{"id":23285,"date":"2012-12-21T16:03:51","date_gmt":"2012-12-21T15:03:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sozialismus.info\/?p=23285"},"modified":"2012-12-17T19:43:02","modified_gmt":"2012-12-17T18:43:02","slug":"britische-gewerkschafterinnen-treten-fuer-24-stuendigen-generalstreik-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2012\/12\/britische-gewerkschafterinnen-treten-fuer-24-stuendigen-generalstreik-ein\/","title":{"rendered":"Britische GewerkschafterInnen treten f\u00fcr 24-st\u00fcndigen Generalstreik ein"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Regierung hat den \u201eeinfachen\u201c Leuten den Krieg erkl\u00e4rt und \u00fcbt einen brutalen Anschlag auf Arbeitspl\u00e4tze und \u00f6ffentliche Daseinsvorsorge aus. Das alles firmiert unter dem Namen \u201eSparprogramm\u201c.<\/strong><\/p>\n<p><em>von BerichterstatterInnen der \u201eSocialist Party\u201c (Schwesterorganisation der SAV und Sektion des CWI in England &amp; Wales)<\/em><\/p>\n<p>Am Dienstag, 11. Dezember, nahmen 100 GewerkschafterInnen an der Kundgebung des \u201eNational Shop Stewards\u2019 Network (NSSN; \u201eLandesweites Vertrauensleute- und Betriebsr\u00e4te-Netzwerk\u201c) vor der Zentrale des \u201eTrade Union Congress\u201c (TUC; brit. Gewerkschaftsdachverband) teil. Dar\u00fcber hinaus schickten viele weitere KollegInnen Solidarit\u00e4tsadressen zur Unterst\u00fctzung der Aktion.<\/p>\n<p>Organisiert wurde diese Kundgebung vom NSSN \u2013 dieses Mal mit Unterst\u00fctzung der gewerkschaftlichen Gruppierung UtR (\u201eUnite the Resistance\u201c) \u2013 um der Forderung nach einem 24-st\u00fcndigen Generalstreik Nachdruck zu verleihen und Druck auf den im Geb\u00e4ude tagenden Generalrat des TUC auszu\u00fcben, endlich einen entsprechenden Aufruf auszugeben.<\/p>\n<p>Zur selben Zeit kamen im Verwaltungsbezirk Knowsley bei Liverpool mehr als 100 Kommunalbesch\u00e4ftige zusammen, die bei der Gewerkschaft \u201eUnison\u201c organisiert sind. Sie standen unisono hinter dem Antrag, in dem die Ausrufung eines 24-st\u00fcndigen Generalstreiks gefordert wird.<\/p>\n<p>Im September stimmte der TUC-Kongress mit \u00fcberw\u00e4ltigender Mehrheit einem Antrag zu, der den Vorstand auffordert, die Umsetzung eines Generalstreiks in der Privatwirtschaft wie im \u00f6ffentlichen Dienst zu pr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Bei der Protestaktion von heute, an der Vertrauensleute, f\u00fchrenden GewerkschafterInnen und Jugend- bzw. studentische AktivistInnen teilgenommen haben, wurde der TUC aufgefordert, diesen Beschluss endlich umzusetzen.<\/p>\n<p>Bei der Kundgebung sprachen eine Reihe von GewerkschaftsvertreterInnen wie auch die Pr\u00e4sidentin der PCS (Beamten-Gewerkschaft), Janice Godrich. Sie wandte sich an die TeilnehmerInnen, bevor sie am Treffen des Generalrats im \u201eCongress House\u201c teilnahm. Die PCS wird eine Urabstimmung \u00fcber m\u00f6gliche Streikaktionen durchf\u00fchren und appelliert an andere Gewerkschaften, mit ihr gemeinsam Streikaktionen zu koordinieren.<\/p>\n<p>Unter den RednerInnen war auch Glenn Kelly, Vertreter der Kommunalbesch\u00e4ftigten in Bromley (S\u00fcd-London) und von der eigenen Gewerkschaftsf\u00fchrung verunglimpfter Gewerkschaftsaktivist. Er sagte: \u201eDer Gegenschlag wird nicht verhindert durch die gewerkschaftsfeindliche Gesetzgebung, sondern durch die Feigheit der Gewerkschaftsf\u00fchrung\u201c.<\/p>\n<p>Er betonte, dass es keine Option sein kann, einfach darauf zu warten, dass eine Arbeiter-Regierung an die Macht kommt, um die K\u00fcrzungen wieder r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen \u2013 erst recht nicht, seit die meisten Stadtr\u00e4te der Sozialdemokraten heute fr\u00f6hlich die K\u00fcrzungen umsetzen, die die liberal-konservative Regierungskoalition in London ihnen vorgibt.<\/p>\n<p>Nancy Taaffe, eine aufgrund der K\u00fcrzungen arbeitslos gewordene Bibliothekarin aus Waltham Forest (Nordost-London), sagte, dass der Kampf sich nicht nur ums \u201ehier und heute\u201c dreht, sondern dass man f\u00fcr die Arbeitspl\u00e4tze und die Daseinsvorsoge zuk\u00fcnftiger Generationen eintrete.<\/p>\n<p>Paul Callanan, landesweiter Koordinator der Kampagne \u201eYouth Fight for Jobs and Education\u201c (YFJE; \u201eJugend im Kampf um Arbeitspl\u00e4tze und Bildung\u201c), sprach \u00fcber die d\u00fcstere Zukunft, die die Regierung den jungen Leuten bereitet. Er hob hervor, dass es die Aufgabe der Gewerkschaftsf\u00fchrung ist zu k\u00e4mpfen \u2013 nicht nur f\u00fcr die arbeitenden Menschen sondern auch jene, denen der Zugang zu Bildung verwehrt wird, und die Millionen jungen Menschen, die auf Arbeitslosengeld angewiesen sind. Er sagte, dass \u2013 wenn die TUC-F\u00fchrung nicht in der Lage ist, den jungen Leuten eine Perspektive zu bieten \u2013 sie \u201ebeiseite treten solle, um die ran zu lassen, die bereit sind den Kampf aufzunehmen\u201c.<\/p>\n<p>Abgerundet wurde die Kundgebung von Rob Williams, Sprecher des \u201eNational Shop Stewards Network\u201c, der den Sprechchor anstimmte: \u201eTUC, h\u00f6r\u00b4, was wir rufen: Generalstreik \u2013 ein Termin muss her!\u201c.<\/p>\n<p>Auf seiner Sitzung beschloss der Generalrat, eine Umfrage zu starten, um zu eruieren, wie die Einzelgewerkschaften zum Thema Generalstreik stehen. Die Regierung hat den \u201eeinfachen\u201c Leuten den Krieg erkl\u00e4rt und \u00fcbt einen brutalen Anschlag auf Arbeitspl\u00e4tze und \u00f6ffentliche Daseinsvorsorge aus. Das alles firmiert unter dem Namen \u201eSparprogramm\u201c.<\/p>\n<p>Die Reaktion darauf muss sein, dass wir zur m\u00e4chtigsten Waffe greifen, die uns zur Verf\u00fcgung steht: dem Generalstreik. Dieses Mittel ist f\u00fcr die ArbeiterInnen jeder Altersgruppe genauso unerl\u00e4sslich; wie es auch die Unterst\u00fctzung der jungen Leute finden w\u00fcrde, die gegen Angriffe auf ihre Rechte und Lebensstandards k\u00e4mpfen. Das w\u00e4re der erste Schritt auf dem Weg zum Aufbau einer Art von Massenbewegung, die wir brauchen, um die K\u00fcrzungswelle aufzuhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bericht aus England\/Wales<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":23278,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[23,46],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23285"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=23285"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23285\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/23278"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23285"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23285"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23285"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}