{"id":14675,"date":"2012-02-12T14:40:00","date_gmt":"2012-02-12T13:40:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=14675"},"modified":"2012-06-08T20:26:43","modified_gmt":"2012-06-08T18:26:43","slug":"14675","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2012\/02\/14675\/","title":{"rendered":"Massenproteste gegen ACTA-Abkommen"},"content":{"rendered":"<p>  Jugendliche gehen gegen die Einschr&#228;nkung des Internet auf die Stra&#223;e<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Zehntausende demonstrierten in Deutschland und europaweit gegen das   Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA). Durch das Abkommen drohen   unter anderem massive Einschr&#228;nkungen beim Teilen und Kopieren von   Inhalten im Netz. Doch die Wut der Demonstranten richtete sich nicht nur   dagegen.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Michael Koschitzki, Berlin<\/i><\/h4>\n<p>  Die ACTA-Demonstrationen am 11. Februar sind die gr&#246;&#223;ten Jugendproteste   in Deutschland seit den Bildungsstreiks. Viele Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler   waren auf Demonstrationen. Junge M&#228;nner waren &#252;berproportional   vertreten. F&#252;r viele war es die erste Demonstration, auf der sie je   waren. Andere waren schon bei occupy-Protesten, Bildungsstreiks oder den   Anti-Atomprotesten aktiv. Viele selbstgemachte Schilder waren zu sehen.   In Hamburg gab es sogar blinkende Transparente.<\/p>\n<p align=\"center\">  <embed height=\"267\" width=\"400\" pluginspage=\"http:\/\/www.macromedia.com\/go\/getflashplayer\" flashvars=\"host=picasaweb.google.com&#038;hl=de&#038;feat=flashalbum&#038;RGB=0x000000&#038;feed=https%3A%2F%2Fpicasaweb.google.com%2Fdata%2Ffeed%2Fapi%2Fuser%2F102458489215897250915%2Falbumid%2F5708242726954498465%3Falt%3Drss%26kind%3Dphoto%26hl%3Dde\" src=\"https:\/\/picasaweb.google.com\/s\/c\/bin\/slideshow.swf\" type=\"application\/x-shockwave-flash\">  <\/embed>  <\/p>\n<p>  Mehrere Zehntausend sind in &#252;ber 50 St&#228;dten bei Minusgraden auf die   Stra&#223;e gegangen. In M&#252;nchen fand mit 16.000 TeilnehmerInnen die gr&#246;&#223;te   Demonstration statt. In Berlin, NRW und Norddeutschland gingen jeweils   10.000 Menschen auf die Stra&#223;e. Sichtbar vertreten waren die   Piratenpartei, DIE LINKE und ihr Jugendverband. Europaweit gab es am   gleichen Tag Proteste gegen ACTA. <\/p>\n<p>  Als sich abzeichnete, dass die Proteste gro&#223; werden, verschob die   Bundesregierung erstmal die Unterzeichnung des Vertrages. Das ist ein   erster gro&#223;er Erfolg der Bewegung. Trotzdem die Bundesregierung den   Stopp verk&#252;ndet hatte und es durch alle Medien verbreitet wurde, gingen   so viele Menschen gegen ACTA auf die Stra&#223;e. Mobilisiert wurde vor allem   im Internet.<\/p>\n<h4>  ACTA ad acta<\/h4>\n<p>  Die Demonstrationen forderten den Stopp des Ratifizierungsprozesses des   ACTA-Abkommens. Neben dem Inhalt des Abkommens richtete sich die   Demonstration auch gegen die Art, wie es zustande gekommen war. Zwischen   2008 und 2011 wurde es in Geheimverhandlungen beraten und wird zur   Ratifizierung vorgelegt. Auf den Demonstrationen waren Schilder zu   sehen, wie &#8222;ACTA This is how democracy looks like&#8220;.<\/p>\n<p>  W&#228;hrend die RednerInnen auf den Demonstrationen sich sehr gem&#228;&#223;igt gaben   und davon redeten, dass es &#8222;fairen Wettbewerb&#8220; geben m&#252;sse, war die   Stimmung der TeilnehmerInnen oft deutlich radikaler. Gegen die Macht der   Entertainmentkonzerne und dagegen, dass &#8222;die da oben&#8220; &#252;ber unsere K&#246;pfe   hinweg entscheiden wurde demonstriert. Die Resonanz auf das Flugblatt   der SAV, dass vielerorts das einzige Material war, dass zu ACTA verteilt   wurde, war sehr gut.<\/p>\n<h4>  Es geht um mehr<\/h4>\n<p>  Die angesetzten Demonstrationen gegen ACTA waren die ersten gro&#223;en   Gelegenheiten gegen Einschr&#228;nkungen im Netz als Ganzes auf die Stra&#223;e zu   gehen. Die Abschaltung von Kino.to und im Zuge dessen der R&#252;ckzug   mehrerer &#228;hnlicher Internetseiten, das Vorgehen gegen Megaupload und die   Youtube-Sperren durch GEMA und Sony sch&#252;rten &#252;ber l&#228;ngere Zeit die Wut   unter Jugendlichen. Undemokratisch werden auf Gehei&#223; der gro&#223;en Konzerne   Gesetze geschrieben, die ihnen die Profite sichern sollen. Auch wenn   Viele nicht die Bankenrettungspolitik der Bundesregierung im Detail   verfolgen, haben sie das Gef&#252;hl, dass Politik nicht in ihrem sondern im   Interesse der Banken und Konzerne gemacht wird. Auch dieser Unmut fand   in den ACTA-Protesten einen Ausdruck.<\/p>\n<p>  Man kann von einer &#196;ra von Massenprotesten sprechen, in der wir uns   befinden. Mit voller Selbstverst&#228;ndlichkeit w&#228;hlen Jugendliche und   AktivistInnen den Weg des massenhaften Protests. Eine Generation von   Jugendlichen macht die Erfahrung, dass man sich gemeinsam, massenhaft   und international wehren muss. Sie macht eine Erfahrung, die eine   wichtige Grundlage f&#252;r die kommenden Proteste und Bewegungen gegen die   Abw&#228;lzung der Schuldenkrise und Bankenrettung auf die Arbeiterklasse und   Jugend bildet.<\/p>\n<p>  Die Ratifizierung von ACTA ist bisher nur ausgesetzt. Wenn die   Bundesregierung trotz der Proteste unterschreiben will, m&#252;ssen sie   gesteigert und fortgesetzt werden. Wenn ACTA gestoppt wird, ist das eine   gro&#223;e Ermunterung f&#252;r Widerstand gegen die Macht der Konzerne. Der muss   fortgesetzt werden. Die SAV organisiert in zahlreichen St&#228;dten Treffen   zu ACTA und anderen Themen. Setze dich mit uns in Verbindung,   organisiere dich und werde mit uns gemeinsam aktiv.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Jugendliche gehen gegen die Einschr&#228;nkung des Internet auf die Stra&#223;e\n    <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[51],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14675"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14675"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14675\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14675"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14675"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14675"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}