{"id":21174,"date":"2012-09-19T00:00:19","date_gmt":"2012-09-18T22:00:19","guid":{"rendered":"http:\/\/neu.sozialismus.info\/?p=21174"},"modified":"2012-10-18T09:37:35","modified_gmt":"2012-10-18T07:37:35","slug":"kampf-der-bergleute-in-suedafrika-weitet-sich-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2012\/09\/kampf-der-bergleute-in-suedafrika-weitet-sich-aus\/","title":{"rendered":"Kampf der Bergleute in S\u00fcdafrika weitet sich aus"},"content":{"rendered":"<p><strong>Presseberichte \u00fcber den Einfluss des \u201eDemocratic Socialist Movement\u201c (Schwesterorganisation der SAV und Sektion des CWI in S\u00fcdafrika) <\/strong><strong> <\/strong><\/p>\n<h4>Die Redaktion von socialistworld.net (Webseite des \u201eKomitee f\u00fcr eine Arbeiterinternationale\u201c, CWI, deren Sektion in Deutschland die SAV ist)<\/h4>\n<p>Die Versuche der Konzernchefs und des Staatsf\u00fchrung, den Widerstandswillen der s\u00fcdafrikanischen Bergleute im Blut zu ertr\u00e4nken \u2013 wie das Massaker vom 16. August zeigt \u2013 und m\u00f6gliche neue Aktionen der ArbeiterInnen durch abschreckende Ma\u00dfnahmen zu verhindern, sind spektakul\u00e4r gescheitert. Im Gegenteil: Mit zehntausenden von Bergleuten, die sich mittlerweile in der gesamten Region um Rustenburg in unbefristeten Streiks befinden, hat sich ihr Kampf wie ein Buschfeuer ausgeweitet. Aufgrund der Aktionen der ArbeiterInnen liegen fast alle Platinum-Minen vollkommen brach. Die KollegInnen bei der gr\u00f6\u00dften Firma dieser Branche, \u201eAnglo Platinum\u201c, haben vor zwei Tagen den unbefristeten Streik ausgerufen. Aber auch die Goldminen sind bereits betroffen. Hier sind es noch einmal zehntausende zus\u00e4tzlicher KollegInnen, die in Aktion getreten sind. Sie alle k\u00e4mpfen f\u00fcr einen Mindestlohn, von dem man leben kann, und zeigen sich mit ihren ermordeten Br\u00fcdern und Schwestern solidarisch.<\/p>\n<p>Innerhalb der herrschenden Elite des Landes macht sich Angst dar\u00fcber breit, was da wirklich losgetreten worden sein k\u00f6nnte. Aber auch dar\u00fcber, dass Minister der Regierung die streikenden Bergleute mit Erpressungen \u00fcberzogen haben, sie w\u00fcrden das Wirtschaftswachstum gef\u00e4hrden usw. Das Establishment wird jetzt damit fortfahren, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um die Bewegung zu brechen zu versuchen. Dabei wird sie die Teile-und-Herrsche-Methode anwenden und neue repressive Ma\u00dfnahmen einleiten wie zum Beispiel die, die gerade heute angek\u00fcndigt wurden, als der Justizminister vor einem unmittelbar bevorstehenden und z\u00fcgigen Durchgreifen der Polizei warnte. Um die Streikfront zu st\u00e4rken, haben die Bergleute in den letzten Tagen indes mit Protestm\u00e4rschen mehrerer tausend TeilnehmerInnen gezeigt, dass sie die Macht haben, die Industrie zum Erliegen zu bringen.<\/p>\n<p>Zudem hat die Organisationsf\u00e4higkeit und Strategie der Streikenden gro\u00dfe Fortschritte gemacht. Mitglieder des \u201eDemocratic Socialist Movement\u201c (Schwesterorganisation der SAV und Sektion des CWI in S\u00fcdafrika) spielen bei den Initiativen, die gemacht werden, um demokratische gew\u00e4hlte VertreterInnen der streikenden Bergleute in Koordinierungskomitees zusammen zu bringen eine zentrale Rolle. Dort soll es dann zur Debatte \u00fcber die Ausweitung des Kampfes kommen und dar\u00fcber, wie die n\u00e4chsten Schritte aussehen m\u00fcssen, um die Lage eskalieren zu lassen. Und im Moment, da wir diese Zeilen schreiben, werden in den Bergbaugebieten Vorbereitungen f\u00fcr einen Generalstreik getroffen. Dabei handelt es sich um einen der Schritte, die vom DSM in den Diskussionen hervorgehoben worden waren.<\/p>\n<p>Allein gestern fanden es die kapitalistischen Medien in S\u00fcdafrika und weltweit offensichtlich der Lage angemessen, die Rolle, die das DSM in diesem Kampf spielt, zu kommentieren. Vor allem galt dies f\u00fcr Mametlwe Sebei, einen Gewerkschaftsf\u00fchrer und f\u00fchrenden Genossen des DSM. Bl\u00e4tter wie etwa die franz\u00f6sische \u201eLe Monde\u201c, die britische BBC oder das \u201eUS Wall Street Journal\u201c bezogen sich direkt auf das DSM. Beispielhaft berichtete die Zeitung \u201eSouth African Times\u201c:<\/p>\n<p>\u201eIm Nordwesten lehnen Bergleute die regul\u00e4ren Gewerkschaften ab. Sie haben ein &gt;Rustenburg Workers and Communities Forum unter der F\u00fchrung des &gt;Democratic Socialist Movement, einer Sektion des &gt;Committee for a Workers\u2019 International gegr\u00fcndet. [\u2026] Vorstandsmitglied Mametlwe Sebei versuchte die Bergleute gestern davon zu \u00fcberzeugen, dass man in Rustenburg mit einem Generalstreik beginnen sollte, auf den dann ein landesweiter Streik und Marsch zu den Regierungsgeb\u00e4uden folgen m\u00fcsse. &gt;Diese Schlacht kann nur gewonnen werden, wenn wir vereint vorgehen, mahnte Sebei bei einer Massenversammlung bei AngloPlatinum.\u201c<\/p>\n<p>Das DSM k\u00e4mpft au\u00dferdem daf\u00fcr, die zunehmende Welle an K\u00e4mpfen mit einem sozialistischen Politikverst\u00e4ndnis zu verbinden. So wird versucht, die Forderung bekannter zu machen, nach der die Bergwerksbetriebe unter der demokratischen Kontrolle der Besch\u00e4ftigten verstaatlicht werden m\u00fcssen, um den Reichtum des Landes und aus dem Wirtschaftswachstum endlich der Mehrheit der Bev\u00f6lkerung zur Verf\u00fcgung zu stellen. Das muss nat\u00fcrlich als Teil eines demokratisch-sozialistischen Plans vonstatten gehen.<\/p>\n<h4>Homepage des \u201eDemocratic Socialist Movement\u201c (Schwesterorganisation der SAV und Sektion des CWI in S\u00fcdafrika): www.socialistsouthafrica.co.za<\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Presseberichte \u00fcber den Einfluss des \u201eDemocratic Socialist Movement\u201c (Schwesterorganisation der SAV und Sektion des CWI in S\u00fcdafrika) <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[36],"tags":[284],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21174"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21174"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21174\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21174"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21174"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21174"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}