{"id":14719,"date":"2012-03-24T00:00:00","date_gmt":"2012-03-24T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14719"},"modified":"2012-03-24T00:00:00","modified_gmt":"2012-03-24T00:00:00","slug":"14719","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2012\/03\/14719\/","title":{"rendered":"Kein Ort f&#252;r Nazis!"},"content":{"rendered":"<p>  Aufm&#228;rsche, P&#246;beleien, &#220;bergriffe und sogar Morde &#8211; wo Nazis sich breit   machen, ist rechte Gewalt programmiert. Der Spruch &#8222;Faschismus ist keine   Meinung, sondern ein Verbrechen!&#8220; bewahrheitet sich regelm&#228;&#223;ig. Gr&#252;nde   gibt es also genug f&#252;r die Losung: Kein Platz, kein Raum, kein Ort f&#252;r   Nazis!<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<h4>  <i>von Christian Walter, Aachen<\/i><\/h4>\n<p>  Dresden hat ein Naziproblem. Dort marschierten jahrelang tausende   Faschisten auf, konnten ihre Hetze und NS-verherrlichende L&#252;gen   verbreiten und vor allem ihre Szene festigen. Durch entschlossene   Blockaden von bis zu 23.000 AntifaschistInnen, GewerkschafterInnen und   Linke wurde dieser Aufmarsch jetzt zum dritten Mal in Folge verhindert.   Ein gro&#223;er Erfolg &#8211; doch bleibt eine recht starke Nazi-Szene, die sich   nicht zuletzt durch ihre Aufm&#228;rsche, ihre Veranstaltungen, ihre   Treffpunkte aufbauen konnte.<\/p>\n<p>  Auch Dortmund hat ein Nazi-Problem. Im Stadtteil Dorstfeld gibt es fest   verankerte Nazi-Strukturen: Organisationen, ganze H&#228;user, die   mehrheitlich von Nazis bewohnt werden, und sogar ein &#8222;Nationales   Zentrum&#8220;. Nichtdeutsche, AntifaschistInnen, Linke werden dort regelm&#228;&#223;ig   bedroht und angegriffen.<\/p>\n<h4>  Widerstand ist m&#246;glich<\/h4>\n<p>  Es gibt viele &#228;hnliche Beispiele (im Osten, in Rheinland-Pfalz und   anderswo). Es gibt aber auch Beispiele, wie Nazis erfolgreich bek&#228;mpft   und ihre Strukturen zerschlagen werden k&#246;nnen. In Eschweiler bei Aachen   gab es in den Neunzigern ein &#8222;braunes Haus&#8220; &#8211; durch gro&#223;e   Demonstrationen, eine starke Kampagne und auch Outing-Aktionen wurden   die Faschisten schlie&#223;lich vertrieben. Bei Outing-Aktionen handelt es   sich um Ma&#223;nahmen, bei denen Nazis in ihrer Nachbarschaft, an der   Schule, Arbeit, im Umfeld &#8222;geoutet&#8220; werden: In Flugbl&#228;ttern und   Gespr&#228;chen wird auf ihre Aktivit&#228;ten und Ziele hingewiesen. In   Eschweiler f&#252;hrte dies dazu, dass sie kein bisschen mehr toleriert   wurden. Ihnen wurde nichts mehr verkauft. Wo sie auftraten, gab es in   k&#252;rzester Zeit Gegenaktionen. Sie mussten das &#8222;braune Haus&#8220; schlie&#223;lich   aufgeben.<\/p>\n<h4>  Nazi-Aufm&#228;rsche und Gegenaktionen<\/h4>\n<p>  Auch Kassel hat ein Nazi-Problem. Im Kasseler Norden versuchen Nazis   durch Einsch&#252;chterung auf den Stra&#223;en den Ton anzugeben. Jetzt hat sich   die Kampagne &#8222;Kein Ort f&#252;r Nazis&#8220; gegr&#252;ndet, an der auch Mitglieder von   SAV und Linksjugend [&#8217;solid] aktiv beteiligt sind. Am 24. M&#228;rz wird es   eine Demonstration geben.<\/p>\n<p>  Um die Nazis in ihre Schranken zu weisen, ist es auch n&#246;tig,   aufzuzeigen, wie sie versuchen, uns zu spalten im Kampf gegen Sozial-   und Bildungsabbau &#8211; und damit nur den Unternehmern und ihren Regierungen   nutzen. Wir m&#252;ssen dagegen klar machen, dass die Grenzen nicht zwischen   Deutschen und Nichtdeutschen verlaufen, sondern zwischen oben und unten.<\/p>\n<p>  In Eschweiler wollen Nazis am 31. M&#228;rz aufmarschieren. Am 4. und 7.   April sind in Stolberg bei Aachen Aufm&#228;rsche geplant. Und in Dortmund am   1. Mai &#8211; dem traditionellen Kampftag der Arbeiterklasse. Hier muss &#8211; wie   in Dresden &#8211; durch entschlossene Mobilisierung von   Migrantenorganisationen, AntifaschistInnen, Gewerkschaften, der Partei   DIE LINKE und anderen klargemacht werden: Sie kommen nicht durch &#8211; kein   Ort f&#252;r Nazis!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Aufm&#228;rsche, P&#246;beleien, &#220;bergriffe und sogar Morde &#8211; wo Nazis sich breit<br \/>\n      machen, ist rechte Gewalt programmiert. Der Spruch &#8222;Faschismus ist keine<br \/>\n      Meinung, sondern ein Verbrechen!&#8220; bewahrheitet sich regelm&#228;&#223;ig. 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