{"id":14774,"date":"2012-04-12T00:00:00","date_gmt":"2012-04-12T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14774"},"modified":"2012-05-10T11:14:07","modified_gmt":"2012-05-10T09:14:07","slug":"14774","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2012\/04\/14774\/","title":{"rendered":"Zehntausende demonstrieren und nehmen an Veranstaltungen gegen die       Haushaltssteuer teil"},"content":{"rendered":"<p>  Sonder-Steuer der Regierungskoalition: Frist f&#252;r Selbst-Registrierung   endet und Massen-Opposition dagegen auf neuem H&#246;hepunkt<\/p>\n<p> <!--more--><\/p>\n<p>  <b>Der 31. M&#228;rz war von der irischen Regierung als Fristende f&#252;r 1,86   Millionen Haushalte gesetzt worden, um sich f&#252;r die sogenannte   Haushaltssteuer registrieren zu lassen. Bei dieser Steuer i.H. von 100   Euro handelt es sich um eine &#220;bergangsabgabe, bevor 2013 und 2014 dann   neue Grundsteuern und eine Abgabe auf Wasser gezahlt werden soll. Der   Bev&#246;lkerung wird dabei erz&#228;hlt, dass, wenn man sich nicht fristgerecht   registrieren l&#228;sst und die Haushaltssteuer zahlt, es zu Strafzahlungen   kommen, man vor Gericht landen w&#252;rde und am Ende Bu&#223;gelder von bis zu   2.500 Euro plus weiteren 100 Euro f&#252;r jeden nicht bezahlten Tag die   Folge w&#228;ren. <\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Cillian Gillespie und Matt Waine, &#8222;Socialist Party&#8220;   (Schwesterorganisation der SAV und Sektion des CWI in Irland), Dublin<\/i><\/h4>\n<p>  Am 31. M&#228;rz gingen aber nicht nur sch&#228;tzungsweise 14.000 Menschen in   Dublin auf die Stra&#223;e, um anl&#228;sslich des Parteitags von &#8222;Fine Gael&#8220;, der   gr&#246;&#223;eren der beiden Koalitionsparteien, gegen die Einf&#252;hrung der   Sondersteuer zu protestieren. Auch hatten sich mehr als eine Million   Haushalte, und das sind immerhin 59 Prozent, bis zu diesem Tag, dem   Fristende, eben nicht registrieren lassen. &#8222;&gt;Fine Gael, ihr versteht es   nicht. Seht euch um! Wir sind Millionen!&#8220;, lautete der am meisten   geh&#246;rte Slogan w&#228;hrend des des Protestmarsches, der von der &#8222;Kampagne   gegen die Haushaltssteuer und Wasserabgabe&#8220; (CAHWT) organisiert worden   war.<\/p>\n<p>  Die entschlossene und aufs&#228;ssige Stimmung bei diesem Protest zeigte,   dass die arbeitenden Menschen gegen die Steuer und gegen die drohende   Einf&#252;hrung weiterer Grundsteuern und Wasser-Abgaben im n&#228;chsten Jahr   ganz klar Stellung bezogen haben. Auch spiegelte der Protest die   verbreitete Wut und Emp&#246;rung in der Gesellschaft dar&#252;ber wider, dass in   Irland mit den von der Regierung eingef&#252;hrten sogenannten Sparpaketen in   den letzten vier Jahren zwar Milliarden von Euro eingenommen wurden,   gleichzeitig aber den milliardenschweren B&#246;rsenmaklern Milliarden   ausgeh&#228;ndigt wurden.<\/p>\n<p>  Mitglieder der &#8222;Socialist Party&#8220; stie&#223;en auf der Demonstration auf gro&#223;e   Zustimmung zu unseren Ideen. Wir verkauften etwas mehr als 500 Ausgaben   unserer Zeitung, dem &#8222;Socialist&#8220;, und konnten tausende Flugbl&#228;tter an   die Frau und den Mann bringen. Viele &#228;u&#223;erten w&#228;hrend des   Protestmarsches Interesse, der &#8222;Socialist Party&#8220; beitreten zu wollen.<\/p>\n<p>  Am Samstag zuvor dr&#228;ngten sich mehr als 3.000 AktivistInnen und   Unterst&#252;tzerInnen der CAHWT im &#8222;National Stadium&#8220; in Dublin. Anlass war   eine zentrale Protestveranstaltung, zu der landesweit mobilisiert wurde.   Seit den fr&#252;hen Morgenstunden waren viele der TeilnehmerInnen unterwegs,   um aus jeder Ecke des Landes p&#252;nktlich anreisen zu k&#246;nnen.<\/p>\n<h4>  Busreihen gespickt mit den Bannern der Kampagne<\/h4>\n<p>  Sie kamen in Bussen in Dublin an, die gespickt waren mit Bannern,   Plakaten und Fahnen der Kampagne.<\/p>\n<p>  F&#252;nfzehn Minuten vor Beginn der Versammlung war die Halle &#252;berf&#252;llt. Die   vorsichtigen Versuche des Ordnerdienstes der Kampagne, die G&#228;nge frei zu   halten, scheiterten, weil immer mehr Menschen in die Halle dr&#228;ngten.   Hunderte fanden nur aufgereiht an den Seitenw&#228;nden, in den G&#228;ngen oder   gar auf der B&#252;hne Platz. Drau&#223;en auf den Parkpl&#228;tzen fanden sich rund   ums Stadion mehrere hundert Menschen ein, die an den T&#252;ren stehend den   &#252;ber Lautsprecher &#252;bertragenen Reden lauschten.<\/p>\n<p>  Angek&#252;ndigt worden war eigentlich eine wichtige Zusammenkunft von   AktivistInnen, eine Woche vor Ablauf der von der Regierung gesetzten   Frist zur Registrierung f&#252;r die verhasste Haushaltssteuer. Dieses   Treffen hatte jedoch den Charakter einer gro&#223;en Festivit&#228;t.   Dudelsackspieler und Trommler gingen den einzelnen Delegationen von   Kampagne-F&#252;hrerInnen voran, die aus den benachbarten Wohnvierteln zu Fu&#223;   hergekommen waren.<\/p>\n<p>  Diese Veranstaltung viel zeitlich mit der Ver&#246;ffentlichung des Berichts   des sogenannten &#8222;Mahon Tribunal&#8220; zusammen, das 1997 eingerichtet wurde,   um Korruptionsf&#228;lle bei Bauprojekten zu untersuchen. Dabei kam ganz   eindeutig heraus, wie durchtrieben und korrupt die Verbindungen zwischen   den gr&#246;&#223;ten, irischen, Konzern-freundlichen, politischen Parteien und   den super-reichen Baul&#246;wen sind. Das trug zweifelsohne mit zur w&#252;tenden   Stimmung unter den Leuten aus der Arbeiterklasse bei. Die anr&#252;chigen   Beziehungen zwischen Politikern und den Konzernen waren ein wesentlicher   Grund f&#252;r den Zusammenbruch der irischen Wirtschaft und die massiven und   zutiefst unbeliebten K&#252;rzungen, die darauf folgten.<\/p>\n<p>  Den bei weitem wichtigsten Aspekt des o.g. Berichts bildete die   Tatsache, dass Bertie Ahern, ehemaliger &#8222;Taoiseach&#8220; (Bezeichnung f&#252;r den   irischen Premierminister) und f&#252;hrender Kopf von &#8222;Fianna Fail&#8220;   (traditionell eine von Irlands gr&#246;&#223;ten pro-kapitalistischen Parteien),   zu seinen pers&#246;nlichen Finanzsituation gelogen hat. Ahern vermochte es   nicht, eine glaubw&#252;rdige Erkl&#228;rung daf&#252;r zu liefern, weshalb er zwischen   1993 und -95 mehr als 200.000 Euro erhalten hatte. Am Tag nach der   Versammlung im &#8222;National Stadium&#8220; wurde Ahern gezwungen, aus der &#8222;Fianna   Fail&#8220; auszutreten. Und dass, nachdem er vor seinem Ausschluss 14 Jahre   lang deren Vorsitzender war.<\/p>\n<p>  Der Erfolg sowohl der Veranstaltung im &#8222;National Stadium&#8220; als auch des   Protestzuges am Samstag, dem 31. M&#228;rz, sowie &#8211; noch wichtiger &#8211; die   Entscheidung von mehr als einer Million Menschen, sich gegen die   Haushaltssteuer zu stellen, war zu einem Gro&#223;teil nur deshalb m&#246;glich,   weil viele hunderte und tausende von AktivistInnen der CAHWT 12 Wochen   lang intensive Arbeit geleistet haben. Unter ihnen waren auch etliche   Mitglieder der &#8222;Socialist Party&#8220;. Seit Januar hatten zusammengenommen   mehr als 25.000 Menschen an den Treffen der Kampagne teilgenommen, die   in allen Verwaltungsbezirken des Landes abgehalten wurden. Bei vielen   dieser Treffen sprachen auch Joe Higgins und Clare Daly, beide   Abgeordnete der &#8222;Socialist Party&#8220; im Parlament in Dublin.<\/p>\n<p>  Ironischer Weise war es ein Minister der Regierung, Fergus O&#8217;Dowd, der   der Kampagne eher versehentlich sein Ehre erwies. Als er in einer   Radiosendung gefragt wurde, ob die Regierung vielleicht nicht   ausreichend &#252;ber die neue Steuer informiert habe, wies O&#8217;Dowd die   Vermutung zur&#252;ck, dass die Menschen nicht genug &#252;ber die Steuer w&#252;ssten.   Er begr&#252;ndete seine Aussage wie folgt: &#8222;Es gibt eine landesweite   Kampagne gegen diese Abgabe. In so gut wie jedem Ort h&#228;ngen Plakate. Ich   sehe sie &#252;berall, wo ich hinkomme. Es werden sogar &#246;ffentliche   Versammlungen dazu abgehalten.&#8220;<\/p>\n<h4>  Strategie gegen die neue Steuer<\/h4>\n<p>  Bei den landesweiten Treffen der CAHWT Anfang Januar wirkten Mitglieder   der &#8222;Socialist Party&#8220; daran mit, eine Strategie gegen die neue Steuer   der Regierung auszuarbeiten, die in der Zeit zwischen Verk&#252;ndung   derselben und dem Fristende am 31. M&#228;rz greifen musste. Das hie&#223; auch   sicherstellen zu m&#252;ssen, dass die Kampagne in jedem Teil des Landes   aufgezogen w&#252;rde. Und das Mittel dazu sollten Zusammenk&#252;nfte in jedem   Verwaltungsbezirk des Landes sein.<\/p>\n<p>  Mitglieder der &#8222;Socialist Party&#8220; spielten im &#8222;Koordinierungskreis&#8220; der   Kampagne eine wichtige Rolle. Dieser half bei der Organisierung sehr   erfolgreicher Veranstaltungen mit. Dabei brachten sich viele Leute   freiwillig ein, um Kampagne-F&#252;hrerInnen in ihren Regionen zu werden. Die   Slogans, die die &#8222;Socialist Party&#8220; f&#252;r die Kampagne vorschlug, wurden   positiv auf- und einstimmig angenommen. Der Slogan, &#8222;Registriert euch   nicht! Zahlt nicht! Sorgt f&#252;r massenhafte Ablehnung bis zum St.Patrick&#8217;s   Day!&#8220;, tauschte auf tausenden von Postern auf und Minister Fergus O&#8217;Dowd   bezog sich in seinem Radiointerview genau auf sie.<\/p>\n<p>  Mitglieder der &#8222;Socialist Party&#8220; machten sich f&#252;r diesen Slogan stark,   weil wir die Einsch&#228;tzung hatten, dass viele Menschen aus der   Arbeiterklasse angesichts der drohenden Konsequenzen im Falle der   Nicht-Registrierung unruhig werden und eingesch&#252;chtert sein k&#246;nnten.   Unsere Botschaft an sie sollte sein, dass man bis zum 17. M&#228;rz (dem &#8222;St.   Patrick&#180;s Day&#8220;; Anm. d. &#220;bers.) standhaft bleiben solle. Wir sind   n&#228;mlich davon ausgegangen, dass wir ab diesem Zeitpunkt tats&#228;chlich f&#252;r   eine Stimmung und ein Art Kulminationspunkt sorgen k&#246;nnten, was die   wirklich massenhafte Ablehnung der Registrierung angeht. Und auf dieser   Basis w&#228;re die Kampagne in der Lage, den Menschen die Zuversicht zu   vermitteln, um auch den 31. M&#228;rz verstreichen zu lassen.<\/p>\n<p>  Am 17. M&#228;rz hatten sich 85 Prozent der Betroffenen noch nicht f&#252;r die   Abgabe registrieren lassen. Das war ein Hinweis auf die gegen die Steuer   gerichtete Stimmung und die Unterst&#252;tzung der Idee der massenhaften   Nicht-Registrierung. Weil viele Menschen sich aufgrund der angedrohten   Bu&#223;gelder und Gerichtsverfahren Sorgen machten, war klar, dass die Zahl   derer, die sich doch noch registrieren w&#252;rden, in den letzten Tagen vor   Fristende noch Schritt f&#252;r Schritt zunehmen w&#252;rde. Das bedeutete aber   nicht, dass man die Steuer unterst&#252;tzte. In den kommenden Monaten wird   es wichtig sein, dass die Kampagne mit den Haushalten in Kontakt kommt,   die sich haben registrieren lassen. Wir m&#252;ssen versuchen, sie f&#252;r die   Massen-Kampagne gegen die Zahlung der neuen Grundsteuer und Wasserabgabe   zu gewinnen, die 2013 kommen sollen.<\/p>\n<h4>  Mythos vom kleinlauten irischen Arbeiter, der K&#252;rzungen akzeptiert,   greift nicht mehr<\/h4>\n<p>  Das Ausma&#223; an Ablehnung und Widerstand gegen die Haushaltssteuer   entkr&#228;ftet den vom irischen kapitalistischen Establishment und den   Massenmedien auf eingebildete Art und Weise verbreiteten Mythos, wonach   die irischen ArbeiterInnen eine nicht enden wollende Spar-Di&#228;t   akzeptieren und sich nicht wie die Menschen in Griechenland verhalten   werden. Die &#220;berschrift eines j&#252;ngst in der &#8222;New York Times&#8220;   ver&#246;ffentlichten Artikels fasste die weitere Bedeutung der Kampagne   zusammen: &#8222;Wachsende Bewegung gegen die neue Steuer zeigt: Es ist   Schluss mit dem irischen Gleichmut&#8220;.<\/p>\n<p>  Wie die &#8222;Socialist Party&#8220; es bei vielen Gelegenheiten schon ausgef&#252;hrt   hat, sind die Menschen aus der Arbeiterklasse auf der Suche nach einer   M&#246;glichkeit, sich gegen die Sparpolitik zu wehren. Immer wieder wurde   ihnen daf&#252;r von einer verr&#228;terischen und unterw&#252;rfigen   Gewerkschaftsb&#252;rokratie der Weg versperrt, die unt&#228;tig dasitzt w&#228;hrend   Hunderttausende ihre Arbeitspl&#228;tze verloren haben oder von   Lohnstreichung betroffen sind.<\/p>\n<p>  Weil die Gewerkschaften keine Opposition zu den K&#252;rzungen beziehen, war   ausreichend Platz f&#252;r eine massive Propaganda-Offensive des   Establishments. Gebetsm&#252;hlenartig hie&#223; es immer wieder: &#8222;Es gibt keine   Alternative&#8220;. Das zehrte am Selbstvertrauen vieler ArbeiterInnen und   erzeugte angesichts der Tatsache, dass wir uns offenbar in Zeiten   befinden, in denen es st&#228;ndig zu Niederlagen und R&#252;ckschritten kommt,   auch Zukunfts&#228;ngste. Das sollte die bestimmende Perspektive der Menschen   aus der Arbeiterklasse sein.<\/p>\n<p>  Doch das hat sich nun zu &#228;ndern begonnen. Die Kampagne CAHWT hat der   Wut, die unter der Oberfl&#228;che der Gesellschaft zunimmt, auf organisierte   Art und Weise Ausdruck verliehen. Unter bedeutsamen Schichten der   Arbeiterklasse kommt es zunehmend zu einem Gef&#252;hl, dass wir so nicht   weiterleben k&#246;nnen. Aufgrund der Ungleichheiten in der Gesellschaft und   eines Gef&#252;hls der Ungerechtigkeit infolge der Krise ist eine wachsende   Wut zu verzeichnen.<\/p>\n<h4>  Frontlinien sind klar<\/h4>\n<p>  Hinsichtlich der Haushaltssteuer sind die Frontlinien klar abgesteckt.   Der Kampf gegen die Haushaltssteuer bringt wichtige Aspekte mit sich.   Die Kampagne muss sich auf die M&#246;glichkeit vorbereiten, dass Menschen   aus der Arbeiterklasse vor Gericht gebracht werden. In den n&#228;chsten   Wochen und Monaten m&#252;ssen wir unsere Kampagne in den Wohnvierteln der   Arbeiterklasse st&#228;rker machen. Es sieht danach aus, als h&#228;tte die   Regierung nicht keine Wahl und als m&#252;sse sie diesen Weg tats&#228;chlich   gehen, wenn sie bei der Einf&#252;hrung der neuen Steuern wirklich   erfolgreich sein wollen. Wenn sie nicht versuchen werden, denen einen   Schlag zu versetzen, die die Haushaltssteuer nicht bezahlen, warum   sollte dann irgendwer noch neue Steuern berappen?<\/p>\n<p>  Wir m&#252;ssen der Regierung aber auch eine politische Schlacht liefern.   Dazu geh&#246;rt, dass wir der Bedrohung begegnen m&#252;ssen, dass die   massenhafte Bewegung gegen die Haushaltssteuer benutzt wird, um damit   weitere K&#252;rzungen bei den kommunalen Dienstleistungen zu rechtfertigen.   Das Verm&#246;gen der 300 reichsten Menschen in Irland ist zwischen 2009 und   2011 um 12 Milliarden Euro gewachsen. Die Kampagne sollte ihre Position   f&#252;r eine Verm&#246;genssteuer f&#252;r diese Leute weiter ausbauen. Sie und die   anderen Super-Reichen Irlands m&#252;ssen f&#252;r unser Wohl zahlen. Der   zerst&#246;rerische Charakter der Sparpakete muss vollends klar gemacht   werden. Es muss eine Bewegung allgemein gegen alle Sparpakete aufgebaut   werden. AktivistInnen in CAHWT sollten ermutigt werden, eine Opposition   gegen das &#8222;Spar-Abkommen&#8220; der Regierung aufzubauen, zu dem es Ende Mai   ein Referendum geben wird.<\/p>\n<p>  In der Gesellschaft kommt es zunehmend zu der Einsch&#228;tzung, dass die   &#8222;Sparpolitik&#8220; die wirtschaftliche Krise, die vor einigen Jahren begann,   nur noch weiter verschlimmert. 2011 sank das irische   Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,5 Prozent, weil der Binnenmarkt immer   weiter zur&#252;ckging. Dies wird die Grundlage f&#252;r eine breite Revolte gegen   die Sparpolitik der Regierung sein. W&#228;hrend es korrekt ist, f&#252;r eine   Verm&#246;genssteuer einzutreten, besteht gleichzeitig auch die   Notwendigkeit, die wichtigsten Teile der Wirtschaft unter demokratischer   Kontrolle in &#246;ffentliches Eigentum zu &#252;berf&#252;hren. Dies w&#252;rde zu   demokratischer Planung f&#252;hren und dazu, dass die Gesch&#228;ftsf&#252;hrung   demokratisch vonstatten geht und die Ressourcen des Landes sinnvoll   eingesetzt werden. Eine Fortentwicklung der Infrastruktur und der   Industrie w&#228;re somit m&#246;glich wie auch die Weiterentwicklung des   Gesundheitssektors, des Bildungsbereichs usw.<\/p>\n<p>  Wenn die &#8222;Campaign Against the Household and Water Taxes&#8220; auf ihrem   ersten Erfolg weiter aufbauen kann, dann kann sie dem K&#252;rzungsprogramm   in Irland und in ganz Europa einen empfindlichen Schlag versetzen. Indem   tausende von Menschen aus der Arbeiterklasse zusammengebracht werden und   sich politisieren kann die Kampagne durchaus die Basis f&#252;r den Aufbau   einer neuen Partei der Arbeiterklasse in Irland schaffen. Die &#8222;Socialist   Party&#8220; wird weiterhin mit an der Spitze dieser Kampagne stehen und so   auch dabei mithelfen, die Arbeiterbewegung in Irland wieder aufzubauen.   Diese Ereignisse jetzt bieten uns eine historische M&#246;glichkeit, den   sozialistischen Ideen von James Connolly und Jim Larkin zu neuer   Popularit&#228;t zu verhelfen. Ideen, die f&#252;r ein krisen-gesch&#252;tteltes Irland   nie bedeutsamer waren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Sonder-Steuer der Regierungskoalition: Frist f&#252;r Selbst-Registrierung<br \/>\n      endet und Massen-Opposition dagegen auf neuem H&#246;hepunkt\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[46],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14774"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14774"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14774\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14774"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14774"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14774"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}