{"id":17785,"date":"2012-07-06T00:00:47","date_gmt":"2012-07-05T22:00:47","guid":{"rendered":"http:\/\/neu.sozialismus.info\/?p=17785"},"modified":"2012-06-28T10:43:07","modified_gmt":"2012-06-28T08:43:07","slug":"genossenschaften-als-antwort-auf-die-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2012\/07\/genossenschaften-als-antwort-auf-die-krise\/","title":{"rendered":"Genossenschaften als \u201eAntwort auf die Krise\u201c?"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/120612_pk_kk_br_klhaus_200x133_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-17786\" title=\"120612_pk_kk_br_klhaus_200x133_01\" src=\"http:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/120612_pk_kk_br_klhaus_200x133_01-e1340872976512.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"124\" srcset=\"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/120612_pk_kk_br_klhaus_200x133_01-e1340872976512.jpg 200w, https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/120612_pk_kk_br_klhaus_200x133_01-e1340872976512-162x100.jpg 162w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>\u00dcber Sinn und Unsinn des Genossenschaftsmodells<\/strong><\/p>\n<p>In ihrem 120-Tage-Papier findet sich ein Pl\u00e4doyer der beiden neuen LINKE-Vorsitzenden f\u00fcr Genossenschaften. Dieser Gedanke ist in der Arbeiterbewegung heftig umstritten.<\/p>\n<p>In \u201eDen Aufbruch organisieren \u2013 Vorhaben f\u00fcr die kommenden 120 Tage\u201c schreiben Katja Kipping und Bernd Riexinger: \u201eSozialistische Politik hei\u00dft eben auch, Wirtschaftsdemokratie voranzutreiben sowie Formen solidarischer \u00d6konomie, wie Genossenschaften oder Kooperativen, und Rekommunalisierungen zu bef\u00f6rdern. (\u2026) Wir sind der \u00dcberzeugung, dass das Genossenschaftsmodell eine wichtige Antwort auf die Krise des finanzmarktgetriebenen Kapitalismus ist.\u201c<\/p>\n<p>Rosa Luxemburg wies demgegen\u00fcber in ihrer Schrift \u201eSozialreform oder Revolution\u201c schon 1899 auf die Begrenztheit von Genossenschaften hin: \u201eWas die Genossenschaften (\u2026) betrifft, so stellen sie ihrem inneren Wesen nach inmitten der kapitalistischen Wirtschaft ein Zwitterding dar: eine im kleinen sozialisierte Produktion bei kapitalistischem Austausche. In der kapitalistischen Wirtschaft beherrscht aber der Austausch die Produktion und macht angesichts der Konkurrenz r\u00fccksichtslose Ausbeutung, das hei\u00dft v\u00f6llige Beherrschung des Produktionsprozesses durch die Interessen des Kapitals, zur Existenzbedingung der Unternehmung. (\u2026) In der Produktivgenossenschaft ergibt sich daraus die widerspruchsvolle Notwendigkeit f\u00fcr die Arbeiter, sich selbst mit dem ganzen erforderlichen Absolutismus zu regieren, sich selbst gegen\u00fcber die Rolle des kapitalistischen Unternehmers zu spielen. An diesem Widerspruche geht die Produktivgenossenschaft auch zugrunde, indem sie entweder zur kapitalistischen Unternehmung sich r\u00fcckentwickelt, oder, falls die Interessen der Arbeiter st\u00e4rker sind, sich aufl\u00f6st. (&#8230;)<\/p>\n<p>Abgesehen also von ihrem Zwittercharakter k\u00f6nnen die Produktivgenossenschaften als allgemeine soziale Reform schon aus dem Grund nicht erscheinen, weil ihre allgemeine Durchf\u00fchrung vor allem die Abschaffung des Weltmarktes und die Aufl\u00f6sung der bestehenden Weltwirtschaft in kleine lokale Produktions- und Austauschgruppen, also dem Wesen nach einen R\u00fcckgang von gro\u00dfkapitalistischer auf mittelalterliche Warenwirtschaft voraussetzt.\u201c<\/p>\n<p>Genossenschaften spielen heute l\u00e4ngst nicht mehr die Rolle wie damals. Aber auch heute tun sie sich, wie zum Beispiel im Bankensektor, nicht wirklich positiv hervor. So verspekulierten sich H\u00e4user wie die Berliner Volksbank auf dem Immobilienmarkt ebenfalls munter. Deshalb sollte diese Frage in der Linkspartei noch einmal intensiv beleuchtet werden. Als Vorbereitung f\u00fcr die Debatte ist Luxemburg nicht die schlechteste Lekt\u00fcre.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber Sinn und Unsinn des Genossenschaftsmodells<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":17786,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[124,25,29],"tags":[276],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17785"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17785"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17785\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17786"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17785"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17785"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17785"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}