{"id":25714,"date":"2013-09-04T12:00:37","date_gmt":"2013-09-04T10:00:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sozialismus.info\/?p=25714"},"modified":"2013-09-04T17:49:43","modified_gmt":"2013-09-04T15:49:43","slug":"naziaufmarsch-am-31-8-vier-mal-blockiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2013\/09\/naziaufmarsch-am-31-8-vier-mal-blockiert\/","title":{"rendered":"Naziaufmarsch am 31.8. vier Mal blockiert"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/header_2012c-e1366716336572.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-24536\" alt=\"Dortmund stellt sich quer\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/header_2012c-e1366716336572-280x173.jpg\" width=\"280\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/header_2012c-e1366716336572-280x173.jpg 280w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/header_2012c-e1366716336572-162x100.jpg 162w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/header_2012c-e1366716336572.jpg 399w\" sizes=\"(max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/a>Dokumentiert: <a title=\"DSSQ\" href=\"http:\/\/dortmundquer.blogsport.de\/2013\/09\/01\/naziaufmarsch-vier-mal-blockiert\/\">Bericht von Dortmund stellt sich quer<\/a><\/p>\n<p><strong>Nazis konnten am 31. August 2013 dank Polizeigewalt Aufmarsch durchf\u00fchren, wurden aber massiv gest\u00f6rt.<\/strong><\/p>\n<p>Bis zu 350 Neofaschisten beteiligten sich an dem Aufmarsch in Dortmund, zu dem die Neonazipartei \u201eDie Rechte\u201c und sogenannte \u201efreie Kameradschaften\u201c aufgerufen hatten. Mehr als eintausend GegendemonstrantInnen waren an diesem Tag auf der Stra\u00dfe und stellten sich teilweise erfolgreich den Nazis in den Weg. \u201eIn den letzten Jahren kamen zu den Aufm\u00e4rschen am \u201anationalen Antikriegstag\u2018 bis zu 1000 Nazis. Dieses Jahr nahmen mit 350 deutlich weniger teil. Dennoch ist jeder Nazi einer zu viel\u201c, so Iris Bernert-Leushacke, eine Sprecherin des B\u00fcndnisses \u201eDortmund stellt sich quer\u201c.<\/p>\n<p>An der Auftaktkundgebung von \u201eDortmund stellt sich quer\u201c am Mahnmal f\u00fcr die von den Nationalsozialisten ermordeten Sinti und Roma nahmen ca. 250 Menschen teil. Manfred Str\u00e4ter, Sekret\u00e4r der Gewerkschaft NGG, betonte den Zusammenhang zwischen Rassismus und Sozialabbau und berichtete von dem Beispiel eines von K\u00fcndigung bedrohten Betriebsratsmitglieds bei Burger King. Ulla Jelpke, Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke, und ein Vertreter von YEK-KOM sprachen \u00fcber die Frage von Krieg und Frieden und die drohende Milit\u00e4rintervention gegen Syrien.<\/p>\n<p>Bernert-Leushacke weiter: \u201eSeit jeher versuchen Faschisten, den gemeinsamen Widerstand von Besch\u00e4ftigten, Erwerbslosen und Jugendlichen verschiedener Herkunft und Hautfarbe gegen Sozialabbau, Arbeitsplatzvernichtung und Krieg zu verhindern. Umso wichtiger, dass wir uns den braunen Umtrieben gemeinsam entgegenstellen.\u201c<\/p>\n<p>Ein Teil der Demonstrierenden wollte sich der Kundgebung des DGB und des \u201eArbeitskreises gegen Rechtsextremismus\u201c anschlie\u00dfen, der sich gegen\u00fcber der Auftaktkundgebung des Nazi-Aufmarsches positioniert hatte. Nachdem die DGB-Leitung diesem zugestimmt hatte, wurden die neuen Teilnehmenden mit den Rufen \u201eA-A-Antikapitalista\u201c von schon in der Demo befindlichen Teilnehmenden begr\u00fc\u00dft. Der DGB zog es dann vor, die Teilnehmenden doch nicht zu ihrer Demo zuzulassen. Die Dortmunder Polizei und die Dortmunder Presse hatte alle Demonstrierenden, die nicht dem DGB oder \u201eArbeitskreis\u201c zuzuordnen sind, schlicht als \u201eLinksextremisten\u201c vorab markiert. Dortmunder Spezialit\u00e4ten \u2013 ein gemeinsames, friedliches Protestieren gegen Nazis k\u00f6nnte so einfach sein\u2026.<\/p>\n<p>Vier Blockaden fanden entlang der Route des Naziaufmarsches statt. Den Anfang machte das B\u00fcndnis \u201eDortmund nazifrei\u201c mit einer Blockade auf der Fl\u00e4che der Nazi-Auftaktkundgebung. DSSQ blockierte den Defdahl-Tunnel und konnte somit die Nazis zum Stehenbleiben zwingen. Die Polizei l\u00f6ste diese friedliche Blockade gewaltsam auf und erm\u00f6glichte den Faschisten nach einer anderthalbst\u00fcndigen Unterbrechung die Fortsetzung ihres Aufmarsches. Nahe des Tunnels gab es kurz danach noch eine Versammlung von \u201eDortmund stellt sich quer\u201c, die ebenfalls das Fortkommen des Naziaufmarschs verz\u00f6gerte.<\/p>\n<p>Kurz vor Ende des Naziaufmarsches, an der Ecke Ernst-Mehlich-Str.\/M\u00e4rkische Str. gab es eine weitere Demonstration von DortmundQuer mit ca. 200 Teilnehmenden. In direkter H\u00f6r- und Sichtweise des Aufmarsches gellte ein ohrenbet\u00e4ubender L\u00e4rm den Nazis entgegen. Aus dem Nazi-Aufmarsch wurde ein selbstgebauter Sprengk\u00f6rper in die friedliche Demonstration der Antifaschisten geworfen \u2013 drei Teilnehmende erlitten dadurch Gesichtsverletzungen und Knalltraumata und mussten \u00e4rztlich versorgt werden.<\/p>\n<p>Dazu Sebastian F\u00f6rster vom B\u00fcndnis DortmundQuer: \u201eDies zeigt einmal mehr die Gefahr, die von den Nazis f\u00fcr linke AktivistInnen und und MigrantInnen ausgeht. Unser Widerstand gegen faschistische Aktivit\u00e4ten ist notwendig und gerechtfertigt. Unser Konzept, Naziaufm\u00e4rsche gewaltfrei und entschlossen zu blockieren, ging auf. Die Nazis konnten letzten Endes nur deshalb laufen, weil die Polizei sich entschieden hatte, den Aufmarsch mit allen Mitteln durchzusetzen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDortmund stellt sich quer\u201c wird auch in Zukunft zu Blockaden von Naziaktivit\u00e4ten aufrufen.<\/p>\n<p>Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nazis konnten am 31. 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