{"id":14756,"date":"2012-04-01T16:22:00","date_gmt":"2012-04-01T16:22:00","guid":{"rendered":".\/?p=14756"},"modified":"2012-04-01T16:22:00","modified_gmt":"2012-04-01T16:22:00","slug":"14756","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2012\/04\/14756\/","title":{"rendered":"Linksjugend [&quot;solid] Bundeskongress 2012"},"content":{"rendered":"<p>  Jugendverband mobilisiert nach Frankfurt, diskutiert solidarisch und   behandelt zahlreiche Antr&#228;ge<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<h4>  <i>von Michael Koschitzki, Berlin<\/i><\/h4>\n<p>  Im Eingangssaal der Ufer-Studios in Berlin hing ein Transparent mit der   Aufschrift &#8222;Bei den Banken sind sie fix &#8211; f&#252;r die   Schlecker-Arbeiter\/-innen tun sie nix&#8220; auf dem die 180 Delegierten   unterschreiben konnten. Aus den Landesverb&#228;nden Berlin, Bremen, Hamburg   und Nordrhein-Westfalen waren auch Mitglieder der SAV delegiert. Das   Antragsheft des Bundeskongress kam auf 120 Seiten. Gerade der   Landesverband Nordrhein-Westfalen, der wegen der vorgezogenen Neuwahlen   mit weniger Delegierten anreiste, sorgte mit mehreren Antr&#228;gen zu   Forderungen, Kampagnen und Positionierungen f&#252;r Diskussionsstoff.   Zweimal bis in die Nacht wurde getagt und um Antr&#228;ge gerungen. Das erste   Mal wurden Antr&#228;ge in zwei Workshopphasen vordiskutiert und &#252;ber   &#196;nderungsantr&#228;ge verhandelt. W&#228;hrend das Verfahren teilweise   b&#252;rokratisch wurde, gab es insgesamt mehr inhaltliche Diskussionen, die   Linke in Linksjugend f&#252;r sich nutzen konnten.<\/p>\n<p align=\"center\">  <embed type=\"application\/x-shockwave-flash\" src=\"https:\/\/picasaweb.google.com\/s\/c\/bin\/slideshow.swf\" height=\"267\" pluginspage=\"http:\/\/www.macromedia.com\/go\/getflashplayer\" width=\"400\" flashvars=\"host=picasaweb.google.com&#038;hl=de&#038;feat=flashalbum&#038;RGB=0x000000&#038;feed=https%3A%2F%2Fpicasaweb.google.com%2Fdata%2Ffeed%2Fapi%2Fuser%2F102458489215897250915%2Falbumid%2F5726436606488527025%3Falt%3Drss%26kind%3Dphoto%26hl%3Dde\">  <\/embed><br \/>  <i>Fotostrecke von dcb<\/i><\/p>\n<h4>  Auf nach Frankfurt<\/h4>\n<p>  Gro&#223;e Einigkeit bestand darin, bundesweit zu den Aktionstagen vom 17.   bis 19. Mai in Frankfurt zu mobilisieren. W&#228;hrend einige Basisgruppen   schon &#252;ber Busorganisation und Material geredet hatten, steckt die   Mobilisierung sieben Wochen vor der Aktion noch in den Kinderschuhen. In   einer kontroversen Diskussion wurden Forderungen f&#252;r die Bewegung   beschlossen. Dazu z&#228;hlt die Ablehnung des K&#252;rzungsdiktats von EZB, IWF,   EU und Bundesregierung, die Zulassung von politischen Streiks und die   &#220;berf&#252;hrung der Banken und Konzerne in &#214;ffentliches Eigentum unter   demokratischer Kontrolle der Bev&#246;lkerung. Kontrovers wurde diskutiert,   ob Linksjugend [&quot;solid] die Streichung der Staatsschulden fordern   sollte. Nach einer knappen Diskussion wurde die Aufstellung dieser   Forderung nicht beschlossen, auch weil vielen Delegierten in der kurzen   Zeit nicht klar wurde, warum diese Forderung aufgestellt werden muss.   Eine Projekt-AG zu den Maiprotesten wurde auf dem Kongress erweitert und   ist damit beauftragt in der knappen Zeit, Mobilisierungsmaterial zu   erstellen und eine Pr&#228;senz des Jugendverbandes in Frankfurt zu   organisieren.<\/p>\n<h4>  Nazis stoppen<\/h4>\n<p>  Ein Schwerpunkt f&#252;r den sp&#228;ten Sommer stellt der Jahrestag der Pogrome   von Rostock-Lichtenhagen da. Der Jugendverband organisiert lokale   Veranstaltungen und mobilisiert im August nach Rostock. In mehreren   St&#228;dten ist Linksjugend [&quot;solid] in B&#252;ndnissen und bei Blockaden von   Nazi-Aufm&#228;rschen aktiv. Darin setzt sich der Bundesverband jetzt   bundesweit f&#252;r die Aufl&#246;sung des Verfassungsschutzes ein und beschloss   eine Resolution vom Landesverband Nordrhein-Westfalen, die den   Zusammenhang von Faschisten und sozialer Frage herausstellte und sich   daf&#252;r Aussprach von links Antworten auf die rechte Hetze zu geben.<\/p>\n<h4>  Nein zum Krieg gegen den Iran und Syrien &#8211; Nein zu Sanktionen<\/h4>\n<p>  Der Verband bilanzierte die vor allem vom Landesverband Hamburg und   Bundesarbeitskreis Antimilitarismus und Frieden gef&#246;rderte Kampagne   &#8222;Bundeswehr raus aus den Schulen&#8220; positiv. Der Bundeskongress   bekr&#228;ftigte die klare Antikriegshaltung des Jugendverbandes. &#220;ber die   Positionierung zu den Bewegungen in Iran und Syrien und zu   imperialistischer Einmischung in diesen L&#228;ndern gab es ausf&#252;hrlichere   Diskussionen in einem Workshop und dem Plenum. Mehrheitlich entschied   sich der Bundeskongress nach kontroverser Diskussion die Antr&#228;ge aus NRW   anzunehmen, welche die Bewegungen gegen die Mullahs und Assad   unterst&#252;tzt und sich klar gegen die Einmischung imperialistischer L&#228;nder   und Sanktionen stellte. Es wurde ein unabh&#228;ngiges sozialistisches   Programm und Selbstorganisation gefordert und die Forderung nach der   Enteignung der R&#252;stungsindustrie aufgestellt. In diesem Zusammenhang   wurde auch der antideutsche Bundesarbeitskreis Shalom aufgefordert, die   Kampagne &#8222;Stop the Bomb&#8220; nicht mehr zu unterst&#252;tzen, welche Sanktionen   gegen den Iran fordert und der Bundesverband distanzierte sich   mehrheitlich von der Kampagne.<\/p>\n<h4>  Initiativantr&#228;ge und Wahlen<\/h4>\n<p>  Mit gro&#223;er Mehrheit einigte sich der Jugendverband auf einen neuen   BundessprecherInnenrat, einen jugendpolitischen Sprecher und w&#228;hlte   Delegierte zum Bundesparteitag der LINKEN. Darin sind jedoch diejenigen,   die den Bundeskongress inhaltlich pr&#228;gten und in den Kampagnen aktiv   waren, wenig repr&#228;sentiert und es wird sich zeigen, wie die Gremien die   Positionen und Kampagnen aufgreifen. Fast alle Delegierten zum   Bundesparteitag sprachen sich bei ihren Kandidaturen gegen Dietmar   Bartsch und Gesine L&#246;tzsch als Parteivorsitzende aus und forderten   mindestens Haltelinien an eine Regierungsbeteiligung der Partei.<\/p>\n<p>  Der Bundeskongress hatte nur wenige Initiativantr&#228;ge zu behandeln.   Kritisch positionierte sich der Jugendverband zum Tarifabschluss in den   Tarifverhandlungen &#214;ffentlicher Dienst, weil die M&#246;glichkeiten dort   nicht ausgesch&#246;pft und beispielsweise die Forderung nach einem   Sockelbetrag nicht durchgesetzt wurde.<\/p>\n<h4>  F&#252;r einen k&#228;mpferischen Jugendverband<\/h4>\n<p>  Das Verh&#228;ltnis zur Partei DIE LINKE wurde kaum behandelt. Die wenigen   Antr&#228;ge, die zum Verh&#228;ltnis zur Partei gestellt wurden, wurden abgelehnt   oder entsprechende Passagen gestrichen. Neben den Antr&#228;gen aus NRW gab   es nur wenige Antr&#228;ge von anderen Landesverb&#228;nden, die sich mit   aktuellen Kampagnen auseinandersetzten. Die Antr&#228;ge vom alten BSPR   trugen nur wenig zur inhaltlichen Ausrichtung des Verbandes bei und   mehrfach folgte der Kongress &#196;nderungsvorschl&#228;gen des BSPRs nicht.<\/p>\n<p>  Beim Bundeskongress konnten mehr linke Forderungen und Beschl&#252;sse   durchgesetzt werden, als in der Vergangenheit. Das zeigt jedoch, dass   linke Delegierte den Raum f&#252;r Debatten f&#252;r sich nutzen konnten und   dr&#252;ckt nicht unbedingt eine Linksverschiebung im Verband aus.   Linksjugend [&quot;solid] sollte jetzt unmittelbar die Mobilisierung nach   Frankfurt angehen und verst&#228;rkt in Bewegungen und Kampagnen Jugendliche   gewinnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Jugendverband mobilisiert nach Frankfurt, diskutiert solidarisch und<br \/>\n      behandelt zahlreiche Antr&#228;ge\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[26],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14756"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14756"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14756\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14756"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14756"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14756"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}