{"id":14714,"date":"2012-03-06T00:00:00","date_gmt":"2012-03-05T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=14714"},"modified":"2012-06-08T20:13:44","modified_gmt":"2012-06-08T18:13:44","slug":"14714","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2012\/03\/14714\/","title":{"rendered":"Bundespr&#228;sidentenamt geh&#246;rt abgeschafft"},"content":{"rendered":"<p>  Ist Klarsfeld eine linke Alternative zu Gauck?<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Nachdem Christian Wulff als Bundespr&#228;sident zur&#252;ckgetreten war,   stellten sich die Parteivorsitzenden Gesine L&#246;tzsch und Klaus Ernst   sowie Fraktionschef Gregor Gysi geschlossen vor die Kameras und   verk&#252;ndeten: &#8222;Um das Vertrauen in das Amt wieder herzustellen, sollte   diesmal kein Parteiengez&#228;nk stattfinden, sondern der Versuch unternommen   werden, dass sich alle Parteien und Fraktionen im Deutschen Bundestag   auf eine gemeinsame Kandidatin beziehungsweise einen gemeinsamen   Kandidaten verst&#228;ndigen&#8220; (Presseerkl&#228;rung vom 17. Februar). Eine   peinliche Anbiederung an das b&#252;rgerliche Establishment! Damit wird die   Erwartung gesch&#252;rt, dass eine gemeinsame Politik der LINKEN mit den   etablierten prokapitalistischen Parteien m&#246;glich sei.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Holger Dr&#246;ge, Berlin<\/i><\/h4>\n<p>  Zu betteln, an Gespr&#228;chen beteiligt zu werden, um einen neuen Betr&#252;ger   zu w&#228;hlen, ist aber mehr als das: Es ist die Legitimation eines   Staatsamtes, das keinerlei Legitimation verdient.<\/p>\n<h4>  Opposition statt Anbiederung<\/h4>\n<p>  Das Amt des Bundespr&#228;sidenten geh&#246;rt abgeschafft. Es dient lediglich der   Verschleierung der Machtverh&#228;ltnisse und soll eine &#220;berparteilichkeit   &#8222;vorgauckeln&#8220;, die es nicht gibt. Das sollten Linke offen aussprechen   und sich von der ganzen verlogenen &#8222;&#220;berparteilichkeit im Interesse der   B&#252;rger&#8220; distanzieren. Wir brauchen keine weitere Anbiederung an diese   etablierte Politik, sondern Opposition dazu. DIE LINKE kann nur dann   eine Alternative sein, wenn sie sich deutlich von den anderen Parteien   abgrenzt, statt darauf zu pochen, im Kreis der pro-kapitalistischen   Politik willkommen zu sein.<\/p>\n<p>  Wie das aussehen kann, zeigt sich in der Stellungnahme des   stellvertretenden NRW-Landessprechers Thies Gleiss: &#8222;Die Funktion des   Bundespr&#228;sidenten in der kapitalistischen Klassengesellschaft ist als   Institution eine L&#252;ge. Sie soll, verkleidet in der &#252;ber den Dingen   stehenden Figur eines auserw&#228;hlten K&#246;nigs, den Menschen vermitteln, es   g&#228;be in diesem Land keine Klassengesellschaft, keine Spaltung zwischen   Reich und Arm und keine Klasseninteressen, die jede einzelne politische   Frage aus sehr unterschiedlichen Perspektiven beantworten.&#8220;<\/p>\n<h4>  Beate Klarsfeld<\/h4>\n<p>  Deutlich machen k&#246;nnte DIE LINKE dies mit einer Kandidatin oder einem   Kandidaten, die oder der sich grundlegend von allen anderen   unterscheidet, den Neoliberalismus ablehnt und f&#252;r den   au&#223;erparlamentarischen Widerstand steht. Leider ist Beate Klarsfeld, die   nach Tagen kontroverser Debatte vom Parteivorstand einstimmig als   Kandidatin zur Wahl des Bundespr&#228;sidenten am 18. M&#228;rz aufgestellt wurde,   eine Fehlentscheidung. Zwar machte sich Klarsfeld 1968 einen Namen, weil   sie Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger auf einem CDU-Parteitag wegen   seiner NSDAP-Vergangenheit geohrfeigt hatte und sp&#228;ter zusammen mit   ihrem Mann Serge um die Auslieferung von Nazikriegsverbrechern k&#228;mpfte.   Allerdings nimmt Klarsfeld &#8211; die sich zu sozialen Fragen &#246;ffentlich   bislang kaum positioniert hat &#8211; eine v&#246;llig unkritische Haltung   gegen&#252;ber dem Staat Israel ein und bef&#252;rwortet die Besatzung in den   pal&#228;stinensischen Gebieten sowie den Irak-Krieg.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Ist Klarsfeld eine linke Alternative zu Gauck?\n    <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[78],"tags":[245],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14714"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14714"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14714\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14714"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14714"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14714"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}