{"id":14792,"date":"2012-04-23T00:00:00","date_gmt":"2012-04-23T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14792"},"modified":"2012-04-23T00:00:00","modified_gmt":"2012-04-23T00:00:00","slug":"14792","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2012\/04\/14792\/","title":{"rendered":"Tarifrunde Metall: Reine Provokation"},"content":{"rendered":"<p>  Angebot der Metall-Unternehmer liegt vor<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Das bei den Tarifverhandlungen f&#252;r die Metall- und Elektroindustrie   am Mittwoch und Donnerstag vorgelegte Unternehmerangebot ist in jeder   Hinsicht eine Provokation. Die als &#187;sp&#252;rbare Reallohnsteigerung&#171;   verkaufte Entgeltofferte ist alles andere als das. Denn drei Prozent   mehr Lohn und Gehalt in 14-Monaten d&#252;rften, wenn &#252;berhaupt, gerade mal   die Preiserh&#246;hungen ausgleichen. Von einer Beteiligung der Besch&#228;ftigten   an der Produktivit&#228;tsentwicklung &#8211; die gesamtwirtschaftlich bei 1,0 bis   1,3 Prozent pro Jahr, in der Metallindustrie weit dar&#252;ber liegt &#8211; ist   dabei keine Rede. Ebenso wenig von einer &#187;Umverteilungskomponente&#171;, die   vor dem Hintergrund von auf Kosten der Besch&#228;ftigten erzielten   Gewinnrekorden dringend geboten w&#228;re.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Daniel Behruzi<\/i><\/h4>\n<p>  Keinerlei Bewegung gibt es bei den &#187;qualitativen Themen&#171; des   diesj&#228;hrigen Tarifkonflikts. Von einer vertraglich fixierten   unbefristeten &#220;bernahme der Azubis wollen die Konzerne partout nichts   wissen. Da&#223; sie sich &#187;das Ziel&#171; setzen wollen, Ausgebildete &#187;m&#246;glichst   auch unbefristet einzustellen&#171;, ist ein nutzloses Lippenbekenntnis. Es   geht ja gerade darum, die &#220;bernahme dort zu sichern, wo das Management   das aus betrieblichem Interesse nicht ohnehin tun will.<\/p>\n<p>  Beim Thema Leiharbeit zeigen die Metallunternehmen ebenso wenig   Entgegenkommen. Sie bef&#252;rworten zwar, da&#223; die IG Metall mit den   Zeitarbeitsfirmen Branchenzuschl&#228;ge vereinbart. Zum einen sitzen sie   dabei aber nicht selbst am Verhandlungstisch, zum anderen verweigern sie   den eigenen Betriebsr&#228;ten weiterhin erweiterte Mitspracherechte beim   Einsatz von Leiharbeitern. Da&#223; sie sich von den betrieblichen   Interessenvertretern nicht auf die Finger schauen lassen wollen kann nur   eins hei&#223;en: Sie wollen Leiharbeit weiterhin massenhaft zum Lohndumping   und zur Verdr&#228;ngung regul&#228;rer Besch&#228;ftigung nutzen. Gerade deshalb   h&#228;tten sie gern &#187;eine Befriedung der Zeitarbeit&#171; &#252;ber Branchenzuschl&#228;ge,   die sie angesichts der gewerkschaftlichen Aktivit&#228;ten zumindest in den   Gro&#223;betrieben ohnehin nicht mehr verhindern k&#246;nnen.<\/p>\n<p>  Richtig dreist wird es bei den Gegenforderungen von Gesamtmetall. Um auf   die &#187;wachsende Volatilit&#228;t der wirtschaftlichen Entwicklung&#171; reagieren   zu k&#246;nnen, br&#228;uchten die Betriebe &#187;unbedingt mehr Flexibilit&#228;t im   Personaleinsatz&#171;, erkl&#228;rte der Pr&#228;sident des Unternehmerverbands, Martin   Kannegiesser. Soll hei&#223;en: Die krisenhafte Entwicklung des Kapitalismus   soll auf dem R&#252;cken der Besch&#228;ftigten ausgeglichen, der   Arbeitskr&#228;fteeinsatz vollends an die Schwankungen des Marktes mit seinen   heftiger werdenden Ausschl&#228;gen nach oben und vor allem unten angepa&#223;t   werden. Die 35-Stunden-Woche will Gesamtmetall &#252;ber eine Ausweitung der   40-Stunden-Vertr&#228;ge weiter aushebeln. Und sachgrundlose Befristungen &#8211;   die eigentlich komplett abgeschafft geh&#246;ren &#8211; sollen l&#228;nger m&#246;glich   sein. Auf solcherlei Provokationen gibt es nur eine Antwort: massenhafte   und fl&#228;chendeckende Arbeitsniederlegungen. Klotzen, nicht kleckern ist   angesagt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Angebot der Metall-Unternehmer liegt vor\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14792"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14792"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14792\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14792"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14792"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14792"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}