{"id":25618,"date":"2013-08-20T17:00:52","date_gmt":"2013-08-20T15:00:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sozialismus.info\/?p=25618"},"modified":"2013-09-11T11:45:29","modified_gmt":"2013-09-11T09:45:29","slug":"suedafrika-gruendung-des-wasp-landesverbands-in-limpopo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2013\/08\/suedafrika-gruendung-des-wasp-landesverbands-in-limpopo\/","title":{"rendered":"S\u00fcdafrika: Gr\u00fcndung des WASP-Landesverbands in Limpopo"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Limpopo1.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-25619\" alt=\"Limpopo1\" src=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Limpopo1-e1376687211769-280x173.jpg\" width=\"280\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Limpopo1-e1376687211769-280x173.jpg 280w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Limpopo1-e1376687211769-162x100.jpg 162w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Limpopo1-e1376687211769-560x345.jpg 560w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Limpopo1-e1376687211769.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/a>ArbeiterInnen, EinwohnerInnen der umliegenden Wohnquartiere und GewerkschafterInnen vereinen sich im sozialen Kampf<\/strong><\/p>\n<p><em>Von Meschak Komani, zuerst ver\u00f6ffentlicht auf der Homepage der \u201e<a href=\"http:\/\/workerssocialistparty.co.za\/\">Workers&#8216; and Socialist Party<\/a>\u201c (WASP)<\/em><\/p>\n<p>Am Mittwoch, dem 3. August, bebte das Sefateng Stadium in Atok vor revolution\u00e4ren Ges\u00e4ngen. Mehr als 700 Menschen waren gekommen, um den Landesverband der \u201eWorkers&#8216; and Socialist Party\u201c in der nord-\u00f6stlichen Provinz Limpopo zu gr\u00fcnden. Die Bergleute von Bukoni und Steelport sangen gemeinsam mit den jungen Leuten und den lokalen AktivistInnen aus verschiedenen Ortschaften: \u201eLimpopo, wenn wir vereint sind, sind wir imstande Wunder zu vollbringen\u201c.<\/p>\n<p>Die BergarbeiterInnen der Mine des schweizerischen Konzerns (Erg\u00e4nzung der \u00dcbersetzung) \u201eXstrata\u201c in Steelport kamen als erste in Atok an. Sie befinden sich seit Monaten wegen des dort herrschenden Rassismus im Streik. Das Unternehmen hat sie alle entlassen. Seitdem k\u00e4mpfen sie f\u00fcr ihre Wiedereinstellung.<\/p>\n<p>Erfahren in der Mobilisierung f\u00fcr ihren Kampf tanzten sie durch den ganzen Ort rund um das Stadion den s\u00fcdafrikanischen Befreiungstanz \u201etoyi-toyi\u201c und schwenkten die Fahnen der WASP. Sie hatten nat\u00fcrlich auch die Plakate mit ihren Forderungen mit dabei. Es waren auch Delegationen von der Goldmine in Carletonville sowie aus anderen Orten anwesend. Die lange Reihe an RednerInnen nahm in der Mitte des Stadions Platz, und eine Lautsprecheranlage sorgte f\u00fcr die Beschallung der Menschenmasse.<\/p>\n<p>Weizmann Hamilton, Generalsekret\u00e4r des <a href=\"http:\/\/www.socialistsouthafrica.co.za\/\">Democratic Socialist Movement<\/a> (Schwesterorganisation der SAV und Sektion des CWI in S\u00fcdafrika; Erg. d. \u00dcbers.) und Mitglied des Interimsvorstands der WASP, redete als erster: \u201eDie WASP ist gegr\u00fcndet worden, um die K\u00e4mpfe der Arbeiterklasse miteinander zu vereinen\u201c. Die RednerInnen begr\u00fc\u00dften die anwesenden Bergleute beider Gewerkschaften, der GIWUSA und der AMCU, und riefen zu gewerkschafts\u00fcbergreifender Solidarit\u00e4t auf. Betont wurde, dass man bei allen wichtigen Auseinandersetzungen und dar\u00fcber hinaus f\u00fcr die Einheit der ArbeiterInnen eintreten muss. Das gilt f\u00fcr die Proteste im Bereich der Dienstleistungsbranche, die K\u00e4mpfe der Studierenden und Sch\u00fclerInnen gegen den Ausschluss aufgrund mangelnder finanzieller Mittel und nicht bezahlbarer Studiengeb\u00fchren aber auch f\u00fcr betriebliche Aktionen f\u00fcr bessere L\u00f6hne und Arbeitsbedingungen sowie gegen Entlassungen. Hamiltons Attacken gegen die prokapitalistische Politik der ANC-Regierung und seine Darstellung der sozialistischen Prinzipien und des Programms der WASP wurden immer wieder vom Beifall der ArbeiterInnen unterbrochen.<\/p>\n<p>Er erkl\u00e4rte wie die Minenbesitzer die diesj\u00e4hrigen Lohnverhandlungen als die wichtigsten seit 1994 (dem Ende der Apartheid; Erg. d. \u00dcbers.) einsch\u00e4tzen. Demnach w\u00fcrden sie einen Angriff auf die Arbeiterklasse vorbereiten. Sie wollen das Gleichgewicht der Kr\u00e4fte zu ihren Gunsten wieder herstellen, nachdem es in Folge des Blutbads von Marikana in der Bergbaubranche zu Aufst\u00e4nden gekommen ist. In den Bergwerken w\u00fcrden sie Massenentlassungen vorbereiten und in den Minen herrsche bereits ein niedrigschwelliger B\u00fcrgerkrieg. \u201eDie WASP ist die Antwort auf diese Attacken\u201c, so Hamilton vor den Anwesenden.<\/p>\n<h4>Wiedereinstellung der 2000 ArbeiterInnen bei \u201eXstrata\u201c<\/h4>\n<p>Der Konzern \u201eXstrata\u201c ist der erste, der mit der Entlassung von 2000 ArbeiterInnen, die in den Streik getreten sind, ein Exempel statuiert hat. Man will den Widerstand der ArbeiterInnen brechen. Deshalb steht ihr Fall ganz oben auf der Agenda der WASP, und es ist das Ziel, dass auch die Linke sowie die Gewerkschaftsbewegung sich ihrer Sache annimmt. Die WASP ruft zu einem Aktionstag und einem Generalstreik in der Provinz Limpopo auf, um die Wiedereinstellung der 2000 KollegInnen durchzusetzen und weitere 100.000 Stellen im Plating\u00fcrtel von Sekhukuni zu schaffen. Allen TeilnehmerInnen der Gr\u00fcndungsveranstaltung wurde ein entsprechendes Papier mitgegeben.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung fand dies durch den Sprecher des AMCU-Betriebsrats bei \u201eXstrata\u201c, den Genossen Mohlala, der im Namen der ArbeiterInnen bei \u201eXstrata\u201c sprach. Er warnte vor geplanten Entlassungen von 250.000 ArbeiterInnen in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren. Gegen diesen Angriff muss sich die Arbeiterklasse zusammentun. Die Gr\u00fcndungsveranstaltung f\u00fchrte auch dazu, dass er nach \u00fcber 20 Jahren den Genossen Weizmann Hamilton wieder treffen konnte, mit dem er zusammen in der \u201eMarxist Workers Tendency\u201c (deutsch.: \u201eMarxistische Arbeiter-Str\u00f6mung\u201c) im ANC gek\u00e4mpft hat. Aus der MWT ist sp\u00e4ter das DSM hervorgegangen. Mohlala bekr\u00e4ftigte noch einmal, wie sehr er sich dem Kampf f\u00fcr Sozialismus verpflichtet f\u00fchlt und hob hervor, dass sie beide in der Tradition des Marxismus stehen.<\/p>\n<p>Justice Malatji vom Arbeiterforum in Bokoni sprach f\u00fcr die Bergleute dieser Region. Er erkl\u00e4rte, weshalb die KollegInnen dort keine Wahl hatten, als sich neuen Gewerkschaften anzuschlie\u00dfen, nachdem sie von der korrupten F\u00fchrung der alten Bergarbeitergewerkschaft NUM dem Ausverkauf preisgegeben wurden. Dabei war nicht nur die Bergbaubranche bei diesem Treffen mit VertreterInnen zugegen. Liver Mngomezulu, stellvertretender Vorsitzender des \u201eNational Transport Movement\u201c, einer neuen und k\u00e4mpferischen Gewerkschaft, die sich von der Mitgliedsgewerkschaft des Dachverbands COSATU, der \u201eSA Transport and Allied Workers Union\u201c, abgespalten hat, sprach im Namen seiner Gewerkschaft. Er erkl\u00e4rte, dass es alle ArbeiterInnen n\u00f6tig haben, sich unter dem Banner einer Massenpartei der ArbeiterInnen zu vereinen. Vom Auditorium wurde er w\u00e4rmstens empfangen.<\/p>\n<p>Trevor Shaku von der \u201eSocialist Youth Movement\u201c (dt.: \u201eSozialistische Jugendbewegung\u201c) \u00fcberbrachte die Gr\u00fc\u00dfe der Jugend und erkl\u00e4rte, wie die Schaffung von mehr Arbeitspl\u00e4tzen in den Bergwerken helfen w\u00fcrde, das schleichende Problem der Jugendarbeitslosigkeit in der Region zu l\u00f6sen. Das Schlusswort zu dieser Gr\u00fcndungsveranstaltung hielt die Sprecherin des DSM, Liv Shange. Sie wies darauf hin, wie gro\u00df die Angst der Kapitalisten vor der Macht der Arbeiterklasse zur Zeit ist. Sie sorgen sich vor den K\u00e4mpfen, zu denen es erst noch kommen wird, haben aber auch Unbehagen aufgrund der bevorstehenden Wahlen. Die WASP ist aber nicht nur wegen der Wahlen gegr\u00fcndet worden, sondern um die Arbeiterklasse f\u00fcr die bevorstehenden K\u00e4mpfe und f\u00fcr den Kampf f\u00fcr eine sozialistische Gesellschaft zu vereinen. Nach ihrer Rede wiederholten die Anwesenden immer wieder den Ausspruch \u201eDie Kapitalisten zittern\u201c, und im ganzen Stadion ert\u00f6nte ein einziger Chorgesang.<\/p>\n<p>Vor allem, weil damit der Vorsto\u00df in eine neue Region gelungen ist, handelt es sich bei dieser Veranstaltung zweifellos um einen gro\u00dfen Erfolg. Bis zum Zeitpunkt der Gr\u00fcndung des Landesverbandes in Limpopo beschr\u00e4nkte sich die Pr\u00e4senz der WASP in dieser Provinz auf das Bergwerk von Bokoni, wo die Partei vom \u00f6rtlichen Arbeiterrat gegr\u00fcndet worden ist. Die starke Pr\u00e4senz der ArbeiterInnen von \u201eXstrata\u201c, die die Mehrzahl der Anwesenden stellten, war ein Beleg f\u00fcr das Wachstum und die Fortentwicklung der WASP.<\/p>\n<p>Nach dieser Veranstaltung haben ArbeiterInnen aller umliegenden Bergwerke und aus anderen Branchen in der Region Kontakt zur WASP aufgenommen. Sie wollen, dass die WASP ihnen dabei hilft, neue und k\u00e4mpferische Gewerkschaften zu gr\u00fcnden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ArbeiterInnen, EinwohnerInnen und GewerkschafterInnen im sozialen Kampf<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":25619,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[36],"tags":[319],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25618"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=25618"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25618\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/25619"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25618"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=25618"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25618"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}