{"id":20875,"date":"2012-09-08T00:00:35","date_gmt":"2012-09-07T22:00:35","guid":{"rendered":"http:\/\/neu.sozialismus.info\/?p=20875"},"modified":"2012-10-08T11:20:12","modified_gmt":"2012-10-08T09:20:12","slug":"blutbad-an-suedafrikanischen-bergleuten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2012\/09\/blutbad-an-suedafrikanischen-bergleuten\/","title":{"rendered":"Blutbad an s\u00fcdafrikanischen Bergleuten"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/polizeimassaker-suedafrika-e1345450533764.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-19913\" title=\"polizeimassaker-suedafrika\" src=\"http:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/polizeimassaker-suedafrika-e1345450533764.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"155\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/polizeimassaker-suedafrika-e1345450533764.jpg 250w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/polizeimassaker-suedafrika-e1345450533764-162x100.jpg 162w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a>\u2013 der Kampf geht weiter! <\/strong><strong> <\/strong><\/p>\n<h4><strong>\u201eDas ist nicht unsere Regierung!\u201c<\/strong><\/h4>\n<p><strong>Wir ver\u00f6ffentlichen hier die \u00dcbersetzung eines Berichts einer Genossin unserer Sektion in S\u00fcdafrika, dem \u201eDemocratic Socialist Movement\u201c (DSM) vom 22. August. Das Massaker hat zu einem Fl\u00e4chenbrand des Protestes in S\u00fcdafrika gef\u00fchrt. Weitere Minen haben sich angeschlossen. Aktuelle Berichte und Artikel auf englischer Sprache sind unter http:\/\/www.socialistsouthafrica.co.za\/ und socialistworld.net zu finden. Auf sozialismus.info werden weitere Artikel folgen.<\/strong><\/p>\n<h4><em>von Liv Shange, \u201eDemocratic Socialist Movement\u201c (Schwesterorganisation der SAV und Sektion des CWI in S\u00fcdafrika)<\/em><\/h4>\n<p>Am Montag, dem 20. August, waren um sieben Uhr morgens gut 10.000 streikende ArbeiterInnen der \u201eLonmin\u201c-Mine mit BewohnerInnen der Gemeinde Marikana zu einer Massenveranstaltung auf den Feldern vor den Wohnheimen und Slums zusammengekommen, in denen sie alle leben. Nun stehen wir vor dem, was nach dem Einsatz von schweren Waffen am darauf folgenden Dienstag noch bleibt: 34 ArbeiterInnen sind tot, 78 wurden verwundet oder liegen im Krankenhaus und 259 KollegInnen sind inhaftiert (alle Angaben beruhen auf Polizeiaussagen). Das Streikkomitee organisierte danach ein Treffen, bei dem man sich dar\u00fcber austauschen konnten, welche Bedeutung dieses Massaker und die weitere Ablehnung von \u201eLonmin\u201c hat, in Verhandlungen zu treten. Auch wurde \u00fcber die Tatsache gesprochen, dass die Medien die Geschehnisse sehr verzerrt darstellen, wie man mit Streikbrechern umgehen soll und wie und wo man die Toten aufbaren und sie beerdigen kann. W\u00fctend waren die Reaktionen auf das Ultimatum des Bergbauunternehmens, das den ArbeiterInnen gestellt wurde und bedeutet h\u00e4tte, dass sie noch am selben Tag wieder an ihren Arbeitsplatz h\u00e4tten zur\u00fcckkehren sollen oder ihnen andernfalls gek\u00fcndigt w\u00fcrde.<\/p>\n<p>\u201eLonmin\u201c behauptete am Dienstag, dass ein Drittel der 28.000 Personen starken Belegschaft wieder zur\u00fcck zur Arbeit gegangen sei. Trotzdem ist die Stimmung unter den ArbeiterInnen weiterhin entschlossen und von Widerstandswillen gekennzeichnet. Am Montag berichteten ArbeiterInnen, dass die, die an ihren Arbeitsplatz zur\u00fcckkehrt waren, von der Polizei unter Zwang wieder in die Grube geschickt wurden.<\/p>\n<p>Am Wochenende verlie\u00dfen die ArbeiterInnen den H\u00fcgel, auf dem sie bis zu diesem Zeitpunkt zusammengekommen waren. Die Gegend blieb ruhig und die Leute machten einen nerv\u00f6sen Eindruck, als seien sie auf der Hut. \u00dcberall in der Gegend standen Polizisten und Sicherheitsleute des Bergbauunternehmens an Wachposten. Sie waren mit Fahrzeugen mit schwer bewaffneten Aufbauten ausger\u00fcstet, hatten Gewehre und Maschinenpistolen bei sich und sperrten die Zug\u00e4nge zum Minengel\u00e4nde ab. Ein Einsatzteam des Ministeriums, das zusammengestellt worden war, um eine Kl\u00e4rung herbeizuf\u00fchren, traute sich nicht, wie geplant am Montag in Marikana einen Fu\u00df auf den Boden zu setzen.<\/p>\n<p>Julius Malema, der ehemalige Pr\u00e4sident der Jugendorganisation des \u201eAfrican National Congress\u201c (Regierungspartei ANC), der im April dieses Jahres erst aus dem ANC ausgeschlossen worden war, redete hingegen am Samstag auf einer Massenversammlung. Seine Freunde von der Jugendorganisation ANCYL haben zudem einen Anwalt organisiert, der die 259 ArbeiterInnen vertreten soll, die am Montag vor Gericht erschienen. Ihnen wird eine ganze Reihe von Vergehen u.a. auch Mord vorgeworfen. Demgegen\u00fcber will der Anwalt die Polizeibeamten verklagen, die das Feuer auf die ArbeiterInnen er\u00f6ffnet haben. Er \u00fcbte vernichtende Kritik gegen Pr\u00e4sident Zuma und die verhasste Bergbaugewerkschaft \u201eNational Union of Mine Workers\u201c (NUM), deren F\u00fchrung in der ANC-Fraktion von Zuma sitzt. Einer der gr\u00f6\u00dften Anteilseigner von \u201eLonmin\u201c ist Cyril Ramaphosa, der vom Generalsekret\u00e4r der NUM zum Kapitalisten wurde und \u2013 nebenbei bemerkt \u2013 Vorsitzender des Disziplinarausschusses des ANC war, als dieser die Entscheidung f\u00e4llte, Malema aus der Partei zu werfen. Malema wies korrekter Weise darauf hin, dass es sich bei dem Massaker um eine Regierungsentscheidung gehandelt habe, um die Profite auch eines Herrn Ramaphosa zu sichern. Er machte auch klar, dass die NUM keine Gewerkschaft mehr ist, weil sie durch ihre Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeiten zum \u201eUnternehmen\u201c geworden ist. Diese Aussagen sto\u00dfen bei den KollegInnen, die die Konterrevolution innerhalb der ehemals revolution\u00e4ren NUM miterlebt haben, auf gro\u00dfe Zustimmung. Dasselbe gilt \u00fcbrigens auch f\u00fcr den ANC, weshalb es tragisch ist, dass Malema momentan noch das Ziel verfolgt, von der s\u00fcdafrikanischen Regierungspartei wieder aufgenommen zu werden, anstatt eine neue Kraft der ArbeiterInnen aufzubauen.<\/p>\n<p>\u201eDies ist nicht unsere Regierung!\u201c, sagte eine Frau, die am Samstag an den Protesten teilnahm und ihren Mann sucht, der seit Dienstag vermisst wird.<\/p>\n<p>In den drei Minuten des besagten Dienstagnachmittag, als in Marikana 3000 Polizisten aufgefahren wurden, wurde Millionen von Menschen der Klassen-Charakter der ANC-Regierung und des Staatsapparats vor Augen gef\u00fchrt. Das kann einen Wendepunkt im Klassenkampf S\u00fcdafrikas markieren, der sowieso schon an Intensit\u00e4t zugenommen hat. So wurden in den vergangenen drei Jahren jeden Tag durchschnittlich drei Massenproteste gez\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Gnadenlos wurde den ArbeiterInnen in Marikana auch die Rolle der Medien vor Augen gef\u00fchrt. Es kam zur Behauptung falscher Tatsachen (z.B. wurde berichtet, dass den ArbeiterInnen eine Lohnerh\u00f6hung von 300 Prozent zugesichert worden sei), dem Ausblenden von Fakten (z.B. wurde verschwiegen, wie es zu der Gewalt gekommen ist), der Verzerrung der Sachlage durch Fehlinformationen (z.B. wurde die Zahl der Toten anfangs mit 12 angegeben) und zu \u00fcbertriebenen Darstellungen (z.B. wurde behauptet, dass ArbeiterInnen angeblich ma\u00dflos \u00fcbertriebene Forderungen gestellt und daraufhin die Polizei angegriffen h\u00e4tten, weil sie von einem \u201eMedizinmann\u201c angestachelt worden seien). Unterdessen spitzt sich der Klassen-Hass, der vor allem an den Schreibern der Leitartikel offenbar vorbeigegangen ist, zu. So sagte ein Arbeiter bei der Massenversammlung am Montag: \u201eDieselben Leute, denen &gt;Lonmin geh\u00f6rt, sind auch in Besitz der Medien.\u201c<\/p>\n<p>Auch wurde das Klassenbewusstsein der kapitalistischen herrschenden Klasse gesch\u00e4rft. So steht die gesamte Elite des Landes hinter der Zerschlagung des Arbeiteraufstands. Sie sind vollkommen jenseits von gut und b\u00f6se. So trafen sich die Konzernchefs der Platin- und Goldminen des Landes am Samstag mit der Bergbauministerin Susan Shabangu, wo offenbar besprochen werden sollte, wie man die Lage wieder beruhigen und weitere Unannehmlichkeiten verhindern kann. Die wichtigste kapitalistische Zeitung S\u00fcdafrikas, die \u201eBusiness Day\u201c, beschw\u00f6rt derzeit die kapitalistische herrschende Klasse und all ihre Mitl\u00e4ufer, sich jetzt gemeinsam hinter die NUM zu stellen. Zwar wird diese Parole in besch\u00f6nigende Euphemismen verpackt. Es zeigt sich daran aber glasklar, welche Rolle diese Gewerkschaft dabei spielt, die Personalabteilung des Kapitals zu sein \u2013 wenn nicht noch schlimmeres.<\/p>\n<p>Allerdings nehmen beispielsweise auch die Bergleute von Rustenberg die konzertierte Offensive der Kapitalisten zur Kenntnis. Sie sind sich in hohem Ma\u00dfe dar\u00fcber im Klaren, dass es n\u00f6tig ist sich zusammen zu tun und sich als ArbeiterInnen zu organisieren. Vor den Ereignissen in Marikana z\u00f6gerten noch breite Schichten von ArbeiterInnen, sich aufgrund der Entartung der NUM von ihr abzuwenden und der unerprobten Alternative, der AMCU (Vereinigung der Bergleute und Baugewerkschaft), anzuschlie\u00dfen. Die Ereignisse der letzten Woche haben das Schicksal der NUM nun aber definitiv besiegelt.<\/p>\n<p>\u201eDie wichtigste Aufgabe besteht nun darin, den kompletten Wechsel aller Mitglieder in allen Stollen von der NUM in die AMCU zu bringen\u201c, sagte einer der Arbeiter, der bei der Bergung der Toten half, um sie begraben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auch wenn der Streik bei \u201eLonmin\u201c gar nicht unter der F\u00fchrung von AMCU stand, und viele ArbeiterInnen zunehmend skeptisch sind, ob sie einen Arbeitskampf wirklich gut f\u00fchren k\u00f6nnte, so ist doch klar, dass viele, viele ArbeiterInnen der AMCU beitreten werden. Bei der AMCU handelt es sich um eine Abspaltung von der NUM, die die meiste Zeit ihres zw\u00f6lfj\u00e4hrigen Bestehens eine Existenz au\u00dferhalb des Rampenlichts f\u00fchrte. Die NUM positionierte sich im Prinzip nie anders als der Dachverband COSATU. Als die Kumpels bei \u201eLonmin\u201c im letzten Jahr scharenweise aus der NUM austraten, und Anfang dieses Jahres \u00e4hnliches auch bei \u201eImpala Platinum\u201c und \u201eAnglo Platinum\u201c passierte, gerierte sich die AMCU als die beste Alternative. Wie die KollegInnen aus den anderen Bergwerken in der Region um Rustenberg haben auch die ArbeiterInnen bei \u201eLonmin\u201c sich daf\u00fcr entschieden, f\u00fcr maximale Einheit im Kampf zu sorgen, indem sie ein Streikkomitee gr\u00fcndeten, das weder zur NUM noch zu AMCU Verbindungen hat. Es scheint als sei der AMCU-F\u00fchrung gerade am wichtigsten, den Vorwurf des verantwortungslosen Handels loszuwerden, der ihr momentan von Seiten der herrschenden Elite entgegengebracht wird. Welche Rolle diese Gewerkschaft weiterhin zu spielen im Stande ist, h\u00e4ngt davon ab, inwieweit ArbeiterInnen an ihrem k\u00e4mpferischen, sozialistischen Programm anzusetzen in der Lage sein werden.<\/p>\n<p>Zur Unterst\u00fctzung der Besch\u00e4ftigten bei \u201eLonmin\u201c ruft das \u201eDemocratic Socialist Movement\u201c zu einem Generalstreik auf, der die Forderung nach einem Mindestlohn von 12.500 s\u00fcdafrikanischer Rand monatlich aufstellt, die Gr\u00fcndung eines Forums zum Ziel hat, in dessen Rahmen VertreterInnen der ArbeiterInnen und EinwohnerInnen der Region Rustenburg zusammenkommen k\u00f6nnen, und auf einen landesweiten wie internationalen Aktionstag hinarbeitet, an dem \u00fcberall Protest gegen das Massaker ge\u00fcbt und Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Forderungen der KollegInnen gezeigt wird.<\/p>\n<p>In zwei anderen Minen in Rustenburg sind schon Streiks mit \u00e4hnlichen Forderungen geplant. Die KollegInnen bei \u201eLonmin\u201c berichten, dass die Polizei drei Busse gestoppt und zur Umkehr gezwungen hat, in denen KollegInnen von \u201eAnglo Platinum\u201c sa\u00dfen, dem weltgr\u00f6\u00dften Platinproduzenten, der vor kurzem erst von einem wilden Streik heimgesucht wurde. Diese KollegInnen wollten an der Massenveranstaltung vom Montag teilnehmen,um Solidarit\u00e4t zu zeigen, und dass ArbeiterInnen aus verschiedenen Sch\u00e4chten rund um Rustenburg ebenfalls Solidarit\u00e4tsma\u00dfnahmen eingeleitet haben.<\/p>\n<div style=\"margin: 0; margin-right: 10px; border: 2px solid #000000; padding: 0em 1em 1em 1em; background-color: #c0c0c0;\">\n<h4>Massaker an Minenarbeitern: Besch\u00e4ftigte ohne Angabe von Gr\u00fcnden \u00fcber drei Tage in Bergwerkssch\u00e4chten festgehalten<\/h4>\n<h4>Berichte von Folterungen<\/h4>\n<p>Am Samstag, dem 18. August, marschierte eine Gruppe von rund 100 Frauen auf das Betriebsgel\u00e4nde der ersten Schachtanlage von \u201eLonmin\u201c. Sie forderten Zugang ins Innere, und dass sie ihre M\u00e4nner, Br\u00fcder, Ehem\u00e4nner, V\u00e4ter zu Gesicht bekommen w\u00fcrden, die sie seit dem Polizeieinsatz vom Donnerstag nicht mehr gesehen hatten.<\/p>\n<p>Laut Polizeiangaben waren am Donnerstag 34 Menschen erschossen worden, 78 wurden verwundet und 259 inhaftiert. Die Frauen, die vor dem verschlossenen Eingang protestierten, \u00e4u\u00dferten, dass viele weitere vermisst werden.<\/p>\n<p>\u201eIch suche meinen Bruder!\u201c, sagte eine junge Frau. \u201eIch habe ihn seit Donnerstag nicht mehr gesehen. Ich kann nichts mehr essen und auch nicht mehr schlafen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch habe eine SMS von meinem Bruder bekommen\u201c, sagte eine andere junge Frau, \u201eer schrieb mir, dass sie im Schacht gezwungen werden, sich auszuziehen und dass die Polizei hei\u00dfes Wasser [Chemikalien] \u00fcber ihnen aussch\u00fcttet, rotes und blaues Wasser. Und sie schlagen sie.\u201c<\/p>\n<p>Der Protestzug, der von GenossInnen der Ortsgruppe des \u201eDemocratic Socialist Movement\u201c aus dem nahegelegenen Matebeleng und studentischen AktivistInnen der Technischen Universi\u00e4t Tshwane unterst\u00fctzt wurde, zog vor das betriebseigene Andrew Saffy Hospital von \u201eLonmin\u201c. Dort wurde uns gesagt, dass es Informationen dar\u00fcber g\u00e4be, wer von der Polizei festgehalten w\u00fcrde. Am Krankenhaus angekommen stand die Demonstration vor verschlossenen Toren, sah sich bewaffneten Sicherheitskr\u00e4ften und einem \u201eHippo\u201c (Fahrzeug mit aufgebauter Bewaffnung) gegen\u00fcber. Nach einer guten Stunde hei\u00dfen Protestes und der Verhandlungen mit der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung des Krankenhauses und der Sicherheitsdienste konnten wir ein kleines Zugest\u00e4ndnis erringen: Die Liste mit den Namen der im Krankenhaus befindlichen, toten und verhafteten Personen wurde vorgelegt. Die meisten der Anwesenden waren an dieser Liste aber nicht interessiert. \u201eDa stehen nicht die richtigen Namen drauf\u201c, sagten einige der Frauen. \u201eDie Leute sind eingesch\u00fcchtert und die Liste sagt rein gar nichts aus.\u201c<\/p>\n<p>Andere erkl\u00e4rten, dass das Ziel des Demozuges einzig und allein darin bestand, die festgesetzten ArbeiterInnen zu sehen, dass sie zu diesem Zeitpunkt gar nicht wissen wollten, wer alles erschossen worden sei, dass sie nicht auf eine Situation vorbereitet seien, in der einige unter ihnen wom\u00f6glich zusammenbrechen k\u00f6nnten und der Protest auf diese Weise zerfallen k\u00f6nnte. Dann brach die Dunkelheit herein und die Frauen einigten sich darauf, sich am folgenden Tag wieder zu treffen.<\/p>\n<p>Am Sonntag, beim Begr\u00e4bnis eines der Polizisten, die bei den Zusammenst\u00f6\u00dfen vom 13. August get\u00f6tet worden waren, sagte Riah Phiyega, der gerade erst auf den Posten des s\u00fcdafrikanischen Polizeichefs berufen worden war, dass die Polizei kein Bedauern zeigen solle. Unterdessen stellte die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung von \u201eLonmin\u201c den ArbeiterInnen ein erneutes Ultimatum, um zur Arbeit zur\u00fcckzukehren oder andernfalls entlassen zu werden. Die 259 M\u00e4nner, die blutgetr\u00e4nkte Kleidung trugen und von denen einige provisorische Verb\u00e4nde an hatten, erschienen am Montag vor Gericht, nachdem man sie mehr als drei Tage lang ohne Angabe von Gr\u00fcnden festgehalten hatte. Ihnen wurde unter anderem auch Mord vorgeworfen, und sie wurden blieben in U-Haft.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u2013 der Kampf geht weiter! <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":19913,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[36],"tags":[284],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20875"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20875"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20875\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19913"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20875"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20875"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20875"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}