Zust\u00e4nde sind.<\/p>\n<p>Es zeigte, dass sich die gesellschaftliche Stellung der Frau in der Vergangenheit gewandelt hat (genau wie sich wirtschaftliche und soziale Bedingungen gewandelt haben). Und es zeigte, dass auch zuk\u00fcnftige Ver\u00e4nderungen die Basis f\u00fcr eine Ver\u00e4nderung des Lebens der Frauen und f\u00fcr ein Ende ihrer Unterdr\u00fcckung schaffen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Engels schreibt, \u201edass die Befreiung der Frau zur ersten Vorbedingung hat die Wiedereinf\u00fchrung des ganzen weiblichen Geschlechts in die \u00f6ffentliche Industrie&#8220; (13).<\/p>\n<p>\u00dcber die letzten Jahrzehnte hinweg haben wir gesehen, wie strukturelle Ver\u00e4nderungen im Kapitalismus in vielen L\u00e4ndern der Welt zu einem signifikanten Anstieg der Beteiligung der Frauen am Arbeitsleben gef\u00fchrt haben. W\u00e4hrend dies zweifellos einen positiven Effekt auf die Vorstellungen und Erwartungen der Frauen selbst hatte und auch die sozialen Einstellungen im weiteren Sinne beeinflusste, bleibt die soziale und pers\u00f6nliche Unabh\u00e4ngigkeit der Frau durch die Bed\u00fcrfnisse des kapitalistischen Systems beschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Engels f\u00fchrt weiter aus, dass diese Wiedereinf\u00fchrung in die \u00f6ffentliche Produktionssph\u00e4re wiederum \u201edie Beseitigung der Eigenschaft der Einzelfamilie als wirtschaftlicher Einheit der Gesellschaft\u201c erfordert.<\/p>\n<p>Die Institution Familie und die Rolle der Frau in ihr haben offenkundig signifikante Ver\u00e4nderungen erfahren, seit Engels \u201eDer Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats\u201c geschrieben hat. Dennoch hat sie ihre wirtschaftliche und ideologische Bedeutung f\u00fcr den unter einer systematischen Krise leidenden und von Widerspr\u00fcchen zerrissenen Kapitalismus des 21. Jahrhunderts behalten: Sie erm\u00f6glicht es, Frauen am Arbeitsplatz als billige Arbeitskr\u00e4fte auszubeuten, w\u00e4hrend sie gleichzeitig zu Hause ihre traditionelle Rolle als unbezahlte Pflegepersonen weiterspielen.<\/p>\n<p>Die kapitalistische Ideologie hat sich in Bezug auf die Rolle der Frau und ihre Stellung in der Gesellschaft seit dem 19. Jahrhundert ver\u00e4ndert. Aber die Ideen und Werte dieses auf Warenproduktion zur Profitmaximierung und der ungleichen Verteilung von Reichtum und Macht basierenden Systems st\u00fctzen sich auf die R\u00fcckst\u00e4nde \u00fcberholter Vorstellungen von m\u00e4nnlicher Autorit\u00e4t und \u00dcberlegenheit, die ihre Wurzeln in fr\u00fcheren Klassengesellschaften haben. Sie verbinden sich mit ihnen und schreiben sie fort.<\/p>\n<p>Als Konsequenz daraus sind Frauen weiterhin Gewalt, sexuellem Missbrauch und der Einschr\u00e4nkung ihr Sexualit\u00e4t und Fortpflanzung unterworfen, w\u00e4hrend sie sich mit Sexismus, Diskriminierung und Geschlechterstereotypen konfrontiert sehen und feststellen m\u00fcssen, dass in Bezug auf das Geschlecht weiterhin mit zweierlei Ma\u00df gemessen wird.<\/p>\n<p>F\u00fcr Engels war die \u00dcberf\u00fchrung der Produktionsmittel in Gemeineigentum die Voraussetzung f\u00fcr die L\u00f6sung der Probleme, mit denen Frauen in der Gesellschaft konfrontiert sind: \u201eMit dem \u00dcbergang der Produktionsmittel in Gemeineigentum h\u00f6rt die Einzelfamilie auf, wirtschaftliche Einheit der Gesellschaft zu sein. Die Privathaushaltung verwandelt sich in eine gesellschaftliche Industrie. Die Pflege und Erziehung der Kinder wird \u00f6ffentliche Angelegenheit; die Gesellschaft sorgt f\u00fcr alle Kinder gleichm\u00e4\u00dfig (\u2026)&#8220; (14).<\/p>\n<p>In einer sozialistischen Gesellschaft werden die pers\u00f6nlichen Beziehungen von den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zw\u00e4ngen befreit, die sie bis heute einschr\u00e4nken. Hierdurch wird die Grundlage f\u00fcr eine wirkliche Befreiung gelegt. 130 Jahre nachdem sie geschrieben wurden, haben Engels Worte zur Beendigung der Unterdr\u00fcckung der Frau nichts von ihrer Kraft verloren.<\/p>\n<p>Christine Thomas ist Mitglied der italienischen sozialistischen Organisation \u201eControcorrente\u201c und geh\u00f6rt dem internationalen Vorstand des Komitees f\u00fcr eine Arbeiterinternationale (CWI) an. Sie lebt in Bologna. Ihr Artikel erschien zuerst im September 2014 in der \u201eSocialism Today\u201c Nr. 181, dem Magazin der Socialist Party in England und Wales.<\/p>\n<h4><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Quellen und Fu\u00dfnoten<\/span><\/span><\/h4>\n<p>1 Friedrich Engels \u2013 \u201eDer Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats\u201c in: Karl Marx\/Friedrich Engels \u2013 Werke. (Karl) Dietz Verlag, Berlin. Band 21, 5. Auflage 1975, unver\u00e4nderter Nachdruck der 1. Auflage 1962, Berlin\/DDR. S. 27.<\/p>\n<p>2 Der Hack- beziehungsweise Gartenbau ist die urspr\u00fcngliche Form der Landwirtschaft. Die Feldwirtschaft mit Hilfe von Pfl\u00fcgen (Pflugbau) und Bew\u00e4sserungssystemen entstand sp\u00e4ter. Die \u00dcberg\u00e4nge sind auf Grund unterschiedlicher geographischer Bedingungen allerdings flie\u00dfend.<\/p>\n<p>3 Leacock: Myths of Male Dominance, Monthly Review Press<\/p>\n<p>4 Leacock and Lee: Politics and History in Band Societies, Cambridge University Press, 1982; Lee, The !Kung San, Cambridge, 1979<\/p>\n<p>5 Coontz and Henderson: Women\u2018s Work, Men\u2018s Property, Verso, 1986<\/p>\n<p>6 Gaitley: Kinship to Kingship, Gender Hierarchy and State Formation, University of Texas Press, 1987<\/p>\n<p>7 \u201eGegenseitigkeit\u201c im Sinne von Tausch und Austausch, oft von Geschenken und Gef\u00e4lligkeiten<\/p>\n<p>8 Ein sichelf\u00f6rmiges Gebiet, das die h\u00fcgeligen Randbereiche des s\u00fcdwestasiatischen Gebirgsbogens zwischen Pal\u00e4stina und dem Nordwestiran einschlie\u00dflich des Zweistromlandes (Euphrat und Tigris) umfasst<\/p>\n<p>9 Kindst\u00f6tungen, vornehmlich das \u201eAussetzen\u201c von Neugeborenen<\/p>\n<p>10 Weiteres dazu vor allem bei Levi-Strauss<\/p>\n<p>11 Weiteres dazu bei Leacock, Gaitley, Coontz and Henderson<\/p>\n<p>12 Bei einer Heirat zieht die Frau in den Haushalt des Mannes.<\/p>\n<p>13 Friedrich Engels \u2013 \u201eDer Ursprung&#8230; \u201c in: Karl Marx\/Friedrich Engels \u2013 Werke. (Karl) Dietz Verlag, Berlin. Band 21, 5. Auflage 1975, unver\u00e4nderter Nachdruck der 1. Auflage 1962, Berlin\/DDR. S. 76.<\/p>\n<p>14 ebenda S. 77<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDer Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats\u201c<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":29978,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[110,32,90,92],"tags":[665],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29975"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=29975"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29975\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/29978"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=29975"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=29975"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=29975"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}