{"id":29542,"date":"2014-12-02T10:00:02","date_gmt":"2014-12-02T09:00:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sozialismus.info\/?p=29542"},"modified":"2014-12-01T12:23:50","modified_gmt":"2014-12-01T11:23:50","slug":"socialism-2014-mehr-als-1-000-teilnehmerinnen-bei-der-veranstaltung-der-socialist-party","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2014\/12\/socialism-2014-mehr-als-1-000-teilnehmerinnen-bei-der-veranstaltung-der-socialist-party\/","title":{"rendered":"Socialism 2014: Mehr als 1.000 TeilnehmerInnen bei der Veranstaltung der \u201eSocialist Party\u201c"},"content":{"rendered":"<p><em><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/2014-11-11Grafik4345254246942976493-e1417432892845.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-29543\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/2014-11-11Grafik4345254246942976493-e1417432892845-280x173.jpg\" alt=\"2014-11-11Grafik4345254246942976493\" width=\"280\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/2014-11-11Grafik4345254246942976493-e1417432892845-280x173.jpg 280w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/2014-11-11Grafik4345254246942976493-e1417432892845-162x100.jpg 162w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/2014-11-11Grafik4345254246942976493-e1417432892845.jpg 425w\" sizes=\"(max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/a>Dieser Artikel erschien zuerst am 11. November 2014 auf der Webseite der Socialist Party.<\/em><\/p>\n<p><strong>\u201eSozialismus-Tage 2014\u201c &#8211; die Zuversicht war ansteckend!<\/strong><\/p>\n<p><em>von Sarah Sachs Eldridge, \u201eSocialist Party\u201c (Schwesterorganisation der SAV und Sektion des CWI in England &amp; Wales)<\/em><\/p>\n<p>\u201eHier f\u00fchle ich mich wie zu Hause!\u201c. So oder so \u00e4hnlich beschrieben es viele, die an dem von der \u201eSocialist Party\u201c organisierten Wochenende teilgenommen haben. Es waren ArbeiterInnen, GewerkschafterInnen, AktivistInnen gegen K\u00fcrzungen, junge Leute, Studierende und andere Angeh\u00f6rige der viel zitierten \u201e99 Prozent der Bev\u00f6lkerung\u201c, die von der Austerit\u00e4t betroffen sind und sich wehren wollen.<\/p>\n<p>Mehr als 1.000 Personen verbrachten das Wochenende damit, sich inspirieren zu lassen und umgekehrt andere mit ihrer Entschlossenheit zu motivieren, sich gegen das Elend des Kapitalismus wehren zu wollen.<\/p>\n<p>Die gesamte Veranstaltung verspr\u00fchte eine Zuversicht, die ansteckend war. Unsere Klasse, die Arbeiterklasse, kann k\u00e4mpfen und sie kann gewinnen. Das ist ein Grund, weshalb sich die, die an solchen K\u00e4mpfen teilnehmen, wie zu Hause f\u00fchlten.<\/p>\n<p>Arbeitskreise, Foren und Plenumsdiskussionen quollen \u00fcber mit Menschen, die diskutieren und debattieren, zuh\u00f6ren und lernen sowie ihre Erfahrungen austauschen und Schlussfolgerungen aus dem Kampf gegen K\u00fcrzungen, die Krise und den Kapitalismus ziehen wollten.<\/p>\n<p>Die Hauptveranstaltung am Samstagabend (Bericht siehe unten) war elektrifizierend, da das Publikum im \u201eCamden Centre\u201c gro\u00dfartig war und die Ideen und Analysen der fantastischen RednerInnen wertzusch\u00e4tzen wussten. Die sozialistische Stadtr\u00e4tin Kshama Sawant aus Seattle bekam zwei Mal stehende Ovationen.<\/p>\n<p>\u2022 Am B\u00fcchertisch wurde sozialistische Literatur im Wert von 2.000 brit. Pfund verkauft, was Ausdruck der Entschlossenheit unter den TeilnehmerInnen ist, sich mit sozialistischen Ideen besch\u00e4ftigen zu wollen.<\/p>\n<p>\u2022 Beim Spendenappell kamen 22.000 brit. Pfund zusammen, wovon die Arbeit der \u201eSocialist Party\u201c und der sozialistischen Internationale, des \u201eCommittee for a Workers\u2019 International\u201c (CWI), dem wir angeh\u00f6ren, finanziert wird.<\/p>\n<p>\u2022 Alan Hardman, langj\u00e4hriger Cartoonist f\u00fcr die \u201eSocialist Party\u201c und zuvor f\u00fcr die Gruppe namens \u201eMilitant\u201c, konnte f\u00fcr fast 1.000 brit. Pfund Drucke seiner beeindruckenden Zeichnungen verkaufen.<\/p>\n<p>Eine Vielzahl \u00fcberragender RednerInnen und Wortbeitr\u00e4ge trugen dazu bei, dass das Wochenende so ein gro\u00dfartiger Erfolg werden konnte. Eine ganze Phalanx an Mitgliedern der \u201eSocialist Party\u201c arbeitete unerm\u00fcdlich, um Sitzungen zu moderieren, Veranstaltungen zu begleiten, Kisten zu schleppen und all das zu organisieren, was f\u00fcr eine erfolgreiche Veranstaltung n\u00f6tig ist.<\/p>\n<p>Diese Veranstaltung gab einen Geschmack davon, wof\u00fcr die \u201eSocialist Party\u201c steht. Sie vertraut auf die F\u00e4higkeit der Arbeiterklasse zu k\u00e4mpfen und die Welt zu ver\u00e4ndern \u2013 organisiert, entschlossen und darauf bedacht, die Erfahrungen und die jungen Menschen, die stolz darauf sind, sozialistisch zu sein, zusammenzubringen. Wenn auch ihr der Meinung seid, euch in einer solchen Partei zu Hause zu f\u00fchlen, dann werdet bei uns Mitglied!<\/p>\n<h2>Inspirierende Veranstaltung und gro\u00dfe Zuversicht hinsichtlich der bevorstehenden sozialen K\u00e4mpfe<\/h2>\n<p><em>von Steve Score, Herausgeber von \u201eThe Socialist\u201c, der Wochenzeitung der \u201eSocialist Party\u201c (Schwesterorganisation der SAV und Sektion des CWI in England und Wales)<\/em><\/p>\n<p>Die Abendveranstaltung am Samstag der diesj\u00e4hrigen \u201eSozialismus-Tage\u201c waren sehr inspirierend. Das \u201eCamden Centre\u201c war bis zum Bersten gef\u00fcllt mit einem begeisterten Publikum, das einem Podium lauschte, dem RednerInnen angeh\u00f6rten, die K\u00e4mpfe angef\u00fchrt haben, von denen viele erfolgreich gewesen sind.<\/p>\n<p>Sarah Sachs-Eldridge, die Hauptorganisatorin der \u201e Socialist Party\u201c, die an diesem Abend auch die Moderation \u00fcbernahm, wies auf die Leistungen der RednerInnen hin, die nicht nur gegen die Angriffe des viel zitierten \u201eeinen Prozent\u201c auf die \u201e99 Prozent der Bev\u00f6lkerung\u201c gek\u00e4mpft haben, sondern auch eine Alternative zur kapitalistischen Krise vorgestellt haben.<\/p>\n<p>Ian Hodson, Vorsitzender der B\u00e4ckergewerkschaft BFAWU, deren Mitglieder bei der B\u00e4ckerei \u201eHovis\u201c in Wigan Versuche abwehren konnten, prek\u00e4re Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse einzuf\u00fchren, sagte in einer mitrei\u00dfenden Rede: \u201eWir haben gezeigt, welche Macht unsere Klasse hat. Ja, man kann sich gegen prek\u00e4re Besch\u00e4ftigung wehren!\u201c. Er erkl\u00e4rte, welche Rolle seine Gewerkschaft in der Kampagne f\u00fcr die Rechte der Besch\u00e4ftigten in der Fast Food-Branche spielte, die auch von der Gruppe \u201eYouth Fight For Jobs\u201c unterst\u00fctzt wird. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr die Kampagne f\u00fcr einen Mindestlohn, die f\u00fcr zehn Pfund die Stunde k\u00e4mpft: \u201eNirgends sollte es Besch\u00e4ftigte zweiter Klasse geben. Es ist auch nicht hinnehmbar, dass die KollegInnen nach ihrem Alter bezahlt werden. Es ist an der Zeit, die Altersgrenze beim Mindestlohn abzuschaffen\u201c.<\/p>\n<p>Ian fuhr fort: \u201eDie Besch\u00e4ftigten bei \u201eRitzy\u201c (Kinobetrieb) in London haben eine Lohnerh\u00f6hung von 26 Prozent errungen. Bisher wurde immer gesagt, dass streiken sich nicht lohnt! Erz\u00e4hl\u00b4 das mal den KollegInnen bei \u201eRitzy\u201c. Lasst uns auch an die KollegInnen bei \u201eSt Mungo\u2019s\u201c denken, die ebenfalls durch Streikaktionen zu einem Erfolg gekommen sind\u201c.<\/p>\n<p>Brian Smith, Sekret\u00e4r der Untergliederung von UNISON (\u00f6ffentlicher Dienst) in Glasgow, der als Privatperson sprach und Mitglied der \u201eSocialist Party Scotland\u201c ist, schilderte die Stimmung der ArbeiterInnen und jungen Leute angesichts des vor kurzem abgehaltenen Referendums zur Unabh\u00e4ngigkeit in Schottland. Dass 1,6 Millionen Menschen mit \u201eja\u201c gestimmt haben, zeigt, wie \u201estark die Radikalisierung\u201c fortgeschritten ist. Dazu z\u00e4hlte auch eine gro\u00dfe Mehrheit der 16- und 17-J\u00e4hrigen, die zum ersten Mal w\u00e4hlen durften und aufgrund eines Verlangens nach \u201eeiner anderen Form von Gesellschaft\u201c motiviert waren.<\/p>\n<p>Das Motto der \u201eSocialist Party Scotland\u201c lautete: \u201eJa zur Unabh\u00e4ngigkeit, aber in Verbindung mit dem Kampf f\u00fcr Sozialismus\u201c. Damit wurde auf den Punkt gebracht, dass ein Schottland unter der F\u00fchrung der \u201eScottish National Party\u201c die \u201eArmut nicht beseitigen und den Menschen aus der Arbeiterklasse keine Zukunft bieten wird. Wir wollen ein unabh\u00e4ngiges sozialistisches Schottland, das mit einem sozialistischen England, Wales und Irland in Verbindung steht\u201c. Die gr\u00f6\u00dfte Wahlbeteiligung seit Einf\u00fchrung des allgemeinen Wahlrechts ist ein Beleg daf\u00fcr, dass die ArbeiterInnen \u201enicht politikverdrossen sind, sie sind verdrossen von den Politikern\u201c.<\/p>\n<p>Auch wenn die Mehrheit am Ende mit \u201enein\u201c stimmte, was auf eine beispiellose Angst-Kampagne durch die konzernfreundlichen Parteien zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, haben in Wirklichkeit \u201edie Verlierer gewonnen und die Gewinner verloren\u201c. Das Wegbrechen der Unterst\u00fctzung f\u00fcr die \u201eLabour Party\u201c zeigt, wie n\u00f6tig eine neue Massenpartei der ArbeiterInnen ist. Die \u201eSocialist Party Scotland\u201c setzt sich f\u00fcr den Aufbau der \u201eScottish Trade Unionist and Socialist Coalition\u201c (dt.: \u201eSchottisches gewerkschaftliches und sozialistisches B\u00fcndnis\u201c) ein.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Sprecher war Mark Serwotka, der vor kurzem als Generalsekret\u00e4r der Gewerkschaft PCS (Staatsbedienstete) wiedergew\u00e4hlt worden ist. Seine Gewerkschaft steht an vorderster Front des Widerstands gegen die Angriffe der Regierung auf den \u00f6ffentlichen Dienst. 87.000 Arbeitspl\u00e4tze sind in den vergangenen vier Jahren im Staatsdienst gestrichen worden.<\/p>\n<p>Die Regierung versucht nun, die \u201eGewerkschaft kaputt zu machen\u201c, indem sie das Abrechnungssystem abschaffen will, mit dem die Gewerkschaftsbeitr\u00e4ge direkt von den L\u00f6hnen abgezogen werden. Davon w\u00e4ren 97 Prozent der gewerkschaftlichen Eink\u00fcnfte betroffen. Er warnte: \u201eDie n\u00e4chste Regierung, wer immer ihr auch angeh\u00f6ren wird, wird sich erneut der Austerit\u00e4t, Privatisierung und Ausgabenk\u00fcrzung verschreiben. Die Gewerkschaften m\u00fcssen sich der Herausforderung stellen. Die PCS hat s\u00e4mtliche koordinierten Streikaktionen unterst\u00fctzt, zu denen es bis dato gekommen ist. Ich rufe die Vorsitzenden aller Gewerkschaften auf: Lasst uns gemeinsam streiken, weil es dringend ist!\u201c. Er wies auch auf die Notwendigkeit hin, \u201eeine alternative politische Kraft aufzubauen, die die Glaubw\u00fcrdigkeit besitzt, um bei Wahlen antreten zu k\u00f6nnen\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/2014-11-11Grafik5396738986151981592.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-29544\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/2014-11-11Grafik5396738986151981592-259x173.jpg\" alt=\"Ruth Coppinger\" width=\"259\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/2014-11-11Grafik5396738986151981592-259x173.jpg 259w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/2014-11-11Grafik5396738986151981592.jpg 425w\" sizes=\"(max-width: 259px) 100vw, 259px\" \/><\/a>Ruth Coppinger, eine der drei Parlamentsabgeordneten der \u201eSocialist Party\u201c in Irland, sprach mit gro\u00dfer Hingabe. Als Schwesterorganisation der \u201eSocialist Party\u201c in England und Wales hat die \u201eSocialist Party\u201c in Irland eine f\u00fchrende Rolle in der breiten Bewegung gespielt, die sich derzeit gegen die Wasser-Abgabe abzeichnet. So berichtete Ruth: \u201eVor einer Woche nahmen 200.000 Menschen an 100 lokalen Protestaktionen in ganz Irland teil. Vor vier Wochen beteiligten sich in Dublin 100.000 Menschen ein einer Demonstration gegen die Wasser-Abgabe. Verglichen mit der Bev\u00f6lkerungssituation w\u00e4re das, als w\u00fcrden in London 800.000 Menschen auf die Stra\u00dfe gehen. Dass ist der Aufstand der Massen von unten\u201c.<\/p>\n<p>Die \u201eSocialist Party\u201c in Irland steht an der Spitze einer Massen-Kampagne, die sich daf\u00fcr einsetzt, dass die Menschen die Zahlung der Wasser-Abgabe verweigern. Dabei geht es nicht allein um diese Geb\u00fchr. Vorangegangen waren Jahre der Austerit\u00e4t, die von der \u201eTroika\u201c aus EU, \u201eEurop\u00e4ischer Zentralbank\u201c und dem \u201eInternationalen W\u00e4hrungsfonds\u201c implementiert wurde. Ironischer Weise hat die \u201ePrahlerei der etablierten Parteien\u201c, wonach es zu einer \u201eWiederbelebung\u201c gekommen sei, dazu beigetragen, dass sich die Stimmung ge\u00e4ndert hat. \u201eDie Leute sagen: Wenn es eine Erholung geben soll, weshalb kommt es dann zu weiteren Austerit\u00e4tsma\u00dfnahmen? Wo bleibt unsere Erholungsphase? Es geht aber auch um den Verrat der Labour Party, die versprochen hatte in die Regierung zu gehen, um sich f\u00fcr uns einzusetzen\u201c.<\/p>\n<p>Die \u201eSocialist Party\u201c in Irland war an der Gr\u00fcndung der \u201eAnti Austerity Alliance\u201c (AAA) beteiligt, die in Verbindung mit anderen AktivistInnen steht und im Mai 14 Sitze in Stadtr\u00e4ten gewonnen hat. Paul Murphy, Mitglied der \u201eSocialist Party\u201c, ist auf der Liste der AAA ins irische Parlament gew\u00e4hlt worden. Das Ergebnis dieser Wahl wurde an dem Tag bekanntgegeben, an dem in Dublin die o.g. Massendemonstration stattgefunden hat. Es wird eine politische Alternative zur Austerit\u00e4t aufgebaut.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/2014-11-11Grafik5244419344877826658.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-29545\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/2014-11-11Grafik5244419344877826658-259x173.jpg\" alt=\"Peter Taaffe\" width=\"259\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/2014-11-11Grafik5244419344877826658-259x173.jpg 259w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/2014-11-11Grafik5244419344877826658.jpg 425w\" sizes=\"(max-width: 259px) 100vw, 259px\" \/><\/a>Peter Taaffe, Generalsekret\u00e4r der \u201eSocialist Party\u201c, lenkte die Aufmerksamkeit der Veranstaltung dann auf die Rolle, die die \u201eMilitant\u201c-Gruppe, die Vorg\u00e4ngerorganisation der \u201eSocialist Party\u201c, die vor 50 Jahren gegr\u00fcndet worden ist, gespielt hat. Er erkl\u00e4rte auch, welche Rolle die \u201eSocialist Party\u201c und das \u201eCommittee for a Workers\u2019 International\u201c (CWI), dem die \u201eSocialist Party\u201c angeh\u00f6rt, gespielt haben. Er zitierte aus der Rede, die Margaret Thatcher f\u00fcr den Parteitag der britischen Konservativen im Jahr 1984 in Brighton geschrieben, diese aber nicht gehalten hatte, weil es in der Stadt zu einem Terroranschlag gekommen war. Darin identifizierte sie die \u201eMilitant Tendency\u201c neben dem damaligen Vorsitzenden der Bergleute, Arthur Scargill, als den \u201einneren Feind\u201c.<\/p>\n<p>Wir haben sie jedoch besiegt \u201emit der m\u00e4chtigen Bewegung derer, die sich weigerten, die Kopf-Steuer zu bezahlen\u201c, was nach \u201edemselben Muster ablief, wie es unsere GenossInnen heute in Irland gegen die Wasser-Abgabe anwenden\u201c.<\/p>\n<p>Wir haben es auch in dem umfangreichen Kampf der 1980er Jahre der Stadtr\u00e4tInnen von Liverpool mit ihr aufgenommen, von denen einige heute hier sind. \u201eWir sind stolz auf die Leistungen, die in diesen K\u00e4mpfen erbracht wurden\u201c, sagte Peter.<\/p>\n<p>Einige werfen der \u201eSocialist Party\u201c wegen des Kampfes in Liverpool vor, sie sei \u201ereformistisch\u201c. Derselbe Vorwurf wird heute gegen\u00fcber unseren GenossInnen von \u201eSocialist Alternative\u201c in den USA laut, weil sie in Seattle die Kampagne f\u00fcr einen Mindestlohn von 15 Dollar angef\u00fchrt haben. Peter entgegnete darauf: \u201eJa, wir bekennen uns schuldig, Reformen f\u00fcr die Arbeiterklasse gewonnen zu haben! Die Kampagne 15 Now ist ein Paradebeispiel f\u00fcr die USA und die ganze Welt\u201c.<\/p>\n<p>Im Kampf gegen die Kopf-Steuer haben wir es mit der herrschenden Klasse aufgenommen: \u201e\u00dcber 100 GenossInnen sind inhaftiert worden, 34 von ihnen SympathisantInnen von Militant\u201c. Diese Bewegungen \u201ezeigen, was erreichbar ist, wenn es eine entschlossene F\u00fchrung gibt\u201c. In bestimmten Phasen der Geschichte ist es m\u00f6glich, Reformen zu erringen. In einer Phase der kapitalistischen Krise ist dies jedoch nicht m\u00f6glich \u2013 es sei denn, wir sind bereit, das System zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Um zu zeigen, wie stark die Lebensstandards der ArbeiterInnen betroffen sind, erkl\u00e4rte Peter: \u201eWenn die L\u00f6hne im selben Ma\u00dfe gestiegen w\u00e4ren, wie die Bez\u00fcge der Konzernchefs, dann w\u00e4ren wir jetzt bei 19 brit. Pfund Stundenlohn. Was f\u00fcr ein Schlag ins Gesicht der rechtslastigen Gewerkschaftsvorsitzenden!\u201c<\/p>\n<p>\u201eWarren Buffet, zweitreichster Mann der Welt, hat gesagt, es herrsche Klassenkampf und die herrschende Klasse gewinne! Ungleichheit wird mit jeder Faser der kapitalistischen Gesellschaft erzeugt\u201c. Die traditionelle Rolle der Kapitalisten bestand darin, ihre Profite in neue Investitionen zu stecken. Stattdessen \u201ehaben sich allein in den USA f\u00fcnf Billionen US-Dollar an Kapital angeh\u00e4uft. Das ist ein Drittel des Volkseinkommens der USA\u201c.<\/p>\n<p>Einige Kapitalisten sind wegen der allgemein niedrigen L\u00f6hne besorgt. Die \u201eDeutsche Bundesbank\u201c hat die Gewerkschaften sogar dazu aufgerufen, f\u00fcr h\u00f6here L\u00f6hne zu k\u00e4mpfen! Dies zeigt, in welcher Sackgasse sich der Kapitalismus befindet. Doch die Kapitalisten insgesamt wollen, dass die Austerit\u00e4tsprogramme fortgesetzt werden.<\/p>\n<p>Die Arbeiterklasse hat keine Massenpartei mit der sie sich wehren k\u00f6nnte. Peter beschrieb die Krise in der \u201eLabour Party\u201c, die auf die Austerit\u00e4tspolitik zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Die Stimmung in Schottland ist eine \u201eKatastrophe f\u00fcr die Labour Party\u201c, weil sie sich doch so sehr f\u00fcr ein \u201eNein\u201c beim Unabh\u00e4ngigkeitsreferendum eingesetzt hat. Stattdessen kam es aber zum \u201eAufstand der Arbeiterklasse\u201c gegen die Austerit\u00e4t.<\/p>\n<p>Dabei handelt es sich nicht nur um eine Krise in Schottland. Der Vorsitzende der Gewerkschaft \u201eUnite\u201c, Len McCluskey, warnte, dass es Zeit f\u00fcr eine Alternative w\u00e4re, f\u00fcr eine neue Arbeiterpartei \u2013 sollte \u201eLabour\u201c nach den n\u00e4chsten Wahlen weitermachen wie die \u201eTories\u201c. \u201eAn seine Adresse gerichtet sagen wir aber: Das ist zu sp\u00e4t!. Die ArbeiterInnen suchen jetzt nach einer Alternative. Seht euch Spanien an: Podemos, vor ein paar Monaten erst gegr\u00fcndet, steht in den Umfragen jetzt ganz vorne\u201c.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund verfolgt die \u201eTrade Unionist and Socialist Coalition\u201c (TUSC; dt.: \u201eGewerkschaftliches und sozialistisches Wahlb\u00fcndnis\u201c) das Ziel, mit 1.000 KandidatInnen bei den Stadtrats- und weiteren 100 KandidatInnen bei den Parlamentswahlen im Mai n\u00e4chsten Jahres anzutreten. Das ist ein mutiger Schritt, der aber getan werden muss.<\/p>\n<p>Peter fasste zusammen: \u201eDer Kapitalismus hat seine besten Tage hinter sich. Er kann die Produktionsmittel nicht mehr weiterentwickeln\u201c. Es ist unsere Aufgabe, daf\u00fcr zu k\u00e4mpfen, dass er abgeschafft wird. \u201eDiese Generation hat Gl\u00fcck, weil sie am Kampf teilnehmen kann, der die Welt ver\u00e4ndern wird\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/2014-11-11Grafik7936248421573741824.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-29546\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/2014-11-11Grafik7936248421573741824-269x173.jpg\" alt=\"2014-11-11Grafik7936248421573741824\" width=\"269\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/2014-11-11Grafik7936248421573741824-269x173.jpg 269w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/2014-11-11Grafik7936248421573741824.jpg 425w\" sizes=\"(max-width: 269px) 100vw, 269px\" \/><\/a>Nach dem Spendenappell von Dave Reid, dem Sekret\u00e4r der \u201eSocialist Party Wales\u201c, bei dem fantastische 22.000 brit. Pfund zusammenkamen, stand der H\u00f6hepunkt des Abends bevor. Es war die Rede von Kshama Sawant, die mit beinahe 100.000 Stimmen als Kandidatin von \u201eSocialist Alternative\u201c (SA) in den Stadtrat von Seattle gew\u00e4hlt worden ist. Sie spielte eine wesentliche Rolle bei dem Erfolg, dass der Stadtrat f\u00fcr die Annahme des Mindestlohns von 15 Dollar die Stunde in der Stadt gestimmt hat. Damit werden 100.000 ArbeiterInnen aus der Armut geholt und drei Milliarden Dollar von den Chefetagen zu den Besch\u00e4ftigten des Niedriglohnsektors transferiert. Sie bekam standing ovations \u2013 sowohl vor als auch nach ihrer Rede. Nachdem sie die Gr\u00fc\u00dfe ihrer Partei, der SA, \u00fcberbrachte, sagte Kshama: \u201eViele haben Seattle als \u201eseltsame Stadt\u201c beschrieben, in der eine Sozialistin gew\u00e4hlt worden und in der der h\u00f6chste Mindestlohn des Landes erk\u00e4mpft worden ist, der doppelt so hoch ist wie der gesetzliche Mindestlohn. Das hat aber wesentlich mehr mit dem Aufwachen der US-amerikanischen ArbeiterInnen zu tun. Es ist die Suche nach einer M\u00f6glichkeit, mit der man Widerstand leisten kann. Der Kapitalismus wird stark in Zweifel gezogen, und es ist eine neue Offenheit gegen\u00fcber sozialistischen Ideen zu verzeichnen\u201c.<\/p>\n<p>Kshama erkl\u00e4rte, wie SA eine Reihe von Themen aufgegriffen hat. Dazu z\u00e4hlt die Unterst\u00fctzung im Kampf gegen Mietpreissteigerungen f\u00fcr Menschen mit geringem Einkommen, die Zusammenarbeit mit Gewerkschaften, die f\u00fcr angemessene L\u00f6hne k\u00e4mpfen sowie der Kampf gegen Diskriminierung, wovon die Angeh\u00f6rigen der Minderheiten betroffen sind. Ihre Arbeit war erfolgreich und hat dazu gef\u00fchrt, dass der \u201eColumbus-Tag\u201c, an dem einem Kolonialherrn gedacht wurde, zum \u201eIndigenous Peoples\u2019 day\u201c (dt.: \u201eTag der indigenen Bev\u00f6lkerung\u201c) umbenannt wurde, an dem der Kultur der UreinwohnerInnen gedacht und Diskriminierung angeprangert wird.<\/p>\n<p>SA hat gezeigt, welchen Unterschied es macht, wenn man eine Sozialistin als politische Vertretung hat. Die Stadtverwaltung zahlt jedem Stadtrat und jeder Stadtr\u00e4tin j\u00e4hrlich 117.000 Dollar. Kshama nimmt davon nur 40.000 Dollar an, was einem durchschnittlichen Arbeitnehmereinkommen entspricht, und spendet den Rest an einen Solidarit\u00e4tsfonds, mit dem die sozialen K\u00e4mpfe von ArbeiterInnen unterst\u00fctzt wird.<\/p>\n<p>Die SA erh\u00e4lt immer mehr Unterst\u00fctzung, und Kshama hat eine Zustimmungsrate von 60 Prozent in ihrem Wahlbezirk. Das ist mehr als bei allen anderen Stadtratsmitgliedern.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Kongresswahlen deuten weniger auf einen Rechtsruck hin, als dass sie viel mehr auf das Versagen der \u201eDemokraten\u201c hindeuten, die es nicht vermocht haben, den Hoffnungen zu entsprechen, die die Menschen in die Wahl Obamas gesetzt haben. Die niedrige Wahlbeteiligung ist daf\u00fcr ein Beleg. \u201eSogar zwei Drittel derer, die gew\u00e4hlt haben, gehen nicht davon aus, dass es damit zu Ver\u00e4nderungen kommt!\u201c.<\/p>\n<p>In Gegenden, die die \u201eDemokraten\u201c verloren haben, wurden dennoch progressive Referenden angenommen; unter anderem \u00fcber die Anhebung des Mindestlohns in vier Bundesstaaten. Das Bewusstsein \u00e4ndert sich aufgrund des Bankrotts der kapitalistischen Politiker. \u201eDie Arbeiterklasse in den USA ist deshalb weniger niedergeschlagen, weil sie nicht unter dem Verrat der Sozialdemokraten zu leiden hat, wie beispielsweise in Gro\u00dfbritannien mit der Labour-Partei der Fall\u201c. Deshalb gibt es jetzt ein so gro\u00dfes Potential f\u00fcr sozialistische Ideen.<\/p>\n<p>Ganz unabh\u00e4ngig von ihrer zahlenm\u00e4\u00dfigen Gr\u00f6\u00dfe ist Socialist Alternative in der Lage, soziale K\u00e4mpfe anzuf\u00fchren, weil sie eine klare politische Analyse betreibt und Vertrauen in die Arbeiterklasse hat. Der Streik der Besch\u00e4ftigten in der fast food-Branche fing 2012 an und zeigte, welche Stimmung herrscht. Die \u201e15 now\u201c-Kampagne hat sich auf 20 St\u00e4dte ausgeweitet.<\/p>\n<p>\u201eWir unternehmen nun die ersten Schritte in Richtung einer neuen Massenpartei der ArbeiterInnen in den USA. Der Kapitalismus ist dabei, sich selbst auszuh\u00f6hlen. Alle seine Institutionen werden von gro\u00dfen Teilen der Bev\u00f6lkerung als marode wahrgenommen. Einer j\u00fcngsten Umfrage zufolge ist der US-Kongress unbeliebter als Kopfl\u00e4use und Kakerlaken!\u201c.<\/p>\n<p>Das explosive Potential einer neuen Generation zeigt sich an den Aufst\u00e4nden in Ferguson, Missouri, nach dem Tod eines jungen Dunkelh\u00e4utigen durch rassistische Polizeikr\u00e4fte.<\/p>\n<p>Auch das Thema Klimawandel wird kritisch gesehen. So nahm Kshama neben Naomi Klein und anderen an einer Gro\u00dfveranstaltung in New York teil, die nach einer Demonstration gegen Umweltzerst\u00f6rung stattfand, an der 100.000 Menschen teilnahmen.<\/p>\n<p>Kshama schloss die Veranstaltung mit dem Aufruf: \u201eLasst uns eine m\u00e4chtige Kraft aufbauen, die \u2013 wie wir wissen \u2013 so dringend n\u00f6tig ist. Der Grund daf\u00fcr ist: Wir haben eine Welt zu gewinnen!\u201c.<\/p>\n<p>Das war eine der besten Veranstaltungen, die es bei den \u201eSozialismus-Tagen\u201c der \u201eSocialist Party\u201c in Gro\u00dfbritannien je gegeben hat. Das Publikum wurde angeregt und wir haben Zuversicht bekommen, rauszugehen und sozialistische Ideen zu verbreiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eSozialismus-Tage 2014\u201c &#8211; die Zuversicht war ansteckend!<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":29543,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[102],"tags":[262],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29542"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=29542"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29542\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/29543"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=29542"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=29542"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=29542"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}