{"id":14676,"date":"2012-02-13T09:00:00","date_gmt":"2012-02-13T08:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=14676"},"modified":"2012-06-08T20:26:25","modified_gmt":"2012-06-08T18:26:25","slug":"14676","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2012\/02\/14676\/","title":{"rendered":"Bundesweite Proteste gegen ACTA"},"content":{"rendered":"<p>  Zuschriften an die Redaktion<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Am 11. Februar fanden in &#252;ber 50 St&#228;dten bundesweit Demonstrationen   gegen das Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) statt. Ein Artikel   &#252;ber ACTA ist <a href=\"\/?p=14669\">hier<\/a>   zu finden sowie ein <a href=\"\/media\/z\/20120210_ACTAFlugblatt.pdf\">Flugblatt<\/a>   der SAV zu dem Thema. Au&#223;erdem ist <a href=\"\/?p=14675\">hier<\/a>   eine Einsch&#228;tzung der Proteste zu finden. Folgend ver&#246;ffentlichen wir   Zuschriften an die Redaktion von den ACTA-Demonstrationen.<\/b><\/p>\n<h4>  Aachen<\/h4>\n<p>  Ich habe seid langer Zeit unseren Marktplatz nicht mehr so voll gesehen !<\/p>\n<p>  In Aachen haben ca 1800 Menschen gegen ACTA demonstriert. Dabei waren   viele Sch&#252;lerInnen, Organisierte und unorganisierte Jugendliche die voll   dabei waren.die Menschen waren nicht nur ver&#228;rgert, sondern stellten   auch das System dahinter in Frage, was mich wirklich sehr gefreut hat.<\/p>\n<p>  ES WAR KLASSE !<\/p>\n<p>  Ich habe den Eindruck dass viele (vor allem die J&#252;ngeren) zum ersten Mal   demonstrieren waren. Die Tatsache dass dieses Thema einen   Interessenbereich betrifft, der f&#252;r Jugendliche quasi existenziell ist,   hat viele auf die Stra&#223;e gelockt, was ich positiv finde.<\/p>\n<p>  Langsam werden auch die eher unpolitischen Jugendlichen also auf   Missst&#228;nde aufmerksam, da ihnen die Gefahr droht das freie Internet zu   verlieren.<\/p>\n<p>  Weitere Aktionen zum Thema Protest gegen ACTA wurden angek&#252;ndigt, sodass   man sich eigentlich als Organisation mit einbringen muss und   Interessenten finden wird.<\/p>\n<p>  Ich hoffe sehr dass es weitere gut besuchte Aktionen gibt und die   Bewegung nicht wieder an Schwung verliert.<\/p>\n<p align=\"center\">  <embed width=\"400\" height=\"267\" src=\"https:\/\/picasaweb.google.com\/s\/c\/bin\/slideshow.swf\" type=\"application\/x-shockwave-flash\" pluginspage=\"http:\/\/www.macromedia.com\/go\/getflashplayer\" flashvars=\"host=picasaweb.google.com&#038;hl=de&#038;feat=flashalbum&#038;RGB=0x000000&#038;feed=https%3A%2F%2Fpicasaweb.google.com%2Fdata%2Ffeed%2Fapi%2Fuser%2F102458489215897250915%2Falbumid%2F5708242726954498465%3Falt%3Drss%26kind%3Dphoto%26hl%3Dde\">  <\/embed>  <\/p>\n<h4>  Bremen<\/h4>\n<p>  Am europaweiten Aktionstag gegen das ACTA-Handelsabkommen haben sich   auch in Bremen Tausende DemonstrantInnen bei eisiger K&#228;lte gegen   Internetzensur und Regulierungen im Sinne der Konzerne beteiligt. Laut   den VeranstalterInnen beteiligten sich 2500 Menschen an dem lautstarken   Protest durch die Bremer Innenstadt. F&#252;r die gleiche Zeit war auch ein   Protest in Bremerhaven angek&#252;ndigt, an dem jedoch nur 56 Personen   teilnahmen. Im Vorfeld war den TeilnehmerInnen von den VeranstalterInnen   untersagt worden, Flugbl&#228;tter zu verteilen (!), was sicherlich auch   DemonstrantInnen abgehalten hat teilzunehmen. Von den politischen   Gruppen, die sich mit dem Thema besch&#228;ftigen waren die DIE LINKE.,   Piratenpartei, SAV, Gr&#252;ne Jugend und ASJ (Anarchosynikalistische Jugend)   und FAU in Bremen vertreten. Zu Auseinandersetzungen mit der Polizei kam   es nicht. Sie hielt sich diesmal vorwiegend im Hintergrund auf und   behinderte die Demo ungew&#246;hnlicherweise nicht. Viele DemonstrantInnen   waren mit Guy Fawkes-Masken, selbstgebastelten Schildern und Bannern vor   Ort, auf denen sie ihre Kritik an ACTA deutlich machten. Auffallend war   jedoch, dass so gut wie kein Info-Material verteilt wurde. Den gr&#246;&#223;ten   Anteil an der Demo stellten jugendliche Internet-User, die scheinbar   eher unorganisiert waren. W&#228;hrend des Demozuges wurde immer wieder &#8222;ACTA   muss weg&#8220; &#8222;STOP\/FUCK ACTA&#8220;, &#8222;Brecht die Macht der Banken und Konzerne,   &#8222;F&#252;r Konkurrenz und Konsum mach ich mich nicht krumm&#8220; skandiert. Die   Demo schloss mit einer Kundgebung am Bahnhofsvorplatz, die allerdings   inhaltlich ziemlich mau war. Die RednerInnen machten zwar deutlich, dass   das ACTA-Handelsabkommen &#8211; entgegen den Behauptungen der   unterzeichnenden Regierungen &#8211; den Konzernen und nicht den K&#252;nstlerInnen   diene, es wurde jedoch in keinster Weise der Bezug zum Kapitalismus   hergestellt, was von VertreterInnen der Gr&#252;nen, Piraten jedoch auch   nicht zu erwarten war. Die Rednerin der Gr&#252;nen betrieb indirekte   Wahlwerbung indem sie ihre Partei wieder einmal als die &#8222;gro&#223;e   Oppositionspartei&#8220; darstellte und damit prahlte, dass die Gr&#252;nen ACTA   strikt ablehnen. DIE LINKE. schickte erst gar keine\/n RednerIn auf den   Lauti, obwohl auch ihr Vertreter reden sollte, wie wir in Erfahrung   bringen konnten. Zum Zeitpunkt der Kundgebung waren die wenigen   LINKE-GenossInnen mit 2 Fahnen bereits wieder verschwunden. Dies zeigt   einmal mehr, dass DIE LINKE. nicht aktionsf&#228;hig und in der Lage ist sich   in die aktuelle politische Diskussion einzubringen, bzw. die Positionen   der Partei zu vertreten. So konnten sich insbesondere die Piraten als   Veranstalter profilieren, die aber auch inhaltlich au&#223;er ein paar   verteilten Zeitungen nichts zu bieten hatten. Die Stimmung unter den   DemonstrantInnen war durchweg optimistisch und es herrschte eine gro&#223;e   Offenheit f&#252;r Diskussionen.<\/p>\n<h4>  Hamburg<\/h4>\n<p>  Europaweit gingen Menschen gegen das &#8222;Anti-Piraterie-Abkommen&#8220; ACTA auf   die Stra&#223;e. ACTA soll geistige Eigentumsrechte an Kultur- und   materiellen G&#252;tern st&#228;rker als bisher durchsetzen und dient so der   Sicherung von Konzernprofiten.<\/p>\n<p>  Die Demo in Hamburg begann um 14:00 G&#228;nsemarkt. Aufgerufen hatten AK   Vorrat, Piratenpartei und Gr&#252;ne. Ungef&#228;hr 5000 Leute kamen zusammen. Die   meisten von ihnen waren jung und nicht politisch organisiert. Es waren   viele kreative selbstgemachte Plakate und Transparente zu sehen, einige   sogar blinkend.<\/p>\n<p>  Die SAV Hamburg verteilte 500 Flyer, die in kurzer Zeit vergriffen   waren, das spricht f&#252;r ein hohes Interesse an politischen Inhalten. An   unserem Infotisch gab es einige gute Gespr&#228;che, nicht nur &#252;ber ACTA,   sondern auch &#252;ber den Streik bei Pflegen &amp; Wohnen. Die   Unterschriftenliste zur Unterst&#252;tzung der Streikenden f&#252;llte sich   schnell.<\/p>\n<p>  In den Reden auf der Kundgebung wurde die undemokratische und   intransparente Weise kritisiert, in der ACTA an der Bev&#246;lkerung vorbei   hinter verschlossenen T&#252;ren ausgehandelt wurde. Mit der Einf&#252;hrung von   ACTA sei das Internet in seiner heutigen weitesgehend auf freien   Informationsaustausch beruhenden Form gef&#228;hrdet.<\/p>\n<p>  Um ACTA zu stoppen setzen die aufrufenden Gruppen auf eine   Online-Petition. Dadurch werden Illusionen erzeugt, dass Bittbriefe und   richtige Argumente die Herrschenden zur Einsicht bringen werden. In   Wirklichkeit wissen sie genau was sie tun und nur entschlossener   Massenprotest bis hin zu Blockaden und Arbeitsniederlegungen kann den   Druck erzeugen um ACTA und weitere Angriffe auf die Informationsfreiheit   zu stoppen.<\/p>\n<h4>  Hof<\/h4>\n<p>  Gestern lief super! Es waren 300 Jugendliche da. In Hof!!! Wir haben von   der Linksjugend [&quot;solid] an alle Flugbl&#228;tter verteilt sowie noch 200   weitere an Passanten. :D<\/p>\n<h4>  Stuttgart<\/h4>\n<p>  Heute waren auf der Anti-Acta-Demo in Stuttgart ca. 6000-8000 Leute. Die   Polizei sprach selbst von &#252;ber 5000 Leute. Die Zusammensetzung war   extrem gemischt. Von Computerfreaks &#252;ber Linke und andere war alles   vertreten. Der Altersdurchschnitt war sehr niedrig. Es d&#252;rfte f&#252;r viele   Jugendliche die erste Demo gewesen sein.<\/p>\n<p>  Die Reden konnten nicht verstanden werden da sie nur eine Anlage hatten   die vielleicht f&#252;r 500 Leute reichten. Es haben viele Organisationen   geredet, ich konnte aber nicht Verstehen wer, unter anderem aber einer   von Linksjugend BaW&#252;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Zuschriften an die Redaktion\n    <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[51],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14676"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14676"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14676\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14676"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14676"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14676"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}