{"id":14750,"date":"2012-03-30T13:15:00","date_gmt":"2012-03-30T11:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=14750"},"modified":"2012-06-08T20:07:12","modified_gmt":"2012-06-08T18:07:12","slug":"14750","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2012\/03\/14750\/","title":{"rendered":"IG Metall und ver.di: Tarifforderungen voll durchsetzen"},"content":{"rendered":"<p>  Gemeinsam k&#228;mpfen<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>&#8222;Das Geld ist da, es ist nur falsch verteilt!&#8220; rief Renate Sternatz   vom ver.di-Bundesvorstand unter gro&#223;em Beifall auf der   Abschlusskundgebung des Warnstreiks am 22. M&#228;rz in Dresden. &#220;ber 5.000   Menschen waren allein hier dem Aufruf gefolgt, &#252;berhaupt gab es sehr   gute Beteiligungen an den Warnstreiks von ver.di im M&#228;rz &#8211; ein   deutliches Zeichen daf&#252;r, dass die Besch&#228;ftigten genug haben von   Reallohnverlust, Stellenabbau und K&#252;rzungspaketen.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Dorit Wallenburger, Vorsitzende der ver.di-Betriebsgruppe im   Krankenhaus Dresden-Neustadt*<\/i><\/h4>\n<p>  Die KollegInnen wollen nicht mehr hinnehmen, dass dem   Ex-Bundespr&#228;sidenten Christian Wulff ein Ehrensold von 199.000 Euro plus   280.000 Euro f&#252;r B&#252;ro, B&#252;rokraft und Fahrer gew&#228;hrt werden und sie bei   st&#228;ndig steigenden Lebenshaltungskosten kaum noch &#252;ber die Runden   kommen. Oder dass ein VW-Chef Martin Winterkorn 2011 16,6 Millionen Euro   bekommt, w&#228;hrend unsereins die Banken-Rettungsschirme bezahlen soll.<\/p>\n<p>  Die ver.di-Forderung von 6,5 Prozent, mindestens 200 Euro und die   unbefristete &#220;bernahme aller Auszubildenden erscheint da fast noch   bescheiden. Gleiches gilt f&#252;r die IG-Metall-Tarifrunde, in der ebenfalls   6,5 Prozent sowie die unbefristete Anstellung aller Azubis und mehr   Mitbestimmung der Betriebsr&#228;te bei der Leiharbeit gefordert werden.<\/p>\n<p>  Das erste &#8222;Angebot&#8220; der Arbeitgeberseite im &#214;ffentlichen Dienst von   etwas &#252;ber drei Prozent bei zwei Jahren Laufzeit bedeutet dagegen sogar   weiteren Reallohnverlust. Da gilt es, harte Kante zu zeigen und die   derzeitige Schw&#228;che der Bundesregierung auszunutzen. Die Forderungen   m&#252;ssen von ver.di und IG Metall &#8211; bei einer Laufzeit von zw&#246;lf Monaten!   &#8211; ohne Abstriche durchgesetzt werden.<\/p>\n<h4>  Schluss mit Billigjobs!<\/h4>\n<p>  In den letzten 15 Jahren wurde fast jede dritte Stelle im &#214;ffentlichen   Dienst gestrichen. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der   Teilzeitstellen um 50 Prozent und die befristeten   Besch&#228;ftigungsverh&#228;ltnisse nahmen extrem zu. Ohnehin arbeiten in   Deutschland nur noch 50 Prozent der KollegInnen unter einem   Fl&#228;chentarifvertrag. Bundesweit gibt es fast eine Million   LeiharbeiterInnen, 300.000 von ihnen werden in der Metallindustrie   ausgebeutet.<\/p>\n<p>  Es geht darum, diese Lohn-Spirale nach unten endlich zu stoppen. Wenn   uns in diesem Fr&#252;hjahr eine Tarifwende gelingen sollte, dann k&#246;nnte   dieser Erfolg auch dabei helfen, gegen die voranschreitende   Prekarisierung vorzugehen.<\/p>\n<h4>  Kampfkraft b&#252;ndeln<\/h4>\n<p>  Jetzt kommt es darauf an, die vorhandene Kampfbereitschaft der   Besch&#228;ftigten zu nutzen. Wenn die Arbeitgeberseite den Forderungen nicht   entspricht, sollten Vollstreiks vorbereitet werden. Richtig Druck k&#246;nnen   wir machen, wenn die Auseinandersetzungen der beiden Gro&#223;gewerkschaften   ver.di und IG Metall zusammengebracht &#8211; und mit den Tarifkonflikten bei   Telekom und Chemie sowie mit den K&#228;mpfen gegen Arbeitsplatzabbau bei   Schlecker, Opel und Nokia verbunden &#8211; werden: durch gegenseitige Besuche   bei Streikposten, zeitgleiche Streiks und gemeinsame Demonstrationen.   Dann k&#246;nnten wir die &#196;ra der Reallohnverluste beenden und dem Widerstand   gegen die Krisen- und K&#252;rzungspolitik neuen Schwung geben.<\/p>\n<\/p>\n<p>  *Angaben dienen nur der Kenntlichmachung der Person<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Gemeinsam k&#228;mpfen\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[17],"tags":[246],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14750"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14750"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14750\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14750"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14750"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14750"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}