{"id":14770,"date":"2012-04-04T00:00:00","date_gmt":"2012-04-03T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=14770"},"modified":"2012-05-15T14:41:32","modified_gmt":"2012-05-15T12:41:32","slug":"14770","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2012\/04\/14770\/","title":{"rendered":"LINKE Rostock: F&#252;r ein sozialistisches Europa!"},"content":{"rendered":"<p>  Kreisparteitag beschlie&#223;t klar sozialistische Position zur Euro-Krise   und mobilisiert zu den Mai-Protesten<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Beim Kreisparteitag der LINKEN in Rostock, erhielten Antr&#228;ge mit   sozialistischer und k&#228;mpferischer Ausrichtung eine Mehrheit. Diese waren   von der Basisorganisation &#8222;Linke Opposition&#8220;, in der auch die Rostocker   SAV-B&#252;rgerschaftsabgeordnete Christine Lehnert aktiv ist, eingebracht   worden.<b> <\/b><\/p>\n<h4>  <i><b>von Torsten Sting, Rostock<\/b><\/i><\/h4>\n<p>  Zum einen wurde Solidarit&#228;t mit dem Kampf der Menschen in Griechenland   gegen das Verarmungsprogramm der Troika ausgedr&#252;ckt. Ebenso wird eine   L&#246;sung der Probleme im Sinne der Masse der Bev&#246;lkerung angeboten: &#8222;Wir   setzen der kapitalistischen Politik von Merkozy eine sozialistische   Politik entgegen, die die Bed&#252;rfnisse der Menschen und der Natur in den   Mittelpunkt stellt. Diese Krise ist eine Krise des Systems. Eine L&#246;sung   ist nur m&#246;glich, wenn die Grenzen der kapitalistischen Profitwirtschaft   gesprengt werden.&#8220; Gefordert wird u.a. die &#8222;sofortige Streichung der   Staatsschulden gegen&#252;ber den privaten und institutionellen Gl&#228;ubigern,   die Verstaatlichung aller privaten Banken und ihre &#220;berf&#252;hrung in eine   &#246;ffentliche demokratisch kontrollierte Bank, kontrolliert und verwaltet   durch die arbeitende Bev&#246;lkerung, &#220;berf&#252;hrung in &#246;ffentliches Eigentum   aller Unternehmen, die Massenentlassungen oder Betriebsschlie&#223;ungen   ank&#252;ndigen bei demokratischer Kontrolle und Verwaltung durch gew&#228;hlte   VertreterInnen der Belegschaften und der arbeitenden Bev&#246;lkerung, Nein   zur kapitalistischen EU &#8211; f&#252;r ein sozialistisches Europa!&#8220;<\/p>\n<p>  Der Parteitag unterst&#252;tzt die Proteste in Frankfurt\/Main, die im Mai   stattfinden werden und wird zusammen mit B&#252;ndnispartnern zur   Finanzierung von Bussen beitragen.<\/p>\n<p>  Letztlich wurde ein Antrag zur Verteidigung der Arbeitsbedingungen am   Volkstheater beschlossen, der im Widerspruch zur bisherigen Position der   LINKE-Fraktion in der B&#252;rgerschaft steht und sich gegen die Einf&#252;hrung   eines Haustarifvertrags richtet (Antrag <a href=\"\/media\/z\/Antrag_Volkstheater_2012.rtf\">hier<\/a>)<\/p>\n<p>  Fazit: Ein Erfolg f&#252;r jene, die sich in der Partei f&#252;r einen   k&#228;mpferischen, antikapitalistischen Kurs einsetzen. SAV- Mitglieder   haben gemeinsam mit anderen MitstreiterInnen einen wichtigen Beitrag   dazu geleistet. Nun gilt es daf&#252;r zu sorgen, dass es nicht bei sch&#246;nen   Worten bleibt.<\/p>\n<h4>  <b>Dokumentiert: Beschluss des 3. Kreisparteitags der Partei DIE LINKE   in Rostock vom 31.03.2012<\/b><\/h4>\n<p>  <b>Von Athen bis Berlin: Nein zum K&#252;rzungsdiktat<\/b><\/p>\n<p>  <b>Schulden streichen &#8211; Banken verstaatlichen<\/b><\/p>\n<p>  &#8222;Wir unterst&#252;tzen die europ&#228;ischen Aktionstage vom 16. bis 19. Mai in   Frankfurt\/Main gegen die von EU, EZB, IWF und den europ&#228;ischen   Regierungen betriebene Verarmungspolitik.<\/p>\n<p>  Die Krise des Kapitalismus wird auf dem R&#252;cken von Millionen   ArbeitnehmerInnen, Erwerbslosen, Jugendlichen und RentnerInnen   ausgetragen. Um Banken, Konzerne und das kapitalistische System zu   retten, wurden Milliarden &#246;ffentlicher Gelder ausgegeben. Die daraus   resultierende gigantische Staatsverschuldung soll nun von der Masse der   Bev&#246;lkerung finanziert werden.<\/p>\n<p>  Wir weisen die Propaganda gegen angeblich &#252;ber ihre Verh&#228;ltnisse lebende   Griechinnen und Griechen zur&#252;ck. Weder sie, noch italienische,   spanische, irische, portugiesische oder auch deutsche ArbeiterInnen sind   f&#252;r die Krise des Kapitalismus verantwortlich. Wir lehnen die   Rettungsprogramme ab, weil sie nicht den Bev&#246;lkerungen zu Gute kommen,   sondern den Banken. Deshalb sagen wir: Wir zahlen nicht f&#252;r die Banken!<\/p>\n<p>  Wir k&#228;mpfen gegen eine Politik, die zur Verarmung von Millionen Menschen   f&#252;hrt, demokratische Rechte zerst&#246;rt und Griechenland in einen Zustand   moderner Kolonialisierung treibt. Damit heizt die Krise des Systems und   die Politik der Regierungen Nationalismus und nationale Konflikte an.<\/p>\n<p>  Die griechischen abh&#228;ngig Besch&#228;ftigten, Erwerbslosen, Jugendlichen und   RentnerInnen brauchen die Solidarit&#228;t der internationalen   Arbeiterbewegung und Linken. Ihnen soll das Fell &#252;ber die Ohren gezogen   werden &#8211; nicht nur um die Banken zu retten und Profitraten zu   restaurieren, sondern auch um ein Exempel zu statuieren. Was heute der   griechischen Bev&#246;lkerung angetan wird, erwartet morgen die Menschen in   Spanien und Portugal und &#252;bermorgen auch uns in Deutschland.<\/p>\n<p>  Deshalb ist es h&#246;chste Zeit laut und entschlossen &#8222;Nein&#8220; zu sagen! Nein   zu:<\/p>\n<p>  &#8211; Allen K&#252;rzungsprogrammen europaweit<\/p>\n<p>  &#8211; Der Aush&#246;hlung demokratischer Rechte und dem Diktat der Troika (IWF,   EZB und EU)<\/p>\n<p>  Dem Europa der Banken und Konzerne stellen wir den gemeinsamen,   internationalen Widerstand von ArbeiterInnen und sozial Benachteiligten   entgegen. Wir fordern die Gewerkschaften und die Europ&#228;ische Linkspartei   auf, endlich ernsthafte Schritte zur Koordinierung des europaweit   notwendigen Widerstands gegen die Verarmungspolitik zu betreiben.   Aktionstage, internationale Demonstrationen und ein europaweiter   Generalstreik sind n&#246;tig, um Merkel, Sarkozy und ihre Vasallen zu   stoppen!<\/p>\n<p>  Der Schein von wirtschaftlicher Stabilit&#228;t in der Bundesrepublik tr&#252;gt,   eine neuerliche wirtschaftliche Talfahrt kann jederzeit einsetzen. Hier   zahlen die Besch&#228;ftigten seit Jahren durch Reallohnverluste, Agenda   2010, Ausweitung des Niedriglohnsektors etc. f&#252;r die kapitalistische   Profitmaximierung.<\/p>\n<p>  Wir fordern:<\/p>\n<p>  * Vollst&#228;ndige R&#252;cknahme der Agenda 2010 und der Rente ab 67<\/p>\n<p>  * Nein zur Schuldenbremse<\/p>\n<p>  * Sofortige Einf&#252;hrung einer Verm&#246;gens- und Million&#228;rssteuer und   drastische Erh&#246;hung der Steuern auf Unternehmensgewinne.<\/p>\n<p>  * Drastische Arbeitszeitverk&#252;rzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich<\/p>\n<p>  * Einf&#252;hrung eines Mindestlohns von zehn Euro pro Stunde als erstem   Schritt zu zw&#246;lf Euro<\/p>\n<p>  * Nein zu Leiharbeit und Missbrauch von Werkvertr&#228;gen<\/p>\n<p>  * Staatliche Investitionsprogramme in Bildung, Gesundheit, Umwelt und   Soziales finanziert durch die Gewinne der Banken und Konzerne<\/p>\n<p>  Wir setzen der kapitalistischen Politik von Merkozy eine sozialistische   Politik entgegen, die die Bed&#252;rfnisse der Menschen und der Natur in den   Mittelpunkt stellt. Diese Krise ist eine Krise des Systems. Eine L&#246;sung   ist nur m&#246;glich, wenn die Grenzen der kapitalistischen Profitwirtschaft   gesprengt werden.<\/p>\n<p>  Wir fordern:<\/p>\n<p>  &#8211; Sofortige Streichung der Staatsschulden gegen&#252;ber den privaten und   institutionellen Gl&#228;ubigern<\/p>\n<p>  &#8211; Keine Enteignung von Kleinanlegern, sondern Sicherung ihrer Einlagen<\/p>\n<p>  &#8211; F&#252;r die Verstaatlichung aller privaten Banken und ihre &#220;berf&#252;hrung in   eine &#246;ffentliche demokratisch kontrollierte Bank, kontrolliert und   verwaltet durch die arbeitende Bev&#246;lkerung<\/p>\n<p>  &#8211; TROIKA und IWF raus aus Griechenland. Keine Unterst&#252;tzung von   undemokratischen Technokratenregierungen<\/p>\n<p>  &#8211; &#220;berf&#252;hrung in &#246;ffentliches Eigentum aller Unternehmen, die   Massenentlassungen oder Betriebsschlie&#223;ungen ank&#252;ndigen bei   demokratischer Kontrolle und Verwaltung durch gew&#228;hlte VertreterInnen   der Belegschaften und der arbeitenden Bev&#246;lkerung<\/p>\n<p>  &#8211; Nein zur kapitalistischen EU &#8211; f&#252;r ein sozialistisches Europa!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Kreisparteitag beschlie&#223;t klar sozialistische Position zur Euro-Krise<br \/>\n      und mobilisiert zu den Mai-Protesten\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[23,25],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14770"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14770"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14770\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14770"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14770"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14770"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}