{"id":25384,"date":"2013-08-21T15:19:39","date_gmt":"2013-08-21T13:19:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sozialismus.info\/?p=25384"},"modified":"2013-08-16T15:10:19","modified_gmt":"2013-08-16T13:10:19","slug":"es-geht-um-unsere-gesundheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2013\/08\/es-geht-um-unsere-gesundheit\/","title":{"rendered":"Es geht um unsere Gesundheit"},"content":{"rendered":"<p><strong>F\u00fcr mehr Personal in den Krankenh\u00e4usern!<\/strong><\/p>\n<p>Das Gesundheitssystem geht vor die Hunde. Egal ob unter Rot-Gr\u00fcn, Schwarz-Rot oder Schwarz-Gelb: Schritt f\u00fcr Schritt wurde die Patientenversorgung kaputt reformiert. Profitorientierung und Privatisierung sorgten daf\u00fcr, dass sich einige Wenige bereichern k\u00f6nnen. Zu den Gewinnern der \u201eReformen\u201c geh\u00f6ren Pharmakonzerne, Medizinger\u00e4tehersteller und Privatkliniken. Die VerliererInnen sind wir alle, die potenziell auf medizinische Versorgung angewiesen sind \u2013 und die Besch\u00e4ftigten im Gesundheitswesen.<\/p>\n<p><em>von Angelika Teweleit, Berlin<\/em><\/p>\n<p>Mit der Einf\u00fchrung der sogenannten Fallpauschalen wurde die Gesundheit endg\u00fcltig zur Ware. Anstatt sich um die bestm\u00f6gliche Versorgung aller PatientInnen zu k\u00fcmmern, wird heute bei jedem Fall nachgerechnet, ob die Kasse stimmt. PatientInnen, die lukrative Behandlungen ben\u00f6tigen, werden bevorzugt. Bei den anderen entstehen lange Wartezeiten.<\/p>\n<h4>Gesetzliche Personalbemessung<\/h4>\n<p>Um Kosten zu sparen, wurde Personal abgebaut. Laut ver.di fehlen in den Krankenh\u00e4usern bundesweit 162.000 Pflegekr\u00e4fte. Im Rahmen der Kampagne \u201eDer Druck muss raus!\u201c fordert ver.di einen \u201eDreiklang\u201c: Erstens eine gesetzliche Personalbemessung, zweitens eine bedarfsorientierte Krankenhausfinanzierung und drittens Tarifvertr\u00e4ge zum Gesundheitsschutz.<\/p>\n<p>Auch DIE LINKE macht sich f\u00fcr eine gesetzliche Personalbemessung stark und hat dazu eine entsprechende Initiative im Bundestag ergriffen. Sie ist die einzige aller Bundestagsfraktionen, die eine Alternative zur jetzigen Misere aufzeigt. Die etablierten Parteien, die nach der Bundestagswahl (ganz gleich, in welcher Konstellation) in der Regierung sitzen werden, wollen hingegen die Zweiklassenmedizin fortsetzen.<\/p>\n<h4>Arbeitskampf f\u00fcr Mindestbesetzung an der Charit\u00e9<\/h4>\n<p>Besch\u00e4ftigte der Berliner Universit\u00e4tsklinik Charit\u00e9 haben sich auf den Weg gemacht, einen Tarifkampf um Mindestbesetzung zu f\u00fchren. Die KollegInnen sind bereit, daf\u00fcr zu streiken. Eine Patientin schrieb: \u201eIch dr\u00fccke Ihnen alle Daumen, dass Sie mit den Forderungen f\u00fcr mehr Personal ihr Ziel erreichen. Ansonsten wird mir jetzt schon Angst und Bange, sollte ich nochmals ins Krankenhaus m\u00fcssen!\u201c<\/p>\n<p>Ein Erfolg w\u00e4re nicht nur eine Ermutigung f\u00fcr Besch\u00e4ftigte in anderen Krankenh\u00e4usern, sondern f\u00fcr alle, dass man etwas erreichen kann, wenn man gemeinsam daf\u00fcr k\u00e4mpft. Deshalb sollte die ver.di-Betriebsgruppe an der Charit\u00e9 fachbereichs- und gewerkschafts\u00fcbergreifend unterst\u00fctzt werden. Ein Solidarit\u00e4tsb\u00fcndnis von GewerkschafterInnen und weiteren Aktiven wurde bereits gebildet. DIE LINKE unterst\u00fctzt die Forderungen der KollegInnen ebenfalls aktiv. Ausgehend von dieser Kampagne sollte auch die Chance genutzt werden, \u00fcber eine Alternative zu diesem ganzen krank machenden Profitsystem zu diskutieren.<\/p>\n<h2>Schluss mit dem Klinik-Notstand<\/h2>\n<ul>\n<li>F\u00fcr eine gesetzliche Personalbemessung<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzung von ver.di an der Charit\u00e9 beim Kampf f\u00fcr einen Tarifvertrag Mindestbesetzung. F\u00fcr die Beteiligung weiterer Krankenh\u00e4user an diesem Tarifkampf<\/li>\n<li>Weg mit Fallpauschalen und Zuzahlungen: F\u00fcr eine bedarfsorientierte Krankenhausfinanzierung<\/li>\n<li>R\u00fcck\u00fcberf\u00fchrung aller privatisierten Betriebe und Dienstleistungen in die \u00f6ffentliche Hand bei demokratischer Kontrolle und Verwaltung durch die arbeitende Bev\u00f6lkerung<\/li>\n<li>Ran an die Profite und Verm\u00f6gen \u2013 zur Finanzierung eines \u00f6ffentlichen Investitionsprogramms im Gesundheitswesen<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr mehr Personal in den Krankenh\u00e4usern!<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":25378,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[111],"tags":[291,339],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25384"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=25384"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25384\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/25378"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25384"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=25384"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25384"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}