{"id":29665,"date":"2014-12-27T14:22:13","date_gmt":"2014-12-27T13:22:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sozialismus.info\/?p=29665"},"modified":"2014-12-22T18:27:38","modified_gmt":"2014-12-22T17:27:38","slug":"fracking-stoppen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2014\/12\/fracking-stoppen\/","title":{"rendered":"Fracking stoppen!"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_28404\" aria-describedby=\"caption-attachment-28404\" style=\"width: 259px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/10777716113_e9433cf83a_k.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-28404\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/10777716113_e9433cf83a_k-259x173.jpg\" alt=\"Foto: https:\/\/www.flickr.com\/photos\/oxfam\/ CC BY-NC-ND 2.0\" width=\"259\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/10777716113_e9433cf83a_k-259x173.jpg 259w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/10777716113_e9433cf83a_k-521x347.jpg 521w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/10777716113_e9433cf83a_k.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 259px) 100vw, 259px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-28404\" class=\"wp-caption-text\">Foto: https:\/\/www.flickr.com\/photos\/oxfam\/ CC BY-NC-ND 2.0<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Fracking und seine Risiken<\/strong><\/p>\n<p>Fracking macht Freude in der Vorweihnachtszeit: endlich wieder volltanken und durchstarten, denn mit Preisen unter 1,30 \u20ac ist der Liter Sprit billig wie lange nicht mehr. Und auch, wenn der Russe mit dem Finger am Gashahn droht, brauchen wir uns um die wohlige W\u00e4rme in der Wohnung nicht zu sorgen, denn die gro\u00dfe Koalition hat nun doch gr\u00fcnes Licht f\u00fcr Schiefergasgewinnung in Deutschland gegeben.<\/p>\n<p><em>von Conny Dahmen, K\u00f6ln<\/em><\/p>\n<p>Innerhalb weniger Monate hat sich der weltweite \u00d6lpreis mit derzeit knapp 60 Dollar pro Barrell halbiert und sinkt m\u00f6glicherweise weiter. \u00d6konomen gehen f\u00fcr 2015 von einem \u00dcberangebot von einer Million Barrel \u00d6l am Tag aus. Einer der Hauptfaktoren daf\u00fcr ist das Frackingverfahren, wodurch Unternehmen in den USA zus\u00e4tzlich zur herk\u00f6mmlichen Methoden der Gas- und \u00d6lgewinnung derzeit f\u00fcnf Millionen Barrell am Tag f\u00f6rdern und damit die \u00d6lpreise und die OPEC unter Druck setzen.<\/p>\n<p>Hydraulic Fracturing&#8220;, kurz &#8222;Fracking&#8220; bezeichnet eine Methode der Erdgasf\u00f6rderung mit unkonventionellen Methoden aus Schiefergestein, was tief unter der Erde lagert. Um dies aus den \u00f6l- und gashaltigen Gesteinsschichten freizusetzen, wird unter hohem Druck ein Gemisch aus Wasser, Sand und zum Teil hochgiftigen Chemikalien (darunter stark krebserregendes Benzol und Formaldehyd), dem Fracking Fluid, in die Erde gepumpt, ca. 1500 -6000 Meter tief, wodurch Mikrorisse entstehen, sodass das Gas entweichen und gef\u00f6rdert werden kann.<\/p>\n<p>Dieser Prozess wird von Umweltsch\u00fctzerInnen abgelehnt, aus vielerlei Gr\u00fcnden: Da fast die H\u00e4lfte der eingepressten Fl\u00fcssigkeit als &#8222;Flow Back&#8220; wieder an die Oberfl\u00e4che gedr\u00fcckt werden, k\u00f6nnen beim Fracking Giftstoffe an die Luft gelangen, zum Teil auch radioaktive Stoffe, die zuvor im Untergrund gebunden waren. Nachdem das Gas und \u00d6l abgetrennt sind, wird das hochgiftiges Abwasser mit LKW oder \u00fcber Rohrleitungen an anderer Stelle einfach wieder in die Erde gepumpt, was eine schwerwiegende Kontamination des Trinkwasser bewirken kann, wenn Chemikalien ins Grundwasser gelangen. Alles in allem verbraucht jede Frackbohrung ca. 15 Millionen Liter Wasser, Bohrl\u00f6cher k\u00f6nnen bis zu zehnmal genutzt werden. Nach BUND- Berechnungen k\u00f6nnte das f\u00fcr ein einziges Bohrloch verbrauchte Wasser fast 10.000 Europ\u00e4er f\u00fcr ein Jahr versorgen.<\/p>\n<p>Ein weiteres Problem ist die Freisetzung des gef\u00e4hrlichsten Treibhausgas Methan, Hauptbestandteil von Schiefergas, die beim Fracking mit 4-9% deutlich h\u00f6her liegt ist als bei der konventionellen Erdgasf\u00f6rderung (nach Untersuchungen der NOAA, National Oceanic and Atmospheric Administration).<\/p>\n<p>Erfahrungen aus den USA belegen au\u00dferdem, dass das Aufbrechen der Gesteinsschichten an der Oberfl\u00e4che Erdbeben bis zur St\u00e4rke 3,5 auf der Richterskala ausl\u00f6sen kann. Seit 2008 ist die Zahl der Erdbeben ab St\u00e4rke drei in der Mitte der USA um mehr als das Vierfache gestiegen, was dem Ministerium f\u00fcr nat\u00fcrliche Ressourcen des Bundesstaates Ohio zufolge \u00abfast mit Sicherheit\u00bb der Verwendung unterirdischer Bohrl\u00f6cher zur Entsorgung von Fracking-Abwasser zuzuschreiben ist.<\/p>\n<p>Auch von der Klimabilanz her ist Schiefergas nicht die angebliche \u201eBr\u00fccke\u201c zwischen fossilen und regenerativen Energien, als die es von den Konzernen pr\u00e4sentiert wird. Eine Klimastudie der Europ\u00e4ischen Kommission vom September 2012 best\u00e4tigt, dass die Gewinnung von Schiefergas unterm Strich CO2-intensiver ist als die Gewinnung konventioneller Gas- und \u00d6lbrennstoffe. Zusammen mit dem Methan k\u00f6nnten solch gro\u00dfe Mengen Treibhausgase in der Atmosph\u00e4re landen, dass Schiefergas genauso klimasch\u00e4dlich sein k\u00f6nnte wie Kohle.<\/p>\n<h4><b>Das neue Frackinggesetz und TTIP<\/b><\/h4>\n<p>Vor dem Hintergrund massiven Widerstands weltweit gegen dieses Verfahren verlautbarte die Bundesregierung noch im Juli, Fracking bis 2021 zu verbieten. Aber, wie sollte es auch anders sein bei diesen Handlangern des Big Business, schreiben sich am Ende doch ein Aber ins Gesetz: F\u00fcr Fracking oberhalb von 3000 Meter Tiefe soll es Ausnahmen geben, z.B. f\u00fcr \u201eErprobungsma\u00dfnahmen&#8220; zur Untersuchung der Auswirkungen des Frackings. Und auch eine kommerzielle F\u00f6rderung ist m\u00f6glich, wenn eine \u201eExpertenkommission&#8220; das Fracking in der &#8222;jeweiligen geologischen Formation mehrheitlich als grunds\u00e4tzlich unbedenklich einstuft&#8220; und darin von der zust\u00e4ndigen Landesregierung und -beh\u00f6rden best\u00e4tigt wird.<span style=\"color: #000000;\"> Selbstredend sind als \u201eExperten\u201c auch viele Fracking- Fans im Gspr\u00e4ch. Nach den Berechnungen des Gr\u00fcnen<\/span>-Energieexperte Oliver Krischer k\u00f6nnten mit diesem Gesetz auf 80 Prozent der Landesfl\u00e4che Fracking erlaubt werden. So ist der BDI denn auch recht angetan, sieht er doch die vielen M\u00f6glichkeiten, diese Hintert\u00fcrchen zu nutzen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Um Hintert\u00fcrchen und gro\u00dfe Einfallstore f\u00fcr Gro\u00dfkonzerne, unter anderem bez\u00fcglich Fracking, geht es auch bei den Verhandlungen um das bilaterale Wirtschaftsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA. <\/span>Der Investitionsschutz als ein wichtiger Bestandteil von TTIP soll es Unternehmen erm\u00f6glichen, Staaten vor nicht \u00f6ffentlichen Schiedsgerichten zu verklagen. Da weltweit bereits mehr als 2000 internationaler Investitionsschutzabkommen existieren, nutzen Firmen diese M\u00f6glichkeiten in vielen Teilen der Welt bereits, um Regierungen unter Druck setzen \u2013 prominents Beispiel hier ist <span style=\"color: #000000;\">die Klage von Vattenfall gegen die Bundesregierung wegen des Atom\u201e<\/span>ausstiegs\u201c. Gas- und \u00d6lunternehmen klagen bereits auf Schadensersatz oder gegen Frackingverbote, wie der kanadische Fracking-Konzern <em>BNK Petroleum gegen die hessische Landesregierung, dessen Pl\u00e4ne<\/em> in Nordhessen nach Schiefergasvorkommen zu suchen am Druck aus der Bev\u00f6lkerung gescheitert war.<\/p>\n<h4><b>Fracken gegen Putin?<\/b><\/h4>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Auf Europas Konto gingen im letzten Jahr etwa 13 Prozent des weltweiten Prim\u00e4renergieverbrauchs. Seit 2004 deckt die EU mehr als die H\u00e4lfte davon \u00fcber Importe aus Nicht-EU-Staaten ab, vor allem aus Russland. Diese Staaten hoffen jetzt, durch Schiefergasnutzung weniger auf diese Energieimporte angewiesen zu sein. Selbst in den von Importen unabh\u00e4ngigen L\u00e4ndern Norwegen, D\u00e4nemark und Gro\u00dfbritannien nehmen die F\u00f6rdermengen an \u00d6l und Gas ab, der viel gef\u00fcrchtete \u201ePeak Oil\u201c steht vor der T\u00fcr. <\/span><\/p>\n<p>Um \u201eEnergiesicherheit\u201c wieder zum Thema und Fracking akzeptabler zu machen, wird der Krieg in der Ukraine und der Konflikt mit Russland gnadenlos ausgenutzt. Schlie\u00dflich kamen 2012 34% der nationalen Gasimporte in der EU vom russischen Konzern Gazprom, wobei die Verteilungswege meist \u00fcber die Ukraine f\u00fchrten. Beispielhaft daf\u00fcr steht eine Aussage des polnischen Premierministers Donald Tusk, dessen Land 60% seines Gases von Gazprom bezieht, bei einem Treffen mit Angela Merkel im M\u00e4rz: \u201eDie Frage der Ukraine ist eine Frage der Zukunft der EU, der Sicherheit der EU, und eine Korrektur der Energiepolitik der EU. Wir werden nicht in der Lage sein, potentielle aggressive Schritte seitens Russlands in der Zukunft effektiv abzuwehren, wenn so viele europ\u00e4ische L\u00e4nder von russischen Gaslieferungen abh\u00e4ngen oder in eine solche Abh\u00e4ngigkeit hinein rutschen.\u201d Polen besitzt die gr\u00f6\u00dften Schiefergasreserven in Europa und bietet Fracking- Unternehmen 6 Jahre lang Steuererleichterungen an.<\/p>\n<h4><b>Milliarden in der Erde versenkt<\/b><\/h4>\n<p>Bei TTIP geht es f\u00fcr die EU auch um die M\u00f6glichkeit von Frackinggas- Importen aus den USA, um sich von Russland unabh\u00e4ngiger zu machen. Denn so weit her ist es nicht mit der energetischen Eigenst\u00e4ndigkeit durch Schiefergas: einer Studie der Europ\u00e4ischen Kommission zufolge k\u00f6nne die Importabh\u00e4ngigkeit der EU bei Erdgas bestenfalls um 2% sinken. Zum einen musste die EU-Kommission ihre Sch\u00e4tzungen, was die europ\u00e4ischen Schiefergasreserven angeht, deutlich nach unten korrigieren, von zuletzt 15,8 Billionen Kubikmetern f\u00f6rderf\u00e4higem Gas auf nur noch 13,3 Billionen Kubikmeter ( davon 2.300 Milliarden Kubikmeter in Deutschland). Zum anderen sind diese Vorkommen wesentlich schwieriger und kostenintensiver auszubeuten als in den USA, unter anderem, weil sie unter h\u00f6herem Druck und bei h\u00f6heren Temperaturen tiefer ablagern und sich meist in besiedelten Gebieten befinden. Zudem k\u00f6nnten die Wasserpreise massiv ansteigen, da die Ressourcen kleiner sind. Diverse Wirtschaftsexperten von Bloomberg bis ZEW halten daher die Schiefergasf\u00f6rderung erst bei einem h\u00f6heren Gaspreis f\u00fcr wirtschaftlich rentabel und \u00f6ffentliche Subventionen f\u00fcr unumg\u00e4nglich. Doch im Interesse von Konzernen wie ExxonMobil und der BASF-Tochter Wintershall, die den europ\u00e4ischen Markt erschlie\u00dfen wollen, wird der Mythos vom der im \u00dcberfluss vorhandenen und billige Energiequelle Schiefergas aufrecht erhalten.<\/p>\n<p>Auch auf der anderen Seite der Nordhalbkugel w\u00e4chst die Bef\u00fcrchtung, dass sich die vermeintlichen Goldgruben im Schiefergestein als Millionengr\u00e4ber erweisen. Zum einen konnte die US-Roh\u00f6lproduktion mithilfe von Fra<span style=\"color: #000000;\">cking zwischen <\/span><span style=\"color: #000000;\">2010 bis April 2014 konnte mithilfe von Fracking von rund 5,5 Millionen auf 8,4 Millionen Barrel am Tag gesteigert werden ( Angaben der Energie Information Administration \u2013 EIA). Auf der anderen Seite k\u00f6nnen nach Sch\u00e4tzungen ein Drittel bis die H\u00e4lfte aller Schiefer\u00f6lproduzenten bei einem Weltmarktpreis von unter 80 Dollar nicht mehr kostendeckend arbeiten. ( Beratungs- und Analysefirma MercBlocWealth Management Solutions ). Die 61 f\u00fchrenden Fracking-Firmen haben seit 2010 Schulden von 164 Milliarden Dollar aufgeh\u00e4uft (nach Bloomberg), einige Wirtschaftsforschungsinstitute behaupten gar, alles in allem \u00fcberstiegen die Ausgaben der F\u00f6rderunternehmen seit 2008 die Einnahmen. Hohe Kreditverluste f\u00fcr die Banken sind die Folge, die auch ohne Sicherheiten gro\u00dfz\u00fcgige Kreditsummen gew\u00e4hrt hatten, auch auf der Grundlage \u00fcberaus optimistischer <\/span><span style=\"color: #000000;\">Prognosen f\u00fcr die Schiefergasvorkommen in den USA. Trotzdem geht der Irrsinn weiter, neue Bohrl\u00f6cher werden gebuddelt, neue Hochrisikopapiere ausgegeben, in der Hoffnung auf neue Profitquellen. <\/span><\/p>\n<h4><b>Biogas statt Schiefergas, Sparen statt Fracken<\/b><\/h4>\n<p>Dass Kapitalismus und gesunder Menschenverstand sich immer schon widersprachen, zeigt auch ein Blick auf den Energiemarkt hier. Mehr Strom aus aus Schiefergas oder aus Atomkraft braucht hier auf jeden Fall keiner, denn Strom ist in Deutschland mitnichten Mangel-, sondern seit 2003 in zunehmenden Ma\u00dfe Exportware. Die letzten neun AKW, die alten Braunkohlekraftwerke und im steigenden Ausma\u00df der Sektor der regenerativen Energien produzieren zusammen ein immer gr\u00f6\u00dferes Strom-\u00dcberangebot. Nach Berechnungen des Fraunhofer Institut f\u00fcr Solare Energiesysteme wurden im ersten Halbjahr 2014 netto 18,3 Terawattstunden (TWh) ins Ausland verkauft, was ca. 7 Prozent der Nettostromerzeugung entspricht ( und damit auch ungef\u00e4hr dem Anteil des Atomstroms!).<\/p>\n<p>Erfreulicherweise w\u00e4chst der Anteil der erneuerbaren Energietr\u00e4ger an der Stromproduktion mit rund 31 Prozent (81 TWh), w\u00e4hrend die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen und Atomkraft zur\u00fcckgeht \u2013 besonders bei Gaskraftwerken ( 2013 war er 1,5% niedriger als im Vorjahr mit 12,1%). Mit der Novelle des EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) im August k\u00f6nnte sich dieser Trend allerdings bald umkehren, da damit neue H\u00fcrden f\u00fcr die Weiterentwicklung insbesondere von Biomethangewinnung und Einspeisung von \u00d6kostrom in die Netze aufgebaut wurden.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Laut dem Wissenschaftsmagazin Climate Change Journal sind 90 Gro\u00dfunternehmen weltweit f\u00fcr 60% aller CO2- Emissionen seit 1751 verantwortlich. Auch hier verbrauchen Industrie und Handel r<\/span>und zwei Drittel des Stroms, die Energiewirtschaft selbst war 2013 mit 70 Milliarden Twh (von 596 Milliarden TWh) dabei &#8211; den ca. 870 Milliarden KWh Strom\/ W\u00e4rme, die jedes Jahr mit Erdgas erzeugt und in der BRD verbraucht werden, stehen j\u00e4hrlich 1000 Kwh gegen\u00fcber, die allein durch Abw\u00e4rme der Kraftwerke verloren gehen! Kraft-W\u00e4rme-Kopplung, wo diese Abw\u00e4rme als Energie genutzt wird, und energiesparende Produktionsmethoden bieten enorme Einsparm\u00f6glichkeiten. Und allein im Bereich D\u00e4mmung, L\u00fcftungsanlagen und effizientere Heizungen bei Privathaushalten k\u00e4me mit etwa 23.000 Milliarden Kilowattstunden in 30 Jahren dieselbe Menge Strom zusammen, die nach Sch\u00e4tzungen aus dem technisch gewinnbaren Fracking-Erdgas in Deutschland zu erzeugen w\u00e4ren.<\/p>\n<h4><b>Demokratische Planung statt Profitgier<\/b><\/h4>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Anstatt dem Druck der Gaskonzerne nachzugeben und unsinnige, hochgef\u00e4hrliche Frackingprojekte zu f\u00f6rdern, muss die Energiegewinnung durch Sonne, Wasser, Wind, Biomethan und Gezeiten noch viel mehr ausgebaut werden. Anstatt \u00fcber die unabh\u00e4ngige nationale Energieerzeugung zu diskutieren, brauchen wir so schnell wie m\u00f6glich Enegieerzeugung unabh\u00e4ngig von \u00d6l, Gas und Kohle, Energieressourcen, deren Ende abzusehen ist, genauso wie die Klimaver\u00e4nderungen und deren Konsequenzen, die heute schon Hunderttausende Menschen in die Flucht treiben. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Doch all die M\u00f6glichkeiten, die bereits heute bestehen, die nat\u00fcrlichen Ressourcen zum Wohle aller zu nutzen und den Klimawandel aufzuhalten\/ zu begrenzen, k\u00f6nnen wir im kapitalistischen Wirtschaftssystem nicht nutzen. Konzerne wie BP, Gazprom, RWE werden sich ihre Profite nicht so einfach beschneiden lassen und nach immer neuen Wegen suchen, sie zu steigern &#8211; auf unsere Kosten und die aller nachfolgenden Generationen. Es ist h\u00f6chste Zeit, diesem Schwachsinn ein Ende zu bereiten und die gesamte Energieproduktion und die Schl\u00fcsselindustrien in \u00f6ffentliches Eigentum zu \u00fcberf\u00fchren und demokratisch zu kontrollieren. Nur so k\u00f6nnen die Produktion und Verteilung von G\u00fctern im Interesse von Menschen und Natur organisiert werden.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fracking und seine Risiken<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":28404,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[117],"tags":[661],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29665"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=29665"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29665\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/28404"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=29665"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=29665"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=29665"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}