{"id":14686,"date":"2012-02-18T00:00:00","date_gmt":"2012-02-17T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=14686"},"modified":"2012-06-28T16:03:54","modified_gmt":"2012-06-28T14:03:54","slug":"14686","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2012\/02\/14686\/","title":{"rendered":"Griechenland: Eine halbe Million Menschen auf dem Syntagma Platz"},"content":{"rendered":"<p>  Interview mit Andros Payiatsos, Sprecher der marxistischen Organisation   Xekinima, &#252;ber den Widerstand in den letzten Wochen<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Letzten Sonntag beschloss das griechische Parlament ein weiteres   Sparpaket, als Gegenleistung f&#252;r einen weiteren gro&#223;en Rettungsversuch,   das von EU und IMF gefordert wurde, um einen Staatsbankrott   Griechenlands zu verhindern. Das rigorose Sparpaket wurde von der   europ&#228;ischen Union als Vorbedingung f&#252;r die Freigabe des Fonds   eingefordert. Die K&#252;rzungen wiederum haben massive Proteste unter den   griechischen ArbeiterInnen ausgel&#246;st und brachen sich Bahn mit einem   24-st&#252;ndigen Generalstreik am Dienstag den 7.Februar und einem weiteren   48-st&#252;ndigen Generalstreik am Freitag und Samstag den 10. und   11.Februar. Das ist beispiellos in der Nachkriegsphase des Landes.   Enorme Proteste haben in ganz Griechenland stattgefunden.<\/p>\n<h4>  Wie gro&#223; waren die Demonstrationen am letzten Wochenende gegen das   Sparpaket?<\/h4>\n<p>  Die Demonstration am Sonntag den 12.Februar im Zentrum Athens war   gewaltig, auch wenn die griechische und internationale Presse versuchte,   die Demonstration zu bagatellisieren. Gewerkschaften riefen zu den   Protesten auf und alle bekannten linken Gruppen unterst&#252;tzten den   Aufruf. Bis zu einer halben Millionen Menschen versammelten sich auf dem   Syntagma Platz, vor dem nationalen Parlamentsgeb&#228;ude. Auch in   Thessaloniki und anderen griechischen St&#228;dten, Regionen und auf Inseln,   wie Korfu und Kreta, war die Teilnahme sehr gro&#223;. Die griechischen   Medien spielten die Dimension des Protests runter, trotzdem quollen die   Menschen endlos aus den Bahnstationen der Athener Innenstadt und   bildeten eine Flut von Protestierenden. Es schien, als w&#252;rde sich jede   und jeder gegen die neuesten drakonischen K&#252;rzungen, den Diktat der   Troika und der griechischen Regierung, die eine drastische K&#252;rzung nach   der anderen durchpeitscht, wehren. Sogar die U-Bahn aus der   wohlhabenderen Region Nordathens war voll.<\/p>\n<h4>  War der 48st&#252;ndige Generalstreik der letzten Woche effektiv?<\/h4>\n<p>  Den Kundgebungen am Sonntag gingen die zwei bereits erw&#228;hnten   Generalstreiks voran, die erfolgreich die gesamte Industrie, die   &#246;ffentlichen Dienstleistungen und den Verkehr lahmlegten. Das komplette   gesellschaftliche Leben wurde paralysiert, der Beweis f&#252;r die kolossale   Macht der vereinten Arbeiterklasse im Kampf gegen die K&#252;rzungen.<\/p>\n<p>  Die Demonstrationen an den beiden vorhergehenden Tagen waren   vergleichsweise klein. Die meisten arbeitenden Menschen verstanden den   Sonntag als den bedeutenderen Tag f&#252;r den Widerstand, da an diesem Tag   das Parlament &#252;ber das Sparpaket abstimmen sollte (und der &#246;ffentliche   Nahverkehr fuhr). So sah dieser Sonntag die Arbeiterklasse zu vollen   Kr&#228;ften zur&#252;ckgekehrt, in Massen auf den Stra&#223;en.<\/p>\n<h4>  Die internationale Berichterstattung zeigte haupts&#228;chlich die Unruhen   und Zusammenst&#246;&#223;e zwischen Protestierenden und der Bereitschaftspolizei.   Wie sahen die Demonstrationen am Sonntag tats&#228;chlich aus?<\/h4>\n<p>  Am 12.Februar nahmen gro&#223;e Bl&#246;cke von Gewerkschaften an den   Massenprotesten in Athen teil. Ein Gewerkschaftsblock, der mit der KKE   (griechische kommunistische Partei) eng verbunden ist, war mehrere   Zehntausende stark. Ich w&#252;rde sogar von 100.000 TeilnehmerInnen   ausgehen. Allerdings reihte sich die gro&#223;e Mehrheit hinter keinem Banner   ein. Viele waren mit Freunden und Familie gekommen, um zu zeigen, dass   sie gemeinsam gegen die K&#252;rzungen Widerstand leisten. Die Stimmung der   DemonstratInnen war gepr&#228;gt von gro&#223;er Wut. Leute riefen &#8220;Diebe&#8221; und   &#8220;L&#252;gner&#8221; und &#8220;Verr&#228;ter&#8221; zum Parlamentsgeb&#228;ude, w&#228;hrend die   Parlamentarier &#252;ber die weiteren noch tieferen K&#252;rzungen, welche noch   gr&#246;&#223;ere Teile der Bev&#246;lkerung in Armut und Elend st&#252;rzen, entschieden.<\/p>\n<p>  Wie auch immer, die Zusammenst&#246;&#223;e zwischen Bereitschaftspolizei und   Randalierern (anarchistische Gruppen spielen hier eine Rolle, allerdings   mischen auch staatliche Provokateure mit) begannen gegen 17.30 Uhr. Die   Polizei griff besonders brutal ein, attackierte willk&#252;rlich alle   DemonstratInnen und verwendete Tr&#228;nengas. Das ist ihre &#252;bliche Taktik.   AnarchistInnen versammelten sich, darunter auch einige Jugendliche, die   verst&#228;ndlicherweise enorm w&#252;tend sind &#252;ber die Situation und die   Umst&#228;nde, unter denen sie zu leiden haben. Ungl&#252;cklicherweise wurden   einige dieser Jugendlichen in leichtsinnige und kontraproduktive   Aktionen reingezogen, einschlie&#223;lich der Pl&#252;nderungen, geschuldet der   Notlage, in der sie stecken. Einige Berichte sagen, dass bis zu 93   Geb&#228;ude zerst&#246;rt oder besch&#228;digt wurden. Es kann kein Zweifel dar&#252;ber   bestehen, dass sich staatliche Provokateure unter die AnarchistInnen   gemischt hatten, das wie so oft schon fr&#252;her in Griechenland   dokumentiert wurde. Dies best&#228;tigen auch Zeugenaussagen, die beobachtet   haben, dass sogar Sanit&#228;ter und Feuerwehrm&#228;nner w&#228;hrend ihres Einsatzes,   Notf&#228;lle zu behandeln oder Feuer zu l&#246;schen, angegriffen wurden.<\/p>\n<p>  Ungeachtet dessen &#8211; die Protestierenden blieben zu zehntausendst auf den   Pl&#228;tzen.<\/p>\n<h4>  Was bedeutet das neue K&#252;rzungspaket f&#252;r die Arbeitenden und Armen?<\/h4>\n<p>  Dieses Sparpaket ist ein Angriff auf die &#196;rmsten der Gesellschaft. Der   Mindestlohn wird um 22 Prozent auf nur 480 Euro monatlich gek&#252;rzt. F&#252;r   unter 25-j&#228;hrige bedeutet das gar eine Herabsenkung um 32 Prozent, ein   Leben von 430 Euro monatlich. Aber am H&#228;rtesten betroffen sind   Auszubildende (allerdings wird nahezu jede\/r junge Angestellte\/r als   Auszubildende verg&#252;tet). Ihr Lohn wird auf mickrige 350 Euro gedr&#252;ckt.<\/p>\n<p>  Ebenso beinhalten die Ma&#223;nahmen die sofortige Vernichtung von 15.000   Arbeitspl&#228;tzen im &#246;ffentlichen Dienst, l&#228;ngerfristig sollen 150.000   Besch&#228;ftigte in diesem Bereich gestrichen werden. Arbeitnehmerrechte   sollen weiter &#8220;liberalisiert&#8221; werden, um den Arbeitgebern die K&#252;ndigung   zu erleichtern.<\/p>\n<p>  All das kommt nach Jahren voller Sparpakete, welche einen von drei   Griechen in Armut gest&#252;rzt und die Obdachlosigkeit exponentiell   gesteigert haben und f&#252;r hohe Kriminalit&#228;t, Alkohol- und   Drogenmissbrauch und zerr&#252;ttete Familien verantwortlich sind.   Griechenland befindet sich im f&#252;nften Jahr der Rezession\/des   Wirtschaftseinbruchs. Suppenk&#252;chen in Athen bedienen mittlerweile   mehrere Tausende, einschlie&#223;lich gelernten Fachkr&#228;ften ebenso wie   MigrantInnen. 30.000 Obdachlose leben inzwischen in Athen, ein Ph&#228;nomen,   das bis vor kurzem eine zu vernachl&#228;ssigende Gr&#246;&#223;e war. Die orthodoxe   Kirche gibt an, dass sie 250.000 Menschen t&#228;glich ern&#228;hrt.<\/p>\n<h4>  Kann die griechische Koalitionsregierung die K&#252;rzungen durchsetzen?<\/h4>\n<p>  Die sogenannte regierende &#8220;Gro&#223;e Koalition&#8221;, angef&#252;hrt von einem   ungew&#228;hlten, von der EU eingesetzten &#8220;Technokraten&#8221;, ist eigentlich sehr   schwach. Vor einer Woche hatte die Koalition, bestehend aus den drei   Parteien Pasok, Neue Demokratie und LAOS, eine Mehrheit von 266 aus den   300 Sitzen. Trotzdem stimmten nur 199 Parlamentarier dem Sparpaket zu.   Das zeigt, wie hoch der Druck der Massen ist. Viele Parlamentarier haben   Angst vor der unsicheren Lage und stimmen nicht f&#252;r das Sparpaket oder   enthalten sich, um ihre eigene Karriere zu sichern.<\/p>\n<p>  Die illoyalen Parlamentarier wurden aus ihren Parteien ausgeschlossen,   was ein politisches Erdbeben verursacht hat. PASOK (&#252;ber einige Monate   hinweg) und ND, auf einen Schlag, verloren jeweils 29 Mitglieder! PASOK   fiel von 160 auf 130 Sitze, einem Parlament mit 300 Sitzen. ND fiel von   91 auf 62. Die demagogische, rechtsextreme LAOS verlor drei bis vier   Prozent in Umfragen innerhalb einer Woche und war gezwungen, die   Regierung kurz vor den Wahlen zu verlassen. Nichtsdestotrotz tanzten   zwei ihrer Ex-Minister aus der Reihe und stimmten f&#252;r die K&#252;rzungen.<\/p>\n<p>  PASOK und ND bilden jetzt eine Regierung basierend auf nur 193 Sitzen.   Die Unterst&#252;tzung in der Bev&#246;lkerung f&#252;r die vorherige regierende   Partei, PASOK, brach in Umfragen auf 8,7 Prozent zusammen. ND verlor   innerhalb einer Woche 10 Prozent und befindet sich jetzt bei 21 Prozent.   Die &#8220;Gro&#223;e-Koalition&#8221; der herrschenden Klasse repr&#228;sentiert nach den   aktuellsten Umfragen nur noch 30,1 Prozent der Gesellschaft.   Gleichzeitig wehren sich &#252;ber 75 Prozent ihrer W&#228;hlerschaft gegen die   Politik der etablierten Parteien. Tats&#228;chlich h&#228;ngt diese Regierung nur   noch an einem seidenen Faden. Der einzige Grund, warum sie sich noch in   den Seilen halten kann, ist die Unf&#228;higkeit der Gewerkschaften und   linken Gruppen, die Machtfrage zu stellen und einen Plan zu erarbeiten,   wie die Regierung zu st&#252;rzen ist. Wenn die Ma&#223;nahmen umgesetzt werden,   dann nur weil die Linken und Gewerkschaften es erlaubt haben &#8211; durch   ihre Weigerung, einen effektiven Kampf zu organisieren.<\/p>\n<h4>  K&#246;nnte die Linke die Wahlen gewinnen?<\/h4>\n<p>  Die Regierung hat diese Woche Neuwahlen im April angek&#252;ndigt. PASOK muss   mit einer enormen Niederlage, die ihnen die W&#228;hlerschaft beibringen   wird, rechnen. Ebenso die Neue Demokratie. Gleichzeitig nimmt die Linke   in den Umfragen zu. Die KKE und SYRIZA stehen vor einer gro&#223;en   M&#246;glichkeit, in den Umfragewerten liegen sie gemeinsam bei 30 Prozent.   Um tats&#228;chlich aus dieser Situation Profit zu schlagen, m&#252;ssen sie   sozialistische Forderungen aufwerfen und die Massen zum Sturz der   Regierung f&#252;hren und die Forderungen des Finanzmarktes abwehren.<\/p>\n<p>  Sie m&#252;ssen ihre Unterst&#252;tzerInnen ernsthaft auffordern,   Massenversammlungen an allen Arbeitspl&#228;tzen und Betrieben durchzuf&#252;hren,   um Massenbesetzungen zu organisieren und sich auf einen unbefristeten   Generalstreik vorzubereiten, der schlie&#223;lich die Regierung st&#252;rzen soll.<\/p>\n<p>  Obwohl die Regierung es geschafft hat, das Sparpaket durch das Parlament   zu kriegen &#8211; sie h&#228;ngt an seidenen F&#228;den und ist extrem instabil. Die   gro&#223;e Wut in der Bev&#246;lkerung, wie auch der Widerstand gegen die   K&#252;rzungen haben sich nicht verringert. Die Gewerkschaften haben einen   Bruchteil ihrer Macht demonstriert, haben sich allerdings nicht   entschieden zum Sturz der Regierung bewegt. Die Linken Parteien rufen   nur rhetorisch zum Sturz der Regierung und zu Wahlen auf, aber   unternehmen keine konkreten Schritte in diese Richtung.<\/p>\n<p>  Die Linken von KKE und Synaspismos rufen zwar zu &#8220;Streik, Besetzung,   Revolte&#8221; auf, bleiben aber abstrakt und machen keine konkreten   Vorschl&#228;ge, um Streiks zu organisieren und aus Besetzungen K&#228;mpfe zu   entwickeln. Die einflussreichsten linken Parteien, KKE und SYRIZA,   weigern sich nicht nur gegen das Aufstellen eines sozialistischen   Programms, welches jetzt in dieser Situation essentiell ist. Sie weigern   sich auch gegen eine Zusammenarbeit in den aufkommenden Wahlen. Wenn sie   sich tats&#228;chlich dazu entschlie&#223;en w&#252;rden, k&#246;nnten sie als die gr&#246;&#223;te   politische Kraft Griechenlands hervorgehen. Das derzeitige Wahlsystem   gibt der Partei mit den meisten Stimmen zus&#228;tzlich 40 Sitze &#8211; das w&#252;rde   eine linke Regierungsmehrheit bedeuten.<\/p>\n<h4>  Was schl&#228;gt Xekinima vor?<\/h4>\n<p>  Der politische und &#246;konomische Tumult wird weitergehen. Die   Gewerkschaften diskutieren innerhalb von nur Tagen &#252;ber die n&#228;chsten   Generalstreiks. Aber diese sind nicht zum Dampf ablassen da, stattdessen   sollten sie ernsthaft zum Sturz der Regierung durchgef&#252;hrt werden. Wir   rufen zum unbefristeten Generalstreik, zu Massenbesetzungen und   -protesten auf, um die Regierung zu st&#252;rzen.<\/p>\n<p>  Dies ist eine Regierung voller Diebe und R&#228;uber, eine Regierung, die   jegliches Vertrauen der Bev&#246;lkerung verloren hat. Demokratisch gew&#228;hlte   Versammlungen aller Stadtteile m&#252;ssen auf stadtweiter, regionaler und   nationaler Basis zusammenkommen, um den Grundstein f&#252;r eine Regierung   der ArbeiterInnen und der Ausgebeuteten zu legen, die ein Programm zur   Abschaffung des Kapitalismus braucht. Um alle Schulden zu streichen und   die K&#252;rzungen zu beenden. Um Banken und Gro&#223;konzerne zu verstaatlichen   und diese selbst zu verwalten, demokratisch kontrolliert von der   Arbeiterklasse und um einen demokratisch beschlossenen Notplan zum   Wiederaufbau der Wirtschaft umzusetzen.<\/p>\n<p>  Xekinima Mitglieder, die an der Besetzung des Gesundheitsministeriums   beteiligt sind, appellieren an alle linken Gewerkschaftsfunktion&#228;re,   insbesondere GewerkschafterInnen aus dem Medizinbereich, sich mit der   Besetzung zu solidarisieren und diese zu unterst&#252;tzen. Wir nutzen dies   aber auch als Grundlage, um zu weiteren Besetzungen von Ministerien,   lokalen Regierungen etc. aufzurufen.<\/p>\n<p>  Wir rufen auf zu einer neuen Welle der Platzbesetzungen in Athen und   Thessaloniki und anderen St&#228;dten und Regionen, um den Focus auf   Widerstand weiterhin gerichtet zu halten und f&#252;r eine neue Streikwelle   vorzuarbeiten und die Menschen zu ermutigen, bei der n&#228;chsten   Streikwelle ihre Arbeits- und Ausbildungspl&#228;tze, Schulen und   Universit&#228;ten und &#246;ffentliche Anstalten zu besetzen. Wir haben allen   linken Gruppen vorgeschlagen, zusammen zukommen und die Initiative f&#252;r   dieses Programm zu ergreifen. Wir warten noch auf die Reaktionen der   linken Kr&#228;fte.<\/p>\n<h4>  Wie lautet die sozialistische Antwort auf diese Kriese?<\/h4>\n<p>  Die griechischen Medien diskutieren nun laut &#252;ber ein Leben au&#223;erhalb   der Eurozone. Sie spekulieren darauf, dass Deutschland die &#8220;die   aussichtslose Sache&#8221; au&#223;erhalb des Euro haben m&#246;chte. Einige   rechts-populistische deutsche Politiker glauben tats&#228;chlich, dass die   Ma&#223;nahmen der EZB der letzten Monate ausreichen, um den Austritt   Griechenlands und die Auswirkungen auf andere krisengesch&#252;ttelten L&#228;nder   und auf das fragile Bankensystem Europas zu isolieren. Das ist ein Spiel   mit dem Feuer!<\/p>\n<p>  Nicht sonderlich &#252;berraschend sind da die Umfragewerte &#8211; 54 Prozent   stimmen &#8220;gegen die EU&#8221; und 35 Prozent &#8220;gegen den Euro&#8221;. Trotz der Angst   vor dem &#8220;Unbekannten&#8221; fragen sich viele Griechen, ob der Austritt aus   der EU ihre Situation weiter verschlechtern kann. Der F&#252;hrer von   Synaspismos sagte am Sonntag im Fernsehen, dass Griechenland eine   entschlossenere Haltung in den Verhandlungen einnehmen sollte! Aber so   lange man die Zw&#228;nge der Marktwirtschaft akzeptiert, solange wird die EU   den griechischen ArbeiterInnen verheerende K&#252;rzungen &#8220;vor die Wahl&#8221;   stellen.<\/p>\n<p>  Das aufsteigen der KKE und SYRIZA in den Umfragewerten zeigt, dass die   Linke das Potenzial zur Gr&#252;ndung einer Mehrheitsregierung hat. Die   linken Gewerkschafts- und Parteifunktion&#228;rInnen m&#252;ssen sich von unten   organisieren und um ein sozialistisches Programm k&#228;mpfen, demokratische   und aktive Strukturen aufbauen und sich f&#252;r eine Regierung der   ArbeiterInnen einsetzen. Eine solche Regierung w&#252;rde die Schulden   streichen, die Wirtschaft in &#246;ffentliches Eigentum umwandeln, das unter   der demokratischen Kontrolle und Verwaltung von ArbeiterInnen steht und   Arbeitspl&#228;tze schaffen w&#252;rde. Eine Regierung, die eine Grundversorgung   aller garantieren, massiv in Gesundheit, Bildung und Wohnungen   investieren und die industrielle Produktion von Grundg&#252;tern sicher   stellen w&#252;rde.<\/p>\n<p>  Eine Arbeiterregierung w&#252;rde sich mit den ArbeiterInnen anderer   krisengebeutelter EU Staaten verb&#252;nden und Arbeiterbewegungen in ganz   Europa unterst&#252;tzen, Nein sagen zur kapitalistischen EU und Teil des   gemeinsamen Kampfes f&#252;r eine sozialistische F&#246;deration des Kontinents   sein!<\/p>\n<h5>  Das Interview f&#252;hrte Niall Mulholland f&#252;r <a href=\"http:\/\/www.socialistworld.net\">www.socialistworld.net<\/a>   am 14. Februar 2012.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Interview mit Andros Payiatsos, Sprecher der marxistischen Organisation<br \/>\n      Xekinima, &#252;ber den Widerstand in den letzten Wochen\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[44],"tags":[270],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14686"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14686"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14686\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14686"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14686"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14686"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}