{"id":29252,"date":"2014-11-03T13:23:34","date_gmt":"2014-11-03T12:23:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sozialismus.info\/?p=29252"},"modified":"2014-11-03T13:23:34","modified_gmt":"2014-11-03T12:23:34","slug":"mindestlohn-kampagne-in-den-usa-der-druck-steigt-kontinuierlich-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2014\/11\/mindestlohn-kampagne-in-den-usa-der-druck-steigt-kontinuierlich-an\/","title":{"rendered":"Mindestlohn-Kampagne in den USA: Der Druck steigt kontinuierlich an"},"content":{"rendered":"<p><b><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/996031_672591842751569_1575549769_n-e1381739213522.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-28309\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/996031_672591842751569_1575549769_n-e1381739213522-280x173.jpg\" alt=\"USA\" width=\"280\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/996031_672591842751569_1575549769_n-e1381739213522-280x173.jpg 280w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/996031_672591842751569_1575549769_n-e1381739213522-162x100.jpg 162w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/996031_672591842751569_1575549769_n-e1381739213522-560x347.jpg 560w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/996031_672591842751569_1575549769_n-e1381739213522-534x330.jpg 534w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/996031_672591842751569_1575549769_n-e1381739213522.jpg 952w\" sizes=\"(max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/a>Die Bewegung \u201e15 Now\u201c hat mittlerweile Gruppen in 20 US-St\u00e4dten<\/b><\/p>\n<p>Zusammen mit den Streiks der Besch\u00e4ftigten der fast-food-Branche und weiteren AktivistInnen, die f\u00fcr 15 Dollar die Stunde eintreten, steht die Initiative \u201e15 Now\u201c davor, zu einer nennenswerten Bewegung im Kampf gegen ungerechte Bezahlung in den USA zu werden.<\/p>\n<p><i>von Ty Moore, bundesweiter Koordinator der Bewegung \u201e15 Now\u201c, die von \u201eSocialist Alternative\u201c mitgegr\u00fcndet wurde<\/i><\/p>\n<p>Der Erfolg, der in Seattle zur Einf\u00fchrung eines Mindestlohns von 15 Dollar gef\u00fchrt hat, w\u00e4re ohne \u201e15 Now\u201c nicht m\u00f6glich gewesen. Unser Triumph in Seattle hat auch bundesweit neue M\u00f6glichkeiten geschaffen und die T\u00fcr f\u00fcr eine fl\u00e4chendeckende Einf\u00fchrung eines h\u00f6heren Mindestlohns ge\u00f6ffnet. Das Selbstbewusstsein unter den Besch\u00e4ftigten nimmt ebenso zu wie die Erwartungen und die politische Einflussnahme der Bewegung. \u00dcberall sind konzernfreundliche B\u00fcrgermeister und die Stadtoberen wie verfolgt vom Gespenst, das sich \u201e$15\u201c nennt, da sie den wachsenden Druck zu sp\u00fcren bekommen, der seit Seattle stetig zunimmt.<\/p>\n<p>Diesen Sommer sind linke GewerkschafterInnen in San Francisco mit ihrem B\u00fcrgermeister zu einer \u00dcbereinkunft \u00fcber die Einf\u00fchrung eines 15-Dollar-Mindestlohns gekommen, indem sie zuvor damit gedroht haben, eine eigene Wahlumfrage zu diesem Thema zu starten, mit der am Ende ein Referendum zustande gekommen w\u00e4re. Dieselbe Taktik hatte \u201e15 Now\u201c bereits in Seattle angewendet. Nachdem dann in Chicago 21 der insgesamt 50 Ratsmitglieder erkl\u00e4rt haben, ebenfalls f\u00fcr den Mindestlohn von 15 Dollar zu sein \u2013 was Ausdruck des Drucks ist, den die ArbeiterInnen in der \u00d6ffentlichkeit erzeugt hatten \u2013 f\u00fchlte sich B\u00fcrgermeister Rahm Emanuel, der ansonsten f\u00fcr das viel zitierte obere \u201eeine Prozent der Bev\u00f6lkerung\u201c steht, dazu gen\u00f6tigt zu versuchen, die aufkeimende Bewegung aufzuspalten und versprach die Einf\u00fchrung eines Mindestlohns in H\u00f6he von 13 Dollar. Unter vergleichbarem Druck sah sich auch Gouverneur Cuomo dazu gezwungen, einen Gesetzesinitiative zu unterst\u00fctzen, die in New York City f\u00fcr einen Mindestlohn von 13 Dollar sorgen soll.<\/p>\n<p>Und schlie\u00dflich reihte sich auch noch Mayor Garcetti, der B\u00fcrgermeister von Los Angeles, in den Chor derer mit ein, die sich nun f\u00fcr 13 Dollar die Stunde stark machen, nachdem die Arbeiterbewegung und einige Stadtr\u00e4tInnen Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die Einf\u00fchrung eines Mindestlohns von 15 Dollar eingereicht haben. In einem Artikel vom 29. August hei\u00dft es dazu im \u201eTime\u201c-Magazin, dass der Ruf nach 13 Dollar in der drittgr\u00f6\u00dften Stadt des Landes \u201eder schon zum Symbol gewordenen Forderung nach 15 Dollar [nicht gerecht wurde], die \u00fcberall im Land von den Besch\u00e4ftigten im Niedriglohn-Sektor ausgegangen ist [\u2026] Wer h\u00e4tte sich an jenem kalten Novembertag vor zwei Jahren (als die Streikenden in der fast-food-Branche zum ersten Mal die 15-Dollar-Forderung aufbrachten) getraut vorzustellen, dass der Vorschlag, den Mindestlohn in der zweitgr\u00f6\u00dften Stadt Amerikas heute auf \u00fcber 13 Dollar anzuheben, nicht nur ernstgemeint ist sondern von einigen gar als zu moderat bezeichnet wird? Dabei w\u00fcrde das \u00fcber die kommenden drei Jahre zur Verdopplung der L\u00f6hne f\u00fchren!\u201c<\/p>\n<p>Von Pittsburgh bis Tampa Bay, von Madison bis Tucson gehen die Ortsgruppen von \u201e15 Now\u201c mit aller Kraft daran, an der Wut und dem steigenden Selbstbewusstsein der ArbeiterInnen anzukn\u00fcpfen, um daraus eine Kraft zu entwickeln, die sich f\u00fcr den politischen Wandel einsetzt. Dieser Kampf nimmt in den einzelnen Orten ganz unterschiedliche Z\u00fcge an.<\/p>\n<p>So setzen sich die lokalen Gruppen von \u201e15 Now\u201c in Oregon wie viele andere im Land daf\u00fcr ein, dass die \u201eh\u00f6herrangigen\u201c Gesetze in dem Bundesland \u00fcberwunden werden, mit denen die Regierung es den St\u00e4dten abspricht, autonom \u00fcber die bei ihnen geltenden Mindestlohnbestimmungen zu entscheiden. Dabei haben es die \u201e15 Now\u201c-Gruppen in Oregon geschafft, wichtige Unterst\u00fctzung von Seiten der Gewerkschaften f\u00fcr ihre Kampagne zu bekommen. Dazu geh\u00f6rt auch eine entsprechende Resolution, die von der 55.000 Mitglieder starken SEIU 503 (\u00f6ffentlicher Dienst) auf ihrem Landesgewerkschaftstag beschlossen wurde.<\/p>\n<p>In Philadelphia hat \u201e15 Now\u201c in Wohnvierteln drei Aktionsgruppen gegr\u00fcndet und f\u00fchrt dort eine Kampagne zusammen mit den Besch\u00e4ftigten des Studentenwerks und den Studierenden selbst. Ihr Ziel ist es, die Hochschulen \u201eTemple\u201c und \u201eUPenn\u201c dazu zu bringen sicherzustellen, dass alle Besch\u00e4ftigten einen Mindestlohn bekommen. Unterdessen hat es \u201e15 Now\u201c in Roxbury, einem Stadtteil von Boston, geschafft, so viele Unterschriften zu sammeln, dass es dort im November zu einem Referendum \u00fcber die 15-Dollar-Forderung kommen wird. In Minneapolis hat der Druck, den \u201e15 Now\u201c aufgebaut hat, mehrere Stadtr\u00e4tInnen dazu gebracht, sich f\u00fcr die Anhebung des Mindestlohns auszusprechen. 1.000 ArbeiterInnen, die dort am Flughafen Minneapolis-St. Paul Airport (MSP) besch\u00e4ftigt sind, haben unsere Petition f\u00fcr einen 15-Dollar-Mindestlohn unterschrieben.<\/p>\n<p>Genau wie die Forderung nach einem 8-Stunden-Tag, die die Arbeiterbewegung in den USA inspirierte, als sie noch in ihren Kinderschuhen steckte, kommt der Kampf f\u00fcr einen 15-Dollar-Mindestlohn wie ein Aufschrei der heutigen Generation schlecht bezahlter Besch\u00e4ftigter daher. In diesem breit angelegten Kampf ist es die Bewegung \u201e15 Now\u201c, die als einzige bundesweit agiert, dabei offen f\u00fcr alle Besch\u00e4ftigten und demokratisch aufgebaut ist. Als Sozialist wei\u00df ich, dass wir nur durch den Aufbau einer Massenbewegung in der Lage sind, die Konzernmacht und ihre Politiker zur\u00fcckzudr\u00e4ngen. Deshalb fordere ich Euch dazu auf: <a href=\"http:\/\/15now.org\/\" target=\"_blank\">Werde Mitglied bei &#8222;15 Now<\/a>\u201c und lasst uns dieses ungerechte, von den Konzernen kontrollierte System gemeinsam auf den Kopf stellen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bewegung \u201e15 NOW!\u201c hat mittlerweile Gruppen in 20 US-St\u00e4dten<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":28309,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[42],"tags":[300],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29252"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=29252"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29252\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/28309"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=29252"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=29252"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=29252"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}