{"id":14741,"date":"2012-03-20T12:00:00","date_gmt":"2012-03-20T11:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=14741"},"modified":"2012-05-15T14:42:21","modified_gmt":"2012-05-15T12:42:21","slug":"14741","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2012\/03\/14741\/","title":{"rendered":"OB-Stichwahl in Frankfurt\/Main: Nein zu Rhein &#8211; Feldmann keine       Alternative"},"content":{"rendered":"<p>  Diskussionsbeitrag der Sozialistischen Alternative &#8211; SAV, Ortsgruppe   Frankfurt\/Main<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Erwartungsgem&#228;&#223; hatte der erste Wahlgang der Frankfurter OB-Wahl zur   Folge, dass Boris Rhein (CDU) und Peter Feldmann (SPD) am 25. M&#228;rz in   einer Stichwahl gegeneinander antreten. Rhein verk&#246;rpert den   reaktion&#228;rsten Fl&#252;gel der Union und ihres f&#252;r seine rassistischen   Kampagnen (zum Beispiel zur Doppelten Staatsb&#252;rgerschaft) bekannten   hessischen Landesverbandes. Er steht f&#252;r die Politik des   Flughafenausbaus und der Sozialk&#252;rzungen. Deshalb haben wir vollstes   Verst&#228;ndnis f&#252;r jede und jeden, der\/die sein Kreuz bei Feldmann macht,   um einen Oberb&#252;rgermeister Boris Rhein zu verhindern. Dennoch halten wir   es f&#252;r einen Fehler, dass Die LINKE Frankfurt mit ihrem Aufruf &#8222;Nein zu   Rhein&#8220; de facto zur Wahl des SPD-Kandidaten Feldmann aufruft. Die LINKE   ist richterweise mit einer eigenen OB-Kandidatin angetreten, um sich als   Alternative zum Einheitsbrei der etablierten Parteien CDU, FDP, Gr&#252;ne   und SPD zu profilieren. All diese Parteien betreiben seit Jahren eine   Politik des Sozialabbaus, der Privatisierung und Ausgrenzung.<\/p>\n<p>  Sicher ist: Auch ein OB Feldmann wird die unsoziale Politik fortsetzen,   in Zusammenarbeit mit dem schwarz-gr&#252;n dominierten Magistrat. Wir   stimmen mit der Einsch&#228;tzung der LINKE-Stadtteilgruppe Nord &#252;berein:   &#8222;Gleichg&#252;ltig ob der k&#252;nftige Oberb&#252;rgermeister Rhein oder Feldmann   hei&#223;t, wird die Stadtpolitik der n&#228;chsten Jahre durch Einsparungen bei   den freiwilligen (sozialen) Ausgaben und die Erh&#246;hung von Geb&#252;hren f&#252;r   die Masse der B&#252;rger gepr&#228;gt sein. Aufgabe der LINKEN wird es dann sein,   dagegen Widerstand zu organisieren.&#8220; Wir meinen: Wenn Die LINKE zur Wahl   von Feldmann aufruft, erschwert das den sp&#228;ter in jedem Fall notwendigen   Widerstand gegen seine Politik. Die LINKE suggeriert damit, die SPD sei   das wie auch immer geartete kleinere &#220;bel zur CDU. Sinn der Gr&#252;ndung von   WASG und LINKE war es aber gerade, dieser Logik des vermeintlich   &#8222;kleineren &#220;bels&#8220; nicht l&#228;nger zu folgen. Wir brauchen eine grundlegende   Alternative zur etablierten Politik. Wenn Die LINKE zur Wahl des   SPD-Kandidaten aufruft, besteht die Gefahr, dass sie in Zukunft f&#252;r den   Sozialabbau unter Feldmann mit verantwortlich gemacht wird und ihre   Glaubw&#252;rdigkeit darunter leidet.<\/p>\n<p>  Unsere OB-Kandidatin Janine Wissler argumentiert in der jungen Welt vom   19. M&#228;rz, mit dem Aufruf gegen Rhein &#8211; und damit f&#252;r Feldmann &#8211; &#8222;k&#246;nnen   wir ins sozialdemokratische W&#228;hlerspektrum ausgreifen, wo es teilweise   gro&#223;e Sympathien f&#252;r unsere Kandidatur gab&#8220;. Nat&#252;rlich muss Die LINKE   versuchen, W&#228;hlerInnen der SPD und anderer Parteien zu gewinnen. Das   gelingt aber nicht durch Anbiederung, sondern indem Die LINKE als   konsequente Alternative wahrgenommen wird, die so handelt wie sie redet.   Vor allem aber geht es darum, die vielen Menschen zu erreichen, die sich   von keiner Partei mehr vertreten f&#252;hlen. Ohne klare Abgrenzung zu allen   neoliberalen Parteien werden wir diese Menschen nicht &#252;berzeugen k&#246;nnen.   Deshalb treten wir &#8211; bei allem Verst&#228;ndnis f&#252;r diejenigen, die Feldmann   ihre Stimme geben um Rhein zu verhindern &#8211; daf&#252;r ein, in dieser   Stichwahl keine Wahlempfehlung abzugeben. Jetzt gilt es, alle Kr&#228;fte auf   den Aufbau einer linken Alternative und die Mobilisierung zu den   Mai-Protesten gegen Bankenmacht in Frankfurt zu konzentrieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Diskussionsbeitrag der Sozialistischen Alternative &#8211; SAV, Ortsgruppe<br \/>\n      Frankfurt\/Main\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[25],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14741"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14741"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14741\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14741"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14741"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14741"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}