{"id":29663,"date":"2014-12-30T14:04:36","date_gmt":"2014-12-30T13:04:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sozialismus.info\/?p=29663"},"modified":"2014-12-22T18:10:30","modified_gmt":"2014-12-22T17:10:30","slug":"pakistan-beendet-das-morden-fuer-eine-sozialistische-alternative","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2014\/12\/pakistan-beendet-das-morden-fuer-eine-sozialistische-alternative\/","title":{"rendered":"Pakistan: Beendet das Morden! F\u00fcr eine sozialistische Alternative!"},"content":{"rendered":"<p><b><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/pakistan-e1365408568318.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-24369\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/pakistan-173x173.jpg\" alt=\"pakistan\" width=\"173\" height=\"173\" \/><\/a>SozialistInnen organisieren Protest gegen Taliban-Terror<\/b><\/p>\n<p><em>Nach dem Blutbad von Peschawar haben unsere GenossInnen vom SMP in der Provinz Sindh eine Protestaktion organisiert, \u00fcber die in namhaften Medien berichtet worden ist. Auch in anderen Orten des Landes kam es zu einer Reihe \u00e4hnlicher Aktionen. Im Folgenden ver\u00f6ffentlichen wir eine Erkl\u00e4rung des \u201eSocialist Movement Pakistan\u201c (SMP), der Sektion des \u201eCommittee for a Workers\u00b4 International\u201c (CWI).<\/em><\/p>\n<p>Das \u201eSocialist Movement Pakistan\u201c (CWI-Sektion in Pakistan) verurteilt aufs Sch\u00e4rfste die barbarischen und brutalen Morde an unschuldigen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern der \u00f6ffentlichen Armee-Schule in Peshawar (Provinz Khyber Pakhtunkhwa). In dieser schweren Stunde stehen wir an der Seite der trauernden Familien. Es liegt auf der Hand, dass es sich dabei um einen Vergeltungs- und Racheakt gehandelt hat, der sich gegen die Kinder von Armeeangeh\u00f6rigen richtete. Das Signal, das von diesem Terrorakt ausgeht, ist glasklar: \u201eWir verfolgen die und ihre Familien, die uns verfolgen\u201c. Dieser feige Angriff hat aufs Neue den wahren Charakter der Taliban-Bewegung und der anderen religi\u00f6s-extremistischen Kr\u00e4fte offenbart, die die ganze Gesellschaft terrorisieren wollen. Die Taliban und andere reaktion\u00e4re Kr\u00e4fte wollen der Gesellschaft ihre reaktion\u00e4re Ideologie und Agenda aufzwingen. Ihre Herrschaft wollen sie mit Angst und Gewalt durchsetzen. Diese Kr\u00e4fte nutzen die Religion, um ihre Aktionen und mittelalterlichen Ansichten zu rechtfertigen und zu legitimieren. Diese Kr\u00e4fte wollen die Gesellschaft in die finstere Vergangenheit zur\u00fcckdr\u00e4ngen.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Bislang haben es die Taliban und andere reaktion\u00e4r-religi\u00f6se Kr\u00e4fte nicht hinbekommen, die arbeitende Masse der Bev\u00f6lkerung in den Griff zu bekommen bzw. sie in Angst und Schrecken zu versetzen. Die arbeitenden Massen haben sich bisher dagegen verwahrt, sich solchen Kr\u00e4ften zu f\u00fcgen und ihnen stattdessen kontinuierlich die Stirn geboten. Die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der arbeitenden Menschen steht nicht hinter dem religi\u00f6sen Extremismus und derart militantem Vorgehen. Unter den arbeitenden Massen ist die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Taliban und andere religi\u00f6s-extremistische Kr\u00e4fte auf dem niedrigsten Stand angelangt. Stattdessen herrscht in der Gesellschaft Wut, was in den letzten Jahren nicht deutlich genug gezeigt wurde. Es ist an der Zeit, dass die arbeitenden Massen im ganzen Land ihre Wut zeigen und ihr durch Demonstrationen und Proteste Ausdruck verleihen. Es ist Zeit, ein deutliches Signal an die reaktion\u00e4ren Kr\u00e4fte auszusenden, dass sie mit solch feigen Angriffen nicht in der Lage sein werden, gegen unsere Entschlossenheit anzukommen, mit der wir gegen sie angehen. Ein gemeinsamer Kampf und eine vereinte Bewegung der Arbeiterklasse und Bauernschaft, der l\u00e4ndlichen wie urbanen verarmten Schichten sowie bestimmter Teile der Mittelschicht ist n\u00f6tig, um die Taliban zu bezwingen. Die Gewerkschaftsbewegung und die Arbeiterorganisationen sollten ihr Schweigen beenden und damit beginnen, den Kampf der Massen gegen diese reaktion\u00e4ren Kr\u00e4fte zu organisieren. Bei der Arbeiterklasse handelt es sich um die potentiell m\u00e4chtigste Kraft in der Gesellschaft, die in der Lage w\u00e4re, diesen Kampf anzuf\u00fchren. Welch immense Macht, Courage und Opferbereitschaft die Arbeiterklasse und die verarmten Massen haben, hat sich in der revolution\u00e4ren Bewegung von 1968 und -69 gezeigt. Die pakistanische Arbeiterklasse kann auf eine stolze Geschichte und Tradition an K\u00e4mpfen zur\u00fcckblicken. Die Arbeiterklasse hat eine lange und erfolgreiche Geschichte des Kampfes und der Aufopferung gegen die aufeinanderfolgenden Milit\u00e4rdiktaturen und f\u00fcr demokratische, wirtschaftliche, politische und soziale Rechte. Im aktuellen Kampf wird sie sich erheben und an die Spitze der Bewegung stellen. Es ist Zeit, die Massen aus der Arbeiterklasse zu mobilisieren \u2013 nicht nur gegen reaktion\u00e4re Kr\u00e4fte sondern auch gegen dieses verfaulte feudal-kapitalistische System. <\/span><\/p>\n<p>Beim Kampf gegen religi\u00f6sen Extremismus und die \u201eTalibanisierung\u201c handelt es sich um einen politischen und ideologischen Kampf. Die herrschende Klasse in Pakistan hat bis heute unter Beweis gestellt, dass sie nicht in der Lage oder \u00fcberhaupt Willens ist, einen solchen Kampf zu f\u00fchren. Die regierende Klasse in Pakistan und die imperialistischen M\u00e4chte haben diese reaktion\u00e4ren monstr\u00f6sen Kr\u00e4fte geschaffen, um ihre politischen, gesellschaftlichen und imperialistischen Interessen durchzusetzen. Jetzt haben sie die Kontrolle \u00fcber diese Kr\u00e4fte verloren.<\/p>\n<p>Dieser Kampf ist nicht allein mit milit\u00e4rischen Mitteln zu gewinnen. Mit milit\u00e4rischen Aktionen allein k\u00f6nnen religi\u00f6ser Extremismus und Militanz nicht aus der Gesellschaft getilgt werden. Die milit\u00e4rischen Operationen m\u00f6gen die Taliban und andere extremistische Gruppen auseinandergetrieben werden. Ihre Kommandozentralen und ihre physische Infrastruktur k\u00f6nnen damit sicherlich geschw\u00e4cht werden. Ihre Ideologie wird damit aber nicht bezwungen. Die anhaltende Milit\u00e4roffensive in der Provinz Nord-Waziristan zeigt dies ganz deutlich. Seit Beginn der Offensive hat die Armee dort in den Stammesgebieten bisher mehr als 1.600 K\u00e4mpfer umgebracht. Hunderte sind verhaftet worden. Man hat uns gesagt, dass die Kontroll- und Kommandozentrale zerlegt und physische Infrastruktur zerst\u00f6rt worden sei. Die Taliban-F\u00fchrung wurde zerstreut und befindet sich auf der Flucht. Und trotzdem f\u00fchren diese Gruppen immer noch Angriffe auf die Sicherheitskr\u00e4fte und die Zivilbev\u00f6lkerung durch. Diese Gruppen sind nicht ausschlie\u00dflich auf die Stammesgebiete beschr\u00e4nkt sondern verteilen sich auf das gesamte Land. Sie haben Unterst\u00fctzer und Sympathisanten in verschiedenen Regionen des Landes. Religi\u00f6se Schulen sind ihre sicheren H\u00e4fen und Zufluchtsorte und auch ihre wichtigsten Rekrutierungsstellen. Bei diesen Religionsschulen handelt es sich um die Kinderkrippen der religi\u00f6s-extremistischen Gruppen und Kampf-Einheiten. Es gibt aber keinen Plan und keine Strategie, um mit diesem Problem umzugehen. Es braucht einen politischen und ideologischen Kampf und eine Bewegung gegen diese reaktion\u00e4ren und monstr\u00f6sen Kr\u00e4fte, um sie zur\u00fcckzuschlagen. Diese Bewegung muss von der Arbeiterklasse angef\u00fchrt werden. Es besteht kein Zweifel, dass das kapitalistische und das feudale System gescheitert ist. Die realistische Alternative dazu und ein praktikables System ist der Sozialismus. Sozialistische Ideen sind der einzige Weg, um die Gesellschaft vorw\u00e4rts zu bringen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>SozialistInnen organisieren Protest gegen Taliban-Terror<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":24369,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[38],"tags":[324],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29663"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=29663"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29663\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/24369"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=29663"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=29663"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=29663"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}