{"id":29655,"date":"2015-01-02T15:53:50","date_gmt":"2015-01-02T14:53:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sozialismus.info\/?p=29655"},"modified":"2015-02-13T12:06:24","modified_gmt":"2015-02-13T11:06:24","slug":"der-professor-und-das-proletariat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2015\/01\/der-professor-und-das-proletariat\/","title":{"rendered":"Der Professor und das Proletariat"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_28896\" aria-describedby=\"caption-attachment-28896\" style=\"width: 280px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/8541032783_3b790bb1a7_z-e1410350934894.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-28896\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/8541032783_3b790bb1a7_z-e1410350934894-280x173.jpg\" alt=\"Foto: https:\/\/www.flickr.com\/photos\/igmetalljugend\/ CC BY-NC-SA 2.0\" width=\"280\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/8541032783_3b790bb1a7_z-e1410350934894-280x173.jpg 280w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/8541032783_3b790bb1a7_z-e1410350934894-162x100.jpg 162w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/8541032783_3b790bb1a7_z-e1410350934894.jpg 510w\" sizes=\"(max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-28896\" class=\"wp-caption-text\">Foto: https:\/\/www.flickr.com\/photos\/igmetalljugend\/ CC BY-NC-SA 2.0<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Warum es wenig Proteste gibt \u2013 aber die n\u00e4chste Revolution schon unterwegs ist<\/strong><\/p>\n<p align=\"LEFT\">\u201eWarum heute keine Revolution m\u00f6glich ist\u201c, ist ein Beitrag in der S\u00fcddeutschen Zeitung vom 2. September \u00fcberschrieben. Er stammt von Byung-Chul Han, Professor f\u00fcr Philosophie und Kulturwissenschaft an der Universit\u00e4t der K\u00fcnste Berlin. Seine Thesen k\u00f6nnen auf einer Stimmung aufbauen, die zur Zeit unter vielen linken AktivistInnen in der Bundesrepublik besteht und diese verst\u00e4rken. Deshalb wollen wir in diesem Artikel aufzeigen, wie falsch Professor Han liegt.<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><em>Von Georg K\u00fcmmel<\/em><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Warum sind hier nur so wenige? &#8211; ist eine Frage die man derzeit h\u00e4ufig auf den viel zu kleinen Demos gestellt bekommt. Diese Frage ist aber unausgesprochen in den K\u00f6pfen von Millionen. Da wundert es nicht, dass auch aus den Reihen der Intellektuellen pessimistische Schlussfolgerungen gezogen werden und versucht wird diesen Pessimismus mit Argumenten zu untermauern.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Professor Han behauptet: \u201eDie systemerhaltende Macht ist nicht mehr repressiv, sondern verf\u00fchrend.\u201c Fr\u00fcher, in der Industriegesellschaft seien die Macht-Verh\u00e4ltnisse klar gewesen: ausgebeuteter Fabrikarbeiter auf der einen Seite, ausbeutender Fabrikbesitzer auf der anderen. Das neoliberale System heute sei ganz anders strukturiert. \u201eEs gibt kein konkretes Gegen\u00fcber mehr, keinen Feind, der die Freiheit unterdr\u00fcckt und gegen den ein Widerstand m\u00f6glich\u00a0w\u00e4re. Der Neoliberalismus formt aus dem unterdr\u00fcckten Arbeiter einen freien Unternehmer, einen Unternehmer seiner selbst. Jeder ist heute ein selbstausbeutender Arbeiter seines eigenen Unternehmers. Jeder ist Herr und Knecht in einer Person. Auch der Klassenkampf verwandelt sich in einen inneren Kampf mit sich selbst. Wer heute scheitert, beschuldigt sich selbst und sch\u00e4mt sich. Man problematisiert sich selbst statt der Gesellschaft.\u201c<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Am Beispiel der Entwicklungen in S\u00fcdkorea nach der Asienkrise versucht er zu erkl\u00e4ren, der Neoliberalismus sei von Repression, die Widerstand erzeugt, \u00fcbergegangen zur Botschaft der individuellen Freiheit. Ergebnis sei, dass es in S\u00fcdkorea (und allgemein) kaum mehr Widerstand gegen das System gebe, stattdessen w\u00fcrden die Menschen die Schuld f\u00fcr Probleme bei sich selber suchen, was zu Burn-out und hoher Suizid-Rate f\u00fchre:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u201eDie Aggression nach au\u00dfen, die eine Revolution zur Folge h\u00e4tte, weicht einer\u00a0Selbstaggression.\u201c<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Fr\u00fcher habe es Konkurrenz zwischen Unternehmen gegeben aber Solidarit\u00e4t der Besch\u00e4ftigten innerhalb des Unternehmens. Das sei jetzt anders: \u201eHeute konkurriert jeder mit jedem, auch innerhalb eines Unternehmens.\u201c Und: \u201eMan kann den Neoliberalismus nicht marxistisch erkl\u00e4ren. In ihm findet nicht einmal die ber\u00fchmte \u201eEntfremdung\u201c von der Arbeit statt. Heute st\u00fcrzen wir uns mit Euphorie in die Arbeit bis zum Burn-out.\u201c Seine Schlussfolgerung: \u201eBurn-out und Revolution schlie\u00dfen sich aus.\u201c<\/p>\n<h4 align=\"LEFT\">Euphorische Besch\u00e4ftigte?<\/h4>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wie gesagt, setzt Han teilweise bei einer real vorhandenen Stimmung und Bewusstsein an. Bis in die 1980er Jahre galt in den Gewerkschaften der Grundsatz \u201eLohnverzicht schafft und sichert keine Arbeitspl\u00e4tze\u201c. Aber schon lange vertreten die Gewerkschaftsf\u00fchrer im Kern die gegenteilige Position. Lohnzur\u00fcckhaltung, \u00dcberstunden, Arbeitszeitkonten, Flexibilisierung, Arbeitsverdichtung werden als notwendige Opfer f\u00fcr den Erhalt der Arbeitspl\u00e4tze verkauft. Das hat unter den Besch\u00e4ftigten f\u00fcr Verwirrung gesorgt, insbesondere, weil die wirtschaftliche Erholung in Deutschland nach der Krise 2008\/2009 die neue Position zu best\u00e4tigen scheint. Von \u00dcberzeugung oder gar \u201eEuphorie\u201c bei den Lohnarbeitenden kann aber keine Rede sein. Jede\/r, der oder die in letzter Zeit mal Betrieb von innen gesehen hat, wei\u00df das.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Es stimmt auch, dass in Zeiten, in denen es relativ wenig kollektive Gegenwehr gibt, viele Menschen nach individuellen L\u00f6sungen (und auch Schuldzuweisungen) f\u00fcr ihre Misere suchen. V\u00f6llig falsch ist es aber, ein Ende der Solidarit\u00e4t unter den Besch\u00e4ftigten zu schlussfolgern. Professor Han hat offensichtlich wenig von Marx gelesen oder verstanden. Marx und Engels schreiben im \u201aKommunistischen Manifest\u2018: \u201eDie Lohnarbeit beruht ausschlie\u00dflich auf der Konkurrenz der Arbeiter unter sich. Der Fortschritt der Industrie, &#8230; setzt an die Stelle der Isolierung der Arbeiter durch die Konkurrenz ihre revolution\u00e4re Vereinigung durch die Assoziation.\u201c (Assoziation meint hier Zusammenschluss im Sinne erster Ans\u00e4tze betrieblicher oder gewerkschaftlicher Organisierung.) Marx und Engels erkl\u00e4ren also bereits, dass der Kapitalismus beides macht: er setzt die Besch\u00e4ftigten in Konkurrenz zueinander und schafft gleichzeitig die Bedingungen f\u00fcr ihren Zusammenschluss.<\/p>\n<h4 align=\"LEFT\">Vergessene Klassenk\u00e4mpfe<\/h4>\n<p align=\"JUSTIFY\">Professor Han macht in seinem Artikel dasselbe, was auch die b\u00fcrgerlichen Medien tun: er unterschl\u00e4gt oder vergisst einfach die vielen kleinen und gro\u00dfen K\u00e4mpfe, die es auch in den letzten Jahren gab und gibt.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Tats\u00e4chlich leben wir in einer Periode von Massenbewegungen, die durch die Folgen der Weltwirtschaftskrise seit 2007\/08 eingeleitet wurde. In den letzten Jahren haben wir nicht nur die revolution\u00e4ren Bewegungen des so genannten \u201eArabischen Fr\u00fchlings\u201c gesehen, sondern auch riesige Massenbewegungen in der T\u00fcrkei, Brasilien, Hongkong. In Spanien gab es im Fr\u00fchjahr diesen Jahres die gr\u00f6\u00dfte Demonstration der Geschichte. Griechenland wurde von \u00fcber drei\u00dfig Generalstreiks ersch\u00fcttert. In Irland demonstrierten am 12. Oktober 100.000 gegen die Einf\u00fchrung von Wassergeb\u00fchren. Anfang 2013 beteiligten sich \u00fcber 100 Millionen ArbeiterInnen in Indien am wahrscheinlich gr\u00f6\u00dften Generalstreik der Geschichte. Den Medien hier war das h\u00f6chstens eine kleine Meldung wert. Und auch in Deutschland war bis vor zwei Jahren viel die Rede von der \u201eneuen Protestkultur\u201c und dem \u201eWutb\u00fcrger\u201c, gab es Gro\u00dfdemonstrationen gegen Stuttgart 21, Castor-Transporte, Nazi-Aufm\u00e4rsche etc.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Neben solchen Massenbewegungen gibt es permanent Streiks und soziale K\u00e4mpfe, mal gr\u00f6\u00dfer, mal kleiner. Die Seite streikradar.de, informiert Reisende \u00fcber Streiks im Flug- und Bahnverkehr. Von Mitte Mai bis Mitte September 2014 werden folgende Streiks aufgef\u00fchrt: Streik in Frankreich (\u00d6ffentlicher Dienst), Streik Aer Lingus (Irland), Streik London (Airportzubringer), Streik in London (Techniker der U-Bahn), Bahnstreik in Italien, Bahnstreik in Frankreich, Fluglotsenstreik in Frankreich, Streik bei belgischer Bahn, Streik bei Lufthansa, Streik in Madrid (Airport-Besch\u00e4ftigte), Fluglotsenstreik Italien, Bahnstreiks in Deutschland, Pilotenstreik Air France. London-Heathrow Streik Abfertigungspersonal.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die Zahl der Streiktage bezogen auf alle Besch\u00e4ftigten ist in Deutschland tats\u00e4chlich weiter niedrig. Aber es gibt eine hohe Streikbereitschaft, wenn die Gewerkschaftsf\u00fchrung (einigerma\u00dfen gut vorbereitet) aufruft. \u00dcber neun Monate zog sich der Streik im Einzelhandel im vergangenen Jahr. \u00dcber 200.000 Besch\u00e4ftigte bei Bund und Kommunen beteiligten sich im M\u00e4rz an der zweiten Warnstreikwelle. Die Lokf\u00fchrer stimmten Ende September mit 91 Prozent f\u00fcr Streik.<\/p>\n<h4 align=\"LEFT\">Repressiv oder verf\u00fchrerisch?<\/h4>\n<p align=\"JUSTIFY\">Ob die Herrschenden zu offener und gewaltt\u00e4tiger Repression von Protesten greifen oder andere Mittel einsetzen, ist von Land zu Land und Situation zu Situation unterschiedlich. Je mehr Sympathien ein Protest in der Bev\u00f6lkerung hat, desto eher kann offene Repression verhindert werden. Das gilt aber auch nur so lange, wie es mit anderen Mitteln gelingt, eine Bewegung in bestimmten Grenzen zu halten. Im Hintergrund steht immer der bewaffnete Staatsapparat bereit. Die Bilder futuristisch aussehender Robocops im Einsatz gegen die Menschen in Ferguson oder \u00e4hnlich gegen die DemonstrantInnen gegen Stuttgart 21 oder die Blockupy-TeilnehmerInnen vor der EZB-Zentrale in Frankfurt, die pr\u00fcgelnde Polizei in Chile, Brasilien, T\u00fcrkei, Griechenland sind die Realit\u00e4t, ebenso wie die Versch\u00e4rfung des Demonstrationsrechts und allgemein der Abbau demokratischer Rechte, die Aufr\u00fcstung der Polizei in vielen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Ein kurzer Streik von Lokf\u00fchrern oder Piloten reicht aus, um seitens der \u201esystemerhaltenden Macht\u201c sofort nach Verbot von Streiks zu rufen und gesetzlichen Regelungen gegen kleine, k\u00e4mpferische Gewerkschaften zu fordern. In Griechenland drohte die Regierung ganz real damit, streikende Lehrer ins Gef\u00e4ngnis zu bringen oder zu entlassen. In Spanien wurde das Milit\u00e4r als Streikbrecher gegen Fluglotsen eingesetzt, die die Arbeit niedergelegt hatten.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die Theorie von der nicht-repressiven, verf\u00fchrerischen Macht sind Hirngespinste. Richtig bleibt lediglich, dass die jeweils Herrschenden es bevorzugen, ideologisch zu herrschen statt mit purer Repression. Marx und Engels haben bereits im Manifest den ber\u00fchmten Satz gepr\u00e4gt: Die Herrschenden Ideen sind die Ideen der Herrschenden. Ein wichtiger Teil dieser Ideen ist, dem \u201aVolk\u2018 einzutrichtern, dass es sich nicht auf sich selbst, seine eigene Kraft und St\u00e4rke verlassen k\u00f6nne, dass Widerstand daher aussichtslos sei. Ironie der Geschichte: Es ist die Funktion von Artikeln wie dem von Professor Han (und den kapitalistischen Medien ganz allgemein). eben diese Ideologie der angeblichen Machtlosigkeit zu verbreiten und so Sprachrohr f\u00fcr die Ideen der Herrschenden zu sein.<\/p>\n<h4 align=\"LEFT\">Revolution unm\u00f6glich?<\/h4>\n<p align=\"JUSTIFY\">Bevor man behauptet, eine Revolution sei unm\u00f6glich geworden, sollte man den Begriff kl\u00e4ren. \u201aRevolution\u2018 ist nicht gleichbedeutend mit \u201aerfolgreiche Revolution\u2018. Revolution im Zusammenhang mit dem Kampf der abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigten, der Armen, Unterdr\u00fcckten in dieser Welt meint zun\u00e4chst nur, dass nicht nacheinander nur dieser oder jener Teil von ihnen auf die Stra\u00dfe geht, wie das zumeist der Fall ist. Revolution bedeutet, dass die Menschen massenhaft, also zeitgleich aufbegehren, gemeinsam, auf die Stra\u00dfe gehen, oft mit dem Ziel die Regierung zu st\u00fcrzen. Klassisch waren die Revolutionen in Tunesien und \u00c4gypten, die Ben Ali und Mubarak zu Fall brachten. In Portugal, Spanien, Griechenland gab es wiederholt Massenproteste gegen die K\u00fcrzungspolitik. Die j\u00fcngsten Massenproteste in Hongkong haben ebenfalls revolution\u00e4re Elemente.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Im Endeffekt behauptet Professor Han, dass es keine Massenbewegungen mehr geben wird, die eine Regierung oder weitergehender, das kapitalistische System in Frage stellen werden. Diese Idee ist nicht neu. Immer wieder wurden die Arbeiterklasse als revolution\u00e4res Subjekt f\u00fcr tot erkl\u00e4rt. (Mit Arbeiterklasse ist die Gesamtheit aller abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigten gemeint, einschlie\u00dflich derer, die gelegentlich oder dauerhaft keinen Job haben und einschlie\u00dflich der Sch\u00fclerInnen, Studierenden, RentnerInnen, die das Arbeitsleben noch vor oder schon hinter sich haben). Oft genau kurz vor dem Ausbruch von Revolutionen oder revolution\u00e4rer Bewegungen. Mit Hinblick auf die gro\u00dfe Ruhe in der Gesellschaft titelte die Zeitung \u201aLe Monde\u2018 am 15. M\u00e4rz 1968. \u201eWenn Frankreich sich langweilt\u201c. Im Mai 68, keine zwei Monate sp\u00e4ter, rollte eine revolution\u00e4re Welle durch das Land, die den Kapitalismus in Frankreich in Frage stellen sollte.<\/p>\n<h4 align=\"LEFT\">Sein und Bewusstsein<\/h4>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u201eEs ist nicht das Bewusstsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewusstsein bestimmt. Auf einer gewissen Stufe ihrer Entwicklung geraten die materiellen Produktivkr\u00e4fte der Gesellschaft in Widerspruch mit den vorhandenen Produktionsverh\u00e4ltnissen oder, was nur ein juristischer Ausdruck daf\u00fcr ist, mit den Eigentumsverh\u00e4ltnissen, innerhalb deren sie sich bisher bewegt hatten. Aus Entwicklungsformen der Produktivkr\u00e4fte schlagen diese Verh\u00e4ltnisse in Fesseln derselben um. Es tritt dann eine Epoche sozialer Revolution ein.\u201c <a href=\"#sdfootnote1sym\" name=\"sdfootnote1anc\">1<\/a><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">MarxistInnen haben ein unersch\u00fctterliches Vertrauen in die Arbeiterklasse. Grundlage f\u00fcr dieses Vertrauen ist nicht etwa ein religi\u00f6s oder moralisch motivierter Glaube, dass die arbeitenden Menschen irgendwie von Natur aus edel und gut seien. Grundlage ist die Erkenntnis von Marx, dass das Sein das Bewusstsein bestimmt. Das gesellschaftliche Sein unter den Bedingungen des niedergehenden Kapitalismus zwingt die Arbeiterklasse immer wieder sich zu wehren &#8211; direkt aus den Betrieben mit dem Mittel des Streiks oder in Form sozialer Bewegungen. In diesen K\u00e4mpfen werden Fragen gestellt und nach Antworten gesucht, haupts\u00e4chlich so entwickelt sich politisches Bewusstsein.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Das Unverst\u00e4ndnis \u00fcber diesen Zusammenhang r\u00fchrt entweder aus der Leugnung desselben oder aus der falschen Annahme, dieser sei mechanisch. Sein und Bewusstsein seien starr mit einander verbunden, wie Zahnr\u00e4der in einem Getriebe.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Das Bewusstsein ver\u00e4ndert sich eben nicht automatisch und vor allem nicht im selben Ma\u00dfe wie sich das Sein ver\u00e4ndert. Das Bewusstsein folgt dem Sein immer mit Zeitverz\u00f6gerung und auf verschlungenen Wegen. Umwege, Stillstand und selbst R\u00fcckw\u00e4rtsbewegungen bei der Entwicklung des Bewusstseins sind nicht die Ausnahme, sondern historisch betrachtet die Regel.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Es ist wie bei zwei tektonischen Platten, die mit gro\u00dfem Druck gegeneinander geschoben werden. Ihre Bewegungen folgen nicht unmittelbar dem wachsenden Druck &#8211; wenn das so w\u00e4re, g\u00e4be es keine Erdbeben. Vielmehr bauen sich Spannungen auf, die sich dann schlagartig in kleineren oder gr\u00f6\u00dferen Erdbeben mit den damit verbundenen Verwerfungen entladen. Der russische Revolution\u00e4r Trotzki hat einmal erkl\u00e4rt, dass es ja gerade deshalb Revolutionen gibt, weil die Bewegung von Sein und Bewusstsein die meiste Zeit nicht im gleichen Tempo stattfinden. In der Revolution holt das Bewusstsein die Bewegung nach, die es jahrelang vers\u00e4umt hat. Das Bewusstsein macht eine Sprung.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die Menschen setzen die Geschwindigkeit von Entwicklungen f\u00fcr gew\u00f6hnlich ins Verh\u00e4ltnis zu ihrer eigenen Lebensspanne. Da k\u00f6nnen ein paar Jahre sehr lang werden. Ein oder zwei Jahrzehnte sind bereits eine Ewigkeit. Seit mittlerweile rund drei\u00dfig Jahren erleben wir in den westlichen Industrienationen Reformabbau. Die Arbeits- und Lebensbedingungen wurden und werden tendenziell immer h\u00e4rter. Beschleunigt wurde diese Entwicklung mit der Wiederherstellung des Kapitalismus in den L\u00e4ndern Osteuropas. Angesichts dieser Entwicklungen ist der Widerspruch zwischen der Notwendigkeit von Widerstand und der geringen Zahl an Protesten in Deutschland tats\u00e4chlich schwer ertr\u00e4glich.<\/p>\n<h4 align=\"LEFT\">Verantwortung<\/h4>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die Verantwortung f\u00fcr diesen Widerspruch schieben viele Intellektuelle, aber auch die prokapitalistischen F\u00fchrer in Gewerkschaften und selbst Teile der Linken\/LINKEN den Massen zu. \u201aWir k\u00f6nnen nichts bewegen, weil die sich nicht bewegen\u2018. Das ist ebenfalls nicht besonders neu.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die falsche Vorstellung, es k\u00f6nnte eine neue Zeit angebrochen sein, in der Proteste (Streiks, Demonstrationen gegen Sozialabbau etc.) dauerhaft auf niedrigem Niveau einschlafen, diese falsche Vorstellung h\u00e4ngt mit einer v\u00f6lligen Fehleinsch\u00e4tzung des Kapitalismus zusammen. Seine M\u00f6glichkeiten, einer Mehrheit in der Gesellschaft ein ausk\u00f6mmliches Leben zu garantieren, werden falsch beurteilt. Der Nachkriegsaufschwung endete in den 70ern. W\u00e4hrend dieser ca. 25 Jahre w\u00e4hrenden Aufschwungphase und zum Teil noch eine Weile danach, konnten viele Zugest\u00e4ndnisse erk\u00e4mpft werden. Aber Ende der 70er, Anfang der 80er wendete sich das Blatt auch auf der politischen Ebene. In Gro\u00dfbritannien mit Thatcher, in den USA mit Reagan setzte eine Phase von Konter-Reformen ein. In der Bundesrepublik geschah das, zun\u00e4chst noch z\u00f6gerlich, unter der Kohl-Regierung. Ein Fl\u00fcgel der damaligen Jungsozialisten in der SPD vertrat die Theorie der 2\/3 Gesellschaft. Der Kapitalismus w\u00fcrde 1\/3 der Gesellschaft materiell abh\u00e4ngen, aber 2\/3 der Gesellschaft werde es weiter gut gehen. Deshalb k\u00f6nne man mit den alten Klassenkampfkonzepten nicht weiter kommen. Heute, 30 Jahre sp\u00e4ter, haben wir die 2\/3 Gesellschaft &#8211; nur im umgekehrten Verh\u00e4ltnis. Und selbst f\u00fcr die, die zum oberen Einkommens-Drittel der Gesellschaft, aber nicht zu den Superreichen h\u00f6ren, haben sich viele Bedingungen verschlechtert. In den USA spricht man (etwas \u00fcbertrieben aber popul\u00e4r) von den 99 Prozent, die mittlerweile auf der Verliererseite stehen. Dass der Kapitalismus der Mehrheit nichts mehr zu bieten hat, l\u00e4sst sich bildhaft an den Wahlergebnissen ablesen. Bei den Europa und Landtagswahlen in 2014 w\u00e4hlten nur noch rund 1\/3 aller Wahlberechtigten eine der etablierten Parteien CDU, SPD, Gr\u00fcne, FDP (Sachsen 30 Prozent, Th\u00fcringen 29 Prozent, Brandenburg 30 Prozent, Europawahl 37 Prozent).<\/p>\n<h4 align=\"LEFT\">Verschoben \u2013 nicht aufgehoben<\/h4>\n<p align=\"JUSTIFY\">Richtig ist, dass wir seit Jahren eine schmerzhafte Verz\u00f6gerung des revolution\u00e4ren Prozesses erleben. Zuallererst muss man jedoch zu Kenntnis nehmen, dass wir uns weltweit bereits in einer Phase von Revolutionen und Konterrevolutionen befinden.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Aber die Arbeiterklasse zahlt bis heute den Preis daf\u00fcr, dass die F\u00fchrung ihrer Organisationen jahrzehntelang entweder den Stalinismus f\u00e4lschlicherweise als sozialistische Alternative zum Kapitalismus angeboten hat oder Illusionen in einen z\u00e4hmbaren, sozialen, friedlichen Kapitalismus verbreitet hat. Der Zusammenbruch der nicht-kapitalistischen Staaten vor 25 Jahren war f\u00fcr die Arbeiterklasse eine Niederlage von welthistorischem Ausma\u00df. Sie hat die Arbeiterbewegung f\u00fcr eine ganze historische Epoche politisch und folglich auch organisatorisch zur\u00fcck geworfen. Das war nur m\u00f6glich, weil abgesehen von den zahlenm\u00e4\u00dfig sehr schwachen Kr\u00e4ften des origin\u00e4ren Trotzkismus, niemand auf der Linken diesen Zusammenbruch theoretisch f\u00fcr m\u00f6glich gehalten hat. Auch im Nachhinein wir die Ursache f\u00fcr den Zusammenbruch der nicht-kapitalistischen L\u00e4nder nicht korrekt erkl\u00e4rt. Bis heute weigert sich praktisch die gesamte F\u00fchrung von Gewerkschaften und linken Organisationen in der ganzen Welt, die einfache Tatsache anzuerkennen, dass die entscheidende Ursache in der Existenz einer privilegierten B\u00fcrokratie bestand und, damit verbunden, fehlender Demokratie. Das einzusehen, w\u00fcrde allerdings bedeuten, die eigenen Privilegien als Gewerkschaftsf\u00fchrer oder Parlamentsabgeordneter als Problem zu sehen. So viel Einsicht darf man von den Privilegierten nicht erwarten.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Das hat zu der Situation gef\u00fchrt, dass dort, wo die Folgen der Krise des Kapitalismus am dramatischsten sind, reaktion\u00e4re Kr\u00e4fte in dieses Vakuum gesto\u00dfen sind und es teilweise gef\u00fcllt haben. Das Fehlen einer linken F\u00fchrung, die eine Alternative zum Kapitalismus anbietet, hatte zur Folge, dass die Revolutionen und Aufst\u00e4nde in den arabischen L\u00e4ndern (und zuletzt in der Ukraine) in Konterrevolutionen und B\u00fcrgerkrieg umgeschlagen sind. Das Fehlen einer starken politischen Linken, die eine Systemalternative und damit einen Ausweg aus der kapitalistischen Misere anbietet, hat dazu gef\u00fchrt, dass nach unz\u00e4hligen Streiks und Massenprotesten in den europ\u00e4ischen Krisenl\u00e4ndern sich eine gewisse Demoralisierung breitgemacht hat. Diese Niederlagen haben wiederum Auswirkungen auf das Bewusstsein und die Bereitschaft zum Protest, nicht nur in diesen L\u00e4ndern, sondern weltweit.<\/p>\n<h4 align=\"LEFT\">Niedergang hat Folgen<\/h4>\n<p align=\"JUSTIFY\">Auf die Frage, \u201awarum wehren sich nur so wenige?\u2018, lautet die (vereinfachte) Antwort: weil es das kollektive Gef\u00fchl gibt: \u201aDas bringt doch nichts.\u2018<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Aber, und das ist der gro\u00dfe Unterschied zwischen marxistischer Analyse und oberfl\u00e4chlichem, professoralem Pessimismus, diese Entwicklungen sind nicht das Ende der Geschichte. Der Kapitalismus ist ein System im Niedergang. Alles was an Wohlstand und demokratischen Freiheiten erk\u00e4mpft wurde, wird durch die Krise des Kapitalismus in Frage gestellt. Was gestern wie eine Ausnahme aussah, (Griechenland) erfasst bereits weitere L\u00e4nder. Wo gestern Friede war, kann morgen Krieg sein. Die stetig fortschreitende Umweltzerst\u00f6rung wird zu noch gr\u00f6\u00dferen \u201eNatur\u201c- Katastrophen f\u00fchren. Die breite Masse ist lernf\u00e4hig, sie lernt aus ihren Erfahrungen. Alle Ideen werden getestet werden. Das Programm der Reformisten in der Arbeiterbewegung, die den Kapitalismus f\u00fcr reparierbar und reformierbar halten, wird scheitern. Auch die Ideen der rechten, religi\u00f6sen und rassistischen Kr\u00e4fte, die ebenfalls nur den Kapitalismus verteidigen, wird diejenigen entt\u00e4uschen, die als lauter Verzweiflung darin ihre Hoffnungen gesetzt hatten.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Dieser Lernprozess kann beschleunigt werden oder sich verz\u00f6gern. Je langsamer der politische und organisatorische Wiederaufbau der Arbeiterbewegung vonstatten geht, je l\u00e4nger dieser Prozess dauert, desto h\u00f6her und schrecklicher wird der Preis sein, den die Menschheit daf\u00fcr bezahlt. Es wird neue Revolutionen geben, aber jeder Revolution, die scheitert, weil es an klarem Ziel, Organisation, F\u00fchrung fehlt, wird abgel\u00f6st durch zunehmend blutige und barbarische Konterrevolution.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Es ist die Aufgabe jedes denkenden Menschen, diesen Prozess zu verk\u00fcrzen, pers\u00f6nlich Verantwortung f\u00fcr das gemeinsame Schicksal der Menschheit zu \u00fcbernehmen, aktiv zu werden. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen den Ansichten des Philosophie-Professors Han und der Grundidee des Marxismus. \u201eDie Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt aber darauf an, sie zu ver\u00e4ndern.\u201c <a href=\"#sdfootnote2sym\" name=\"sdfootnote2anc\">2<\/a><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Weil es mit der kapitalistischen Wirtschaft tendenziell weiter bergab gehen wird, wird es neue, gr\u00f6\u00dfere Proteste und auch neue Revolutionen geben. Daraus aber zu schlussfolgern, es g\u00e4be heute so wenig Widerstand, weil es den Menschen noch \u201azu gut\u2018 gehe, w\u00e4re falsch. Dazu ein Zitat von Friedrich Engels:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u201eNach materialistischer Geschichtsauffassung ist das in letzter Instanz bestimmende Moment in der Geschichte die Produktion und Reproduktion des wirklichen Lebens. \u2026 Wenn nun jemand das dahin verdreht, das \u00f6konomische Moment sei das einzig bestimmende, so verwandelt er jenen Satz in eine nichtssagende, abstrakte, absurde Phrase. Die \u00f6konomische Lage ist die Basis, aber die verschiedenen Momente des \u00dcberbaus \u2013 politische Formen des Klassenkampfs und seine Resultate \u2013 \u2026 \u00fcben auch ihre Einwirkung auf den Verlauf der geschichtlichen K\u00e4mpfe aus und bestimmten in vielen F\u00e4llen vorwiegend deren Form.\u201c <a href=\"#sdfootnote3sym\" name=\"sdfootnote3anc\">3<\/a><\/p>\n<h4 align=\"LEFT\">Organisation n\u00f6tig<\/h4>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u00dcbertragen auf die heutig Situation hei\u00dft das: Wenn es heute starke, k\u00e4mpferische Organisationen der Arbeiterklasse, insbesondere Parteien g\u00e4be, die zum massenhaften Widerstand aufrufen und mobilisieren w\u00fcrden, die durch energischen Einsatz aller Kr\u00e4fte in kleinen K\u00e4mpfen beweisen w\u00fcrden, dass K\u00e4mpfen sich lohnt, die eine Alternative zum Kapitalismus aufzeigen und deshalb bei ihren Forderungen nicht vor kapitalistischen Sachzw\u00e4ngen halt machen w\u00fcrden, dann w\u00e4ren Widerstand und Bewusstsein unter denselben gegebenen \u00f6konomischen Bedingungen sehr viel weiter.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Deshalb muss man sagen, dass die Ursache f\u00fcr fehlenden Massenwiderstand nicht haupts\u00e4chlich \u00f6konomische Gr\u00fcnde, sondern haupts\u00e4chlich politische Gr\u00fcnde hat. Die Menschen sp\u00fcren &#8211; in Deutschland und weltweit &#8211; dass die Probleme nicht mit den alten Programmen und Protestformen gel\u00f6st werden k\u00f6nnen. Nach 32 ein- oder zweit\u00e4gigen Generalstreiks in Griechenland in vier Jahren glaubt niemand mehr, dass der 33. befristete Generalstreik etwas l\u00f6sen w\u00fcrde. Nach all den Kriegen glaubt niemand, dass ein Protest von ein paar Hundert oder auch ein paar Tausend Leuten etwas \u00e4ndern w\u00fcrde. Die kleinen und gro\u00dfen Proteste bringen uns dann weiter, wenn sie als Teil eines gr\u00f6\u00dferen Kampfes verstanden und vermittelt werden. Wenn sie genutzt werden, um das politische Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die vor uns liegenden Aufgaben zu erh\u00f6hen, wenn sie immer mehr Menschen ermutigen, Teil dieses Kampfes zu werden. Die Probleme, die der Kapitalismus aufgeh\u00e4uft hat sind so riesig und weltumspannend, dass auch bei der L\u00f6sung gelten muss: \u201ethink big\u201c. Jeder Kampf, selbst gegen eine Fahrpreiserh\u00f6hung von 10 Cent, muss verbunden werden mit dem Kampf f\u00fcr die (Welt-)Revolution, oder mit den Worten Rosa Luxemburgs \u201ealles andere ist Quark\u201c.<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><em>Georg K\u00fcmmel ist Mitglied des SAV-Bundesvorstands und lebt in K\u00f6ln. Er ist aktiv in der LINKEN und im B\u00fcndnis \u201eRecht auf Stadt\u201c. Von ihm erschien im letzten Jahr die Brosch\u00fcre \u201eOrganisiert Euch!\u201c.<\/em><\/p>\n<div id=\"sdfootnote1\">\n<h6 align=\"LEFT\"><a href=\"#sdfootnote1anc\" name=\"sdfootnote1sym\">1<\/a> Karl Marx, Vorwort Zur Kritik der Politischen \u00d6konomie, MEW 13, Seite 9<\/h6>\n<\/div>\n<p align=\"LEFT\"><a href=\"#sdfootnote2anc\" name=\"sdfootnote2sym\">2<\/a> Karl Marx, Thesen \u00fcber Feuerbach, MEW 3, Seite 533 ff<\/p>\n<div id=\"sdfootnote3\">\n<h6 align=\"LEFT\"><a href=\"#sdfootnote3anc\" name=\"sdfootnote3sym\">3<\/a> Friedrich Engels, Brief an Bloch (1890), MEW 37, 463f.<\/h6>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum es wenig Proteste gibt \u2013 aber die n\u00e4chste Revolution schon unterwegs ist<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":28896,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[92],"tags":[651],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29655"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=29655"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29655\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/28896"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=29655"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=29655"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=29655"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}